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  1. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Netter Artikel. Und wie meistens bei solchen Rundum-Erklärungen ist für jeden was dabei; der Rest wird bei Bedarf ausgeblendet.
    Hinzu kommt, dass eine Redaktion wie die FTD für gewöhnlich zu jedem brisanten Thema mehrere Sichtweisen präsentiert, die sich diametral widersprechen.

    Übrigens sehr interessant war in der gestrigen Anne-Will-Sendung die Stellungnahme von Professor Enderlein, der sich mit Staatspleiten beschäftigt hat. (Video der Sendung im Internet).
    .

  2. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Doch es geht ganz einfach.

    Die Griechen bekommen ab sofort und ohne Ankündigung NUR noch Drachmen als Gehalt, Lohn, Rente und Pension überwiesen.
    Ohne Ankündigung?
    Soll eine so weit reichende Entscheidung, in die alle, aber auch wirklich alle 27 EU-Länder in irgend einer Form involviert sind, per order mufti wie in einer Diktatur *rrrumps* auf ein Land niederknallen, ohne dass das Parlament mitredet, ohne dass man weiß, ja sogar ohne dass man auch nur ahnt?
    Wie stellst du dir das praktisch vor? Das ist doch völlig unmöglich.

    Und wie ist das bei Importen/Exporten? - Welche Währung: Drachmen oder Euro?
    Wer ist bereit den Griechen Waren gegen Drachmen zu liefern? In einer Welt, in der Großprojekte in Dollar oder gegebenenfalls Euro abgewickelt werden, kommen Drachmen, Kronen u.ä. nicht vor.


    Die Banken dürfen NUR noch Drachmen ausgeben, Euro ist Tabu.
    Kurs 1:1.
    Steuern, Strom, Wasser, Mühlabfuhr dürfen nur noch in Drachmen beglichen werden.
    Kurs 1:1 ? - Warum nicht. Das hat schon in der Ex-DDR hervorragend geklappt.
    Bevor diese Entscheidung in Kraft ist, hole ich als Grieche aber noch schnell mein gesamtes Bankguthaben in Euro von der Bank. Ich wiederhole: mein gesamtes Bankguthaben. In Euro. Bevor es nur noch Drachmen gibt.

    ... Laut Professor Enderlein (gestrige Sendung Anne Will) würde das griechische Bankensystem innerhalb von Stunden zusammenbrechen ...


    Am Anfang wird keiner die Drachmen nehmen, aber spätestens am 3. oder 4. Tag wird auf den Märkten der Drachmen normale Währung.
    Sehr geehrter Herr Frank60, Ihre Lieferung an xyz-Waren, Kaufpreis gemäß Kaufvertrag 4711.000 Euro, werden wir gemäß griechischen Währungsgesetzes §§ in Drachmen begleichen. Mit vorzüglicher Hochachtung.
    .. Und schon bist auch du pleite ..
    Falls du es aber verkraftest, dann wird der nächste Auftrag in welcher Währung und zu welchem Kurs abgewickelt?


    Die Euroländer übernehmen vorübergehend die bestehenden Schulden in Euro von Griechenland. Das kostet uns „nur“ die Zinsen.
    Griechische Schulden, zurückzuzahlen in der - im Verhältnis zur Drachme - aufgewerteten Euro-Währung, und schon sitzt Griechenland noch weit tiefer in der Tinte als jetzt. Das kostet uns dann nicht nur die Zinsen, wie du dir vorstellst, sondern die 30-50% des geliehenen Kapitals, auf die die Gläubiger des Pleitestaates verzichten müssen.
    Griechische Schulden rückzahlbar in Drachmen - und wir zahlen die Zeche.
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2010 um 10:56 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Es gibt immer ein ABER und vor allen „es geht nicht“, ja da sind alle ganz groß.

    Machen wir uns nichts vor, mit weiteren Euros nach Athen verzögern wir nur die Problemlösung oder wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir Griechenland DAUERHAFT als Transferempfänger akzeptieren, die Höhe der Transferleistungen bemisst sich dann am Erpressungspotential mit weltweit begangenen Bonds.

    Natürlich holen die ihre Euros von der Bank und schaden dem eigenen Land damit, natürlich müssen die Banken schließen, wenn sie keine Euros mehr haben.

    Wenn die Griechen etwas bei mir kaufen wollen, dann in Euro und haben sie diese Euro nicht, müssen sie sich dort nach den Waren umsehen, wo sie ihre Drachmen los bekommen, nämlich im eigenen Land, das wird ja genau damit bezweckt, damit sinkt der Import und es werden einheimische Waren gekauft, ein positiver Effekt.

