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  1. Inaktiver User

    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    Zitat Zitat von forever_young Beitrag anzeigen
    Egal wo du hinsiehst, -ich erlebe es gerade wieder hautnah- herrscht der Tenor, das WENIGER ist ja immer noch besser als NICHTS.
    Wieso, wer sagt denn das?

    Schade, aber Solidarität gibt es leider nur im Wunschdenken einiger unverbesserlicher Alt 68er
    Und in der Realagenda der Politik. Da nennt es sich halt "Bürgerengagement" und "Ehrenamt". Da wird die nächste Dressur vorbereitet. Das ist überhaupt der Clou: Die Leute perfide in etwas hineinzuzwingen und ihnen das Gefühl aufzupropfen (es muß aber so scheinen, als ob es von innen käme), das wäre echte Solidarität und ein gutes Werk.

  2. gesperrt

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    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    Es gibt einen ganz erheblichen Unterschied zu früher. In den letzten ca. 10 Jahren herrscht Überproduktion, keine Mangelwirtschaft, mehr. Daher macht erstens 'Sparen' - zumindest ausgedrückt in Zuverfügungstellen von Produkten - keinen Sinn mehr. Zweitens geht es nicht mehr. Das geht sogar so weit, daß eine harte Konkurrenz der Empfänger beim Annahmen kostenloser Leistungen besteht; zu bezahlende haben da überhaupt keine Chance mehr.


    Zwar werden momentan viele (aber zunehmend weniger) Produkte und Leistungen noch gegen Geld geliefert. Das führt über das Finanzwesen eine Art 'Eigenleben', was sich - beispielsweise - durch maximale Renditen irgendwelcher Investoren ausdrückt, oder aber im Herstellungsprozeß durch immer noch versuchte Lohndrückerei, wobei also rein das Geld und nicht das Produkt zum Zentrum aller Strategie wird, ohne daß irgendwie beachtet wird, daß fast niemand gewerbliche Leistungen mehr will, oder sonstiger Bezug zur Realität (einfaches Beispiel: Software). Das ist aber mehr als eine Aberration anzusehen, die in der Zeit von Überproduktion oder gar kostenlosem Überangebot schlicht und einfach nicht mehr geht, und mit der Zeit der Überproduktion ganz verschwindet, bereits gegenwärtig in vielen Bereicht durch nicht mehr erzielbare Renditen 'unrentabel' wird.

    Sowohl aus der Geschichte als aus philosophischen Gründen gibt es da auch keinen Kompromiß oder Nachgeben seitens irgendwas Minderwertigen, sondern es klatscht immer frontal an die Wand und geht mit Mann und Maus unter. Nur als Beispiel, hat Honecker noch in Chile darüber nachgedacht ob man nun den Leuten Reiseerleichterungen gewähren soll, und würde das bis heute nicht tun, obwohl das System schon längst gestorben ist. Dies ist prinzipiell ein guter Effekt, der verhindert, daß grundsätzlich schlechte Systeme 'anpassungsfähig' werden und so irgendwie halb oder leicht abgeändert überleben.

    PS: Das schließt sich an die Aussagen in den beiden letzten posts an, gilt aber auch allgemein fürs Gesundheitswesen. Ließe man es weiterlaufen wie bisher, klinken sich Gutverdiener aus der gesetzlichen KV aus, Schlechtverdiener könnten sie aber nicht kostendeckend (?, wucherdeckend) finanzieren, Leistungen würden schlechter, Krankenversorgung unzureichend wie in Ländern ganz ohne jedem sozialen System. Heutzutage ist das aber unnötiges Leiden, weil ja genug hergestellt wird. Jedenfalls technisch (also Produktion von Chemikalien, Arzneimitteln, Nahrung). Da allerdings momentan noch das Geld zwischengeschoben ist, rein Geldbeträge zählen ohne was (meist Geringes) wirklich dahintersteckt, und bei Pharmafirmen, Apotheken usw jedes billige Wässerchen oder Soja-Saft mit Gold aufgewogen wird, ist erst einmal dieser Wucher zu bekämpfen, nicht an den Beiträgen auf direkte oder indirekte Weise ("Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung") zu drehen, oder an der med. Versorgung der Bevölkerung zu sparen !!!
    Geändert von fifi1234 (07.02.2010 um 16:17 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    kann mir mal jemand erklären, was solche Postings mit dem Strangthema zu tun haben?

