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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    nicht bierernst, aber ernst:

    Und jetzt ... Django Asül: Eine Müllhalde namens EZB - Politik | STERN.DE

    Zitat: "Weil besondere Zeiten besondere Maßnahmen erfordern, ist der neue EZB-Chef konsequenterweise Italiener. Wird doch den Italienern nachgesagt, dass es nach Griechenland und Portugal auch sie erwischen würde mit einer Pseudo-Pleite. Ein gewisser Herr Draghi schafft also in Zukunft an bei der EZB. Das erhöht die Chancen der EZB, bald massenweise italienische Staatsanleihen aufzukaufen, enorm. Vorher muss Draghi aber Griechenland retten. Und dann ein paar andere Staaten. Und dann eventuell den Euro. Falls es dann noch außer Deutschland und Frankreich Länder geben sollte, die den Euro haben."
    Ich bin, also denke ich

  2. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Zitat: "Weil besondere Zeiten besondere Maßnahmen erfordern, ist der neue EZB-Chef konsequenterweise Italiener.."
    ... das hat mir auch am besten gefallen und ging mir letztendlich auch als erstes durch den Kopf ...

  3. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen

    Zitat: "Weil besondere Zeiten besondere Maßnahmen erfordern, ist der neue EZB-Chef konsequenterweise Italiener.
    PIGS wie Italien, Spanien usw. zahlen in das bankrotte Griechenland und fördern ihr eigenes Finanzproblem. Reserven für die anderen PIGS werden in Griechenland verbrannt. Griechenland wird uns noch lang Geld kosten und ernsthaft verschulden.
    Hauptsache wir bekommen Steuersenkungen im Aufschwung. Reserven für andere bedrohte Länder, oder für uns in der Rezession, scheinen vor der Wahl nicht zu interessieren...

    ...Und dies ist die Krux, also schlicht dumm: Die Profiteure sägen am Ast, auf dem sie sitzen. Nur leider gilt "Nach mir die Sinnflut"

    ...Einiges, wenn man sich für Politik interessiert, und festgestellt hat, dass die Massenmedien einem nur Unwahrheiten auftischen, um zu manipulieren und zu bestehlen, was nur dann hiervon abweicht, wenn die Lügen noch größere sind. Mit solchen Unwahrheiten werden Kriege begründet, es wird Sozialabbau begründet, es wird Restriktion begründet. Stets zum Vorteil einiger weniger, und zum Nachteil aller

    Unter den engagierten Menschen finden sich auch einige Experten, die lange Jahre das Lügengebäude mitgestützt haben, also genau wissen, worüber sie schreiben, jedoch dann dank ihres Fachwissens bemerken mussten, dass die Gesellschaft auf den Abgrund zurast, wenn man die Profiteure der Umstände gewähren lässt.
    George Orwell: 1984
    „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.”
    Geändert von Kauder (26.06.2011 um 03:58 Uhr)

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Ja, dieser Orwell, wie Recht er hatte. Ich war schon einige Male davor, wie du es jetzt getan hast, Zitate von ihm zu verwenden. Als Titel hätte gut auch "2014" gepasst.

    Und immer wenn ich solche Sätze lesen muss wie: "Unsere Handlungsweise ist alternativlos...." oder: "Alle Wissenschaftler geben doch unserer Handlungsweise Recht, die dagegen sind, haben doch weniger Ahnung als die Gruppe der Wissenschaftler....."
    .... immer dann muss ich an Orwell denken. Selber denken verboten, Nachplappern gerne.
    Geändert von Wolfgang60 (26.06.2011 um 10:44 Uhr)
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Lügen:

    ich denke noch an den Mai 2010. Damals haben die deutschen und französischen Banken gelobt, sich an der Griechenland-Rettung zu beteiligen. Kritiker an dieser Lösung (auch ich) wurden zurechtgewiesen. Für viele dieser Kritiker war klar, dass die Staaten sich stark verschulden werden, und dafür die Aktionäre, Banker und sonstige Kapitalisten daran bereichern werden.
    Genauso ist es gekommen. Leider ist ein Jahr vergangen, die Lügen von Herrn Ackermann, Merkel und Schäuble sind Vergangenheit. Ackermann hat seine Zusagen nicht gehalten, wie andere Bankenchefs in Europa auch.

    Und jetzt, ein Jahr nach diesen Lügen der CDU-Führung und Bankern werden uns wieder Lügen aufgetischt. Genau die gleichen Lügen. Ich wundere mich nur, wie dreist man sich darauf verlässt, dass die Bürger sich wieder so belügen lassen.

    Und wenn Frau Merkel einmal kurz zögert und meint, dass die aktuelle Rettung vielleicht doch nicht das Wahre ist, liest man allerorten, wie europaschädlich dies sei. merkel solle doch der verlogenen Sarkozy-Lösung zustimmen. Na, sie hats ja jetzt getan.

    Ich ärgere mich nur noch.

    (Mai 2010)
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...692924,00.html "Die deutschen Privatbanken wollen nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einen "spürbaren" Beitrag zur Überwindung der Griechenland-Krise leisten. So werde die Finanzindustrie Anleihen der staatlichen KfW zur Finanzierung der Griechenland-Hilfe zeichnen, sagte Schäuble am Dienstag nach einem Spitzentreffen mit Bankern in Berlin. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sagte eine rasche Bereitstellung des Programms zu."

