Antworten
Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 59
  1. Inaktiver User

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Kam leider noch nicht dazu.
    Werde ich aber mit Sicherheit.
    Danke
    Falls du das im Internet sehen möchtest, musst du dich beeilen, da die Aufzeichnungen nur jeweils 7 Tage lang im Internet verfügbar sind - in diesem Fall also bis kommenden Montag.
    .
    Geändert von Inaktiver User (11.02.2010 um 10:01 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Eine Demokratie bedeutet Vielstimmigkeit, also auch unterschiedliche Schwerpunkte und Sichtweisen. Daraus ergibt sich auch, weshalb der eine der FAZ zuneigt, der andere der SZ oder der FR.
    Exakt. Deshalb neigt der eine VTs zu, der andere lehnt sie als Hirngespinst ab oder deshalb, weil in der FAZ nichts davon steht. Wegen der verschiedenen Sichtweisen. KANN eine FAZ überhaupt -um den Anspruch des Lesers und den eigenen Anspruch auf Seriosität nicht zu verletzen- wagen, eine VT zu thematisieren? Es besteht die Gefahr zweiter "Hitlertagebücher" usw. Sie sehen: Daß nichts thematisiert wird, kann durchaus ganz andere Gründe haben, als "Nichtexistenz" eines Phänomens.

    Welche dieser Medien "Recht hat", bleibt in der Tat der Sichtweise des Einzelnen überlassen.
    Gemeinsam haben diese Medien, dass sie sauber recherchieren und keine expliziten Lügen verbreiten.
    Hier eine Recherche zu "Medien" Medienkonzern(e) medienwatch & metainfo (gfok) einige BEsitzverhältnisse etc. Allgemeiner Natur, was durchaus Hinweise liefert.

    Die Qualitätszeitung verkauft Informationen, im Idealfall auch gut recherchierte Hintergrundinformation, Ausgewogenheit und Seriosität an ein Publikum, das in der Lage ist solche Inhalte zu würdigen...
    Wenn du nicht einmal in der Lage bist mit gelegentlichen Recherchefehlern, Gegendarstellungen und Mehrstimmigkeiten seriöser Medien umzugehen - wie willst du dann in der Lage sein, die Inhalte von Blogs u.a. politischen Webseiten zu beurteilen?
    Sie haben nicht verstanden. Opelius hat den Hinweis gegeben, daß Medien in erster Linie wirtschaftliche Interessen verfolgen müssen. Daß durchaus das wirtschaftliche Interesse des Mediums mit den wirtschaftlichen Interessen der Werbenden und dem Informationsbegehren der Abonnenten kollidiert, zeitigt Ergebnisse, die entweder konträr zur Wahrheit sein können oder nur "die halbe Wahrheit" sind.

    Dasselbe Problem haben Sie bei politischen Medien und Beiträgen, egal ob Zeitung oder Fernsehen. Koch und andere Politiker versuchen massiv Einfluß auf die personelle Besetzung zu nehmen, das ist doch unbestritten. Meine Cousine arbeitet bei einem Unternehmen, das statistische Daten auswertet. Dabei handelt es sich um kritische Daten zum Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Mehrfach wurde von politisch höchster Ebene aus Berlin "angeregt", bestimmte Daten nicht so veröffentlichen zu dürfen, wie sie nach wissenschaftlicher Auswertung in Reinform vorlagen. Diesen Effekt werden Sie in vielen Medien aus verschiedenen Interessenslagen motiviert antreffen.

    Deshalb halte ich "freien Journalismus" in Form eines Blogs oder freier Seiten mit guter Recherche (und das kann ich beurteilen, weil ich manchmal selber nachzuprüfen versuche) wegen meist wirtschaftlicher Unabhängigkeit für durchaus freier und "unkorrumpierbarer", als wirtschaftlich und politisch abhängige Medien.

    Sie dürfen auch nicht vergessen, daß, wenn Sie "seit Jahr und Tag" dieselbe Zeitung lesen, in gewisser Weise "auf Linie" getrimmt werden können, ohne es zu merken. Es ist eine Konditionierung - die Macht der Medien und Propaganda ist schon immer bekannt und heiß umkämpft, weil es ihnen klar ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Journalismus und Internet

    Die größte Gefahr ist wohl, sich angesichts eines "guten Etiketts" einzubilden, nicht mehr selbst kritisch sein zu müssen.

    Es klingt gut, wenn etwas auf Arte gezeigt wird und es klingt gut, wenn jemand etwas aus der Süddeutschen verlinkt: dennoch recht das noch lange nicht, um glaubhaft zu machen, dass das eigene Denken mit dem gezeigten auf einem Niveau korrespondiert.

    Auch manches was in der BILD steht, wurde in sog. "seriösen Medien" zitiert und dann weiter gegeben als habe es nicht in der Bild, sondern im vordergründig "seriöserem Medium" gestanden.

