Heute verschiedene Meldungen in der Tagespresse:
Da liest man, dass der "Chef der Treberhilfe-Gesellschaft" seinen Maserati zurückgibt.
In der anderen Tageszeitung wird Herr Ehlert so wiedergegeben:
Er ist überzeugt, wenn auch nur ein weiteren Tag so viel Aufhebens um den Dienstwagen gemacht werde, so sei das "kein guter Tag für die Spendenlandschaft Deutschland" ("weltweit" hat er sich wohl verkniffen). Er will die Aktion mit dem Sportwagen als Provokation verstanden wissen. Wogegen er protestieren wollte, das wird auch auf Nachfrage nicht so recht deutlich.
Ehlert verfügt: "Der Sozialmaserati wird zum Transparenzmobil." Er will das schnittige Fahrzeug Berlinern und Touristen gegen Bezahlung für Stadtrundfahrten zur Verfügung stellen. "Auf diesen Fahrten sollten Moral, Sozialarbeit und Finanzen gleichermaßen erörtert werden".
Der Chef des Diakonischen Werkes meinte dazu, die künftige Verwendung des Sportwagens als Transparenzmobil sei eine Verlegenheitslösung und erklärte: "am Ende muss der Maserati veräussert werden".
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23.02.2010, 12:24
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
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23.02.2010, 12:36
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Dann soll er ihn doch lieber weiterfahren bis das Auto zusammenfällt. Ein Verkauf wäre wohl eher ein Verlustgeschäft.
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23.02.2010, 12:40
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23.02.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
ich kenne Herrn Ehlers aus eigenem Erleben. Mein Sohn hat bei der Treberhilfe Praktikum gemacht. Klar, wenn man Erzieher oder Sozialarbeiter wird sollte man sich schon drauf einstellen, dass man eigentlich Geld von zuhause mitbringt. Aber so extrem, wie es dort gelaufen ist hab ich überhaupt noch nichts erlebt. Und ich hab schon einiges in puncto übergriffige Chefs erlebt. Bei mir und bei meinen Kindern.
Nee, ich verstehe nicht, warum Ehlers einen Maserati fährt und seine Mitarbeiter noch nicht mal ne Monatskarte für ihre Dienstfahrten bekommen.
Warum sie monatelang auf ihr Geld verzichten sollen. Klar sie machen das alles doch nur aus reiner Nächstenliebe und weil sie einen Helferkomplex haben.
Ehlers hat auch einen Komplex, der hilft sich selbst.
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23.02.2010, 12:53
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Immerhin ein Auto, das man auch mal jemanden als Notübernachtungsmöglichkeit anbieten kann.
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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23.02.2010, 13:02Inaktiver User
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Auf die Idee, dieses Fahrzeug auch seiner Klientel zugängig zu machen, einfach, um ein bißchen Freude in den tristen Alltag dieser Menschen zu bringen, kommt Herr Ehlert bezeichnenderweise nicht.Ehlert verfügt: "Der Sozialmaserati wird zum Transparenzmobil." Er will das schnittige Fahrzeug Berlinern und Touristen gegen Bezahlung für Stadtrundfahrten zur Verfügung stellen. "Auf diesen Fahrten sollten Moral, Sozialarbeit und Finanzen gleichermaßen erörtert werden".
Das würde auch dieses Problem lösen helfen
Über die hohen Verbrauchskosten dieser Luxuskarosserie hat sich bisher ja auch niemand beschwert.Dann soll er ihn doch lieber weiterfahren bis das Auto zusammenfällt. Ein Verkauf wäre wohl eher ein Verlustgeschäft.
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23.02.2010, 13:18Inaktiver User
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Der Wagen ist angeblich geleast.
Das ergibt nämlich noch den Vorteil der Steuerminderung.

Ansonsten weiß ich wirklich nicht, was es über diese Sache zu diskutieren gibt.
Die Staatsanwaltschaft soll ermitteln, ob der Laden wenigstens nach dem Buchstaben des Gesetzes einigermaßen sauber ist.
Davon abgesehen tut man gut daran diesem Verein keinen einzigen müden Cent (mehr) zu spenden. Es gibt nun wahrlich genügend gemeinnützige Vereine, Stiftungen etc., deren Gründer, Vorstände etc. nicht derartige asoziale und grob unverschämte Verhaltensweisen an den Tag legen.Geändert von Inaktiver User (23.02.2010 um 13:22 Uhr)
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23.02.2010, 13:26
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Man könnte natürlich auch noch darüber nachdenken, wie das denn bei anderen, den richtigen großen Wohlfahrtsverbänden so ist.
Wenn dort nämlich das Management auch alle zwei Jahre neue Dienstluxuskarossen bekommen, aber von schlecht bezahlten Teilzeiterzieherinnen verlangt wird, einen Pkw zu haben und diesen Privat-Pkw auch als Dienstfahrzeug einsetzen zu müssen.
Aber das führt vielleicht wirklich zu weit.
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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23.02.2010, 13:32Inaktiver User
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
In der Tat - das führt zu weit. Augenmaß ist gefragt.
Ich erwarte nicht, dass der Mann einen rostigen Opel fährt, nur weil schlecht bezahlte Teilzeiterzieherinnen sich kein besseres Auto leisten können, aber das heißt noch lange nicht, dass es über einen Maserati oder über vergleichbare Luxuskarossen irgendwelchen Diskussionsbedarf gäbe - wenn du verstehst, was ich meine.Geändert von Inaktiver User (23.02.2010 um 13:35 Uhr)
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23.02.2010, 13:45
AW: Obdachlosenhilfe-Maserati als Dienstwagen
Das erinnert mich an eine Maßnahme der Arbeiterwohlfahrt AWO vor wenigen Jahren. Die haben das gleiche gemacht, was beim Schlecker jetzt grosse Empörung auslöst.
Damals wurde ein etwas fettleibiger, braungebrannter Mitarbeiter im TV zur Sache befragt und er wusste anscheinend genau, dass er sein Geld eigentlich damit verdient, in solchen unangenehmen Situationen den Kopf hinzuhalten. Alles abstreiten und munteres Blablabla ...
Die Mitarbeiter vor Ort, Frauen natürlich, wurden entlassen und dann mit einem neuen Angebot wieder eingestellt, das bloss noch die Hälfte des alten Lohnes beinhaltete. Dadurch wurden sie eigentlich selbst zum Sozialfall.
(ist aus dem Gedächtnis, kleine Ungenauigkeiten können möglich sein)
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