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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Wolfgang, auch wenn der Mechanismus natürlich richtig beschrieben ist, mal im Ernst: Ohne Euro und die damit verbundenen günstigen Refinanzierungskosten wäre Griechenland doch vermutlich schon längstens und noch länger pleite.
    Nein, wären sie nicht, nur hätten die Griechen nicht diesen Wohlstand und ein Bier im Urlaub würde vermutlich 0,5 Eurocent kosten und das dazu Schnitzel 2,50.
    Die Taxis wären auch nicht so neu.
    Das Wohlstandsgefälle wäre extrem groß. Die würden einfach nur den Drachmen abwerten.
    Ich denke, die werden freiwillig die Drachmen einführen, dann wird alles leichter für die Griechen.
    Drachmen können die nachdrucken, wenn die Einnahmen nicht die Ausgaben decken, Euros nicht, sie können dann keine Gehälter überweisen, dass würde fast jedes Land an den Rand des Bürgerkrieges bringen.
    Geändert von frank60 (28.04.2010 um 06:21 Uhr)

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch nicht... Der 1. Zahlungsausfall (eines Eurolandes) steht noch aus... Anfang Mai soll es soweit sein...

    Geld am Markt bekommt Griechenland nach eigenen Angaben nun nicht mehr:
    Kreditwürdigkeit: Griechenland kann kein Geld mehr aufnehmen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
    Genau am 19.Mai muss Griechenland mehrere Milliarden zurückzahlen.
    Ich schrieb schon, dass Problem in Griechenland ist vermutlich grösser, als wir wissen. Ich bin davon überzeugt, dass die schon ihre laufenden Verpflichtungen im eigenen Land nicht mehr zahlen können und das ist das eigentliche Problem.
    Die Gläubiger an der Börse kommen nicht nach Griechenland und zünden das Parlament an, die Rentner und Pensionäre vor Ort schon eher

  3. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Die Griechen selber werden wohl alleine nichts mehr in den Griff bekommen; sie haben auch noch nie was im Griff gehabt außer Ihre Zahlen zu manipulieren. Ohne manipulierte Zahlen hätten die nie den Euro bekommen und wir hätten ein Problem weniger.
    Jack, finden Sie nicht erstaunlich, daß "man" auf einmal wach wird und den "jahrzehntelangen Betrug" nun ganz präzise verortet? Entweder waren da einige seit Langem inkompetent oder spielten die drei Affen. Was "Manipulation, Bilanzfälschung und Betrug" angeht, naja. Da tat sich Griechenland eigentlich bisher nicht sonderlich hervor - erstaunlich auch hier, daß umso lauter und im Brustton der Überzeugung "haltet diesen Dieb!" gerufen wird. Naja, wer nicht clever* genug ist, ist nunmal der dumme August.

    Aus diesem Grunde hält sich mein Mitleid mit den Griechen auch sehr in Grenzen!
    Ich halte es für bedenklich, dieses: "Was passiert eigentlich, wenn wir an diesem Hebel ziehen?". Wir sollten uns genau ansehen, was sich in Griechenland, Portugal etc abspielen wird. Es kann nie schaden, vorbereitet zu sein - damit meine ich nicht, virtuelles Edelmetall zu kaufen.

    Zitat Zitat von frank60
    Das die Aktien der DB einbrechen hat andere Ursachen, der Kurs wurde bereits seit über Monaten nach oben getrieben und somit das gute Quartalsergebnis „eingepreist“.
    Wovon getrieben? Florierender Konjunktur, allgemein guten Aussichten wie z.b. den Pleiten?

    Nein, wären sie nicht, nur hätten die Griechen nicht diesen Wohlstand und ein Bier im Urlaub würde vermutlich 0,5 Eurocent kosten und das dazu Schnitzel 2,50. Die Taxis wären auch nicht so neu.
    Da exportiert man denen Taxen und anderen Wohlstand hin und dann ist es auch wieder nicht recht. Warten wir ab was passiert, wenn der ohnehin schwache EU-Markt zur Gänze absäuft. Wie uns die Kanzlerette das wohl erklären wird? Es wird "Forderungen" und "Programme" hageln, die unsere Wettbewerbsfähigkeit noch weiter steigern - damit wir besser und mehr exportieren können. Die Frage ist: Wohin?

    Hierzu darf ich Ihnen die Zeilen/ einige Beiträge aus einem anderen Forum nahelegen. Den ich zitiere, bringt es recht gut auf den Punkt.
    SPIEGEL ONLINE Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Europa - können Deutschlands Steuerzahler die Griechen retten?
    http://forum.spiegel.de/showpost.php...postcount=2316 und
    http://forum.spiegel.de/showpost.php...postcount=2317

    *habe bewußt das angelsächsische Wort gewählt
    Geändert von Inaktiver User (28.04.2010 um 08:40 Uhr) Grund: Links falsch kopiert

