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29.06.2010, 14:13
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
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29.06.2010, 16:48
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Griechenland hat schon beim EU-Beitritt und bis vor kurzem die Bilanzen gefälscht, also auch "Geld gedruckt". Dabei muss man aber von der bildlichen Vorstellung der Druckerpresse wegkommen. Die tatsächliche Gesamtsumme der Banknoten beträgt nur einen kleinen Bruchteil des gesamten potentiellen Geldumlaufes. Das kann man vielleicht daran erkennen das zBsp. Industrieunternehmen, Versicherungen oder das Finanzamt etc. über so gut wie keine "Kasse" im herkömmlichen Sinner verfügen.
Griechenland KÖNNTE physisches Geld drucken und dieses NICHT bei der EU melden (wenn sie es tun sind es stinknormale Staatsausgaben denen entsprechende Einnahmen entgegenstehen müssen), allerdings ist der Vertuschungsaufwand riessig (es gibt nur SEHR wenige Hersteller von Banknotenpapier - wie erklären sie den drastischen Mehrbedarf, Mitarbeiter in der Druckerei, Spediteure, WEN will man denn mit dem vielen Bargeld bezahlen ...). Da sind reine Statistiktricks und Lügen einfacher und effektiver - allerdings ändert das nichts an einer simplen Einnahmen-Ausgaben Rechnung.
Griechenland nimmt VIEL zu wenig ein um ihre bisherigen Ausgaben inkl. der wachsenden Zins- und Tilgungslast zu bedienen.
Allerdings wird es definitiv nicht zu einem 100 % Staatsbankrott kommen - das Land und die Gesellschaft wären für SEHR lange Zeit kein Handelspartner, kein Kreditnehmer und kein politischer Partner mehr.
Vorstellbar ist allerdings eine Umschuldung - dh. Griechenland einigt sich mit seinen Gläubiger auf die Streichung einer Jahreszinsfälligkeit, einer nur 90 % Rückzahlung oder einer Streckung der Kredite.
Es kann sich ja jeder fragen: Warum investiere ich nicht die Summe X für 2-3 Jahre in Griechische Anleihe und kassiere 10 % Zinsen pro Jahr?
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01.07.2010, 06:25
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Machtkampf: Bundesbank bremst Berlin bei Stresstests aus | FTD.de
Wenn es nicht so traurig wäre, man könnte eigentlich nur noch lachen.
Und wieder müssen die bösen Spekulanten herhalten.
Selbstverständlich sparen die Griechen, wer streikt gibt nämlich kein Geld aus, nimmt aber auch keines ein.
Die Banken leihen sich schon seit Monaten kein Geld mehr untereinander, wie zu Lehmanns Zeiten.
Na klar ist das Buch schon deshalb nicht lesenswert, weil der Autor Bücher geschrieben hat, deren Themen nicht Eure Themen gewesen sind.
Interessantes „Nichtkaufargument“.
Bei einer solch objektiven und vor allen effizienten Buchselektion im Voraus bleibt mir nur noch zu staunen.
Auch das ist ein Merkmal von kollabierenden Systemen, die Masse der Menschen kapieren es, wenn passiert ist.
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01.07.2010, 06:37
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Der Bargeldumlauf innerhalb der EU hat sich in den letzten 2 Jahren verdreifacht.
Nachzulesen bei einschlägigen Bekanntmachungen der EZB.
Die Druckmaschinen laufen auf Hochtouren, die Leute versuchen immer noch ihr Geld irgendwie anzulegen.
Mit dem „illegal“ in Griechenland gedruckten Geld werden einfach nur die Bankschalter liquid gehalten und wenn es heraus kommt, meinst du wirklich, dass diese Nachricht in den Medien auftaucht?
Die Handlungen der Politik sind von Angst gekennzeichnet, Angst vor sozialen Unruhen, Angst davor, dass das System kollabiert.
Natürlich kommt es nicht zum Staatsbankrott, das Erpressungspotential gegenüber der EU ist immer noch enorm.
Wenn die Staaten mit dem Rücken zur Wand stehen, werden sie sich am eigenen Volk vergreifen, dass hat die Geschichte immer wieder gezeigt.
Die vergeigte Wahl des Bundespräsidenten von gestern ist ein Baustein des Kommenden in den nächsten 10 Jahren.
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01.07.2010, 06:54
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Du schreibst, dass die Vielfältigkeit bzw. eine Bandbreite von vielen Themen in einem Verlag ein Indiz für Inkompetenz sind.
Du selbst schreibst aber auch zu verschiedenen Themen sehr viele Beiträge in der Bri, das ist dann aber etwas anderes, oder?
Ich meine, du bist kompetent?
Denkst du nicht, dass es Menschen gibt, deren angeeignetes Wissen und Urteilungsvermögen ausreichend ist, um einschätzen zu können, was schlüssig ist und was aus der Luft gegriffen ist?
Wenn das Argument, dass der KOPP Verlag auch ein Buch über UFOS druckt ein Indiz dafür sein soll, dass die anderen Bücher nichts taugen, dann ist das etwas „dünn“ von der Argumentation.
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01.07.2010, 09:07
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
JA ich bin der Meinung das die Medien die Meldung von "illegal" gedrucktem Geld veröffentlichen würden!