    Was meinst du, welche Zeche wir im Moment und in Zukunft zahlen werden?

    Die benötigen das jetzige Geld bereits zum begleichen der laufenden Zahlungen, Neuverschuldung nennt man das wohl.
    Um Altschulden abzulösen werden die noch mal betteln kommen.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Ergebnisse der Überprüfung der tatsächlichen Schuldenorgie Griechenlands durch den IWF in den vergangenen Tagen streng geheim bleibt, andernfalls dürften Unruhen in Europa die Folge ein.

    Die Griechen haben weltweit 300 Milliarden Schulden, die einmalig zu übernehmen ist preiswerter, als jedes Jahr 100 Milliarden zu überweisen ohne zu wissen, wann damit Schluss ist.

  4. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Die zögerliche Haltung von Frau Merkel dürfte ihr in die Hände spielen und die CDU am Ende als Sieger da stehen lassen.
    Ob das bewusst oder unbewusst geschieht sei dahingestellt.

    Fakt ist, die griechischen Gewerkschaften verweigern sich dem Sparkurs des IWF, damit gibt es KEIN Geld vom IWF.
    Die griechischen Anleihen brachen gestern auf -20% seit der Ausgabe im Februar ein.
    Gestern begannen die portugiesischen Anleihen ebenfalls einzubrechen.
    Es ist eine Frage der Zeit, bis der letzte Idiot begreift, dass wir nicht Griechenland, Portugal, Irland und Spanien gleichzeitig retten können.
    Das zögerliche Taktieren der Kanzlerin bewahrt die EU vielleicht vor ihrem größten Fehler, nämlich Transferzahlungen zu machen.
    Wenn jetzt die portugiesischen Anleihen in die Knie gehen dürften die spanischen Anleihen direkt folgen und dann wird, aufgrund der Größenordnung, kein Spekulant mehr an eine Rettung glauben und komplett Short mit den Anleihen der Bankrotteure gehen.
    Wir haben doch gelernt, der Markt hat immer recht.
    Zumindest würde ich mich nicht gegen den Markt stemmen wollen oder dagegen wetten.

  5. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ohne Ankündigung?
    Soll eine so weit reichende Entscheidung, in die alle, aber auch wirklich alle 27 EU-Länder in irgend einer Form involviert sind, per order mufti wie in einer Diktatur *rrrumps* auf ein Land niederknallen, ohne dass das Parlament mitredet, ohne dass man weiß, ja sogar ohne dass man auch nur ahnt?
    Wie stellst du dir das praktisch vor? Das ist doch völlig unmöglich.

    Und wie ist das bei Importen/Exporten? - Welche Währung: Drachmen oder Euro?
    Wer ist bereit den Griechen Waren gegen Drachmen zu liefern? In einer Welt, in der Großprojekte in Dollar oder gegebenenfalls Euro abgewickelt werden, kommen Drachmen, Kronen u.ä. nicht vor.


    Kurs 1:1 ? - Warum nicht. Das hat schon in der Ex-DDR hervorragend geklappt.
    Bevor diese Entscheidung in Kraft ist, hole ich als Grieche aber noch schnell mein gesamtes Bankguthaben in Euro von der Bank. Ich wiederhole: mein gesamtes Bankguthaben. In Euro. Bevor es nur noch Drachmen gibt.

    ... Laut Professor Enderlein (gestrige Sendung Anne Will) würde das griechische Bankensystem innerhalb von Stunden zusammenbrechen ...



    Sehr geehrter Herr Frank60, Ihre Lieferung an xyz-Waren, Kaufpreis gemäß Kaufvertrag 4711.000 Euro, werden wir gemäß griechischen Währungsgesetzes §§ in Drachmen begleichen. Mit vorzüglicher Hochachtung.
    .. Und schon bist auch du pleite ..
    Falls du es aber verkraftest, dann wird der nächste Auftrag in welcher Währung und zu welchem Kurs abgewickelt?



