Wenn Gewerkschaften nicht für Mindestlöhne sind, dann aus Angst dass das Lohn-Niveau gedrückt werden könnte.
Das heißt also auf keinen Fall, dass Gewerkschaften für Billiglöhne sind, sondern sie bekämpfen diese.
Auch die Gewerkschaften haben z. B. im vorigen Herbst zur Groß-Demo aufgerufen, wo es auch um die Forderung nach Mindestlöhnen ging.
Ferner hatte die IGM eine Kampagne gegen Ausbeutung durch Zeitarbeit.
Natürlich stehen Gewerkschaften dafür, dass der AN von seinem Lohn / Gehalt leben kann, möchten das aber möglichst ohne die Gesetzgebung erreichen.
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19.02.2010, 18:13Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
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19.02.2010, 18:32
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Gleichen Lohn für gleiche Arbeit im gleichen Betrieb. Dafür müssten Gewerkschaften kämpfen. Und nicht dafür, das ihre Mitglieder auf Kosten anderer, die täglich ums Überleben kämpfen müssen, hohe Löhne haben.
Möglicherweise würde eine Politik der gleichen Löhne zu Lohneinbußen der Stammbelegschaft führen. Aber ich denke, dass der Egoismus so groß ist, dass jeder nur nach seiner Lohntüte schaut. Andere sind einem da ziemlich egal. Da freut man sich doch, dass es ein paar Zeitarbeitssklaven gibt, die das den eigenen hohen Lohn gewährleisten.
Das müsste mal innerhalb der Gewerkschaften diskutiert werden.Ich bin, also denke ich
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19.02.2010, 18:34
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ein Mindestlohn von 7,50 bringt bei einer 40 Stunden-Woche gerade mal 1200,- Euro.
Zitat von streuner

Was ich erschreckend finde ist, dass Arbeit heute nur wertgeschätzt wird, wenn es der niedrigste Kostenfaktor in der Kalkulation ist.
Wo bleibt eigentlich generell die WERTSCHÄTZUNG, die sich für den arbeitenden Menschen darin ausdrückt, dass er von seiner Hände Arbeit leben kann?
Das was in unserem Lande nicht erst seit gestern betrieben wird, ist UMVERTEILUNG.
Warum sollen denn die Lohnkosten gedrückt werden?
Damit die, die schon so viel haben, dass sie sich für ihr überflüssiges Geld Aktien kaufen, um jeden Preis genug Profit machen. Leider zählen dazu auch einige Gewerkschafter.
Damit will ich nicht gegen Gewerkschaften reden, in einigen Bereichen machen sie sicher einen guten Job. Aber letztendlich sind sie nicht vertrauenswürdiger, als die Politiker dieses Landes.
Wenn sie einen Mindestlohn mit 7,50 durch bekommen, muss in einigen Fällen immer noch Arbeit subventioniert werden.
Das bedeutet gleichermaßen UMVERTEILUNG, denn die Subventionen werden aus den Steuergeldern bezahlt, die diejenigen erwirtschaften, die das große Glück haben, noch einen einigermaßen gut bezahlten Job zu haben. Und wem nutzt das? Wieder denen, die genug haben, nämlich den Unternehmen, die die Leute zum Mindestlohn beschäftigen. Und ihren Aktionären natürlich.
Steuersünder?
Vielleicht zahlen sie ja sogar Steuern, wie es sich gehört...
Aber gleichzeitig unterschlagen sie dem Staat zig Millionen, die ein Arbeitnehmer leisten könnte, wenn er leistungsgerecht bezahlt würde.
Und nicht nur Steuern, auch alle übrigen Sozialabgaben, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung....
Viele, die heute mit subventioniertem Niedriglohn überleben müssen, würden sicher glücklich sein, wenn sie wieder ein Lohnniveau erreichen würden, dass ihnen ermöglicht, selbst für die Vorsorgeversicherungen einzuzahlen.Geändert von forever_young (19.02.2010 um 18:37 Uhr)
. Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
wenn ich mit dir zusammen bin.
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19.02.2010, 18:34
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ja, diese scheinheilige Begründung habe ich auch schon gelesen.
Nach meiner Logik würde ein GESETZLICHER Mindestlohn genau das Gegenteil bewirken:
Unter diesen Lohn kann das Lohn-Niveau nicht gedrückt werden. Für NOCH höhere Löhne kann man dann immer noch kämpfen.
