Frank, ich glaube, das ist auch der Grund, warum die Niederlande und Deutschland (Merkel, Schäuble) sich mit der Scheckausstellung für Griechenland gerade so sträuben. Sie erwarten, dass in den nächsten Wochen Portugal kippt. Und wenn dann noch nicht die Milliarden nach Griechenland überwiesen sind, wird auch nichts mehr überwiesen. Dann wird ein komplett neues System entstehen, nachdem einige europäische Länder bankrott sind. Und so viel Geld hat Deutschland und die Niederlande nicht, neben Griechenland auch noch Spanien, Portugal und Irland zu retten.
nebenbei: einer der größten Nutznießer einer Griechenland-Rettung ist Herr Ackemann. Er und die Aktionöre der DT Bank würden wieder einmal mit einer Krise ein Riesengeschäft machen: Daher hört man ihn immer betonen, wie wichtig die Rettung Griechenlands sei.
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/fi...0/509609/text/
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27.04.2010, 14:10
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Geändert von Wolfgang60 (27.04.2010 um 14:16 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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27.04.2010, 14:21
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ich glaube ja, dass erst ein Umdenken stattfinden wird, wenn man es mal zu einem richtig großen Crash kommen lässt.
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27.04.2010, 14:29
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Stimmt, der DB Kurs bricht trotz der guten Zahlen ein, der Markt hat eben immer recht und die Allianz dümpelt so vor sich hin, die dürften auch paar Schrammen abbekommen.
Aber wie schon ausgeführt, neue Währungen kommen über Nacht ohne Ankündigung, da ist der Schalter dicht, basta.
Erinnerst du dich an letztes Jahr, da hatte jemand schnellstens Gelddruckmaschinen bestellt.
Vielleicht bleibt der Euro und wir führen für uns eine fiktive Verrechnungswährung ein, die mit echten Werten hinterlegt wird.
Der Ostblock hatte damals den „Goldrubel“, war eine reine Verrechnungseinheit und wurde innerhalb des Ostblocks mit Dollar und D-Mark verrechnet.
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27.04.2010, 14:39
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
man könnte natürlich auch noch schnell Euros für Griechenland drucken und selber etwas später die DM wieder einführen
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27.04.2010, 14:44
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Staatspleite-Szenario: Wie Berlin die Griechen-Krise verschärfte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Wie man so viel Betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Stuss in einer Seite verpacken kann bleibt mir schleierhaft.
Da erzählt jemand allen Ernstes, wenn alle dem Schuldner, dessen Schulden seit Jahrzehnten unaufhörlich steigen ohne dass dafür Werte geschaffen werden oder entgegenstehen zur Seite steht, dann nehmen seine Schulden irgendwie ab.
Klar, wenn die Zinsen niedrig geblieben wären, dann hätte Griechenland sich selbst am Schopf aus dem Sumpf gezogen. Die Zinsen waren lange genug niedrig und was haben die Helen gemacht, noch mehr Schulden aufgenommen, war ja billig.
Wie hirnverbrannt kann man eigentlich sein?
Für die Portugiesen wird es demnächst auch eng.
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27.04.2010, 15:01
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ich dachte so ähnlich, als ich das gelesen hatte.
Und dann noch die Krönung: Die Griechenland-Lügen zum Euro-Eintritt beschönigte er als "Rechenfehler" und dann gab er auch noch den Rating-Agenturen die Schuld an der Griechen-misere. Na ja, sein Beitrag wurde ja auch als "Gastkommentar" vermerkt.Ich bin, also denke ich
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27.04.2010, 16:11
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Griechenland dürfte sich in den nächsten Tagen erledigen. Die sind bei 15% für zweijährige Anleihen, herzlichen Glückwunsch.
Die CDS ziehen massiv an. Die Sorgen über die Rückzahlung vom 19. Mai sind die Griechen los. Sie werden wohl nirgends mehr Geld bekommen und wenn Deutschland einem so schlechten Schuldner Geld gibt, dann ist der Tatbestand der Untreue erfüllt.
Der IWF prüft seit Tagen die Zahlen der Griechen direkt vor Ort mit Spezialisten und es kommt kein Kommentar oder nur irgendwer ein Wort, welches die Märkte beruhigen könnte, das lässt Schlimmeres erahnen.
Bei den portugiesischen Anleihen ziehen die Versicherungsprämien ebenso massiv an und wenn dann der letzte Trottel unter Zuhilfenahme der Mathematik erfasst hat, dass 30% der EU Bürger nicht den restlichen 70% Wohlstand ohne Grenzen erarbeiten können, dann ist der Tag gekommen, an den die schlimmsten Alpträume der Bankrotteure wahr werden, sie werden wieder ihre alten Währungen ausgeben, denn das müssen sie, nachdem sie keine Gehälter, Pensionen in Euro auszahlen können.
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27.04.2010, 16:18
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
O la la. Schulden sind doch nicht an und für sich problematisch, sondern im Verhältnis zum Einkommen. Die Griechen sind nicht und waren noch nie wettbewerbsfähig - und so glaubt niemand, dass sie es in bälde mal sein werden, das ist doch das Problem. GB geniesst aufgrund anderer Vergangenheit viel mehr Vertrauen als die Griechen, USA noch viel mehr. Das ist doch kein Wunder, auch wenn man nicht die Hand dafür ins Feuer legen möächte, dass diese Annahmen btrf. UK oder USA gerechtfertigt sind.
Immer öfter lässt sich Wirtschaftsteil und Feuilleton nicht mehr unterschieden.
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27.04.2010, 17:08
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Dennoch stört es mich ganz gewaltig, wenn jetzt jedermann sich darauf einschießt, Griechen sind faul, leben zu gut, deshalb raus mit ihnen. Unser Schuldenberg (öffentliche Hände) ist schon einmal riesig, er wächst um 4.439 Euro pro Sekunde, dennoch sind Kommunen inzwischen nahezu pleite, die öffentlichen Gebäude und Strassen marode, das Angebot an Sport und Kultur wird zusammen gestrichen, bis es nicht mehr da ist.
Und die USA?
sie sind mit 1 Billion Dollar allein bei den Chinesen verschuldet ( wobei hier eine Billion auch unsere Definition von Billionen sind, nämlich eine 1 mit 12 Nullen, also 1000 Milliarden, während nach amerikanischer Rechnung eine US-Billion nur 1 Milliarde ist), weitere 1,7 Billionen Dollar werden von anderen ausländischen Banken gehalten.
Wie lange wird das Vertrauen noch anhalten? Wenn die Chinesen den Deckel bezahlt haben wollen, dürften gigantische Mengen an Waren fällig sein, Fort Knox reicht schon lange nicht mehr.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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27.04.2010, 17:19
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Opelius, diejenigen über die du dich beschwerst haben etwas zu verkaufen, die Griechen hingegen nicht.
Die Gewerkschaften haben mal eben den öffentlichen Nahverkehr für 6 Stunden lahm gelegt, weil sie einfach nicht hinnehmen, dass sie erst mit 63 anstatt mit 61 in Rente gehen sollen.
Das ist ein Grund, warum deren Ausgaben höher sind, als die Einnahmen.
Nimm zur Kenntnis, das Spiel ist zu Ende und wir können froh sein, dass die Merkel das durchgestanden hat.
Stell dir vor, die hätten schon unserer 8 Milliarden und am 19. Mai stellen die Griechen fest, dass die schon für laufende Kosten drauf gegangen sind und sie brauchen Nachschlag.



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