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  1. Inaktiver User

    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na aber hallo! Der Posten eines Chefs (oder Chefin) ist es, eine Ansage zu machen, zu führen und einen Plan vorzulegen. Eine Diskussion anzustoßen. Profillosigkeit sichert zwar das Überleben, aber sonst?


    Der Abstand geht so weit, daß man gemeinsam mit Bangstern zu dinieren geruht. Vor 2 Monaten? wurde Kohls Mädchen doch tatsächlich mal kurz & gelinde sauer, als sie Joe A. mal etwas rüffelte. Zugegeben hat sie vormals (teilweise unabsichtlich, teilweise deutlich) noch, daß wir erpreßbar sind. Was blieb? Nichts, der Rest ist Schweigen. Im Gegenteil wird jetzt -offenbar, weil die Deutsche Bank sonst unter normalen Umständen erneut auf die Schnauze fliegen würde wegen ihres Griechenland-Engagements- erneut Geld verteilt, an den Rest der EU. All das ist Lobbyismus und nichts anderes.
    Dass man nicht sieht, dass sie führt, bedeutet noch lang nicht, dass sie es nicht tut. Ein/e Chef/in kann Ansagen machen oder er/sie kann Fäden ziehen ... Merkel präferiert nunmal zweiteres ... für "Ansagen" hat sie schliesslich ihren Vize
    Und der sorgt ja gerade dafür, dass Merkel im Prinzip wieder nur gut dastehen kann.
    Man darf halt nicht vergessen, dass sie nicht nur Chefin, sondern auch Politikerin ist.

    Und dass sie sich in Zeiten einer globalen Finanzkrise den Bankern (oder von mir aus Bangstern) nicht komplett verschliessen kann, dürfte man auch nachvollziehen können ... ich kanns zumindest.

  2. gesperrt

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    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    "Umverteilung können wir uns nicht leisten"

    Der Historiker Arnulf Baring spricht mit dem Tagesspiegel über Sozialstaatsparteien, Prioritäten in der Politik und unsere brenzlige Finanzlage.

    Herr Baring, ist Guido Westerwelle ein politischer Amokläufer?
    Unsinn. Der Mann hat eine ganz wichtige Frage aufgeworfen. Indem man seine Tonlage kritisiert, kann man eine inhaltliche Auseinandersetzung vermeiden.

    Westerwelle spricht von „sozialistischer Republik“ und „spätrömischer Dekadenz“. Ist das der richtige politische Weg?

    Das weiß ich nicht. Unser Land lebt seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse. Wir haben inzwischen, abgesehen von der FDP, nur noch Sozialstaatsparteien, die die Umverteilung für unser wichtigstes, allein maßgebliches Staatsziel halten. Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn wir es uns weiter leisten könnten. Das ist längst nicht mehr der Fall. Also müssen wir gemeinsam unsere Prioritäten überprüfen.

    Nochmals: Ist Westerwelles Weg der richtige, um das zu ändern?

    Es ist ja noch gar kein Weg, nur die Beschreibung eines Debakels. Auch die FDP traut sich bisher nicht zu sagen, wo sie Gelder streichen will, die sie für Steuersenkungen bräuchte. Niemand wagt sich an dieses Thema. Unter vier Augen berichten Politiker von ihrer Schwierigkeit, den Landsleuten unsere brenzlige Finanzlage nahezubringen. So erzählte mir ein Ministerpräsident von einer Versammlung, in der ihn eine berufstätige Mutter dafür kritisierte, dass sie für den Kitaplatz ihrer Tochter 200 Euro zahlen müsse. Als er fragte, ob sie wisse, was der koste, meinte sie: ihre 200 Euro. Sie war verblüfft über seinen Hinweis, er koste 1200 Euro! Es gibt viele Beispiele, dass unsere Bevölkerung sich nicht bewusst ist, in welchem Umfange unser Lebensstandard öffentlich subventioniert wird.

    Was folgt daraus?
    Wenn der Staat seine Ausgaben nicht überprüft, den Sozialstaat nicht reformiert, wird er nicht die Mittel bereitstellen können, die erforderlich sind, um die Zukunft zu meistern, die jungen Generationen, gerade auch die Zuwanderer, auszubilden.