Angst essen Seele! Ich finde es gut, dass die Politik "endlich" mit dem Rücken zur Wand steht! In den letzten Jahrzehnten konnten die Probleme die sich durch wachsende Sozialausgaben und beschränkte Einnahmepotentiale (im Gegensatz zur linken"Lieblingstheorie" sind die Vermögenden und Gutverdienenden keine dauerhafte Zusatzeinnahmequelle - ohne den gleichzeitigen Verlust von Kapital und Arbeit) ergeben haben, stets durch wachsende Staatsschulden kompensiert werden. Diese Schulden standen aber einfach keine NETTO-Investitionen gegenüber (auch die Ausgaben für Bildung sind NICHT zusätzlich - denn wenn eine Studierter in Rente geht und ein junger Mensch sein Studium beendet - sind zwar in den letzten Jahren Bildungsausgaben angefallen - NETTO hat sich allerdings nichts geändert = keine Investition!).
Nun wird die Politik von den nackten Zahlen zum Handeln gezwungen!
Deutschland hat noch SEHR viel Luft zum sparen. Allerdings ist sparen immer unpopulär, sozial ungerecht oder schädlich für Investitionen und den Arbeitsmarkt.
Griechenland muss sich wieder zu einem Land zurückentwickeln, dass eben nur beschränkte Staatseinnahmen hat und deshalb auch nur beschränkte Staatsausgaben tätigen kann.
Man beachte übrigens die Politik der Links-Links Regierungen in Griechenland und Spanien:
-Erhöhung des Renteneintrittsalters, Senkung der Pensionen, Schwächung des Kündigungsschutzes, Senkung der Löhne, Privatisierungen, Verkauf von Land etc.
DAS sind logische, rationale Notwendigkeiten - die von JEDER Regierung in ähnlicher Lage getroffen werden wird. Bei uns gibt es allerdings noch einige theoretisch-ideologische Sozialromantiker, die davon träumen das man die Sozialausgaben weiter steigern kann und die kleine Zahl der Grossunternehmer, Gutverdiener und Vermögenden dies finanziert - ohne dass Kapital abgezogen wird, Investitionen verringert werden und kluge flexible Köpfe abwandern ...
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01.07.2010, 09:32
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Als Nachtrag: Der Euro wird ja immer gerne in seinem Verhältnis zum Dollar bewertet. Allerdings sind die USA noch grössere Schuldenmacher als die EU - die Aussagen á la "der Euro gewinnt gegenüber dem Dollar wieder an Stärke etc." ist also nur ein Vergleich zwischen Not und Elend. Heute haben wir mal mehr Not und morgen mehr Elend - wie haben wir uns als entwickelt?
Ein bessere Vergleich des "wahren" Wertes des Euros ist der Vergleich mit "harten" Währungen im langfristigen Vergleich ...
: EUR CHF Chart | wallstreet:online
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08.07.2010, 12:32Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Der Euro ist die Währung eines großen Teils der 500 Millionen EU-Bürger. Was für einen Sinn hat es ihn mit der Währung eines Kleinstaates zu vergleichen, der übrigens auch noch eine besondere Rolle im internationalen Finanzwesen spielt?
Genauso gut könnte man die Wirtschaftspolitik von Deutschland mit der von Andorra vergleichen und glauben daraus irgendwelche Schlüsse ziehen zu können.
Übrigens sind die Schweizer über die Stärke ihrer Währung - oder besser gesagt: über die Währungskursentwicklung - alles andere als glücklich. Jedenfalls versucht die Schweizer Nationalbank gegenzusteuern, so gut es geht. Dennoch müssen sich Wirtschaft und Politik auf Exportrückgänge, geringere Einnahmen aus dem Tourismus sowie auf steigende Arbeitslosenzahlen einstellen. Nicht trotz, sondern wegen ihrer Währungskursentwicklung.
Immer wieder das gleiche: Wir reden hier in diesen volkswirtschaftspolitischen und währungspolitischen Strängen von Dingen, von denen wir im Grunde genommen kaum Ahnung haben. (Ich nehme mich nicht aus und schließe Frank und Konsorten ausdrücklich ein.)
Wir plappern nach, was wir irgendwo gelesen haben oder uns "denken", erfassen immer nur höchstens Teilaspekte eines großen Bildes und geben hier mit unerschütterlicher Gewissheit wieder, was wir in unbekümmerter Ignoranz für 'Wahrheit' und 'Vernunft' einerseits bzw. für 'verbrecherischen Leichtsinn' der Politiker andererseits halten ...
.... und vergessen dabei, dass selbst Leute, die wesentlich mehr über dieses Thema wissen als wir, sich nicht einig sind.
Im übrigen entbehrt es nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik die Währungen der reichsten Länder und Regionen der Welt als einen "Vergleich zwischen Hunger und Elend" darzustellen.
.Geändert von Inaktiver User (08.07.2010 um 12:52 Uhr)
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08.07.2010, 16:36
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ja Blautanne, so kenne wir dich, was du selbst nicht kapierst können die andern schon mal gar nicht kapieren, logisch.
Das war dann deine Botschaft an alle Volkswirtschaftler, ihr kapiert es eh nicht.
Das ist es, was die Politik erreichen möchte, dass man es nicht nachvollziehen kann und es wird alles getan um die Wahrheit im Dunkeln zu lassen.
Warum wohl?
Geldpolitik ist reine Mathematik, mehr nicht. Nur die Infos muss man mühsam zusammenglauben.
Im Übrigen liefen die monetären Krisen der letzten Jahrhunderte immer mit dem gleichen Ergebnis ab, nur der Weg unterschied sich etwas, die Ursache war aber auch die gleiche.
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08.07.2010, 17:00




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