    Griechische Schulden, zurückzuzahlen in der - im Verhältnis zur Drachme - aufgewerteten Euro-Währung, und schon sitzt Griechenland noch weit tiefer in der Tinte als jetzt. Das kostet uns dann nicht nur die Zinsen, wie du dir vorstellst, sondern die 30-50% des geliehenen Kapitals, auf die die Gläubiger des Pleitestaates verzichten müssen.
    Griechische Schulden rückzahlbar in Drachmen - und wir zahlen die Zeche.
    Ist recht interessant, wie die Augenwischerei so funktioniert.
    Die Hauptgläubiger der Griechen sind Banken die im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht wurden. Die Hauptgläubiger der Griechen sind also identisch mit denen, die jetzt die „Rettungspakete“ finanzieren.
    Die werfen dem schlechten Geld gutes Geld hinterher.
    Was passiert denn, wenn die Griechen die am 19.05. fälligen 9 Milliarden nicht zahlen könnten und die jeweiligen EU Staaten übernehmen die damit ausgefallen Anleihen/Kredite von ihren Instituten.
    Klar, das Geld ist einmalig weg und dann ist aber Schluss, Ende mit Schrecken.
    Die Griechen würden aber kein neues Geld bekommen, warum auch, sie versprechen doch zu sparen, machen wir doch mal die Nagelprobe. Spätestens an diesem Punkt werden wir begreifen, wie erst oder unernst es die Griechen meinen.
    Die Diskussion über IWF und EU Hilfen wird sich in den nächsten Tagen sowieso erübrigen, spätestens, wenn Weitere notleidend werden und der Bonität dieser Staaten in die Knie geht, dann sprechen wir nicht von 30 Milliarden und bisschen sparen sondern 500 Milliarden schnellstens und mehr.
    Dann wird der Austritt dieser Länder für den Euro überlebensnotwendig sein und nicht deren Fortbestand in der Eurozone.
    Politische Börsen waren und sind kurze Börsen, insofern hat die gestrige Rede von Frau Merkel die Märkte für 2 – 3 Stunden beruhigt, dann ging die Talfahrt weiter.

  6. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Hier einmal eine Stellungnahme, die die Eurokrise ganz anders sieht:
    Die griechische Staatsverschuldung wird in den Medien aufgebauscht, als drohe mit ihr der Untergang des Euros und des Abendlands. Im Vergleich zu den je rund 1850 Milliarden Staatsschulden der Deutschen und Italiener oder zu den knapp 8000 Milliarden Staatsschulden der gesamten EURO-Zone nehmen sich die 300 Milliarden der Griechen allerdings relativ bescheiden aus.

    Pro Kopf gerechnet ist der italienische Staat höher verschuldet als Griechenland. Die Schuldenstandsquote Griechenlands, Belgiens und Italiens betrug übrigens seit ca. 20 Jahren immer schon zwischen 100 und 120 Prozent des BIP und lag damit weit, weit über der angestrebten EU-Maximalmarke von 65 Prozent, ohne dass sich darüber irgendjemand derart exzessiv aufgeregt hätte wie jetzt. Die Japaner leben seit Anfang der Neunzigerjahre mit einer Schuldenstandsquote von im Schnitt 150 Prozent, ohne dass das Inselreich untergegangen oder verelendet wäre.

    Woher also die Hysterie?

    Vielleicht weil die Griechen es gewagt haben, eine sozialistische Regierung ins Amt zu wählen? Das wäre noch verzeihlich gewesen, wenn die neue Regierung so „sozial“ gehandelt hätte wie Tony Blair oder Gerhard Schröder. Hätte die griechische Regierung auf die Karte Staatsabbau, Steuer- und Lohndumping gesetzt, hätten die tonangebenden Medien und Wirtschaftskreise in der EU wohl kaum so lauthals Klagelieder angestimmt, wie sie es jetzt tun.
    Die neue griechische Regierung hatte jedoch gewagt, Wirtschaft und Beschäftigung über den öffentlichen Sektor anzukurbeln und dies auch noch als ihre Devise laut zu proklamieren – und das ist eine Todsünde in den Augen der neoliberalen Wächter in der EU, allen voran der Merkel-Regierung.

    Zwar hatten die Briten, Franzosen und Deutschen die Krise auch über Unsummen an Staatsgeldern vorerst abgefangen, doch landeten die Milliarden zumeist bei den Banken. Vor allem aber geschah die Staatsintervention mehr im geheimen, als Notmaßnahme, verschämt. Dass hier der Staat den Müll ungehemmter Spekulation und Privatisierung entsorgte, wurde nicht an die große Glocke gehängt.

