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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ich habe mehrmals gelesen und gehört, dass der größte Teil der Deutschen nicht mehr wollen, dass weitere Kredite an Griechenland vergeben werden. Wenn es so käme, wäre Griechenland sofort zahlungsunfähig und es käme automatisch zu der Lösung, dass alle in Griechenland angelegten Gelder hopps wären.
    Dann hätten Lebensversicherungen keine Rendite mehr, eher einen Verlauf im Minusbereich. Ähnlich ginge es Banken, Investmentgeselschaften etc. Und natürlich Staaten.
    versteh ich nicht.

    haben alle diese gesellschaften, staaten etc. einen größeren teil ihrer mittel in griechenland angelegt? glaub ich nicht. sollen doch mal alle offenlegen, wieviel griechische anleihen sie WIRKLICH noch haben. dann würden sich einige schreckensszenarien vielleicht in luft auflösen.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Ratspräsident setzte sich für Griechenland ein Dies tat er im November letzten Jahres. Und die Finanzhilfen von damals reichten nicht aus. Statt dessen gibt es ein neues Rettungspaket. Dabei verlieren Investoren immer mehr das Vertrauen, in Griechenland zu investieren. Andere kaufen billige Staatsanleihen und profitieren durch die Rettungspakete mit Profiten.

    Wir haben Zahlungen für Gemüsebauer zu tragen und für folgende wirtschaftlich schwache Staaten, werden wir auch zahlen müssen. Zuerst ist es Irland, danach folgen Spanien, Portugal und Italien. Da gibt es viele Schulden. Ich behaupte dort wären Hilfen gut investiert, vor allem da diese Länder keine Hilfen beantragt haben, hätten sie diese eher verdient.

    Griechenland hat eine Hyperinflation, zumindestens aber eine galoppierende. Ihr Geld wird stark entwertet werden. Also das Geld was in Griechenland gesteckt wird, ist absolut nicht genug, um sie zu retten. Es ist herausgeschmissenes Geld, da Griechenland zu tief im Sumpf steckt. Sei es durch eine versteckte Inflation (Vertuschung, Korruption sind Ursachen) oder durch das mangelnde Vertrauen der Investoren. Auch die Demos und Aufstände der Bevölkerung verbessern die Situation nicht. Dazu hat Griechenland ein System, bei dem Tote noch Rente erhalten usw. Die Kreditwürdigkeit ist im Keller. Rettungspakete kommen

    Bei meinem ersten link dachte ich, der EU-Ratspräsident würde wissen, was er fordert und das hätte eine solide Basis. Diese hatten seine Aussagen jedoch nicht. Konkurrenzfähig ist Griechenland derzeit nicht und es ist schwer zu sagen, wie viel Geld sie real benötigen. Ich schätze, dass die investierten Rettungspakete entwertet werden und weitere folgen müssen, bzw. Griechenland wird aus der Eu ausgeschlossen werden. Sie hatten sich in die EU gemogelt und sind, rein wirtschaftlich, nicht mehr tragbar für die EU. Da wäre das Geld in folgende Pleitestaaten wie Portugal und Spanien wesentlich besser angelegt. Mal sehen, was die Aufstände der Demos für Schäden mit sich bringen, genau wie die Undankbarkeit gegenüber Zahlländern. Die Griechen können für die Situation am wenigsten, es ist vor allem die korrupte Regierung, die den wirtschaftlichen Erfolg (bald ganz Europas) bremst.

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    versteh ich nicht.

    haben alle diese gesellschaften, staaten etc. einen größeren teil ihrer mittel in griechenland angelegt? glaub ich nicht.
    Banken und Privatinvestoren haben jede Menge Anleihen etc. gekauft. Das ist ein Grund, warum sie bei dem neuen Rettungspaket mit zur Kasse gezogen werden.

    In meinem ersten link im vorherigen post stand dies: Schuldendienst als Anteil der Steuereinnahmen in Griechenland: 53,5%. Das ist ein besorgniserregend hoher Anteil.
    Geändert von Kauder (15.06.2011 um 18:29 Uhr)

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Keine Sorge, neue Regierung, neues Glück, neue Versprechen nach Schäubles Geschmack.
    Du glaubst doch nicht wirklich, dass der seinen Posten ohne Rücksprache mit der EU anbietet?
    Alles nur billige taktische Manöver um weiter Zeit zu kaufen, war doch schon vor einem Jahr klar.
    Aber letztlich kann eine griechische Regierung auch nicht gegen einen großen Teil des Volkes regieren. Wenn sich die Bürger widersetzen, dann ist irgendwann Schluß.

  5. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    versteh ich nicht.

    haben alle diese gesellschaften, staaten etc. einen größeren teil ihrer mittel in griechenland angelegt? glaub ich nicht. sollen doch mal alle offenlegen, wieviel griechische anleihen sie WIRKLICH noch haben. dann würden sich einige schreckensszenarien vielleicht in luft auflösen.
    In der Tat: Keine der privaten Instutionen hat einen wirklich relevanten Teil ihres Gesamtportfolios in griechischen Anleihen oder anderen Instrumenten angelegt, die durch eine Pleite Griechenlands (noch weniger durch eine Umschuldung) ihren Wert verlieren würden. Die drei am höchsten investierten Banken haben insgesamt nur etwa 14 Milliarden Euro behalten, davon die HypoRealEstate allein mehr als 10 Mrd. (Heute 19:00 am 14.6.11). Viel Geld, aber nicht wirklich problematisch. Auch bei den Versicherungen spielen Investitionen in Griechenland nur eine begrenzte Rolle.

