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  1. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann passiert genau das, was immer passiert, wenn der Staat Schulden abbauen will: die Inflation nimmt zu. Die Anfänge davon haben wir bereits.
    Richtig und genau das ist die Gefahr für den Euro. Bisher ist er sehr stabil, da die Inflation (in Deutschland) sehr gering ist (aus historischer Sicht). Es mag zwar immer Leute geben, die sagen, die Inflation sei zu hoch usw. Sie war aber zuvor höher mit der Mark und derzeit stehen wir vergleichsweise gut da in der EU (als Land). Durch unsere Konkurrenzfähigkeit werden andere EU-Länder belastet und wir helfen ihnen, nicht frei von Eigeninteresse.

    In Griechenland wurden Zahlen geschönt. Die Folge davon: Die wahre Inflationsrate ist unbekannt, bzw. höher als angegeben wurde. Dadurch ist der finanzielle Rettungsbedarf unbekannt. Vermutlich jedoch höher als erwartet.
    In der EU entwickelt sich die Inflationsrate durch einen Aufschwung gut. Was wiederum auf einen stabilen Euro schließen lässt: Inflation in Europa sinkt wie erwartet auf 2,7 Prozent
    Zu den schwächelnden Konkurrenzwährungen, Dollar und Yen, besteht somit ein gutes Verhältnis. Was uns in die Lage versetzt, als zahlungskräftiges Land der EU, Griechenland helfen zu können.

    Durch die korrumpierten Zahlen hat sich die Regierung ein Eigentor geschossen.
    Geändert von Kauder (16.06.2011 um 12:56 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Kauder Beitrag anzeigen
    In der EU entwickelt sich die Inflationsrate durch einen Aufschwung gut. Was wiederum auf einen stabilen Euro schließen lässt: Inflation in Europa sinkt wie erwartet auf 2,7 Prozent
    Das ist der europäische Durchschnittswert. In den einzelnen Ländern kann sie durchaus höher sein, in Österreich beispielsweise liegt sie schon bei 3,7%.

    Bis zu 2% spricht man von stabilen Preisen. Die EZB könnte über die Erhöhung des Leitzinses der Inflation entgegen wirken, hält sich aber zurück, weil dadurch die Schulden für Länder wie Griechenland noch höher würden.

  3. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich ihn nicht umbringe, ist das auch keine Garantie, dass ich mein Geld wieder sehe
    stimmt, wenn ich ihn umbringe habe ich aber auf jeden Fall eine todsichere Garantie.

    Ich denke einfach es ist nicht sinnvoll erst Milliarden reinzukumpen und ihnen dann auf halber Strecke den Hahn zuzudrehen.
    Entweder man lässt sie von Anfang an im Regen stehen, mit allen für den Rest der Eurozone und GR entstehenden Konsequenzen oder man zieht es durch.
    Hat denn wirklich jemand ernsthaft geglaubt, dass sie ihren Haushalt und die Reformen nur mit einer Anschubfinanzierung bis 2012 in den Griff kriegen?
    Wenn das wirklich so war, dann haben die Damen und Herren der Geberländer ihre Hausaufgaben nicht gemacht, sind grenzenlos naiv oder gutgläubig
    Erst Milliarden zu versenken und dann doch in den sauren Apfel zu beissen ist doch wohl die denkbar schlechteste Option für alle Beteiligten, oder?

  4. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist der europäische Durchschnittswert. In den einzelnen Ländern kann sie durchaus höher sein, in Österreich beispielsweise liegt sie schon bei 3,7%.

    Bis zu 2% spricht man von stabilen Preisen. Die EZB könnte über die Erhöhung des Leitzinses der Inflation entgegen wirken, hält sich aber zurück, weil dadurch die Schulden für Länder wie Griechenland noch höher würden.
    Ja. Eine Inflationsrate von über 3% verstößt dagegen gegen den Stabilitätspakt. Wodurch Österreich in Bedrängnis gelangt mit ihren 3,7%. Nach mehreren Jahren Stabilitätsverletzung kommt es zu Strafzahlungen.
    Österreich knüpft Hilfen an Griechenland, vor diesem Hintergrund nicht verwunderlich, an harte Spaßnahmen.

