Die FDP kann eigentlich nur noch verlieren. Wenn sie an einer "starken" Steuerreform festhält dann verärgert sie die Mehrheit der Bürger. Und wenn sie die Steuerreform zu sehr aufweicht dann verärgert sie ihre Stammwähler.
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Ergebnis 301 bis 310 von 401
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13.04.2010, 11:35
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
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15.04.2010, 13:35
AW: Wahlaufruf zur FDP
Liebe, oder auch weniger liebe, Rheinländer und Westfalen und wer sonst noch demnächst zur Wahl geht,
straft sie ab. Lasst sie zu Recht erfahren was Ypsilanti nicht ganz so zu Recht widerfuhr.
Werft sie am besten gleich ganz raus aus NRW Parlament,
damit sie wissen, daß man es besser nicht übertreibt mit hineinkriechen in des Wählers Leo Arsch. Der hat nämlich alle paar Jahre 1mal feuerfrei mit seine Kanone *
* eine Anspielung auf eine jüngste Ankündigung des designierten neuen Wehrbeauftragten Königshaus (von der FDP natürlich).
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07.06.2010, 21:53
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Pressestatement des Herrn Bundesminister Guido Westerwelle zur Kabinettsklausur am 6. Juni:
"Freibier für alle macht beliebt, aber dann fährt der Karren vor die Wand."
Du kannst den Guido aus der Realschule nehmen, aber die Realschule, die kriegt du aus dem Westerwelle nie wieder raus.
Is so.
...praeter gallum, qui cantat.
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07.06.2010, 22:49Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Wer sonst bzw wenn andere an den Plünderungen beteiligt waren , wer sonst hat es geduldet ? Hauptsache mal jemand mit ins Boot genommenDie Zeiten, in denen in Deutschland auch die Politik über die Verhältnisse gelebt hat, muss überwunden werden.
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10.06.2010, 01:53
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Diese Partei (FDP) mit ihren sämtlichen mir bekannten Vertretern (wohl genau das richtige Wort) ist ein Witz, eine Farce, eine Zumutung.
Noch vor der CSU und der Rest Union.
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10.06.2010, 06:03Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Ich frage mich, ob diese Koalition ihre ganze Amtsperiode durchhält? Und ich wünsche mir - kindlich naiv - dass Gauck doch irgendwie genug Stimmen erhält, um Herrn Wulff in Hannover zu belassen.
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30.03.2011, 18:33Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
aus gegebenem Anlass *stups*
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31.03.2011, 10:33
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Tja - sieht wohl ganz so aus, dass die Koalition 'durchhält' bis 2013. Das muss sie sozusagen ja auch.
Weil: sie haben einfach keine Mehrheit in der Bevölkerung und im Grunde genommen hatten sie die noch nie. Man bedenke, dass 1990 die letzte BTW war, bei denen CDU und FDP eine Mehrheit von über 50% der Wählerstimmen hatten.
Die letzte BTW war gewissermaßen ein Betriebsunfall und war nur möglich, weil bisherige SPD-Wähler in einem bisher nicht gekannten Ausmaß bei der Wahl zu Hause geblieben sind.
Habe mal ne interessante Untersuchung von irgendner Uni gelesen, die zu dem Schluss kam, dass aufgrund der sich über die letzten Jahrzehnte verändernden Sozialstruktur in Deutschland die sogenannten bürgerlichen Parteien gar keine Mehrheit mehr haben KÖNNEN. Fand ich ziemlich überzeugend die gesamte Argumentation.
Und hinzu kommt: die FDP scheitert zunehmend an den eigenen Widersprüchlichkeiten ihrer zur Schau getragenen 'geistig-politischen Wende'. Da braucht es im Grunde noch nicht einmal Wahlen.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Daniel Kahneman
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31.03.2011, 17:03Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Ich nehme diesen Strang jetzt mal wieder auf, weil derzeit die Postings bezüglich FDP wie Kraut und Rüben durch alle möglichen Stränge laufen.
Zum Auftakt folgendes:
In Deutschland ist eine Stelle zu besetzen. Gesucht wird: eine liberale Partei. Vier sozialdemokratische haben wir schon. Da ist noch Platz für eine, die Freiheit und Verantwortung grundsätzlich anders definiert als CDU, SPD, Grüne und Linke das tun. Platz für eine Partei, die mit Blick auf den Menschen nicht beständig fragt: Was kann alles schiefgehen? Sondern: Was ist alles möglich?
Keine Sorge. So eine Partei würde es in Deutschland niemals zur Volkspartei bringen. Aber wir könnten sie gut brauchen. Als Korrektiv. Allein, es gibt sie nicht.
Die FDP erfüllt diese Aufgabe nicht. Nach den jüngsten Wahlen hat das große Murren begonnen, die Restliberalen Baum, Leutheusser-Schnarrenberger, Gerhardt fordern Rückbesinnung und Neuanfang. Stattdessen ruft Generalsekretär Lindner in aller Kopflosigkeit eine grüne Wende aus.
Man muss tief graben, bevor man bei der FDP auf festen Grund stößt. Es ist 40 Jahre her, dass Dahrendorf für seine Partei im Bundestag saß, und immer noch 30, dass Baum Innenminister war. Die Partei des peinlichen Westerwelle ist alles mögliche, aber nicht liberal. Dafür fehlt ihr die Verantwortlichkeit. Der berüchtigte Hotellobbyismus ist ja nur ein Symptom dafür, dass die FDP mitnichten die Partei der Leistungsträger ist, sondern die der Selbstbediener. Sie zieht eben nicht verantwortungsvolle Bürgerliche an, sondern nur skrupellose Kaltschnauzen. Keine deutsche Partei, DVU und NPD mal ausgenommen, hat ein so erbärmlich unsympathisches Image wie die FDP.
