Ein Mindestlohn würde es einem Arbeitnehmer ermöglichen, von seinem Lohn ein menschenwürdiges, seinen Leistungen entsprechendes Leben zu führen, ohne auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen zu sein, welche ihm dann obendrein auch noch vorgehalten wird.
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Christine Hadertauer, Bayerische Sozialministerin, CSU am Samstag13./ Sonntag,14. Februar 2010 in der Mittelbayerischen Zeitung, Seite 3:
Einerseits sagt sie:
Man muss beim Lohnabstandsgebot die Kirche im Dorf lassen. (Anm. v. mir: Also weiterhin ignorieren)
Wer argumentiert, es lohnt sich nicht zu arbeiten, der verkennt, dass die Entscheidung eine Beschäftigung aufzunehmen oder nicht, Hartz-IV-Empfängern nicht zu steht. Sie haben jedes Angebot anzunehmen, auch wenn das zum Beispiel einen Wohnortswechsel erfordert. Ausrufezeichen! (Anm. v. mir: Hartz-IV-Empfänger genießen also nicht das Recht auf Freizügigkeit und das Recht, zu wohnen wo sie wollen.) Ansonsten wird eine Sanktion von bis zu 30 Prozent und mehr bei den Leistungen vorgenommen.
Andererseits:
Interviewer: Wird diese Flexibilität eingefordert?
Die Bundesagenturen für Arbeit müssen über die Zuständigkeitsgrenzen hinausschauen und auch überregional vermitteln. Ebenso muss die soziale Integration von Arbeitssuchenden verstärkt werden. (Anm. v. mir: Stets flexibel zu sein und jederzeit einen Wohnortswechsel hinnehmen müssen erschwert die Integration eher.) Oft wird schon aufgehört zu vermitteln, wenn eine Stelle vermittelt wurde, bei der man 800 oder 900 Euro verdient. Deshalb haben wir so viele Miniarbeitsverhältnisse und damit Aufstocker. Es muss aber so lange vermittelt werden, bis jemand einen auskömmlichen Vollzeitarbeitsplatz hat, von dem er leben kann.
Da geht mir der Hut hoch!
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Gegen einen Mindestlohn stemmt sich ausgerechnet der DGB
mit der scheinheiligen fadenscheinigen Begründung,Wo aber bleibt der Aufschrei des DGB gegen das ebenso scheinheilige Gesetz gegen Lohndumping und "sittenwidrige" Löhne?"Der gesetzliche Mindestlohn könnte dazu führen, dass die Arbeitseinkommen sich tendenziell den Mindestlöhnen annähern. Außerdem könnte in einigen Bereichen der Abschluss von Tarifverträgen erschwert werden."Das bedeutet, geht eine Branche so nach und nach geschlossen an die unterste Grenze, so ist diese unterste Grenze dann der Branchendurchschnitt, und kann somit wiederum um 25 bis 30 Prozent gekürzt werden.Was ist "sittenwidrig"?
Ein Lohn sei dann sittenwidrig, "wenn er ein Drittel unter dem Durchschnitt des branchenspezifischen Lohnes liegt", sagte Pofalla. Mit der neuen Regelung soll nach den Worten des CDU-Generalsekretärs Arbeitnehmern in bestimmten Branchen garantiert werden, "dass diese Schwankungsbreite nicht überschritten" werde. Das Bundesarbeitsgericht hatte in den vergangenen Jahren immer wieder in Einzelfällen Urteile gefällt, in denen Löhne, die den Branchendurchschnitt um 25 bis 30 Prozent unterschritten, als "sittenwidrig" eingestuft wurden.
Ein Fass ohne Boden!
Wo bleibt der Aufschrei des DGB gegen diese Volksverdummung?!
Lohnabstandgebot
Sittenwidrige Löhne
Demokratie
Gewerkschaften
...
Alles schöne Verpackungen.
Greift man aber hinein, hat man nur Hundesch... in der Hand!
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Vielleicht sollte man mal die Finanzen des DGB genauer unter die Lupe nehmen.
Vor allem, woher sie kommen.
Ist er der Wolf im Schafspelz?![]()
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 127
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18.02.2010, 19:34
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
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18.02.2010, 19:59
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18.02.2010, 20:24
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18.02.2010, 20:25
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Ich habs wiedergefunden. Es war in dem Thread: "Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?" in Post 697 von Nadine2. Sie wies darauf hin, dass z.B. in England und den USA der Kündigungsschutz geringer ist und in vielen EU-Ländern die Lohnnebenkosten ebenfalls geringer sind und somit auch für den AG weniger Kosten verursachen.
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18.02.2010, 20:31
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Wie könnte man ein Volk am wirksamsten gegeneinander aufhetzen?