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    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    Hallo Blautanne2

    Schön wieder von dir zu lesen

    Vielleicht magst du mir meine Frage aus Post 53 und 55 ja noch beantworten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Oft sogar in einer Zeit, in der man nur noch wenig oder gar keine KV-Beiträge zahlt (Rentner).
    Oh, seit wann zahlen Rentner keine KV? Sollte mir da etwas entgangen sein?
    . Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
    wenn ich mit dir zusammen bin.

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    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Schweiz sind übrigens ALLE Bürger krankenversichert, egal, welches Einkommen und welchen Beruf sie haben. In der Schweiz zahlt kein Unternehmen Krankenversicherung, aber jeder Bürger - egal ob reich oder arm, selbständig oder angestellt, Rentner oder Kind, Beamter oder Arbeiter.
    Und das funktioniert sehr gut.
    .
    das ist m.e. eine grundvoraussetzung fuer die erlaubnis zur verwendung des wortes solidarsystem.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  6. gesperrt

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    AW: Kopfpauschale / Gesundheitsprämie / Bürgerversicherung

    Die Frage ist hier weniger daß alle bezahlen, sondern wie und wieviel.


    Dazu nochmal:


    Die internationalen Menschenrechte sagen, daß jedermann entsprechend seinen Möglichkeiten zum System der Sozialversicherung und Sozialhilfe beitragen muß. Unabhängig davon, daß diese Grundversorgung vom Staat an jedermann positiv zu erbringen ist. Das gehört damit zu den öffentlichen Diensten, die dem internationalen öfftl. Recht zugehören, inkl. Teil effektiven Besitzes, öfftl. Funktionen und anderer Voraussetzungen jeder Souveränität darstellen.

    Damit ist eigentlich schon alles gesagt.

    Im internationalem Recht, das nationalem vorrangig ist, ist nur gesagt, das der Staat Mindest-Leistungen an alle Bürger zu erbringen hat. Nicht gesagt, aber auch nicht verboten, ist daß der Bürger auch dafür was zu bezahlen hat. Das kann nationales Recht festlegen -- jedoch nur in dem Sinne, wie es nicht der Allgemeinversorgung nach int. Recht zuwiderläuft. I.W. bedeutet das, daß wer kann, seine Krankenversorgung unmittelbar oder mittelbar (über KV) bezahlen muß, wer nichts hat, sie umsonst bekommt.


    Manche öfftl. Dienste werden von Konzessionären erbracht. Die können dann staatlich zugelassene Gebühren kassieren. Der Staat kann nichts übertragen/abtreten, was ihm nicht gehört, also keine öfftl. Dienste OHNE ihnen anhaftende soziale Obligationen oder Hypotheken kraft internationalem Rechtes. Daher können sich die Konzessionäre nicht rauspicken was ihnen günstig und lukrativ ist und die Lasten mit Armen und Alten beim Staat lassen, sondern können den öfftl. Dienst nur integral erwerben, inkl. aller Verpflichtungen.

    Die Konzessionäre müssen und dürfen Tarife proportional zum Einkommen berechnen, einschließlich dadurch ärmere Menschen auf die reicheren umlegen. Ob die Armen über die Steuern mitfinanziert werden (die ja auch proportional zum Einkommen gehen), die an KV oder Krankenhäuser/Ärzte weitergeleitet werden, oder durch proportionale KVbeiträge, ist iW egal.

    Bei den Steuern kann man ja auch nicht wählen, man bezahlt sie statt an den Staat an eine private Firma, die billiger ist ... Der Staat bezahlt davon die öfftl. Dienste - egal ob durch seine Beamten/Angestellte erbracht oder durch Konzessionäre.
    Geändert von fifi1234 (09.02.2010 um 01:37 Uhr)

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