Also fadenscheinige Begründung.
Falsch!
Sie fördern sie, indem sie das Lohnsittenwidrigkeitsgesetz nicht bekämpfen sondern dulden und es auch noch unterstützen.
Zahlen alle Betriebe einer Gegend 70% des ortsüblichen Tarifes, so ist dieser nun der ortsübliche Tarif und kann somit nochmal um 30% gedrückt werden.
Ein Fass ohne Boden.
Wo bleibt der Einsatz des DGB für die Einhaltung des Lohnabstandsgebotes?
Obwohl sie dagegen sind?
Und was haben sie erreicht?
Alles nur Schau!
Und was haben sie erreicht?
Alles nur Schau!
Weil dann die Gewerkschaften - zumindest für diesen Zweck - überflüssig wären.
Mir wäre ein Mindestlohn MIT Gesetzgebung lieber.
Weil sicherer und garantierter.
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19.02.2010, 18:35Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ich finde, das hier liest sich ein bisschen anders als:
Zitat Wolfgang:
Genau: Die Gewerkschaften und Arbeitgeber kooperieren korrupt, indem sie sich gemeinsam die Zeitarbeitssklaven halten, unterstützt von der Politik. Und dann wird ordentlich geschimpft, dass Hartz4 oft genug höher ist als der Lohn für diese Sklaven. Und die Gewerkschaften machen dieses Spiel gerne mit, hauptsache man hat ein hohes Einkommen, ganz egal, wenn es auf Kosten anderer armer Schweine geht.
DGB gegen Mindestlohn
* „DGB-Chef Sommer warnt vor Armutslöhnen in Deutschland“. „Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, hat vor erheblichen Einkommenseinbußen durch die Sozialreformen der Bundesregierung gewarnt. Sollte die Bundesregierung im nächsten Jahr wie geplant die neuen Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose einführen, drohe ein bundesweiter Lohnrutsch, sagte Sommer der «Bild»-Zeitung (Montagausgabe). «Einfache und mittlere Einkommen würden auf breiter Front in Armutslöhne abrutschen.» (…) Sommer sprach sich gegen gesetzliche Mindestlöhne aus. «Die Zumutbarkeit soll sich bei den Löhnen am ortsüblichen Tarif ausrichten. Das wäre die beste Lösung, besser als Mindestlöhne», sagte er…“ ddp-Melung vom 1. März 2004 externer Link
* Laut Frankfurter Rundschau vom 1.3.04 geht er mit dieser Position in das heutige Gespräch mit dem Kanzler: „Aus Sicht des DGB ist die Einführung von Mindestlöhnen keine Lösung“
* Siehe dazu auch: „Die gemeinsame Position ist: Es gibt zur Zeit keinen Anlass sofort einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.“
QUELLE
Sommer hat also bereits 2004 vor den Armutslöhnen gewarnt, bevor die "Sozial-Reformen" der Bundesregierung in Kraft traten.
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19.02.2010, 18:37Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Streuner,
die Gesetze macht die Regierung, nicht die Gewerkschaften.
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19.02.2010, 18:44Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Die IGM wollte für ihre Kampagne "Gleiche Arbeit - gleiches Geld" 10 000 neue Mitglieder unter den Leiharbeitern anwerben, um Proteste besser organisieren zu können.
Das ist sicher fehlgeschlagen, da viele Betroffene nur schimpfen und ansonsten nicht den Popo hochkriegen ;-) (= alles mit sich machen lassen).
QUELLE
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19.02.2010, 18:48
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ich kann nicht verstehen, wie man etwas derart Unlogisches
behaupten kann. Wo doch genau das Gegenteil der Fall ist:
Eine Untergrenze verhindert das Abrutschen unter diese Grenze.
Entweder verstehst Du selber nicht den Sinn Deiner Worte, oder Du bist selber bei der Gewerkschaft.
Anders kann ich mir das nicht erklären.
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19.02.2010, 18:50Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
@Streuner
Inwieweit dulden und unterstützen die Gewerkschaften
"das Lohnsittenwidrigkeitsgesetz"?
Ich bitte um nähere Erklärung.
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19.02.2010, 18:50



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