Richtig und genau das ist die Gefahr für den Euro. Bisher ist er sehr stabil, da die Inflation (in Deutschland) sehr gering ist (aus historischer Sicht). Es mag zwar immer Leute geben, die sagen, die Inflation sei zu hoch usw. Sie war aber zuvor höher mit der Mark und derzeit stehen wir vergleichsweise gut da in der EU (als Land). Durch unsere Konkurrenzfähigkeit werden andere EU-Länder belastet und wir helfen ihnen, nicht frei von Eigeninteresse.
In Griechenland wurden Zahlen geschönt. Die Folge davon: Die wahre Inflationsrate ist unbekannt, bzw. höher als angegeben wurde. Dadurch ist der finanzielle Rettungsbedarf unbekannt. Vermutlich jedoch höher als erwartet.
In der EU entwickelt sich die Inflationsrate durch einen Aufschwung gut. Was wiederum auf einen stabilen Euro schließen lässt: Inflation in Europa sinkt wie erwartet auf 2,7 Prozent
Zu den schwächelnden Konkurrenzwährungen, Dollar und Yen, besteht somit ein gutes Verhältnis. Was uns in die Lage versetzt, als zahlungskräftiges Land der EU, Griechenland helfen zu können.
Durch die korrumpierten Zahlen hat sich die Regierung ein Eigentor geschossen.
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16.06.2011, 12:45
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Geändert von Kauder (16.06.2011 um 12:56 Uhr)
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16.06.2011, 13:03Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Das ist der europäische Durchschnittswert. In den einzelnen Ländern kann sie durchaus höher sein, in Österreich beispielsweise liegt sie schon bei 3,7%.
Bis zu 2% spricht man von stabilen Preisen. Die EZB könnte über die Erhöhung des Leitzinses der Inflation entgegen wirken, hält sich aber zurück, weil dadurch die Schulden für Länder wie Griechenland noch höher würden.
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16.06.2011, 13:12Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
stimmt, wenn ich ihn umbringe habe ich aber auf jeden Fall eine todsichere Garantie.

Ich denke einfach es ist nicht sinnvoll erst Milliarden reinzukumpen und ihnen dann auf halber Strecke den Hahn zuzudrehen.
Entweder man lässt sie von Anfang an im Regen stehen, mit allen für den Rest der Eurozone und GR entstehenden Konsequenzen oder man zieht es durch.
Hat denn wirklich jemand ernsthaft geglaubt, dass sie ihren Haushalt und die Reformen nur mit einer Anschubfinanzierung bis 2012 in den Griff kriegen?
Wenn das wirklich so war, dann haben die Damen und Herren der Geberländer ihre Hausaufgaben nicht gemacht, sind grenzenlos naiv oder gutgläubig
Erst Milliarden zu versenken und dann doch in den sauren Apfel zu beissen ist doch wohl die denkbar schlechteste Option für alle Beteiligten, oder?
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16.06.2011, 13:20
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ja. Eine Inflationsrate von über 3% verstößt dagegen gegen den Stabilitätspakt. Wodurch Österreich in Bedrängnis gelangt mit ihren 3,7%. Nach mehreren Jahren Stabilitätsverletzung kommt es zu Strafzahlungen.
Österreich knüpft Hilfen an Griechenland, vor diesem Hintergrund nicht verwunderlich, an harte Spaßnahmen.
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16.06.2011, 13:38Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Auch bei Pleiten in der Privatwirtschaft ist das leider eher die Regel als die Ausnahme. Man hofft zu lange, es könnte doch noch gut gehen und macht dadurch alles noch viel schlimmer.
Österreich schafft es selbst nicht, seine Hausaufgaben zu machen. Seit Jahrzehnten wird eine dringend nötige Verwaltungsreform verschleppt, das Bildungssystem ist eines der teuersten und ineffektivsten in Europa, eine Regierung nach der anderen drückt sich vor Veränderungen. Als Kleinstaat leistet sich Österreich einen teuren Föderalismus und das bei Bundesländergrößen, die in manchen Fällen nicht einmal die Einwohnerzahl einer Großstadt erreichen. Grotesk.
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16.06.2011, 13:49Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Bei der Kontrolle über die Inflation muss man natürlich unterscheiden zwischen dem, was "hausgemacht" und dem was "importiert" ist:
Ein beträchtlicher Teil der Inflationsrate bei uns ist "importiert", durch steigende Preise bei Energie, Rohstoffen und importierten Fertigwaren (z.B. aus China), teilweise auch bei Lebensmitteln. Dies ist für Regierung und Zentralbank nicht oder kaum zu beeinflussen.
Aber ein wachsender Teil der Inflation wird durch die Expansion der Geldmenge verursacht. Und da müssen Regierungen und Zentralbanken eingreifen. Dabei ist das Geld was für Griechenland bereit gestellt wird, der kleinste Faktor. Problematisch sind die Mittel, die zur Bekämpfung der Bankenkrise neu geschaffen wurden, und die kaum rückholbar sind.
Auch hier ist unseren Regierungen nur ein begrenzter Vorwurf zu machen - andere Länder sind da wesentlich verantwortungsloser! Und damit meine ich nicht in erster Linie GR sondern die USA!
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16.06.2011, 14:00
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
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16.06.2011, 14:01Inaktiver User
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16.06.2011, 14:04Inaktiver User
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16.06.2011, 14:06
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ich habe in dem Zitat ein paar Worte weggelassen. Die Aussage so ist richtig und lässt sich 1 zu 1 auf Griechenland beziehen. Das Problem ist, Spekulanten wird es weiter geben, was gegen einen Aufwärtstrend spricht.
Spekulanten Was hat das Monster (Finanzmarkt) diesmal getan?Geändert von Kauder (16.06.2011 um 14:10 Uhr)



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