    Brauchen wir denn, wie Westerwelle sagt, eine Neudefinition des Sozialstaats?
    Unbedingt. Niemand kann permanent mehr ausgeben, als er einnimmt. Wir müssen unbefangen über unsere Prioritäten nachdenken. Wenn man der FDP jetzt vorwirft, sie sei konservativ oder populistisch, dann ist das Unsinn. Nicht die FDP, sondern zahlreiche Deutsche sind stockkonservativ in dem Sinne, dass sie unbedingt den bestehenden, unmäßigen Sozialstaat verteidigen wollen. Alle Sozialpolitiker machen sich immer nur Gedanken über zunehmende Umverteilungen. Wenn man sie fragt, woher das Geld dafür kommen soll, halten sie sich nicht für zuständig.

    Die FDP will den Sozialstaat „treffsicherer“ machen. Wo müsste das geschehen?
    Man müsste sich auf einen Grundsatz besinnen: Jeder, der aus öffentlichen Kassen unterstützt wird, müsste auf eine angemessene Gegenleistung, einen Dienst an der Gesellschaft, die ihn versorgt, verpflichtet werden. Ausnahmen müssten gelten für Alte, Kranke, Mütter kleiner Kinder. Dieser Grundgedanke sozialer Gerechtigkeit ist doch an sich selbstverständlich. Er ist nur in Vergessenheit geraten.

    hier der Link: "Umverteilung können wir uns nicht leisten"

    gruss, Jack London

  3. Inaktiver User

    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Ich lese immer 'Sozial'-Staat, als wäre es im Erstreben eines Großteils der Bevölkerung sich in die 'soziale Hängematte' zu legen, und ihre dekadenten Hobbies durch Hartz IV zu finanzieren.

    Das ist doch Humbug. Das Gekreische nach Ww'-Worten ist doch deshalb so heftig, weil fast alle der von ihm hochgepriesenen Leistungsträger der Gefahr ausgesetzt sind, Jobs zu verlieren und nicht sogleich Ersatz zu finden. Um somit schlimmstenfalls ebenfalls nach einem Jahr zur Hartz-IV-Dekadenz-Clique gehören.

    Die Treffsicherheit des Sozialstaates zu erhöhen, ist sicher ein lobenswerte und in der Tat auch notwendige Maßnahme. Dazu gehört allerdings z. B. den Lobbyismus gegenüber der Krankenkassen aufzugeben und _endlich_! z. B. allen! Patienten Kopien der Belege der ausgeführten Leistungen zukommen zu lassen. Nicht alleine aus Kontrollgründen auch um eine Bewußtheit zu schaffen, was ein Arztgang kostet.

    Usw. usw. die Liste ließe sich lange noch fortsetzen.



    Das Beispiel der doofen Dame aus dem Kindergarten, ist doch nicht ernst zu nehmen. Und warum fließt dann das Geld in eine blödsinnige Kindergelderhöhung tatsächlich in Gutscheine oder direkt in die Bildungspolitik. Hier bei uns in einer Stadt mit einem hohen Prozentsatz bestverdiendender Menschen (mit Kindergeldbezug), stehen Eimer in den Schulen, weil's reinregnet.

    Umverteilung gehört sich, aber nicht von unten nach oben.

    Die fetten Jahre sind vorbei, die Globalisierung fordert ihren 'Blut'zoll. DAS gilt es mal zu kapieren! Von denen, die glauben, ihr vor Jahrzehnten anstudiertes Wissen und Denken gelte heute noch und weiterhin.

    Ist doch wahr.

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    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen

    Baring:
    Niemand kann permanent mehr ausgeben, als er einnimmt.
    Was soll man schon von Arnulf Baring erwarten.

    Dass man die aufgeworfene Frage auch mal so beantworten kann, dass man mal die Einnahmenseite prüft, wird von ihm und seinesgleichen ja nicht erwogen.

    Von ihm und seinesgleichen könnte man ja doch etwas konstruktivere Beiträge erwarten als Erzählungen eines Ministerpräsidenten, wie doof die berufstätigen Frauen sind.

    Nebenbei: Baring ist auch einer der von den selbsternannten Leistungsträgern hier in der Bricom gern beschimpften Tranferempfängern.
    Geändert von utopia_2020 (16.02.2010 um 12:58 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Was soll man schon von Arnulf Baring erwarten.

    Dass man die aufgeworfene Frage auch mal so beantworten kann, dass man mal die Einnahmenseite prüft, wird von ihm und seinesgleichen ja nicht erwogen.