    Wolfgang hat insoweit recht, dass natürlich diese spezifischen Investitionen ihren Wert verlieren, wenn Griechenland zahlungsunfähig wird. Aber die Auswirkung auf das Gesamtportfolio der Gesellschaften (und damit auf die Erträge der Versicherten) ist insgesamt sehr begrenzt; einzelne Gesellschaften mögen stärker betroffen sein, dafür andere fast gar nicht.

    Das wirkliche Risiko, weswegen die Regierungen Griechenland immer weiter unterstützen, ist, dass eine Pleite dort das Risiko erhöhen würde, dass auch andere Länder (Irland, Portugal, Spanien, Italien, ...) folgen könnten.

    Und in der Summe wäre das nicht mehr ohne große Schäden zu verkraften.

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Aber letztlich kann eine griechische Regierung auch nicht gegen einen großen Teil des Volkes regieren. Wenn sich die Bürger widersetzen, dann ist irgendwann Schluß.
    Richtig!

    Und wenn es nicht gelingt - z.B. über eine "Regierung der Nationalen Einheit" - die Bürger zu überzeugen, dass sie die Sparmaßnahmen mit tragen, dann sähe ich keine Rechtfertigung schlechtem Geld noch gutes hinterher zu werfen.

    Trotz des Risikos eines Domino-Effekts.

    Dann müsste Griechenland eben Bankrott anmelden. Mit allen Folgen im Inneren (weit reduzierte Renten und Gehälter im ÖD, ..) und nach Außen (Wertverlust der griechischen Anleihen, ..). Und eben dem Risiko, dass andere Länder ebenfalls den Laden dicht machen.

    Was ich allerdings für wenig wahrscheinlich halte, wenn z.B. die Italiener sehen, dass die Griechen tatsächlich auch als Bürger wirtschaftlich kollabieren.

  7. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Richtig!

    Und wenn es nicht gelingt - z.B. über eine "Regierung der Nationalen Einheit" - die Bürger zu überzeugen, dass sie die Sparmaßnahmen mit tragen, dann sähe ich keine Rechtfertigung schlechtem Geld noch gutes hinterher zu werfen.

    Trotz des Risikos eines Domino-Effekts.
    Den Domino-Effekt kann ich nicht nachvollziehen. Soll Griechenland pleite gehen und das Geld lieber in andere Länder investiert werden. Damit kommt es nicht zu dem Domino-Effekt. Lediglich das sowieso insolvente Griechenland wäre betroffen.
    Das Geld wird jetzt an Griechenland verpulvert und was kommt danach? Spanien eifert auf einmal nach und will auch Geld. Das wäre für mich ein Domino-Effekt. Ein Ausschluss Griechenlands hätte Schockwirkung, die gegen weitere Forderungen (wir wollen Geld) geht, was der EU gut tun würde.

    Andererseits weiß keiner, ob das Geld Griechenland nicht doch hilft? Und den Euro langfristig stabil hält? Das ist alles derart uneinsehbar.

    Zu dem gegen das Volk regieren: Die groß angelegten Demos sprechen für sich.
    Geändert von Kauder (15.06.2011 um 19:36 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Das Problem ist, dass nicht nur wir hier (mit einigen Ausnahmen) nicht wirklich wissen, was die beste Lösung ist, auch die Experten sind sich da ja nicht einig.

    Jede Lösung wird irgendwie Geld kosten.

    Und ich stimme dir zu, dass es uns einiges an Geld wert sein sollte, den Euro zu sichern. Denn ein Scheitern des Euro wäre sicher erst recht teuer.

  9. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Tat: Keine der privaten Instutionen hat einen wirklich relevanten Teil ihres Gesamtportfolios in griechischen Anleihen oder anderen Instrumenten angelegt, die durch eine Pleite Griechenlands (noch weniger durch eine Umschuldung) ihren Wert verlieren würden. Die drei am höchsten investierten Banken haben insgesamt nur etwa 14 Milliarden Euro behalten, davon die HypoRealEstate allein mehr als 10 Mrd. (Heute 19:00 am 14.6.11). Viel Geld, aber nicht wirklich problematisch. Auch bei den Versicherungen spielen Investitionen in Griechenland nur eine begrenzte Rolle.
    Und das verstehe nun ich nicht. Die Schulden betragen soweit ich mitbekommen habe 350 Milliarden Euro. Insofern sollte es doch "Investoren" geben, die in der Summe Anleihen dieser Höhe halten. Wer ist das denn? Kaum vorstellbar, daß es griechische Sparer sind die ihr Schwarzgeld in Anleihen gebunkert haben.

  10. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    In der vergangenen Woche war zudem bekannt geworden, dass auch deutsche Banken und Versicherungen im großen Stil griechische Staatsanleihen abstoßen. Hielten Ende April 2010 deutsche Banken noch 16 Mrd. Euro, waren es im Februar 2011 nur noch 10,3 Mrd. Euro. Damit befinden sich die griechischen Staatsanleihen vor allem in Besitz der Europäischen Zentralbank (EZB).
    Und hier die aktuellen Zahlen, die eine weitere Veränderung zeigen:

    Deutsche Banken haben sich auch im März von griechischen Staatsanleihen getrennt. Die Bestände seien von 10,3 Mrd. Euro im Februar auf 9,9 Mrd. Euro gesunken, teilte die Bundesbank am Dienstag mit. Dies waren 4,5 Mrd. Euro weniger als ein Jahr zuvor. Mindestens die Hälfte davon geht auf Verkäufe zurück. Das zeigen Zahlen der EU-Kommission.
    http://www.ftd.de/unternehmen/finanz.../60065242.html
    Geändert von Kauder (15.06.2011 um 23:51 Uhr)

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