Indem man diesen aberwitzigen Forderungen nach gibt.
Wer genau fordert das alles denn?
Hat man da mal genau hingeschaut?
Sind das wirklich Hartz-IV-Empfänger?
Wer fordert da im Namen des Hartz-IV-Empfängers Dinge, die er selber gar nicht fordert
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18.02.2010, 20:59
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Tatsächlich überlegen sich immer mehr potentielle Mütter ob sie in Deutschland überhaupt noch welche werden wollen.
Woran das wohl liegen mag?
Man male sich die Situation aus wie es ist, wenn in etwa 20 Jahren überwiegend alte Menschen in Deutschland leben.
Die wenigen jungen Menschen, die nicht in einem flächendeckenden Altersheim leben wollen, und die Möglichkeit dazu haben, werden dann auch noch fluchtartig Deutschland verlassen.
Wer wird es dann wohl sein, der in den freiwerdenden Platz nachrückt...? Es gibt gebärfreudigere Menschen wie uns Deutschen.
Man täte gut daran, sich mit seinen zukünftigen Altenpflegern heute schon gut zu stellen, sollte man nicht über die nötigen Mittel verfügen, sich einen Platz an der Sonne irgendwo im Ausland zu sichern.
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18.02.2010, 21:09
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Warum macht man es dann bei uns nicht auch so?
Oder warum nicht gleich so?!
Bis jetzt gab es hier dazu weder Zustimmung noch Ablehnung.
Mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren.
Was haltet Ihr von einem Bügergeld?
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19.02.2010, 02:10
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Hier fordert nun der DGB:
Deutschland braucht den Mindestlohn.
Freitag, 19.02.2010
Warum aber nutzt nun der DGB nicht die Gunst der Stunde
und nimmt Guido Westerwelle beim Wort bzw. packt ihn am
Krawattl und sagt:
Jawoll, Her Westerwelle, Sie haben Recht. Wer arbeitet, muss
mehr haben wie der, der nicht arbeitet. Deshalb brauchen wir
JETZT den Mindestlohn. Über die Höhe des Mindestlohnes
entscheidet die Höhe von Hartz-IV, wonach sich dieser richten
muss, sowie das Lohnabstandsgesetz, welches eingehalten
werden muss.
Wann geht endlich jemand her, und fordert Westerwelle zu
einer klaren Stellungnahme zu seinen eigenen Worten auf?!
Zu einer Erklärung, was er mit seiner Forderung meint:
Mehr Lohn oder weniger Hartz-IV?
Etwas anderes gibt es nicht!
warum hört man so wenig vom DGB zur aktuellen Diskusion um die von Westerwelle angestoßenen Hartz-IV-Debatte?
Und noch etwas: Ihr vom DGB, verhökert uns bloß nicht für lächerliche 7,50 die Stunde!
Um die 9,- Euro dürften es schon sein.
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19.02.2010, 10:07Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
Arbeitslose wollen keine soziale Hängematte
Uninformierte Politiker wie Herr Westerwelle können das natürlich nicht wissen, bleiben fernab jeglicher Realität und betreiben stattdessen Volksverhetzung!
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19.02.2010, 10:12Inaktiver User
AW: Hartz IV wird neu verhandelt: Lohnt sich Arbeit noch?
ach streuner...
Gewerkschaften vertreten die Interessen ihrer Mitglieder. Die meisten, die ihren Job verlieren treten aus der Gewerkschaft aus und die, die nie Arbeit gefunden haben treten gar nicht erst ein.
Gewerkschaften fühlen sich nicht zuständig für Hartz IV Empfänger. Noch nicht einmal für ihre Mitglieder in den unteren Lohngruppen. Weil die zahlen ja nix.
Wenn dann Tariferhöhungen erkämpft werden platzen sie immer vor Stolz, dass sie es den Arbeitgebern wieder mal so richtig gezeigt haben und doch tatsächlich zwei Prozent erreicht haben.
Ich mein, zwei Prozent von 800 brutto sind 16, da kommen dann noch die Abzüge weg und voilà, sind wir bei 10€ toll nicht? Bei 4000 brutto sinds immerhin schon 80, übrig bleiben 48.
Andersrum, wenn es sie nicht geben würde, wer sollte dann Tarifverhandlungen führen? Wobei ich jetzt nicht wirklich weiss, mit wem die Zeitarbeitsorganisattionen BZA und IGZ ihre Tarifverhandlungen geführt haben wollen. Gibts da ne Gewerkschaft, die da für zuständig ist? Ich bin ja schon seit 32 Jahren in der IG Metall, die sinds garantiert nicht.
Gibts keine Gewerkschaften mehr, können die Arbeitgeber machen was sie wollen und am Ende bringen wir alle noch das Geld von zu Hause mit.



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