    Zudem gilt in der EU anscheinend das Sprichwort: „Quod licet Iovi non licet bovi“ („Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt“). Und göttlich sind eben die konservativ-neoliberalen Regierungen, Ochsen hingegen sind die sozialistischen, vor allem dann, wenn sie offen Keynesianischen Rezepten folgen, Massenkaufkraft und Binnennachfrage der kleinen Leute stärken.

    Hinzu kommt: Das Anprangern der griechischen Staatsverschuldung lenkt vom wirklich brandgefährlichen Problem der EU ab. Von der Privatverschuldung. Die beträgt in Irland, Spanien, Großbritannien ein Vielfaches der Staatsverschuldung dort.
    In Deutschland liegt die private Verschuldung bei rund zehn Prozent des BIP, in Griechenland bei ca. 30 Prozent. In Großbritannien hingegen lag bis vor kurzem die Verschuldung der privaten Haushalte bei nahezu 180 Prozent des BIP, die Staatsverschuldung bei 60 Prozent; die privaten Schulden waren also drei mal so hoch wie die des Staates.
    In absoluten Zahlen gemessen, sehen die Dinge noch dramatischer aus.

    Zu den rund 1850 Milliarden Staatsverschuldung kommen in Deutschland circa 300 Milliarden Euro privater Schulden. Gesamtschuldenstand 2150 Milliarden. In Griechenland betragen die Staatsschulden rund 300 Milliarden Euro, die privaten rund 75 Milliarden. Gesamtschuldenstand: 375 Milliarden Euro.
    Auf ungefähr 4750 (!) Milliarden Euro beläuft sich jedoch aktuell der Gesamtschuldenstand Großbritanniens. Davon sind ungefähr 1250 Milliarden Staatsschulden und 3500 Milliarden Euro private Schulden.

    (vergleiche DIE ZEIT Januar 2009 //www.zeit.de/online/2009/05/grossbritannien-bankrott-iwf-siland; Wall Street Journal 2010)

    Rechnet man Privat- und Staatsverschuldung zusammen, dann ist jeder Brite doppelt so hoch verschuldet wie jeder Grieche und rund zehnmal so hoch wie der Durchschnittsdeutsche.
    Hauptgläubiger der Briten sind übrigens die deutschen Banken. Deutsche Außenstände in der Größenordnung von 700 Milliarden Dollar schlummern im Lande der Queen. So die Zahlen der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) vom Juni 2008. Käme auch nur die Hälfte der Forderungen unter die Räder oder in Verdacht, wäre der nächste Finanzkollaps vorprogrammiert. Kein Wunder also, dass die Medien zur englischen Misere schweigen, die griechische aber dramatisieren.
    Quelle
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    In der Tat, die konträren Artikel, Meinungen und Rundumschläge sind nicht zu übersehen.
    Egal, welche Meinung man zu dieser Sache vertritt, an der Mathematik kommt KEINER vorbei.

    Der Vergleich der einzelnen Länder anhand einer pro Kopf Verschuldung ist der Gipfel der Volksverblödung.

    Nur weil der Unternehmer 1 Mio. Euro Schulden hat, kann der H4 Empfänger, der im Grunde schon mit wenigen Tausend Euro Schulden hoffnungslos überfordert ist, jetzt vom Unternehmer einen Ausgleich der Schulden zu seinen Gunsten fordern, weil es nach „pro Kopf“ geht.

    Griechenland-Krise: Endspiel für den Euro - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Dieser Beitrag trifft den Kern.
    Im Grunde kann es nur 3 Mitglieder geben, die Grund haben sich zu sträuben, der Rest lebt schon länger auf deren Kosten.
    Die Mehrheit versucht eine Minderheit auszuplündern.
    Wer tatsächlich erwartet, dass das Arbeitsergebnis einer Minderheit dauerhaft gleichmäßig auf alle Mitglieder einer Zone aufgeteilt wird, der lebt nicht auf unseren Stern.
    Die Eurozone wird zerbrechen, wir haben das zu lange ausgesessen.
    Die Portugiesen streiken schon jetzt, obligatorisch, dabei sind die noch nicht zahlungsunfähig, wobei auch dort im Mai ein paar Milliarden fällig werden.

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Upps, ne griechische Anleihe mit Fälligkeit 2015 bringst es heute gegen Mittag schon mal auf -4%, 79,20 / 100.
    -21% hat was.
    Da können die Politiker noch so viel Zeugs von Solidarität erzählen, bei Geld hört die Freundschaft eben auf.

    Der Spread ist beachtlich, die Euroländer, die im Besitz dieser Anleihen sind, scheinen die Füße still zu halten, deshalb der dünne Handel.
    Am Ende hat der Markt recht, egal was die Politiker gern wollen oder sich wünschen.

