Wenn diese Informationen auf völlig legalem Wege zu haben wären, stünde nichts dagegen. Allerdings ist dergleichen absolut konstruiert. Wenn man Informationen dieser Art "verkaufen" will, sind sie wohl meist illegal und dann erübrigt sich das Ganze von vornherein - für mich jedenfalls.
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02.02.2010, 19:33
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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02.02.2010, 19:34
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
1. Kennt derjenige, der die Daten anbietet, die EKST-Erklärungen der Personen, deren Daten sich auf der CD befinden? Nein. Also durchaus möglich, dass die in der Schweiz befindlichen Gelder bei der Steuererklärung angegeben werden.
2. Wer meine Bankdaten ohne meine Genehmigung veröffentlicht bzw. verkauft, verstößt gegen das Datenschutzgesetz (ich wette, der Verstoß ist in der Schweiz noch höher einzustufen). Er wird gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen haben, der sicher keinen Artikel enthält, der ihm den Verkauf vertraulicher Daten einräumt. Wenn er nicht in der Bank beschäftigt war, kann man sich den Rest wohl auch denken.
3. Er verstößt gegen Bankenrecht und gegen Recht der Schweiz. Dies dürfte dem deutschen Staat auch bekannt sein.
Legal können Bankkundendaten dieser Art nicht auf den Markt kommen. Aus der Schweiz schon einmal gar nicht.
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02.02.2010, 19:35
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Nein, sehe ich nicht so.
Hier in Deutschland ist jede Bank verpflichtet, mit dem Finanzamt zusammenzuarbeiten.
Dass die Schweiz dies nicht tut, ist verständlich, aber ich sehe im gegenteiligen Fall keine Straftat.
Dass es nicht viel nützen würde, ist klar, dafür gibt es zu viele Steuerschlupflöcher.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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02.02.2010, 19:42
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Na, mein Rechtsempfinden stört das überhaupt nicht und die Umfrage unseres Radiosenders liegt bei 70 Prozent Zustimmung zum Kauf, alles Zuhörer eines öffentlich rechtlichen Senders (also kein Piratenfunk) die es ebenfalls nicht zu stören scheint.
Ich finde es einen Schnäppchenpreis 2,5 Mio zu zahlen und einen Gegenwert in der Größenordnung von 100 oder 200 Mio dafür zu erhalten, wohlgemerkt Geld, dass dem deutschen Staat und dem der Allgemeinheit sowieso zugestanden wäre und rechtswidrig außer Landes geschafft worden ist."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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02.02.2010, 19:43
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Mit dem "Finanzamt zusammenarbeiten" und Daten von Anlegern für 2,5 Millionen an einen Staat verkaufen zu wollen, die ja nur dann so viel Wert sein können, wenn sich der Staat davon "etwas verspricht" sind für mich völlig unterschiedliche Vorgänge, die man nicht einmal ansatzweise miteinander vergleichen kann.
Hier geht es nicht um "Zusammenarbeit", sondern um die Tatsache, dass jemand sich mit einem "schmutzigen Geschäft" Millionen verdienen will und auf der anderen Seite ein Staat steht, der eventuell bereit ist diesem "schmutzigen Geschäft" zuzustimmen, mit der Begründung andere "schmutzige Geschäfte" aufzudecken. Ein solcher Staat steht für mich nicht besser da, als diejenigen, die ihn durch Steuerhinterziehung betrügen.Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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02.02.2010, 19:43Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Was man auch nicht unterschätzen darf, wenn ein Bankangestellter hochsensible Daten bei seinem AG stiehlt um damit ein Vermögen zu machen, dann wird das zukünftig dazu führen, daß viele Banken und auch andere AG ihre Mitarbeiter in einem Maße überwachen werden wie wir es uns alle nicht wünschen können.
Und ganz ehrlich, ich könnte es sogar verstehen wenn man sich als AG dann auch einen feuchten Kehrricht um Datenschutzgesetze kümmert.
Dieser Gauner hat seinen Arbeitgeber in übler weise hintergangen.
Und zwar nicht um dem Recht zu Geltung zu verhelfen, sondern lediglich aus ganz persönlichen Beweggründen.
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02.02.2010, 19:46Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Geändert von Inaktiver User (02.02.2010 um 19:51 Uhr)
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02.02.2010, 19:48
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Tja, "vox populi".........
Ich finde es einen Schnäppchenpreis 2,5 Mio zu zahlen und einen Gegenwert in der Größenordnung von 100 oder 200 Mio dafür zu erhalten, wohlgemerkt Geld, dass dem deutschen Staat und dem der Allgemeinheit sowieso zugestanden wäre und rechtswidrig außer Landes geschafft worden ist.
So nach dem Prinzip: "Der Zweck heiligt die Mittel." Das widerstrebt mir stets. Der Rechtsbruch des Staates kann doch nicht dadurch aufgewertet werden, dass damit ein anderer Rechtsbruch aufdeckt wird.Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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02.02.2010, 19:52Inaktiver User
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02.02.2010, 19:56
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Es geht aber nicht um das Rechtsempfinden einer einzelnen Person. Es geht um die Rechtsstaatlichkeit, die unter anderem Rechtssicherheit zum Inhalt hat. Und der Staat beschließt für sich, dass er an diese nicht mehr gebunden ist bzw. sie beugen darf.
Das Volk brüllt JA, weil es den Reichen an den Kragen geht.
Ich finde diesen blinden Eifer befremdend und sehr bedenklich.
Aber wehe. Dasselbe Volk wird vollkommen empört sein, wenn der Staat an seine Daten will, bei ihm in den Rechner schaut, seine Telefonleitung anzapft. Dann wird wieder nach dem Gesetz gerufen. Das berühmte "Das darf der nicht".
Ja, wehe wenn sie losgelassen ... Ob sie wirklich an der nächsten roten Ampel stehenbleiben?




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