Da habe ich kürzlich (Anfang Februar) bei der IGM in Bochum aber etwas ganz anderes erlebt:
Da gibt es nämlich eine kostenlose Rechtsberatung für erwerbslose Mitglieder.
Der Kollege, der an dem Tag Dienst hatte, saß den ganzen Vormittag mit einem Ehepaar zusammen und half den beiden beim Widerspruch gegen ihren Hartz-IV-Bescheid.
Alle Erwerbslose, die an diesem Tag vergeblich gekommen waren, weil es so lange dauerte, bekamen feste Termine für ihre Beratung.
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Ergebnis 41 bis 50 von 127
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19.02.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
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19.02.2010, 13:05Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Als ich vor ein paar Jahren wegen Massenentlassungen arbeitlos wurde,
hat mich die IGM auch vor Gericht vertreten (ich hatte gegen die Kündigung geklagt) und eine höhere Abfindung für mich "rausgeholt".
Und ich war nicht die einzige, die sie vertrat.
Einigen Kolleg/en/innen hat sie so sogar zur Weiterbeschäftigung verholfen.
Also - ich lass' nichts auf die Gewerkschaft kommen!
Mit 1,53 Euro im Monat kann man als Erwerbsloser Mitglied bleiben ;-)
und genießt weiterhin alle Vorteile.
Überhaupt - für einen "echten Malocher"
gehört sich einfach die Gewerkschaftszugehörigkeit
(meine Meinung ;-)
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19.02.2010, 14:16
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Die Sache mit den Gewerkschaften wird zunehmends zwiespältiger.
Seit einigen Jahren ändern sich die Strukturen am Arbeitsmarkt. Und diese Entwicklung hat dramatische Züge.
Auch wenn ich "sozialdemokratische" Wurzeln habe, kann ich nicht aufhören, die SPD Schröders zu diesem Thema anzugreifen. Mit der Schaffung dieser neuen prekären Beschäftigungsverhältnissen hat man folgendes erreicht:
Betriebe können mit einer verkleinerten Stammbelegschaft arbeiten, und einer zusätzlichen Ex- und Hop-Belegschaft. Die haben nur halb so viel Lohn, längst nicht die Rechte der Stammbelegschaft, können jederzeit "freigesetzt" werden usw.
Das ist das Schlimme. Und ich finde das kriminelle, schon fast korrupte, dass die Gwerkschaften gegen dieses Modell nichts einwenden. Hie müssten sie Charakter zeigen und auch für diese Ex- und Hop-Belegschaft reden, die sich nicht in solch exklusivem Beschäfigungsverhältnis befinden.
Es ist sehr ärgerlich, dass die Gewerkschaften dieses miese Spiel mitgemacht haben und weiter mitmachen, Hauptsache, sie werden von ihren Mitgliedern geliebt. Ganz ganz beschissen!Ich bin, also denke ich
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19.02.2010, 14:35
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19.02.2010, 14:51Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ja, sagen müssten sie (die Gewerkschaften) noch wesentlich mehr!
Wahrscheinlich sind sie einfach nicht stark genug, genau wie sämtliche links der Mitte angesiedelte politische Parteien in unserem Bundestag.
"Malocher" hätten viel mehr Möglichkeiten, nutzen sie aber nicht (zu wenige)!
Woran das liegt, weiß ich beim besten Willen nicht.
Da haben doch tatsächlich beim letzten Mal welche von denen die FDP gewählt - das ging mir absolut nicht in den Kopf
Wie sähen Betriebe erst ohne Gewerkschaften aus?
Keine Tarifverträge, keinerlei AN-Mitspracherecht (Bertiebsräte) in Betrieben, und und und.
Natürlich hat Schröder nicht die richtige Politik gemacht -
und die heutige SPD hat es m. E. leider immer noch nicht "begriffen".
Trotz allem bleibe ich Gewerkschaftsmitglied - ich finde es wichtig.
Sie sollen so stark wie möglich sein, um möglichst viel für AN Positives bewirken zu können.Geändert von Inaktiver User (19.02.2010 um 14:56 Uhr)
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19.02.2010, 16:28
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ja, ja, Herr Heinrich Alt,
loben Sie sie nur, diese armen dummen fleißigen Arbeiter, die auf Ihr Zuckerbrot herein fallen. Die für ein Butterbrot 12 Stunden am Tag den Rücken krumm machen. Weil ihnen nichts anderes übrig bleibt. Menschen die es wagen, zu ihrem Hungerlohn noch Hartz-IV zu beantragen (aufstocken), werden öffentlich geächtet, indem die Dummen als die Guten und die, die Ihre Rechte fordern als die Schmarotzer dargestellt werden.Ich erzähle Euch eine Geschichte:"Menschen lassen sich also nicht nur vom ökonomischen Kalkül leiten. Ihnen geht es um das Gefühl, etwas zu leisten und gebraucht zu werden", sagte Alt. Dass in Regionen mit ausreichend Jobs kaum Grundsicherung in Anspruch genommen werde, zeige, "dass sich die wenigsten in die soziale Hängematte legen möchten". Es seien nur Einzelne, die sich "ein Stück weit einrichten".
Sagt der Folterknecht zum Chef: "Chef, der Müller ist nun auch bereit, "freiwillig" zu tun was wir von ihm verlangen."