Dabei würde ein bisschen Liberalismus den Deutschen gut stehen. Bitte keine politik-theoretischen Debatten über den Bedeutungsgehalt des Wortes liberal. Der Begriff ist in den vergangenen 250 Jahren so ordentlich durchgerührt worden, dass jeder damit machen kann, was er will. In Amerika hieß ein Bestseller des Jahres 2004 "Erlöse uns von dem Bösen: Wie man Terrorismus, Despotismus und Liberalismus besiegt". Liberal, angewandt auf die Linke, ist dort zum Schimpfwort geworden.
Bei uns ist es auch fast schon so weit, aus entgegengesetzten Gründen: Die Neoliberalen haben die Idee des Liberalismus pervertiert.
(...) Liberalismus handelt von Freiheit, nicht von Verantwortungslosigkeit. Isaiah Berlin hat geschrieben: "Negative Freiheit bedeutet, eine große Zahl von Handlungsmöglichkeiten zu haben, positive Freiheit entsteht in der Entscheidung für eine dieser Möglichkeiten." Der Liberale glaubt, dass positive Freiheit automatisch aus der negativen folgt. Wenn die äußeren Beschränkungen wegfallen, wird der Mensch selbstbestimmt handeln.
Es gibt jede Menge guter Gründe, diese Haltung nicht zu teilen. Aber es kann nicht schaden, wenn ein paar Leute dieser Meinung sind. Wir könnten ein bisschen mehr von jenem Erstaunen gut gebrauchen, das ein echter Liberaler wie der englische Publizist Samuel Brittan darüber empfindet, dass die wirtschaftliche Freiheit von der Rechten usurpiert wird, die gesellschaftliche von der Linken.
Wir könnten auch eine Partei gut gebrauchen, die sich aus einem Geist gesellschaftlicher Verantwortung gegen die von Sloterdijk sogenannte "deutsche Lethargokratie" stellt - "immer der sozialen Endformel entgegen: Urlaub, Umverteilung, Adipositas." Denn dass der Wohlfahrtsstaat zwar das Elend bekämpft, aber das Glück nicht fördert, kann jeder im Jobcenter seines Bezirks beobachten.
Wir könnten auch eine Partei der Mutigen und der Optimisten gut gebrauchen, die Wissenschaft und Technik und Alltag nicht unter dem Gesichtspunkt der Risiken betrachtet, sondern unter dem der Chancen.
Und erst Recht eine Partei der Freiheit, die sich gegen die Vorsichtsgesellschaft stellt, die Verbotsgesellschaft, die Restrisikovermeidungsgesellschaft, die von der rotleuchtenden Warnweste im Kofferraum bis zum "Sie-werden-eines-schrecklichen-Todes-sterben-wenn-Sie-rauchen"-Schild auf der Zigarettenpackung an alles denkt. Aber auch wirklich an alles.
Wenn die FDP noch eine Hoffnung hat, sich von den Grünen zu unterscheiden, dann diese.
Quelle: Jakob Augstein, Der Spiegel
.Geändert von Inaktiver User (31.03.2011 um 17:08 Uhr)
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01.04.2011, 10:19
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Solche Formulierungen kann doch auch Herr Westerwelle in identischer Form auf einer Parteitagsrede verwenden und mit seinen Kumpanen zugleich genau die gleiche FDP-Politik durchziehen wie bisher.
Aus meiner Sicht sind das in erster Linie alles Worthülsen, die uns Augstein-Junior hier präsentiert. Sowas hat schon gern sein Papi gemacht um dann vor jeder Bundestagwahl noch irgendwie die Kurve zu kriegen und letztlich für die Wahl der FDP aufzurufen.
Insbesondere der von mir zitierte zweite Absatz eignet sich doch zur Legitimation jeder technologischen Schweinerei.
WER bittesehr war denn vor 25-30 Jahren und seitdem mutig? Die Befürworter des politischen Mainstreams, die blind der Atomkraft hinterherliefen und die Gegener dieser Technologie, die sich auch nur allzu häufig von der Polizei verprügeln lassen mussten. Zu Hause im Sessel oder auf der Tastatur rumpupen und sich selbt dann mutig nennen, das ist doch lachhaft!
Und wer ist denn mutig: diejenigen, die angstvoll und in Apokalypse-Bildern den Untergang der Industriegesellschaft propagieren, wenn AKW abgeschaltet werden und zugleich nichts anderes als Wachstum im Kopf haben oder diejenigen, die einen anderen Weg beschreiben und begehen wollen und bisheriges Denken und Handeln aufgeben wollen - also einen neuen und unbekannten Weg präferieren? - Wirklich grotesk diese Argumentation vom Augstein hinsichtlich Mut und Optimismus.
Das Problem ist doch eher, das wir viel zu wenige Leute haben, die die Risiken 'moderner' Technologien benennen und nicht zu wenige! Und zugleich gibt es viel zu wenige, die auf das Neue setzen.
Und genau diejenigen, welche solchen Sätzen begeistert zustimmen, waren bisher die Apologeten der wohl gefährlichsten Technologie der Menschheit und zugleich die Ausbremser innovativer Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Energiegewinnung.
Für mich ist das alles im wesentlichen eine Schwafel-Ideologie. Genauer genommen ist es noch nicht einmal Ideologie, sondern eine Aneinanderreihung von wohlfeilen Sprechblasen.
VanDyckGeändert von VanDyck (01.04.2011 um 10:29 Uhr)
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