    Es kommt immer auf den Inhalt an und in unserer Zeit nimmt sich " Generation Blöd " zunehmend nicht mehr die Zeit, selbst zu denken : man sammelt Medienberichte, sortiert diese schnell nach "Seriosität" und Eigeninteresse plappert schnell nach ohne wirklich selbst geforscht und recheriert zu haben... Nicht einmal gerütteltes Halbwissen ist das..

    Diese Forum ist voll davon..

    Es spiegelt nur wer wo was zielorientiert sammelt..

    Das Ziel steht schon vorher fest.

    Nicht nur Journalismus und Internet wäre ein interessantes Thema, sondern auch : Der Mensch online in Diskussionen und seine Schirrmachereien.. Frank Schirrmacher : Das Internet macht unser Hirn kaputt

    Der Mensch mit vielen Informationen aus zweiter/dritten Hand, der nur in den großen Topf greifen muss, um das zu finden, was seine Ideen untermauern soll : Es aber hauptsächlich durchs " gute" Etikett tun soll : "Es steht ja Arte dran..es steht ja in der Süddeutschen und nicht in der BILD..." ist der Tenor

    Das ist aber auch Kinderkram :-) und ein Zeichen dafür, dass Schirrmacher vielleicht tatsächlich Recht hat..
    Geändert von Inaktiver User (11.02.2010 um 10:25 Uhr)

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was hat diese Aussage mit den Tausenden von Blogs und Videos zu tun, die im Internet kursieren? Was du sagst, gilt doch für das Internet überhaupt nicht. Das gibt das Medium nicht her.

    Dort ist "richtig", was möglichst oft angeklickt wird. Wer sollte - rein technisch - die Möglichkeit haben Fehler, Irrtümer, bewusste Falschinformation, manipulativ zusammengeschnittene Bilder u.ä. zu identifizieren und aus- bzw. aufzuräumen?

    Es gibt im Internet keinen Lektor, keinen Verantwortlichen, der prüft und gegenprüft. Es gibt keinen Faktencheck, keine Sicherheit, dass derjenige, der felsenfest irgendwas behauptet, auch nur den Dunst einer Ahnung hat, wovon er redet.
    Wenn er es geschickt anstellt, wird geglaubt. Und zwar hauptsächlich von einer jungen Generation, die nicht weiß, wie man Texte überhaupt evaluiert.

    Diejenigen, die das Internet als Informationsquelle nutzen, wissen im allgemeinen weder woher eine Behauptung kommt noch ob sie geprüft wurde. Sie glauben, verlinken weiter. Und wenn genügend Leute klicken und glauben und weiterverlinken, wird aus einer fetten Lüge oder einer aus der Luft gegriffenen Vermutung allmählich Wahrheit ...
    .
    Und wie willst Du das verhindern?
    Du willst "aufräumen"???
    Woher weiss ich denn, dass DEINE Behauptungen stimmen.
    Weder kannst Du hier belegen, dass Deine Behauptungen
    Diejenigen, die das Internet als Informationsquelle nutzen, wissen im allgemeinen weder woher eine Behauptung kommt noch ob sie geprüft wurde. Sie glauben, verlinken weiter. Und wenn genügend Leute klicken und glauben und weiterverlinken, wird aus einer fetten Lüge oder einer aus der Luft gegriffenen Vermutung allmählich Wahrheit ...
    stimmen, noch kann ich sie widerlegen.
    Aber mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand sagen mir: Du bist auf dem falschen Dampfer.

    Ich habe auch zu Zeiten vor dem Internet - das war bei mir vor drei Jahren - schon nicht alles geglaubt, was in den Zeitungen stand oder in sonstigen Medien zu erfahren war.
    Auch in Zeitungen wurde und wird von Qualitätsjournalisten schon immer und immer wieder mal gelogen wie gedruckt oder aus Unwissenheit die Unwahrheit gesagt.
    Der Unterschied zu heute: Heute hat jeder das Recht und die Möglichkeit dazu.
    Alleredings auch die Möglichkeit, wenn man anderer Meinung ist wie die Meinungsmacher, dagegen anzugehen.

    Wie hätte ich früher die Möglichkeit gehabt, zum Beispiel gegen die einseitige Berichterstattung meiner Tageszeitung zugunsten einer Partei anzugehen oder zu protestieren? Eigenkritik lässt zumindest unsere Tageszeitung, die Mittelbayerische, selten zu.
    Ich habe dort mal angerufen, warum mein Leserbrief nicht erscheint.
    Trotz des Rechtes auf Verbreitung meiner Meinung wurde mir nur schnippisch gesagt: Was wir drucken, entscheiden immer noch wir.
    Wie gut, dass das im Internet anders ist.
    Und das soll gefälligst auch so bleiben!!

