Das wiederum glaube ich nicht. Und möchte weder das eine noch das andere.
Es wäre fatal wenn dieser Rechtsbruch das Einfallstor für solche Zustände bieten würde.
Ich hatte deinen Beitrag vorhin als Ironie verstanden.
Wenn du das aber ernst meinst und so wünschst, dann bin ich allerdings nicht deiner Meinung.
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02.02.2010, 22:12Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
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02.02.2010, 22:33Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Keine Sorge, ich meinte meinen Beitrag - auch dessen Wiederholung - als Ironie. Aber Du benennst es m. E. richtig - Einfallstor für Rechtsbrüche. Es ist klar, dass Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verhindert werden muss - genauso klar ist, dass das "Stehlen" eines einzigen Brötchens nicht damit zu vergleichen ist. Dennoch ist der gesamtwirtschaftliche Schaden in allen Fällen -Steuerhinterziehung, (Sozial-) Versicherungsbetrug, Mitarbeiterkriminalität sehr hoch. Den Einzelfall mag man in seinen extremen Polaritäten bewerten, aber wo ist die Grenze: klar, wenn der Millionär Geld in der Schweiz hat, geht der Daumen runter. Und wenn der Arbeitnehmer in seiner Steuererklärung bei Entfernungskilometern 2 km mehr angibt - jeden Arbeitstag gilt das mehr als "ok". Aber auch das ist Steuerhinterziehung. Und was ist, wenn die "Steuerersparnis" 1000.- Euro sind, oder 2.000,00. Ist das noch ok oder nicht? Wenn der Dieb an der Tankstelle die Kasse klaut, ist das Diebstahl/Raub, aber das ist es auch wenn die Verkäuferin ein Brötchen mitgehen läßt. Letzteres ist "ok" für manche, aber was ist, wenn sie oder er ein Buch mitgehen läßt für 19,95 Euro oder ein paar Sportschuhe für 120,00 Euro.
Das Problem bei allen Bewertungen, ob etwas falsch oder richtig ist, ist immer am Ende die Grenzziehung. Die Extrema zu bewerten im Guten wie im Schlechten fällt leicht, aber die Grauzone dazwischen ist Auslegungssache, subjektive Bewertung der eigenen Massstäbe.
Und da sehe ich hier das Problem. Wo will der Staat die Grenze ziehen, wenn er einmal anfängt, die Rechtsstaatlichkeit aufzuweichen?
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02.02.2010, 22:38Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
ok schlamperl.
Dann hatte ich das vorhin doch richtig verstanden.
Ja, so wie du es beschreibst, stimme ich dir absolut zu.
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02.02.2010, 22:56
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Ich habe lange genug bei einer Bank gearbeitet, um zu sehen, wie der Staat und somit auch die ehrlichen Steuerzahler um Milliarden betrogen werden.
Ich weiß noch, wie es Mitte der 90er Jahre war. Es wurde immer schwieriger, Gelder am Finanzamt vorbei anzulegen. Tafelpapiere verschwanden langsam vom Angebot etc. Die kriminelle Energie der Banken und ihrer betrügerischen Kundschaft führte dazu, im Ausland (Luxemburg, Schweiz) Niederlassungen zu eröffnen, zu vergrößern etc. Man musste damals die Kundschaft dazu bringen, ihr Geld in die Schweiz zu schaffen. ----------------------------------------------------
Ein Bekannter (Unternehmer, Millionär) wird aktiv von schweizer Handelskammern und sonstiger staatsnahen schweizer Organisationen bedrängt, endlich sein Domizil in die Schweiz zu verlegen, um in Deutschland keine Steuern mehr zu zahlen. Für mich verhält sich die Schweiz verbrecherisch und die Empörung schweizer Politiker über die mögliche Nutzung der angebotenen Daten-CD ist pures Geheuchel.
Ich empfehle dringend, die Daten zu nutzen. Diese Steuerbetrugs-Mafia, bestehend aus dem schweizer Staat, deutschen Banken, Sparkassen und deutschen Steuerhinterziehern wirds verschmerzen. Und wie in einem anderen Beitrag schon mal vermutet wurde: Möglicherweise gehts den richtig dicken Fischen wieder mal nicht an den Kragen. Schlimm genug.Geändert von Wolfgang60 (02.02.2010 um 23:26 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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02.02.2010, 23:10Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
@ Wolfgang, ich sehe mal davon ab, Dich zu zitieren, damit Du ggf. Deinen Beitrag nochmals überarbeiten kannst. Du wärest nicht der erste Angestellte, gegen den wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt wird. Ich staune nur, wie wenig Unrechtbewußtsein besteht. Dabei wird in Deutschland Beihilfe genauso bestraft wie die Tat selbst.
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02.02.2010, 23:20
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Schlamperl, das Verrückte ist ja: Es passiert in jeder Bank, jeder Anlageberater muss mitmachen, und egal, mit wem man drüber redet, immer heißt es: "Sei doch ruhig, mach kein Thema draus." Es ist ein Skandal, ich habe nichts anderes gemacht als alle anderen Anlageberater. Ich bin schon lange nicht mehr dabei, aber ich weiß, dass das alles noch gängige Praxis ist.
Schlamperl, bei mir sind es 15 Jahre her, ich muss mir keine Gedanken mehr machen, ich habs trotzdem etwas abgeschwächt..Geändert von Wolfgang60 (02.02.2010 um 23:31 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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02.02.2010, 23:32Inaktiver User
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
Das weiß ich Wolfgang - ich bin auch im Bankenbereich (gewesen) und habe sehr genau aus nächster Nähe miterlebt, was seit Anfang der 90er passierte. Aber hier wie auch in allen anderen Bereichen galt/gilt: Dummheit schützt vor Strafe nicht. Die Beihilfe zur Steuerhinterziehung wird nicht legalisiert, nur weil sie von einem Angestellten begangen wird.
Denn auch da stellt sich wieder die Frage: wo ist die Grenze? Wenn es um den Vorstand geht, schreien alle: ab in den Knast, beim kleinen Kassierer herrscht moralisches Verständnis. Aber in der Mitte - was ist da? Darf der Direktor straffrei bleiben - auch der Handlungsbevollmächtigte? Bei 4.000 Euro Bruttomonatsgehalt straffrei, aber bei 10.000 Euro nicht mehr? Wenn´s der filmreife Juppiebanker ist, ab in den Knast, der junge Familienvater aber nicht?Geändert von Inaktiver User (02.02.2010 um 23:36 Uhr)
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02.02.2010, 23:34
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
schlamperl, ich weiß,
es ist ein Riesensumpf. Wenn ich vorher gewusst hätte, was alles passiert, wäre ich womöglich Physiker, Ingenieur oder Lehrer geworden.Ich bin, also denke ich
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02.02.2010, 23:41Inaktiver User
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02.02.2010, 23:41
AW: Eiertanz um Steuersünder-Daten
OK, hast gewonnen.
Ich bin, also denke ich



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