    Von ihm und seinesgleichen könnte man ja doch etwas konstruktivere Beiträge erwarten als Erzählungen eines Ministerpräsidenten, wie doof die berufstätigen Frauen sind.

    Nebenbei: Baring ist auch einer der von den selbsternannten Leistungsträgern hier in der Bricom gern beschimpften Tranferempfängern.
    Wer soll den noch mehr Steuern bezahlen?
    Die wirklich Reichen sind schon raus aus Deutschland.
    Die mittleren Einkommen zahlen sowie so schon mehr als genug.
    Am Ende sind alle gleich arm wie in der DDR (b.z.w. man bekam nichts für sein Geld).
    Wenn dann alle verarmt sind, was soll dann passieren?
    Wer zahlt dann?
    gruss, Jack London

    P.S.
    Es gibt auch viele Arbeitnehmer die bei Porsche, Leica, Märklin, BMW,
    TUI etc. arbeiten. Alles Luxus, wenn keiner mehr Geld hat die Produkte zu kaufen (wengen hoher Steuern) werden die auch alle arbeitslos. Die Steuerschraube ist am Ende! Wenn noch mehr dran gedreht wird, ist das wie bei einer ganz normalen Schraube, nach ganz fest kommt ganz lose!

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    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Wer soll den noch mehr Steuern bezahlen?
    Die wirklich Reichen sind schon raus aus Deutschland.
    Die mittleren Einkommen zahlen sowie so schon mehr als genug.
    Am Ende sind alle gleich arm wie in der DDR (b.z.w. man bekam nichts für sein Geld).
    Wenn dann alle verarmt sind, was soll dann passieren?
    Wer zahlt dann?
    gruss, Jack London

    P.S.
    Es gibt auch viele Arbeitnehmer die bei Porsche, Leica, Märklin, BMW,
    TUI etc. arbeiten. Alles Luxus, wenn keiner mehr Geld hat die Produkte zu kaufen (wengen hoher Steuern) werden die auch alle arbeitslos. Die Steuerschraube ist am Ende! Wenn noch mehr dran gedreht wird, ist das wie bei einer ganz normalen Schraube, nach ganz fest kommt ganz lose!
    Aha, so einfach ist das.

  7. Inaktiver User

    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Es gibt auch viele Arbeitnehmer die bei Porsche, Leica, Märklin, BMW,
    TUI etc. arbeiten. Alles Luxus, wenn keiner mehr Geld hat die Produkte zu kaufen (wengen hoher Steuern) werden die auch alle arbeitslos. Die Steuerschraube ist am Ende! Wenn noch mehr dran gedreht wird, ist das wie bei einer ganz normalen Schraube, nach ganz fest kommt ganz lose!
    All das hat doch mit den Steuern nicht viel zu tun. Meinen Sie denn, wenn eine FDP "die Steuern" um 10% senkt, da wären nicht noch immer der BanglaDeshi, der Konsument, das Finanzwesen, die Produktivität und hundert weitaus maßgeblichere Faktoren? Mir hängt dieses jahrzehntelange Steuergepopel dermaßen zum Hals raus. Allein schon, wenn ich nur mal sehe, wie das mit der FDP ist. Nichts anderes im Programm als den Quark, ansonsten ist Schweigen im Walde - Konzepte, Ideen null und nix - bei der kleinsten Unwägbarkeit außer Steuern herrscht ein hysterisches Geschrei wie im Affenstall. Und an sowas delegiert der "mündige Bürger" doch tatsächlich einen wie auch immer gearteten Auftrag. Lachhaft.

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    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    All das hat doch mit den Steuern nicht viel zu tun. Meinen Sie denn, wenn eine FDP "die Steuern" um 10% senkt, da wären nicht noch immer der BanglaDeshi, der Konsument, das Finanzwesen, die Produktivität und hundert weitaus maßgeblichere Faktoren? Mir hängt dieses jahrzehntelange Steuergepopel dermaßen zum Hals raus. Allein schon, wenn ich nur mal sehe, wie das mit der FDP ist. Nichts anderes im Programm als den Quark, ansonsten ist Schweigen im Walde - Konzepte, Ideen null und nix - bei der kleinsten Unwägbarkeit außer Steuern herrscht ein hysterisches Geschrei wie im Affenstall. Und an sowas delegiert der "mündige Bürger" doch tatsächlich einen wie auch immer gearteten Auftrag. Lachhaft.
    Guter Beitrag. Bis auf Steuersenkung hat die FDP doch nichts zu bieten. Und bei diesem Punkt wird sie auch noch kläglich scheitern.

