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  1. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen

    Die Banken sind doch nur die vorgeschobenen "Bösen"! Einfach drauf - egal ob es stimmt - und die Masse jubelt ...
    Du findest also in Ordnung, dass die Banken von den europäischen Steuerzahlern zu 1,5% Zinsen Geld bekommen und es dann zu 13% Griechenland leihen? Also einen Gewinn von 11,5% machen.
    Gregor Gysi und Börsenexperte Dirk Müller waren sich in dem Punkt einig (dass das keine gute Lösung ist).

    Gestern Abend (bis auf Otto Fricke) überhaupt mal eine ganz "vernünftige" Runde bei Anne Will, für meinen Geschmack.
    Geändert von Inaktiver User (27.06.2011 um 15:05 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dass die Banken von den europäischen Steuerzahlern zu 1,5% Zinsen Geld bekommen und es dann zu 13% Griechenland leihen? Also einen Gewinn von 11,5% machen.
    Naja man kann sich als Bank auch mal mit kleinen Margen zufrieden geben wenn es eine 100 % sichere Anlage ist .

  3. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    #benutzer

    Gysi hat keine Ahnung von einfachster Volkswirtschaftslehre ...

    ES GIBT KEINE 13, 20 oder 26 % Zinsen - DAS ist entweder bewusst gelogen oder spricht für fachliche Unterqualifikation!

    JEDER Käufer einer laufenden Griechenland-Anleihe hat Buchverluste! Es gibt keine Gewinner bei einer Firma oder einem Staat der in Insolvenzgefahr ist!

    Die von Gysi kolportierten 13 % bzw. mittlerweile 25 % - sind die derzeitige Gesamtrendite. Diese setzt sich aus Zinszahlung zzgl. Kursgewinnen zusammen. Kursgewinne bei Anleihen kann es aber nur geben, wenn es vorher Kursverluste gegeben hat - da der Kurs bei Auszahlung und bei Rückzahlung nämlich immer 100 ist.

    Beispiel: Bank A kauft im Jahr 2008 für 1 Million Griechenland-Anleihen zum Kurs 100 und 4 % Zins/a

    Derzeit hat diese Anleihe aber einen Kurs von 70 und eine Restlaufzeit von 2 Jahren. Nun errechnet sich die Rendite mit 15 % Kursgewinn und 4 % Zins auf 19 %/a.

    Die Bank hat aber vorher Kursverluste in gleicher Höhe generiert - es bleibt also die Rendite von 4 %/a. Dieser Kauf war also keine Spekulation, sondern eine stockkonservative Geldanlage. Da der Kurs von G-Anleihen seit der Finanzkrise ständig fällt - gibt es auch keine Krisengewinner!

    SO jetzt erklär mal einem gemischten Publikum diese Beispielrechnung - ODER schrei mit rotem Kopf "Es kann doch nicht sein, daß nun wieder die Banken ... und der kleine Steuerzahler ... und deshalb Banken verstaatlichen ... und Gerechtigkeit bla bla bla ..."

    Was kommt wohl populärer rüber?

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen

    UND was fordert Gysi gestern abend ...

    Die Löhne und Renten sollte "man" in Griechenland wieder erhöhen und neue Arbeitslose (zu viele Beamte) vermeiden ... Aber dies fordern die Linken ja immer: Wenn es der Wirtschaft/dem Staat gut geht - dann wegen der Teilhabe, wenn die Wirtschaft stagniert - dann wegen der Wiederankurbelung und wenn es der Wirtschaft schlecht geht - dann wegen der Stabilisierung ... Schöne einfache Welt - die sich nicht einmal der Realität anpassen muss ...
    Das habe ich so nicht von Gysi gehört, du hattest wahrscheinlich Albträume.

    Gysi wies darauf hin, dass die arbeitende Bevölkerung die Last der Krise trägt und die Sparmaßnahmen die Wirtschaft weiter ruinieren, während 2000 Familien in Griechenland 80% des Vermögens gehören.

    Gysi forderte :

    - klare Bilanzen
    - ein durchgreifendes Steuereinzugssystem
    - Hilfe beim Aufbau produktiver Strukturen (analog Marshallplan)
    - Kredite der EZB nicht an die Privatbanken, die sie zu 13 Prozent an Griechenland weitergeben, sondern direkt an den griechischen Staat.

  5. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja man kann sich als Bank auch mal mit kleinen Margen zufrieden geben wenn es eine 100 % sichere Anlage ist .

    Klar - 100% sicher ...

    Ich weiß nur nicht, ob ich sagen soll:

    Sicher wegen der "Großzügigkeit" * Europas gegenüber den Banken.

    Oder:

    Durch den blöden Steuerzahler (der sich alles gefallen lässt).


    * Wahlweise: Schiss vor den Banken.

  6. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Danke utopia_2020

  7. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Im Fall Griechenland liegt ein Großteil der insgesamt 340 Milliarden Euro Schulden in öffentlichen Händen. Laut einer Studie der britischen Bank Barclays sind sechs der sieben größten Gläubiger des Landes staatliche oder multistaatliche Institutionen. Sie halten zusammen Anleihen und Kredite über 170 Milliarden Euro.

    ■ An erster Stelle dabei steht die Europäische Zentralbank (EZB), die geschätzt 49 Milliarden Euro griechische Staatspapiere hält.
    ■ Gleich danach kommen die EU-Staaten. Sie hatten im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds ( IWF) ein insgesamt 110 Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm aufgelegt, wovon sie 80 Milliarden Euro tragen. Da das Programm über drei Jahre gestreckt ist, wurden bisher erst 38 Milliarden Euro ausgezahlt, gut acht Milliarden davon kamen aus Deutschland, von der staatlichen KFW Bankengruppe.
    ■ Auf den Plätzen drei bis fünf der griechischen Gläubigerliste folgen öffentliche griechische Institutionen wie Renten- und Sozialkassen, ausländische Staatsfonds und der IWF, der bisher 15 Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Hilfsprogramm mit der EU ausgezahlt hat.
    ■ Auch die einzelnen europäischen Zentralbanken, wie etwa die Bundesbank, halten griechische Anleihen über insgesamt rund 13 Milliarden Euro.

    Wenn man davon ausgeht, dass Staaten und Zentralbanken ihre Verluste aus einer möglichen Griechenland-Pleite schon irgendwie stemmen können, liegt eine der größten Gefahren für das Weltfinanzsystem wahrscheinlich bei den griechischen Banken. Die sieben größten Institute des Landes haben dem Staat laut Barclays-Schätzung fast 50 Milliarden Euro geliehen. Ganz vorne steht die größte Privatbank des Landes, die National Bank of Greece, die laut den Barclyas-Daten mit insgesamt mehr als 18 Milliarden Euro im Feuer steht.

    Im Falle eines Staatsbankrotts oder einer Umschuldung müssten sehr wahrscheinlich mehrere griechische Banken gerettet werden - fragt sich nur: von wem? Da dem griechischen Staat das Geld dazu fehlt, müssten wohl die EU-Staaten einspringen. Im Hilfspaket von EU und IWF aus dem vergangenen Jahr sind für die Bankenrettung ursprünglich zehn Milliarden Euro vorgesehen. Doch das dürfte im Ernstfall nicht reichen. Die Alternative zur Rettung wäre ein Bankrott der griechischen Banken - mit unabsehbaren Folgen für das weltweite Finanzsystem.



    Weiter geht's hier: Wer die größten Griechenland-Krisen trägt, SPIEGEL
    .

  8. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Ganz vorne steht die größte Privatbank des Landes, die National Bank of Greece, die laut den Barclyas-Daten mit insgesamt mehr als 18 Milliarden Euro im Feuer steht.

    Im Falle eines Staatsbankrotts oder einer Umschuldung müssten sehr wahrscheinlich mehrere griechische Banken gerettet werden - fragt sich nur: von wem?
    18 Mrd sind doch lächerlich die zahlen wir locker aus der Portokasse zzgl . der anfallenden Boni die die verantwortlichen Mitarbeiter wünschen . Die Frage wer bezahlt stellt sich doch gar nicht die Frage ist wann der Scheck aus Berlin nach Athen geht . GR ist sicher auch systemrelevant oder so was ähnliches somit ist die Rettung angelativlos .

  9. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    "Gysis Forderungen"

    -klare Bilanzen

    WER hat etwas dagegen? Allerdings hat sich der griechische Staat als der grösste Bilanzfälscher entpuppt, der sich sowohl den Beitritt zum Euro, als auch die Garantien für Kredite - kreativ erdacht und Verluste verschwiegen hat. Aber da müsste Gysi ja die Sozialistische Partei und die Staatswirtschaft kritisieren ...

    -ein durchgreifendes Steuereinzugssystem

    WER hat etwas dagegen? Allerdings sind bei Gysi auch hier mal wieder nur die Systemfeinde gemeint!

    -Hilfe beim Aufbau produktiver Strukturen (Marshall-Plan)

    Der Marshall-Plan hatte für Deutschland nur eine sehr geringe finanzielle Bedeutung. Die Masse der Hilfen erfolgte zudem als Sachleistung (Lebensmitteln) - der Haupteffekt war die politische Bedeutung der Unterstützung im Westen und die Sicherheit künftiger Investitionen.

    Sachleistungen würde Griechenland gar nichts bringen - und an WEN sollen die Mittel für den Aufbau produktiver Strukturen gegeben werden? An den Staat zur Verteilung - an Staatsbetriebe die überwiegend defizitär und unproduktiv wirtschaften oder an Privatunternehmen - aber halt, deren Eigentümer sollen ja, lt. Gysi nun BESONDERS stark besteuert werden ...

    -Kredite nicht an Privatbanken

    Ja, das hat man auch in D mit den Landesbanken versucht. Warum benötigt man den (theoretisch) private Banken, der Staat kann doch eigene Banken gründen ... DAS Ergebnis sind Milliardenschäden durch Misswirtschaft der staatlichen Banken in Deutschland und sämtlichen kommunistischen Ländern. Die dumme Praxis versaut doch einfach die schönen Theorien - böse reale Welt Herr Gysi ... UND die 13 % Zinsen stimmen nicht - Griechenland zahlt nicht mehr als 4 % Zinsen ... Ausserdem hat Griechenland schon lange keine frei erwerbbaren Anleihen mehr aufgelegt - also können die Banken auch keine neuen Anleihen kaufen ... Fehlendes Fachwissen oder wieder eine bewusste Lüge von Gysi?

  10. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    "Gysis Forderungen"

    -klare Bilanzen

    WER hat etwas dagegen? Allerdings hat sich der griechische Staat als der grösste Bilanzfälscher entpuppt, der sich sowohl den Beitritt zum Euro, als auch die Garantien für Kredite - kreativ erdacht und Verluste verschwiegen hat. Aber da müsste Gysi ja die Sozialistische Partei und die Staatswirtschaft kritisieren ...

    Die Griechen haben sich nicht jetzt erst als Fälscher entpuppt so blöd können selbst deutsche Politiker nicht gewesen sein um das nicht lange vor allen möglichen Beitrittsverhandlungen zu wissen .

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