Der Chef zum Folterknecht: "Verkünde es unter den übrigen Sklaven: Wer arbeitet bekommt zum Zuckerbrot auch noch ein Butterbrot dazu. Wer nicht arbeitet, bekommt zur Peitsche noch die Daumenschraube."
Jahrelang - Jahrzehnte lang geht das gut.
ABER irgendwann sagt einer unter den Sklaven zu den übrigen Sklaven: "Wer sich von Euch ausgebeutet fühlt, der werfe das erste Ei!"
Sogleich schmuggelt sich der Sklaventreiber unter die umstehenden freien Arbeiter, die keine Sklaven sind.
Damit die sich nicht mit den Sklaven solidarisieren, versucht der Sklaventreiber die "Freien" gegen die Sklaven zu hetzen, indem er sagt: "Woher die nur das Geld für die Eier haben...?"
Wie es ausgeht, erzähle ich Euch ein ander mal.
Nun geht wieder brav an Eure Arbeit!
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Ich verstehe immer noch nicht, warum Guido Westerwelle ein Volksverhetzer sein soll.
Was hat er denn Schlimmes gesagt:
"Wer arbeitet, soll mehr haben wie der, der nicht arbeitet."
Mehr hat er nicht gesagt. Was ist so schlimm daran?
Vielleicht ist aber gerade das das Schlimme, weil er "nicht mehr" gesagt hat.
Er ist uns immer noch die Antwort schuldig, wie er das gemeint hat.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Weniger Hartz-IV oder mehr Lohn.
Für mich stellt sich die Frage:
Hat Westerwelle gewußt, welche Welle (hihihi) er mit seinem Spruch in Gang gebracht hat oder hat ihn Heiner Geißler deshalb einen Esel genannt, weil der erkannt hat, welchen Bärendienst er damit der Koalition erwiesen hat?
Wie auch immer, weniger Hartz-IV wird allein schon politisch nicht durchsetzbar sein. Fürs Aussitzen ist es schon zu unruhig im Volk. Bleibt nur noch die Flucht nach vorne.
Der DGB versucht gerade, den "Schaden" für die Wirtschaft zu begrenzen. Deshalb hat er sich jetzt fluggs die 7,50-Grenze auf die Fahne geheftet, ohne uns, die Arbeiter, zu fragen ob das in unserem Sinne ist.
Für lächerliche 7,50 sollen wir also verhökert werden.
Die Höhe eines Mindestlohnes muss von der Höhe von Hartz-IV abhängig gemacht werden.
Mindestens 30% - Bargeld im Geldbeutel - über Hartz-IV - Bares im Geldbeutel - wären vernünftig, gerecht und ein Anreiz zum Arbeiten.
Man kann vielleicht jemanden unter Androhung von Hunger zwingen, eine Arbeitsstätte aufzusuchen und so zu tun, als würde man arbeiten. Eine Motivation, fleißig zu arbeiten ist das nicht.
Egal, ob Westerwelle das gewollt oder ungewollt in Gang gebracht hat. Wenn sein Aufrütteln dazu führt, dass sich Arbeit wieder lohnt, dann ist er kein Volksverhetzer sondern ein Volksheld.
Geändert von Streuner (19.02.2010 um 16:47 Uhr)
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19.02.2010, 17:00
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Wann begreift Ihr es endlich, Ihr da oben:
Wenn es allen gut geht, geht es allen gut. Also auch Euch.
Es soll niemandem zum Schaden sein, wenn man teilt, was
vorhanden ist. Im Gegenteil:
So wie sich Freude vermehrt, wenn man sie teilt, so
vermehren sich auch Reichtum und Wohlstand, wenn man sie teilt.
Und zwar jeweils für Alle!
Nicht "Die" gegen "Die" können es schaffen - nur gemeinsam
können wir es schaffen, unser Land wieder auf Vordermann zu
bringen.
Bestimmt finden sich dann Nachahmer in der Welt.
Und irgendwann ahmt die ganze Welt dieses Prinzip nach.
Geändert von Streuner (19.02.2010 um 17:11 Uhr) Grund: Und zwar jeweils für alle!
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19.02.2010, 17:03
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Streuner hat es oben einmal gut erfasst:
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Gegen einen Mindestlohn stemmt sich ausgerechnet der DGB
mit der scheinheiligen fadenscheinigen Begründung,
"Der gesetzliche Mindestlohn könnte dazu führen, dass die Arbeitseinkommen sich tendenziell den Mindestlöhnen annähern. Außerdem könnte in einigen Bereichen der Abschluss von Tarifverträgen erschwert werden."
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Genau: Die Gewerkschaften und Arbeitgeber kooperieren korrupt, indem sie sich gemeinsam die Zeitarbeitssklaven halten, unterstützt von der Politik. Und dann wird ordentlich geschimpft, dass Hartz4 oft genug höher ist als der Lohn für diese Sklaven. Und die Gewerkschaften machen dieses Spiel gerne mit, hauptsache man hat ein hohes Einkommen, ganz egal, wenn es auf Kosten anderer armer Schweine geht.Ich bin, also denke ich
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19.02.2010, 17:43Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Mehr Lohn? Nach dem, was die FDP dazu und zum ML schreibt Mit uns näch! vermute ich nicht, daß WW Gutes für`s Proletariat im Schilde führt.
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19.02.2010, 18:11



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