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22.02.2010, 20:00
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
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22.02.2010, 20:15Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Ich spinn das mal etwas weiter:
zum einen gibts sicher Menschen, die sagen warum soll ich nach Feierabend, oder mein Nachbar vorm Haus den Bürgersteig räumen, wir haben schliesslich genug HartzIV-Empfänger ... gut - kann man nun drüber denken was man will ... der eine denkt so, da andere anders ... aber:
nehmen wir an, offiziell (nach Ankündigung) räumen HartzIV-Empfänger den Schnee auf den Gehwegen ... nur eben nicht sofort überall und/oder nicht rechtzeitig ... in dieser Zeit brechen sich 20 - 50 Menschen wegen dem Schnee die Knochen ... und die klagen. Aber gegen wen? Die Stadt ... oder gegen den Eigentümer, der ja für den ans Grundstück grenzende Abschnitt des Gehweges normalerweise zuständig ist?! Wer will da sagen, wer wann, oder ab wann, wieder zur Verantwortung gezogen wird, z.B. wenn der Empfänger zwar räumt, aber 15 - 30 Minuten später hinter ihm schon wieder alles zugeschneit ist, kein Salz vorhanden, um Eisflächen aufzulösen, etc.
Ich bleibe dabei: der Vorschlag ist nix anderes als polemisches: seht her, ich würde ihnen den Arsch schon aufreissen ....
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22.02.2010, 20:28
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Und ich bleibe auch dabei … es ging und geht auch um Verantwortung und darum, diese nur annähernd zu (er)wecken, bzw. das dann mal klar und deutlich auszusprechen.
Hört wohl keiner gern und all die Stimmen dagegen, von „geht ja gar nicht“ bis „Brandbeschleuniger Westerwelle“ sind für mich daher eher so gar keine und sowieso nicht wirklich ernst zu nehmenden Argumente und haben mit der jeweiligen Praxis dann doch eher sehr wenig zu tun.
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22.02.2010, 20:34Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Jetzt denke ich Guido.
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Okay, nun haben wir also folgende Einsatzbereiche eruiert: Saisonarbeit und Naturkatastropheneinsätze. Alles unter Vorbehalt der Aspekte freie Marktwirtschaft und Versicherungswesen (hier weiß die FDP sicher ein steuerfinanziertes Paket zwischen Versicherern und Hartz4-Empfängern zu... vermitteln). Wenn noch mehr so Ideen kommen, sehe ich gute Chancen, der Volkswirtschaft einen nie dagewesenen Boom zu bescheren. Es muß halt nur viel schneien, dürren und überfluten.
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22.02.2010, 21:35
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Vorhin über FDP-Doppelspion erfahren:
Guido hat neue Ideen zur Beschäftigung von Hartz4-Empfängern:
1. Schneeschippen (schon bekannt)
2. Bei Frühjahrhochwasser, wenn der geschippte Schnee taut, Dammretter.
3. lecke Atomlager ausräumen.
4. neue Atomlager wieder einräumen
5. Atomlager wieder ausräumen.
6. Da Tierversuche immer mehr Gegner finden, als Versuchskaninchen einspringen.
7. Bei Gunther von Hagen als Ausstellungsobjekt anstellen lassen.
8. Hundekot in öffentlichen Parks entfernen.
9. Aktenkofferträger für FDP-Mitglieder zu schweizer Banken
..................
Es fällt mir noch einiges ein, jedoch muss ich jetzt aufhören, habe nur vernommen, dass Herr Westerwelle sich für einige Jobs freiwillig gemeldet hat, um bei der Bevölkerung für seine Ideen zu werben. Insbesondere Punkt 6 bis 9 würden ihn sehr interessieren, bei Punkt 9 habe er sogar schon eigene Erfahrungen gesammelt.Geändert von Wolfgang60 (22.02.2010 um 21:40 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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23.02.2010, 09:07Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Und ich reagiere mal wieder sauertöpfisch, d.h. stammtischfeindlich, d.h. "praxisfremd" (LaTanga über Kritiker) und antworte:
Ergebnis derartiger Planspiele wären:
- Hunderttausende bis Millionen Hartz-IV-Empfänger, die für'n Appel und ein Ei malochen
- etliche, die noch nicht zu diesem Heer fast kostenloser Arbeitskräfte gehören und daher volksnahe Sprüche in Richtung "Sozialschmarotzer" ablassen
- und schließlich diejenigen, die wirklich absolut kein Interesse daran haben Leute einzustellen, die noch horrende 5 oder 8 Euro pro Stunde kosten.