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen

    Diese Frage ist berechtigt, aber eine Zeitung ist ein Unternehmen, das vom Vertrauen (und Geld) der Abonnenten lebt. Wer beim Lügen erwischt wird, macht es nicht lange. Ich erinnere an den Skandal der "Hitlertagebücher" 1983 im Stern. Davon hat sich die Zeitschrift bis heute nicht so recht erholt.
    Ausnahme BILD

    Alle lesen sie und alle schimpfen über sie.
    So haben alle etwas zum Mitreden und können so tun, als
    hätten sie von etwas Ahnung.

    Davon lebt die BILD-Zeitung.

  6. User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Ausnahme BILD

    Alle lesen sie und alle schimpfen über sie.
    So haben alle etwas zum Mitreden und können so tun, als
    hätten sie von etwas Ahnung.

    Davon lebt die BILD-Zeitung.
    Schön Streuner, dass Du Dich hier beteiligst.
    Das Thema habe ich bereits beantwortet, siehe Post 17

    Und es dürft nicht erst seit Wallraff bekannt sein, dass Bild-Reporter sehr wohl ihre journalistische Aufgabe ernst nehmen, aber erst die Redaktion daraus die großen Reißer macht. Und die Hauptschlagzeile bleibt dem Hauptredakteur überlassen, denn die entscheidet über die Verkaufszahlen am nächsten Tag.
    Geändert von Opelius (11.02.2010 um 10:51 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit...
    ...

    ...liefert die ARTE-Reportage, insbesondere das letzte Beispiel mit dieser Hisbollah-nahen "Presseagentur".
    .
    Du vertraust also mehr dem Namen einer "seriösen" Zeitung als Deinem eigenen Urteilsvermögen?
    Mir scheint, Du hast zu wenig Selbstvertrauen.

    Wenn Du nie in Blogs liest oder schreibst, woher weißt Du dann, wie es darin zugeht?

    Mir hat mal jemand gesagt, er habe noch nie die BILD-Zeitung gelesen, wer da nur Lügen drin stehen...

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu Deiner Frage:
    "Benutzen" des Internets meine ich im groesstmoeglichen und unchinesischsten, uniranischsten, also unzensiertesten Sinne- und bei manchen blogs, ich denke da sogar an rosafarbene Brigewaechse, entgeht Dir wirklich was.
    Aus der Bri sind noch weitere Gewächse erwachsen?
    Zeigst Du mir eins?

  9. User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Die Qualitätszeitung verkauft Informationen, im Idealfall auch gut recherchierte Hintergründe, Ausgewogenheit und Seriosität an ein Publikum, das in der Lage ist solche Inhalte zu würdigen.
    Ein Boulevardblatt verkauft Großbuchstaben, d.h. Sensationen, Emotionen und Klatsch für ein entsprechendes Publikum.

    Das ist die Theorie.

    In der Praxis beobachte ich mehr und mehr eine manchmal wie gleichgeschaltet agierende Presse, die schlecht recherchierte Nachrichten von Agenturen übernimmt oder aus Rücksicht auf Politik, Anzeigenkunden oder andere Hintermänner bestimmte Nachrichten unterdrückt oder verfälscht.

    Drei Beispiele:
    Die Klatschnachricht über die angebliche Affäre zwischen Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht, die der Spiegel ohne jede nachrecherchierte Information in die Welt gesetzt hat, wurde von allen deutschen Zeitungen nachgedruckt.

    Die Informationen über den Stand der angeblichen Vorbereitungen des Iran zum Bau einer Atombombe sind völlig unzureichend und (mit Absicht) verwirrend, ich verweise nur auf die physikalisch leicht zu klärenden Details, ob die Urananreicherung für medizinische oder für militärische Zwecke geplant ist.

    Seit Jahren werden in der Berichterstattung die so genannten Reformen – Agenda 2010, Hartz IV, Rente mit 67 und so weiter – als alternativlos angepriesen. Gewiss, es gibt Gegenstimmen. Ihnen kommt aber in den Medien in keinem Fall das gleiche Gewicht zu wie den Stimmen der »Reformer« aus Politik und Wirtschaft.

    Ich kann die Schwarz-weiss-Darstellung des ARTE-Beitrags keinesfalls teilen - ohne bestimmte Internet-Seiten wie an erster Stelle die Nachdenkseiten
    ( http://www.nachdenkseiten.de ) wäre ich sehr ungenügend informiert.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Journalismus und Internet

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Schön Streuner, dass Du Dich hier beteiligst.
    Ja, hatte und habe viel zu tun in letzter und nächster Zeit und
    daher wenig Zeit zum Lesen oder schreiben.
    Im Moment sitze ich in einem Kurs vom Arbeitsamt, wo jeder
    an einem PC sitzt.

    Heutiges Thema: Woher bezieht ihr eure Nachrichten...?

    Passt wie Faust aufs Auge

Antworten
Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •