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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Blautanne, glaub mir, wir werden die Griechen nicht ändern können.

    "Griechen wollen ihr Land 48 Stunden lahm legen"
    Umfangreiche Streiks gegen Sparpaket - Griechen wollen ihr Land 48 Stunden lahm legen - Wirtschaft - sueddeutsche.de
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Wolfgang, die Griechen werden gerettet, egal was die da beschließen oder nicht beschließen, egal wie viel die Griechen streiken, heute wieder mal erneut Generalstreik.
    Merkt sowieso keiner, die haben nix zum produzieren, nicht mal Fahrräder bauen die.
    Einzig die Chinesen könnten den Griechen einen Strich durch die Rechnung machen.

    Die Chinesen sitzen auf gigantischen Dollar- und Eurobergen.
    Dass diese Währungen künftig einer erhöhten Inflation unterliegen werden ist ausgemacht.
    Das beide Währungen vor die Hunde gehen, dass wollen die Chinesen sicher nicht.
    Jetzt ist Gelegenheit ihren Widersacher, der USA, mal den Daumen zu zeigen.
    Wenn Europa jetzt zeigt, dass es an einen stabilen Euro interessiert ist, ohne unkontrollierbare Partner in einer Transferunion, dann dürfte der Euro künftig zu einer noch größeren Reservewährung werden.
    Die Vorteile liegen klar auf der Hand.
    Das dumme und haltlose Gesülze von einem zerbrechen des Euro kann man getrost vergessen.
    Wir haben schon länger zu Ländern in der EU offene Grenzen und verschiedene Währungen.

    Hintergrund hinter der Griechenrettung dürften die Banken sein. Sicher kommen die ins wackeln, allerdings nicht nur wegen der paar Anleihen. Die Banken haben alle gemeinsam noch eine dicke fette Leiche im Keller, und das schon länger.
    Wenn diese Leiche zu stinken beginnt, sind die Probleme der PIGS ein Kindergeburtstag.
    Deshalb wollen die Ruhe an der Front, die wollen ihre Leichen aussitzen.
    Das das nicht gut gehen wird ist ebenfalls unbestritten.
    Im Übrigen dürfte die EZB den letzten Rest an Macht verlieren, wenn die griechischen Anleihen ausfallen, die ist danach nämlich platt, laut ihrer eigenen Bilanz.

  3. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ja, da kann noch was auf uns zukommen.

    ich denk mal ein bisschen weiter.

    Es ist möglich, dass das griechische Parlament in dieser Woche den Sparplänen der Regierung nicht zustimmt.
    Was passiert dann? Wird Europa Griechenland trotzdem retten trotz martialischer Warnungen? Oder wird man Griechenland in Konkurs gehen lassen?
    Schäuble sagt ja, dass man einen Plan für den Fall der Fälle habe. Ob das nur als Warnung Griechenland gegenüber zu verstehen ist, ist fraglich.
    Ich stelle mir mal vor, Griechenland sagt nein zu den Sparplänen und man lässt Griechenland fallen.

    So einfach wie das Schäuble sieht, wird das ganz bestimmt nicht sein. Da schlagen die Aktien- und Rentenmärkte Purzelbäume. Da müssen womöglich wieder einmal Banken gerettet werden. Werden dann auch die griechischen Banken gerettet. Manche sind ja eng mit französischen Banken verbunden. Wenn wir diese griechischen Banken nicht retten, wie retten wir die französischen? Das sind nur wenige Fragen, die ganzen Auswirkungen kann ich mir noch gar nicht vorstellen.

    Aber was ist, wenn Griechenland den Sparplänen zustimmt?
    Dann steht doch die erste Frage im Raum: Wann wird Griechenland endgültig zahlungsunfähig werden? Vielleicht in 2 Jahren, vielleicht etwas später?
    Sind die Folgen eines griechischen Zahlungsausfalls anders als wenn er jetzt käme?

    Ja, Fragen über Fragen, Für mich ist nur klar, dass Griechenland den Point of no return bereits hinter sich hat. Griechenland wird nie mehr die Kredite zurückzahlen in der Höhe, die es angesammelt hat, und in Zukunft noch ansammeln wird.
    Moin, Wolfgang

    Am 05. Juli verhandelt das Bundesverfassungsgericht über mehrere Klagen gegen den Euro-Rettungsschirm.

    ... Die Bundesregierung muss in Karlsruhe begründen, weshalb die Maßnahmen zur Stabilisierung der Währungsunion mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Geklagt hatten mehrere Professoren und der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler aus München ...

    Wirtschaft : Koalition für Griechenland-Hilfe - swp.de

    Bin ja mal gespannt - viele Hoffnungen mache ich mir aber nicht, dass der Rettungsschirm als verfassungswidrig eingestuft wird.

  4. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Da haben wir schon unterschiedliche Auffassungen. Ich glaube, dass man nicht so einfach bestimmte "Mentalitäten" ändern kann.

    Das betrifft aber nicht nur Griechenland. Wie oft haben norditalienische Politiker versucht, Änderungen in Süditalien zu erreichen. Aber sie scheiterten immer, Mafia und mafiafördernde Mentalitäten haben sich nicht verändert.

    Ich kenne einige französische Unternehmer. Du glaubst nicht, was die über französische Beamtenmentalitäten schimpfen. Dort steht deswegen die ganze Altersversorgung auf der Kippe, da sind wir in Deutschland noch im Paradies.

    Ich könnte so weitermachen. Manches ärgert mich auch an uns Deutschen. Dich wahrscheinlich auch.
    Der "typisch deutsche" Militarismus des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich zum Beispiel in Luft aufgelöst. Also ist das Lebensgefühl eines Volkes keineswegs unabänderlich.

    Außerdem kann man zwar einen gewissen mediterranen Schlendrian und gewisses Gemauschel für einen Ausdruck von Volksmentalität halten, aber die Missstände in Griechenland haben mit Filz in der Politik, mit durchgeknallten Gewerkschaften, Steuerhinterziehungen, einer ineffizienten Verwaltung, etc. zu tun. Das sind alles Dinge, die man ändern kann und die mit "Mentalität" nichts zu tun haben.

    Vorausgesetzt, man erkennt die Notwendigkeit das Land zu verändern, dann geht das auch. Was das Bewusstsein betrifft, sind in Griechenland auch die Medien in der Verantwortung.

    Dabei lässt sich durchaus eine Brücke zu griechischer Tradition schlagen: wenn den Griechen das antike Sparta zu "ungriechisch" erscheint, werden sie irgendwann ein schönes Plätzchen in einer Diogenes-Tonne suchen müssen.
    Denn es ist nicht anzunehmen, dass Europa solche Zustände dauerhaft alimentiert.
    .
    Geändert von Inaktiver User (28.06.2011 um 12:26 Uhr)

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    auch moin, (da denk ich an einen Freund in Leer, der sagt das auch so)
    bin jetzt 3 Tage weg, bin gespannt, was sich hier bis dahin tut.
    Bis dann
    Ich bin, also denke ich

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Habe gerade den neuesten Ostfriesenkrimi (des Autors, der wie ich ein Ruhrgebiets-Kind ist) gelesen und war kürzlich selbst an der Nordsee, deshalb "Moin" ;-)

    LG
    Benutzerin
    Geändert von Inaktiver User (28.06.2011 um 13:40 Uhr)

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    "Griechen wollen ihr Land 48 Stunden lahm legen"
    im grunde haben die griechen mit ihren streiks recht.
    wenn untenrum derart gespart wird, wobei ja offenbar noch unklar ist, ob das überhaupt was bringt, sollten die griechischen regierungschefs wenigstens zeitgleich auch offensichtliche wirtschaftsbetrüger aus den oberen rängen vor gericht bringen (und wegen fluchtgefahr vielleicht auch erst mal in untersuchungshaft nehmen).

    vielleicht kann man auch das eine oder andere konto mal einfrieren, bis bestimmte sachverhalte aufgeklärt sind. und: gibt es bei irgendeinem internationalen gerichtshof eine abteilung für wirtschaftskriminalität für solche personen, die das land bereits verlassen haben?
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  8. User Info Menu

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der "typisch deutsche" Militarismus des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich zum Beispiel in Luft aufgelöst. Also ist das Lebensgefühl eines Volkes keineswegs unabänderlich.

    Außerdem kann man zwar einen gewissen mediterranen Schlendrian und gewisses Gemauschel für einen Ausdruck von Volksmentalität halten, aber die Missstände in Griechenland haben mit Filz in der Politik, mit durchgeknallten Gewerkschaften, Steuerhinterziehungen, einer ineffizienten Verwaltung, etc. zu tun. Das sind alles Dinge, die man ändern kann und die mit "Mentalität" nichts zu tun haben.

    Vorausgesetzt, man erkennt die Notwendigkeit das Land zu verändern, dann geht das auch. Was das Bewusstsein betrifft, sind in Griechenland auch die Medien in der Verantwortung.

    Dabei lässt sich durchaus eine Brücke zu griechischer Tradition schlagen: wenn den Griechen das antike Sparta zu "ungriechisch" erscheint, werden sie irgendwann ein schönes Plätzchen in einer Diogenes-Tonne suchen müssen.
    Denn es ist nicht anzunehmen, dass Europa solche Zustände dauerhaft alimentiert.
    .
    Guter Beitrag, aber die Griechen werden das nicht verstehen und uns alle in den Abgrund reißen....es dauert nicht mehr lange.
    Eine kalte Hundeschnauze ist 10 mal mehr wert, als ein kaltschnäuziger Mensch.

  9. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    36 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland nun doch Pleite geht – mit dieser Zahl sollen die Banken nun rechnen. Das wird kaum der Beruhigung der Märkte dienen, im Gegenteil: Die Extra-Auflagen, die die EBA mit diesem Szenario nahelegt, lassen eher darauf schließen, dass das Tabu-Thema „Staatsbankrott Griechenlands“ mehr Realität besitzt als von der EU zugestanden.

    Diese Kalkulation der Pleite Griechenlands könnte unabsehbare Folgen haben auf den Finanzmärkten, sie könnte zum Selbstläufer werden mit ungemütlichen Folgen. Der Staatsbankrott Griechenlands wird nun einberechnet, wenn auch als zunächst hypothetisches Szenario. Springen die Märkte auf diesen Zug auf, dürfte aus diesem Szenario ganz schnell Realität werden. Und wieder einmal würde sich die EU-Spitzenpolitik sich selbst Lügen strafen: Was die ganze Zeit verhindert werden sollte, könnte durch das eigene Doppelspiel Wirklichkeit werden. Vorne herum war die Pleite Griechenlands tabu – im Hintergrund stellen sich jedoch bereits alle darauf ein, so scheint es.
    Griechenland-Pleite: Schon einkalkuliert?
    Trotz der europaweiten Zustimmung für ein zweites Rettungspaket für Griechenland treffen die Euro-Staaten auch Vorsorge für den Fall einer Staatspleite des hoch verschuldeten Landes. Es werde zwar alles darangesetzt, eine Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise zu verhindern, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der "Bild am Sonntag". Gleichzeitig müsse man aber auf alles vorbereitet sein.

    "Das ist unsere Verantwortung und darauf bereiten wir uns vor", sagte der CDU-Politiker. Nach Ansicht der slowakischen Ministerpräsidentin Iveta Radicova ist Griechenland faktisch bereits pleite. Es gehe nur noch darum, die Auswirkungen auf andere Mitglieder der Eurozone so gering wie möglich zu halten, sagte Radicova in einer Diskussionsrunde des slowakischen Hörfunks. "Griechenland befindet sich de facto in der Insolvenz."
    Vor dem Schicksalstag in Athen
    Europa plant die Pleite ein

  10. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Der Fäulnisprozess im Zentrum des globalen Finanzsystems schreitet unaufhaltsam voran. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus dem am Sonntag veröffentlichten Jahresbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die BIZ, manchmal ‚Zentralbank der Banker‘ genannt, war eine der wenigen Institutionen, die auf die gefährlichen Ungleichgewichte im globalen Finanzsystem hinwies, bevor sie im September 2008 zum Zusammenbruch von Lehmann Brothers führten.

    Drei Jahre später zeigt ihr Jahresbericht deutlich, dass sich eine weitere Finanzkrise zusammenbraut. Eine der größten Gefahren resultiert aus der massiven Unterstützung, die die Zentralbanken den Banken durch ultra-niedrige Zinsen und Interventionen in die Schuldenmärkte geleistet haben

    Im dritten aufeinanderfolgenden Jahr “extrem entgegenkommender Finanzbedingungen” gepaart mit „an Null grenzenden Zinsraten stehen die wichtigsten fortgeschrittenen Wirtschaften vor dem Risiko des Wiederauflebens von Verzerrungen, die eigentlich bekämpft werden sollten.“ Das Ausmaß dieser Intervention zeigt sich darin, dass die Bilanzen der Zentralbank „auf ein nie dagewesenes Maß angewachsen sind“.

    Als Reaktion auf die Finanzkrise haben die amerikanische Federal Reserve und die Bank von England ihre Aktiva von 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf etwa 20 Prozent erhöht, während sie im Eurosystem von 13 Prozent auf über 20 Prozent des BIP angestiegen sind. Diese massiven Rettungsgelder haben neue Probleme geschaffen. „Die Bilanzpolitik der Zentralbanken hat die globale Wirtschaft durch eine sehr schwierige Krise hindurch unterstützt. Die Bilanzen sind jetzt jedoch weitaus größeren Risiken ausgesetzt – nämlich dem Risiko der Zinssätze, der Wechselkurse und dem Kreditrisiko – die alle zu finanziellen Verlusten führen könnten.”

    In anderen Worten: Durch die Rettung der Großbanken sind die Zentralbanken selbst in die Krise hineingezogen worden. Gleichzeitig sind die Banken, die Hedgefonds und die Finanzinstitute nach ihrer Rettung wieder höchst aktiv und spielen dasselbe Spiel, das die Krise von 2007 – 2008 ausgelöst hat.

    Der BIZ-Bericht macht deutlich, dass die Arbeiterklasse vor einem gewaltigen Zusammenbruch der kapitalistischen Weltwirtschaft steht, der sie vor entscheidende politische Herausforderungen stellt. Die Vertreter des globalen Kapitals haben ein Programm, um auf den Zusammenbruch zu antworten: Keine „Erholung“, denn die ist unmöglich, sondern eine Konterrevolution, um die sozialen Bedingungen auf das Niveau der 1930er Jahre zurückzuschrauben.

    Die Arbeiterklasse muss ihre eigene Perspektive entwickeln
    , die nicht weniger durchdacht sein darf und nicht weniger schonungslos ausgeführt werden muss. Durch die Organisation des größtmöglichen Widerstands gegen das Programm des Finanzkapitals muss sie den Kampf um die Macht und zur Errichtung von Arbeiterregierungen aufnehmen, um die sozialistische Umgestaltung der Wirtschaft zu organisieren.
    Warnungen von der „Zentralbank der Banken“

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