  9. Inaktiver User

    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    Wenn ich bitte nochmals schüchtern auf diesen Artikel verweisen dürfte
    geschrieben immerhin vom Leiter des Politikresorts der Financial Times Deutschland



    Habt die FDP lieb!

    Liberalenbashing ist gerade en vogue. Dabei übersehen wir völlig, was wir wirklich an ihnen haben. Sechs Gründe, warum die zweitkleinste Regierungspartei unsere Zuneigung verdient hat.

    Was sind wir Wähler doch für launische Wesen. Keine fünf Monate ist es her, da wählten wir die FDP über den grünen Klee. 14,6 Prozent von uns gaben bei der Bundestagswahl den Liberalen ihre Stimme - Rekord in der Geschichte der Partei. Und heute? Auf Bundesebene liegt die FDP in Umfragen bei nur noch acht Prozent. In Nordrhein-Westfalen, wo die Liberalen mitregieren und im Mai gewählt wird, sind sie sogar auf sechs Prozent abgerutscht. Das längst überwunden geglaubte Bibbern wegen der Fünfprozenthürde erfasst die Liberalen wieder.Sind wir von allen guten Geistern verlassen? Gestern top, heute Flop - so kann man doch nicht mit einer Partei umgehen! Das bringt doch das ganze FDP-Personal und vor allem deren Schatzmeister völlig aus dem Tritt. Und deshalb ist es in diesen Zeiten kollektiven Irrsinns nötig, dass wir uns einmal darauf besinnen, was wir an den Liberalen wirklich haben.


    Die FDP ist visionär
    Pragmatiker haben wir nun wirklich reichlich in dieser Regierung, allen voran die Kanzlerin, gleich gefolgt von den Haushältern aller Parteien. Und die nudeln ewig das gleiche Einerlei herunter: Die Kassen sind leer, die Kassen sind leer, die Kassen ...

    Da ist es doch richtig erfrischend, dass es die FDP gibt. Weltwirtschaftskrise hin, Haushaltslöcher her - sie insistiert, dass es Steuersenkungen geben muss. Natürlich ist das völlig realitätsfremd, aber es ist auch schön, dass es noch Utopien gibt in der Politik. Wir erinnern uns an Karl Marx und seine Utopie vom Kommunismus: Seine Theorien waren völlig lebensfern, aber über mehr als ein Jahrhundert zogen sie die Menschen in ihren Bann. Insofern sind Guido Westerwelle und seine Wirtschaftsliberalen die würdigen Nachfolger des Zauselbarts. Das muss einmal gewürdigt werden.


    Die FDP lässt uns träumen
    Nein, von der liberalen Steuerreform träumen wir nicht, wir sind schließlich Realisten. Aber seit die Liberalen ihre Klientelpolitik reanimiert haben, darf ein jeder von uns träumen, dass die Freidemokraten uns als Klientel entdecken. Die Hoteliers haben sie gerade dank dieser ulkigen Mehrwertsteuersenkung mit fast 1 Mrd. Euro beglückt. Anwälte, Apotheker und Besserverdiener gehören traditionell zu den FDP-Anhängern. Und nun träumen wir alle davon, dass die FDP uns als ihre Klientel entdeckt, ganz gleich, ob wir Kioskbesitzer in Berliner U-Bahnen, Bademeister in rheinischen Schwimmbädern oder Politikchefs bei Tageszeitungen sind. Hoffnung ist ein hohes Gut in diesen bewegten Zeiten.


    Die FDP ist spontan
    Haben wir nicht immer beklagt, dass die deutsche Politik völlig verkrustet ist? Der FDP kann man das wirklich nicht nachsagen. Nach elf Jahren Opposition rutschte sie in die Regierung, hatte aber partout keinen Plan, wie sie dort agieren will. Sagt übrigens ein FDP-Mann, der hessische Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn. "Wir waren nicht vorbereitet", räumt er ein. Damit ist Guido Westerwelle zum würdigen Nachfolger von George W. Bush und Tony Blair geworden. Die sind auch in den Irak einmarschiert und hatten keinerlei Gedanken darauf verschwendet, wie es nach dem Krieg in dem Land weitergehen sollte.


    Die FDP ist unterhaltsam
    Mit den Liberalen verhält es sich wie Bayern München: Kein Mensch mag den Verein, aber jeder verfolgt mit dem größten Vergnügen, was beim FC Hollywood abgeht.