.Geändert von Inaktiver User (23.02.2010 um 09:39 Uhr)
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23.02.2010, 10:32Inaktiver User
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23.02.2010, 11:11Inaktiver User
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Man sollte sich einmal im Klaren darüber werden, was für ein unverantwortliches, idiotisches Unterfangen es seitens der FDP ist in der gegenwärtigen Lage Steuern senken zu wollen:
2009 betrug die Gesamtheit der Ausgaben im Bundeshaushalt 30 Milliarden Euro.
Davon betrug der Schuldendienst, d.h. die Zinsaufwendungen, die der Bund für Schulden bezahlen muss, fast 20 Milliarden Euro. (Quelle: Finanzministerium)
Mit anderen Worten: zwei von drei Euro Steuergeld, das der Bund ausgibt, gehen für Zinsen auf Schulden weg, weil wir in der Vergangenheit gnadenlos über unsere Verhältnisse gelebt haben.
Und diese Zahlen betreffen 2009! Für 2010 sind die Staatsausgaben nochmals drastisch gestiegen, auf insgesamt 100 Milliarden Euro Neuverschuldung (85 Mrd. + 15 Mrd. Bad Bank).
In dieser Situation fällt der FDP nicht etwa Haushaltskonsolidierung als wichtigstes und oberstes Ziel ein, auch nicht eine Vereinfachung des zu Recht als extrem kompliziert kritisierten Steuerrechts, sondern das glatte Gegenteil:
man möchte die Staatseinnahmen verringern, und zwar ohne sich Gedanken über die Ausgabenseite zu machen.
Dafür fühlt sich die FDP nämlich nicht wirklich zuständig - die FDP ist nur für die Wohltaten da, nämlich die Steuersenkung. Die wird auf Biegen und Brechen angestrebt. Um die Finanzierung dieser Wohltaten, um Einsparungen u.a. Grausamkeiten sollen sich gefälligst andere den Kopf zerbrechen, nämlich der Koalitionspartner CDU/CSU.
Ach übrigens.
In der Schweiz besteht ein gesetzlich verankertes Verbot staatliche Schulden zu machen ("Schuldenbremse", Details siehe Wikipedia). Dort steht das Steuergeld wirklich für staatliche Investitionen (und Umverteilungen) zur Verfügung, und muss nicht dafür verbraten werden Zinsen auf Staatsschulden zu bezahlen.
.Geändert von Inaktiver User (23.02.2010 um 11:35 Uhr)
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23.02.2010, 11:45
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Ja ja, aber da sind auch die Trickser am Werk. Die ursprünglich rund 34Mrd für die Bad Bank der UBS wurde in der Schweiz nicht im Bundeshaushalt verbucht, um nun mit Unerfrorenheit zu behaupten, die Schweiz sei haushaltspolitisch in einer anderen Liga, weil man zwei Mrd Überschuss trotz Finanzkrise eingenommen habe. Würde die Schweiz die Bankhilfen so ehrlich verbuchen wie die Deutschen, ständen die Staatsfinanzen aktuell eher deutlich schlechter da als die Deutschlands.
Da möchte man schon manchmal die Stirn vor Wand, wie sich hier aber auch alle (inkl. Medien) gerne für blöd verkaufen lassen, nur für den (in der Schweiz nichtmal zweifelhaften, sondern angestrebten) Genuss sich selbst auf die Schulter zu klopfen.
Und, dass die Schweiz mit einem Risiko von 70Mrd. allein in Griechenland bei einer neuen Runde Finanzkrise selbst grosse Probleme bekommt. Das finanzielle Risiko für die Schweiz ist um mindestens Faktor 10 höher als bsplsw. für Deutschland. Anders gesagt: bei Ausfall wird in Deutschland pro Kopf 1000 Euro Fällig, in der Schweiz mindestens 10 000.
Grundsätzlich ist ist es aber schon war: Die Schweiz strebt schon lange einen ausgeglichenen Haushalt an, und konnte mit der Schuldenbremse die Schuldenquote seit Jahrzehnten wenigstens einigermassen stabil halten. So ist dei Schweiz also von einem ganz andern Niveau in die Krise gestartet, und musste umgekehrt kaum Konjunkturstützen finanzieren, weil sie als Exportnation vor allem von denen Resteuropas profitieren und im Binnenmarkt eh nicht nicht viel bewegen können.
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23.02.2010, 11:48
AW: FDP und ihre "geistig-politische Wende"
Und was den Wahnsinn in Deutschland betrifft hast Du natürlich absolut recht: Bei einem noch moderaten und normalerweise erwartbaren Zinssatz von 5% geht der komplette Bundeshaushalt in heutiger Höhe für Zinsleistungen drauf. Das sagt doch eigentlich alles über die Lage.



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