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da exportiert man denen Taxen und anderen Wohlstand hin und dann ist es auch wieder nicht recht. Warten wir ab was passiert, wenn der ohnehin schwache EU-Markt zur Gänze absäuft. Wie uns die Kanzlerette das wohl erklären wird? Es wird "Forderungen" und "Programme" hageln, die unsere Wettbewerbsfähigkeit noch weiter steigern - damit wir besser und mehr exportieren können. Die Frage ist: Wohin?
    Genau das ist der Punkt:
    Kürzlich hörte ich ein Kommentar zu Griechenland im Fernsehen (frag mich nicht, ich weiß nicht mehr wo genau und von wem). Da wurde echt behauptet, dass wir Deutschen Griechenland retten müssten, weil wir sonst unsere zukünftigen Exporte nach Griechenland einschränken müssten. Und ganz genau das ist es: Griechenland würde nur helfen, wenn es mehr exportiert als importiert (Tourismus mal als Export betrachtet). Und wir Deutschen sind immer noch so doof und blind, und sehen nur unsere Exportüberschüsse, die zu retten seien.
    Ehrlich gesagt, ich bin ganz bestimmt kein Pessimist, aber wenn ich das sehe, was sich da in Europa zusammenbraut, und wenn ich dann zwei und zwei zusammenzähle, kommt bei mir das Grauen hoch. Der Euro wird den europäischen Gedanken ad Absurdum führen. Wir werden den Politikern, die den Euro damals gegen die Warnungen fast aller Wirtschaftswissenschaftler durchboxten, die Pest an den Hals wünschen. Und wenn ich an die Euro-Euphorie mancher damaligen Bürger in Deutschland denke, bleibt mir nur noch Zweifel an zukünftigen politischen Entscheidungen.
    Ich bin, also denke ich

  5. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, ich bin ganz bestimmt kein Pessimist, aber wenn ich das sehe, was sich da in Europa zusammenbraut, und wenn ich dann zwei und zwei zusammenzähle, kommt bei mir das Grauen hoch.
    Ja nun - da wird dann jacks "kein Mitleid" plötzlich gar nicht mehr so weit weg sein - aber okay, das St. Floriansprinzip kommt nie aus der Mode. "Der Amtmann gibt bekannt, daß sich im Württembergischen ein toller Hund herumtreibet. Es wird verfüget, man soll ihn in`s Badische hinüberjagen"

    Die Krone des Ganzen ist, daß in NRW wegen des "hart bleibens in der Griechengretchenfrage" erneut dieser Politdilettantenstadel gewählt werden wird. Ich vermute fast, Merkel ist kommunistische Doppelagentin oder sowas harhar.

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Und wenn ich an die Euro-Euphorie mancher damaligen Bürger in Deutschland denke, bleibt mir nur noch Zweifel an zukünftigen politischen Entscheidungen.
    Da hättest Du mal vor ein paar Jahren die Schönfärberei in diesem Forum lesen müssen

    Von einer Supermacht Europa, die die USA in die Knie zwingt und wirtschaftlich stärkster Raum weltweit wird, wurde fabuliert. Ach ja, und der Euro als neue Leitwährung, der den Dollar verdrängt - Pipi Langstrumpf hätte das nicht besser gekonnt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hättest Du mal vor ein paar Jahren die Schönfärberei in diesem Forum lesen müssen

    Von einer Supermacht Europa, die die USA in die Knie zwingt und wirtschaftlich stärkster Raum weltweit wird, wurde fabuliert. Ach ja, und der Euro als neue Leitwährung, der den Dollar verdrängt - Pipi Langstrumpf hätte das nicht besser gekonnt
    Die USA zwingen sich schon selbst in die Knie. Die neuen Weltmächte kommen aus Asien.

    Und wer sich von den Griechen so verarschen lässt wie wir, der ist eigentlich selbst schuld. Und wir türmen ja auch immer höhere Schuldenberge auf.

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Griechenland würde ...helfen, wenn es mehr exportiert als importiert (Tourismus mal als Export betrachtet). Und wir Deutschen sind immer noch so doof und blind, und sehen nur unsere Exportüberschüsse, die zu retten seien.
    Also denn, lasst uns den griechischen Export nach Griechenland bringen: fahren wir hin! ich dachte schon spontan dran und werde es wohl tun, und so mehr als den "Durchschnitts-Hunderter" beisteuern. Und auch nicht nur für geliehen, nein als Soli will ich den dort lassen. Am besten geht das mitm Auto,weil man da tanken und Mineralölsteuer direkt an Staat zahlen kann. Zum Glück hab ich einen großen alten Schluckspecht zur Verfügung... rußfrei versteht sich

    der deutsche Michel ist nicht nur oft der Depp, er gefällt sich auch noch in der Rolle,und nennt sich dabei liebstens "deutscher Steuerzahler" . Psychologie ist alles.

    Klickt ruhig!

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von einer Supermacht Europa, die die USA in die Knie zwingt und wirtschaftlich stärkster Raum weltweit wird, wurde fabuliert. Ach ja, und der Euro als neue Leitwährung, der den Dollar verdrängt - Pipi Langstrumpf hätte das nicht besser gekonnt
    Die USA stecken so in der Krise wie Greece. Weltmeister im Rüstungsetat und in Cyberwelt.
    Mit hoffentlich in Zukunft friedlicherem Untergangsszenario einer Weltmacht.

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hättest Du mal vor ein paar Jahren die Schönfärberei in diesem Forum lesen müssen
    Die Schönfärberei war damals Programm. Es war nichts anderes vorgesehen.
    Als Antwort auf einen Leserbrief an unsere Tageszeitung, in dem ich gegen den Euro schrieb, kam ein Telefonanruf des verantwortlichen Redakteurs, dass man meinen Leserbrief nicht veröffentlichen würde, da man nicht noch zusätzliches Öl ins Feuer der Euro-Gegner schütten wollte.

    Damals waren doch mehr als 50 Prozent der Deutschen gegen den Euro. Die öffentliche Meinung pro Euro wurde doch gemacht.

    Und auch in Ländern wie Portugal und Irland und anderen Ländern war der überwiegende Teil der Bevölkerung gegen den Euro. Da konnte man doch in deutschen Gazetten von antieuropäischen Stimmungen in diesen Ländern lesen. Und das nur, weil der größte Teil der Bevölkerung diese Mist-Währung nicht haben wollte.

    Die Schönfärberei, von der du redest, wurde uns Europäern von der Politik immer und immer wieder vorgekaut, bis es politisch machbar war.
    Ich bin, also denke ich

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