    Zugegeben, in puncto Glamour haben die Liberalen noch ein wenig Nachholbedarf, bei ihnen gibt es halt keine Ribérys und Robbens, sondern nur Rainer Brüderle und Dirk Niebel. Aber in Sachen internes Mobbing sind sie durchaus auf Champions-League-Kurs. Da moppert der Parteivize Andreas Pinkwart, dem vor der Landtagswahl das Wasser bis zum Hals steht, plötzlich gegen die Hotelsteuer und fordert seinen Chef auch noch auf, gefälligst ein paar seiner Aufgaben abzugeben, damit sich auch andere in der Partei profilieren können. Wolfgang Kubicki, der notorisch nölende Waterkantliberale, stänkert: "Es gibt keinen, der die Botschaften zusammenbindet." Und Westerwelles Amtsvorgänger Wolfgang Gerhardt tritt mal eben die aktuell größte liberale Glanztat, die Hotelsteuer, in die Tonne: "Das hat uns stimmungsmäßig sehr geschadet. Wir müssen von dem Thema jetzt schnell wegkommen."
    Dagegen verblassen selbst Luca Tonis Querelen mit Trainer Louis van Gaal.


    Die FDP ist pragmatisch
    Die Partei kann nicht nur Utopien wie die Steuerreform entwickeln, sie beherrscht auch die Realpolitik. Wir haben es oft beschrieben, aber es kann gar nicht oft genug betont werden, wie pragmatisch die FDP mit dem Entwicklungsministerium umgeht.
    Erst wollte sie es komplett abschaffen, dann aber fiel ihr das Ressort bei den Koalitionsverhandlungen zu. Sie hätte nun greinen oder mit ideologischer Verbohrtheit darangehen können, dieses Ministerium quasi von innen heraus abzuschaffen. Tat die FDP aber nicht. Stattdessen nutzten die Liberalen ihre Chance und gaben jedem noch unterversorgten, aber altgedienten Parteifreund ein Pöstchen im Ministerialapparat.
    Das nennt man wahrhaft pragmatisch.


    Die FDP ist spannend
    Nein, wir meinen nicht die Frage, ob sie es schafft, wieder unter die Fünfprozenthürde zu rutschen. Wenn die Liberalen so weitermachen wie zuletzt, ist das rasch beantwortet. Wir meinen die Frage, ob sie es schafft, gegen einen einzigen Mann zu bestehen: den CSU-Baron Karl-Theodor zu Guttenberg. Der ist zwar Verteidigungsminister, mischt aber in den FDP-Ressorts Wirtschaft und Äußeres kräftig mit.
    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos bewirtete er - und nicht Wirtschaftsminister Brüderle - die CEOs der Dax-Konzerne. Bei der Sicherheitskonferenz in München plauschte er vertraut mit den internationalen Größen - und nicht Außenminister Westerwelle. Derzeit steht es also 2:0 für zu Guttenberg. Und die Frage ist: Wird es den Liberalen je gelingen, diesen Rückstand wieder aufzuholen? Wir sind gespannt.



    Quelle:
    Kolumne Theyssen: Habt die FDP lieb!"

    (in vollem Wortlaut zitiert, da gar so schön, und da auf der FTD-Seite nur begrenzte Zeit zu lesen)
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2010 um 16:34 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"

    a little song. Please with the Melody from Lili Marleen ze singe.

    Hello I’m the Guido, I come out Berlin.
    And I’m the old Pickelface, you have me schon mal seen.
    My Boss is Angie and I’m brave,
    My familyname is Westerwave,

    I’m Guido out Berlin,
    I’m Guido out Berlin

    I’m outside-minister from Old-Germany,
    But I don’t like English speaken in my home Country.
    And Vice-Chancelor I am too,
    Obwohl my colours sind eijentlich yellow and blue.

    I’m Guido out Berlin,
    I’m Guido out Berlin

    I am really heartly and I am angerseröm
    And when I am working I come a lot eröm.
    But go nie to Elizabeth in Britain,
    Because my English is beshitten.

    I’m Guido out Berlin,
    I’m Guido out Berlin

    Now I’m always outside in the whole world,
    Labering a Blödsinn, dä is wie Driss gequirlt.
    I’m saying nice How do you do
    And what say you am End dazu ?

    Unbelievable but true,
    Unbelievable but true……..

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