  5. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erst Milliarden zu versenken und dann doch in den sauren Apfel zu beissen ist doch wohl die denkbar schlechteste Option für alle Beteiligten, oder?
    Auch bei Pleiten in der Privatwirtschaft ist das leider eher die Regel als die Ausnahme. Man hofft zu lange, es könnte doch noch gut gehen und macht dadurch alles noch viel schlimmer.

    Zitat Zitat von Kauder Beitrag anzeigen
    Ja. Eine Inflationsrate von über 3% verstößt dagegen gegen den Stabilitätspakt. Wodurch Österreich in Bedrängnis gelangt mit ihren 3,7%. Nach mehreren Jahren Stabilitätsverletzung kommt es zu Strafzahlungen.
    Österreich knüpft Hilfen an Griechenland, vor diesem Hintergrund nicht verwunderlich, an harte Spaßnahmen.
    Österreich schafft es selbst nicht, seine Hausaufgaben zu machen. Seit Jahrzehnten wird eine dringend nötige Verwaltungsreform verschleppt, das Bildungssystem ist eines der teuersten und ineffektivsten in Europa, eine Regierung nach der anderen drückt sich vor Veränderungen. Als Kleinstaat leistet sich Österreich einen teuren Föderalismus und das bei Bundesländergrößen, die in manchen Fällen nicht einmal die Einwohnerzahl einer Großstadt erreichen. Grotesk.

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Bei der Kontrolle über die Inflation muss man natürlich unterscheiden zwischen dem, was "hausgemacht" und dem was "importiert" ist:

    Ein beträchtlicher Teil der Inflationsrate bei uns ist "importiert", durch steigende Preise bei Energie, Rohstoffen und importierten Fertigwaren (z.B. aus China), teilweise auch bei Lebensmitteln. Dies ist für Regierung und Zentralbank nicht oder kaum zu beeinflussen.

    Aber ein wachsender Teil der Inflation wird durch die Expansion der Geldmenge verursacht. Und da müssen Regierungen und Zentralbanken eingreifen. Dabei ist das Geld was für Griechenland bereit gestellt wird, der kleinste Faktor. Problematisch sind die Mittel, die zur Bekämpfung der Bankenkrise neu geschaffen wurden, und die kaum rückholbar sind.

    Auch hier ist unseren Regierungen nur ein begrenzter Vorwurf zu machen - andere Länder sind da wesentlich verantwortungsloser! Und damit meine ich nicht in erster Linie GR sondern die USA!

  7. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Problematisch sind die Mittel, die zur Bekämpfung der Bankenkrise neu geschaffen wurden, und die kaum rückholbar sind.
    Die Banken mit ihren Marktspekulationen sind ein hausgemachtes Problem. Dadurch wird uns noch die ein oder andere Krise treffen. Neben den USA möchte ich noch Großbritanien hinzufügen.
    Den Kommentaren bisher kann ich nur zustimmen.

  8. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein beträchtlicher Teil der Inflationsrate bei uns ist "importiert", durch steigende Preise bei Energie, Rohstoffen und importierten Fertigwaren (z.B. aus China), teilweise auch bei Lebensmitteln.
    Gelänge es endlich mal, die Spekulanten von den Rohstoffbörsen fern zu halten, wäre das ein guter Beitrag zur Stabilisierung der Verbraucherpreise.

  9. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch bei Pleiten in der Privatwirtschaft ist das leider eher die Regel als die Ausnahme. Man hofft zu lange, es könnte doch noch gut gehen und macht dadurch alles noch viel schlimmer.
    Das stimmt leider.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn die harten Fakten schon längst etwas anderes sagen

  10. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gelänge es endlich mal, die Spekulanten ... fern zu halten, wäre das ein guter Beitrag zur Stabilisierung ...
    Ich habe in dem Zitat ein paar Worte weggelassen. Die Aussage so ist richtig und lässt sich 1 zu 1 auf Griechenland beziehen. Das Problem ist, Spekulanten wird es weiter geben, was gegen einen Aufwärtstrend spricht.

    Spekulanten Was hat das Monster (Finanzmarkt) diesmal getan?
    Geändert von Kauder (16.06.2011 um 14:10 Uhr)

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