  9. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Griechenland WIRD, egal welchen Weg sie gehen oder besser gesagt gehen müssen, ein ärmeres Land werden. Dies ist primär nicht die Schuld von Banken, der EU oder der Wirtschaftskrise - sondern die logische Entwicklung wenn DAUERHAFT mehr staatliche Wohltaten verteilt - als Steuern erwirtschaftet werden.

    KEIN STAAT der Welt kann es sich leisten in den Staatsbankrott zu gehen! Mit diesem Land kann dann NIEMAND mehr verlässliche Geschäfte tätigen - er wird dauerhaft unseriös.

    WARUM regen sich alle über den Vorschlag "Griechen verkauft eure Inseln" auf?

    Das Land Deutschland verkauft seit 20 Jahren JEDE Woche Grundstücke! Da kann man komplette ehemalige Kasernenanlagen, Wälder und Äcker, Häuser und Baugrundstücke kaufen!

    Auch verstehe ich nicht, daß "mal wieder" die Banken eine Mitschuld tragen sollen. JEDER Privatbürger kann eine Griechenland-Anleihe kaufen. Die Rendite liegt derzeit bei ca. 10 %/Jahr. Übrigens kann Griechenland der gehandelte Kurs, aus dem sich die Rendite errechnet, ziemlich egal sein. Griechenland bekommt das Geld für die Anleihe xyz am Tag der Emission ausgezahlt - die Kurse die sich durch weitere Käufe/Verkäufe ergeben- sind NUR für neue Schulden massgebend.

    Auch stimmt die beliebte These nicht, daß nun vermehrt mit Griechischen Anleihen spekuliert wird - auch zum Spekulieren muss man kaufen, Nachfrage erzeugen und einen Käufer finden - offensichtlich gibt es aber bei fallenden Kursen MEHR VERKÄUFER ALS KÄUFER.

    Natürlich gibt es Sicherungspapiere auch für Anleihen, aber diese sind nicht die Ursache sondern die Auswirkung. WENN im Gebiet A im Jahr 2008 von 1000 Autos 5 geklaut werden, dann beträgt zBsp. der Kfz.-Versicherungsaufschlag 0,5 % vom Marktwert. Werden nun im Jahr 2009 10 Autos geklaut, dann verdoppelt sich der rechnerische Versicherungsaufschlag. Welchen festen Aufschlag soll die Versicherung nun für Neuverträge im Jahr 2010 annehmen??? Ist nun die Verdoppelung dieses Aufschlages im Jahr 2009 und eine weitere Erhöhung (ohne konkrete Zahlen) für 2010 schuld an den zunehmenden Diebstählen?

    WENN nun ein Herr Steinmeier ernsthaft fordert die Banken, die Griechische Anleihen halten, mit an den Kosten zu beteiligen, DANN fordert er entweder die Banken dazu auf ihre derzeit noch gehaltenen Anleihen schnell zu verkaufen oder er fordert den Staatsbankrott da Griechenland einen Teil der Gläubiger nicht bedienen kann!

    Aber wie leicht kann man doch aus der Opposition populären, plakativen Blödsinn daherreden. DIE BANKEN SIND SCHULD, SCHWARZ/GELB WIRD SIE NICHT AN DEN KOSTEN BETEILIGEN - SKANDAL!

    Dem griechischen Volk muss man mM nach die Hauptschuld der Krise zusprechen. Wer langfristig immer die Partei wählt die ihm kurzfristig mehr Geld und weniger Gegenleistung verspricht - ist eben MITSCHULD - sei es aus Gier, Kurzsichtigkeit oder Dummheit in allen Variationen.

    Übrigens ist das kein griechisches Phenomen: Gestern abend hat die SPD-Kandidatin für NRW mal wieder Milliarden an Wahlgeschenken versprochen und als Gegenfinanzierungsbasis irgendwas von Einsparung bei Veranstaltungen des Landes in niedriger Millionenhöhe gefaselt...

  10. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Nadine2 Beitrag anzeigen
    JEDER Privatbürger kann eine Griechenland-Anleihe kaufen. Die Rendite liegt derzeit bei ca. 10 %/Jahr. Übrigens kann Griechenland der gehandelte Kurs, aus dem sich die Rendite errechnet, ziemlich egal sein.
    Aktuell 14%, richtiges Schnäppchen. Beherzt zugreifen………..

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