    (Juni 2011)
    http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_539108 "Die Zahlen der Zentralbank zu den Auslandsforderungen der deutschen Banken weisen gegenüber dem griechischen Staat im Januar und Februar 2011 einen Bestand von 10,3 Milliarden Euro aus. Ende April 2010 waren es noch 16 Milliarden Euro gewesen."
    Geändert von Wolfgang60 (26.06.2011 um 11:18 Uhr)
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Im Grunde macht es wenig Sinn über den Untergang des Euro zu philosophieren.
    Wie es kommen wird steht doch in den Geschichtsbüchern.
    Einzige Unbekannte ist die Zeitschiene.


    Mitteilung der FOREX:

    „Wir wollen, dass Sie Kenntnis von einigen anstehenden Veränderungen zu FOREX.com ‘s Produktangebot erhalten. Als Ergebnis des Dodd-Frank Act, vom US-Kongress verabschiedet, tritt eine neue Verordnung über das Verbot für US-Bürger für den Handel über den Ladentisch mit Edelmetallen wie Gold und Silber, mit Wirkung zum Freitag, 15 Juli, 2011 in Kraft. In Verbindung mit dieser neuen Regelung muss FOREX.com den Metall Handel für US-Bürger am Freitag 15. Juli, 2011 einstellen. Als Folge müssen alle offenen Positionen von Metallen am 15. Juli 2011 um 5pm ET geschlossen werden.“

    Hatten wir auch alles schon einmal.

    Griechenland vor der Pleite ? Vizepremier: Panzer müssten Banken schützen - Wirtschaft - Bild.de

    Diese Mitteilung ist wohl eher als Witz zu verstehen.

  7. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von Kauder Beitrag anzeigen
    Die Griechen verachten alle Politiker[/URL] Da kann ich sie verstehen.
    Sie hassen die heftigen Sparmaßnahmen der Regierungspartei und trauen der Opposition nicht, die Sparmaßnahmen ablehnt und somit die Krise verschärft.
    Griechische Bürger verachten die Politiker deshalb, weil es bequem ist, die Schuld bei anderen zu suchen. Dabei sollten sie sich selber in den Arsch treten.
    So inkompetent und zugleich omnipotent können die griechischen Politiker gar nicht sein, dass man sie für sämtliche Missstände in dem Land verantwortlich machen könnte.

    Ja, es waren die Politiker, die durch Lug und Trug dafür gesorgt haben, dass Griechenland in den Euro gekommen ist. Sie waren es, die den Euro dazu genutzt haben das Land in einen Schuldenberg zu treiben.
    Aber die griechischen Wähler sind dafür verantwortlich zu machen, dass diese Politiker über Jahrzehnte immer wieder gewählt wurden und dass dieses Land so ist, wie es ist.

    Es sind die Unternehmer, Freiberufler, Ärzte, die in ihren Steuererklärungen ein lächerlich niedriges Einkommen angeben, aber fette Autos fahren und sogar Yachten in den Häfen liegen haben. Es sind die Handwerker, die sich weigern auf Rechnung zu arbeiten. Es sind die Taxifahrer und LKW-Fahrer, die eine Öffnung des Transportgewerbes bekämpfen. Es sind die Gewerkschaften, die dafür gesorgt haben, dass in (staatlichen?) Unternehmen zum Teil grotesk hohe Löhne gezahlt werden, und die den Zusammenhang von Wertschöpfung und Entlohnung, von Leistung und Entlohnung ablehnen. Es ist die Bevölkerung insgesamt, die zugelassen oder sogar erwartet hat, dass die Parteien ihre Gefolgsleute mit Posten und Pöstchen im Staat und in der Staatswirtschaft versorgen.

    In verwaltungstechnischer Hinsicht ist das Land trotz oder wegen seiner vielen Beamten ein Dritte-Welt-Land.
    Es sind die Beamten, SEHR viele Beamte, die offenbar so desinteressiert und inkompetent sind, dass es in dem Land nicht einmal ein brauchbares Grundbuch gibt. Beamte, denen das Land am Arsch vorbei geht, arbeiten halbtags und kassieren für Vollzeit. Nicht Politiker, sondern Beamte sorgen dafür, dass für die Niederlassung eines ausländischen Unternehmens mehr als ein Dutzend Unterschriften sowie 5-7 Jahre Zeit für Genehmigungen benötigt werden (so jedenfalls ein griech. Unternehmensberater in der Tagesschau).
    Erinnert sich noch jemand an den großen Brand vor ein, zwei Jahren, den die Griechen aus eigener Kraft nicht zu löschen imstande waren, da sich um die marode Flotte von Löschflugzeugen offenbar schon lange Zeit keine Sau gekümmert hat ..?


    Dieser Fisch stinkt nicht vom Kopf, sondern von Kopf bis Schwanzflosse. Es ist schwer zu sagen, welche Seite stärker riecht.
    Die paar anständigen Leute, die das Land sicher trotzdem hat, tun mir leid.
    Aber wenn jetzt Leute gegen "die Politiker" demonstrieren, ohne für eine Modernisierung des Landes, gegen Wurschtigkeit und Selbstbedienungsmentalität der eigenen Landsleute zu demonstrieren, dann machen sie sich in meinen Augen wegen Realitätsverweigerung lächerlich oder setzen sich sogar dem Verdacht aus, dass es ihnen nur darum geht, auch ein Stück vom üppigen Kuchen zu beanspruchen. Nach ihnen die Sintflut.
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.06.2011 um 16:40 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Dabei hat Griechenland doch Linke Politik gem. Lehrbuch zelebriert - also keine Privatisierungen, mehr Macht für die Gewerkschaften, mehr Beamte, keine Liberalisierung von Verkrustungen (Taxilizenzen, überhöhte Pensionsansprüche etc.), kräftige Lohnerhöhungen (wegen der Gerechtigkeit gegenüber Einkommen in Mitteleuropa), zusätzliche Behörden (zBsp. für die Verwaltung der Schifffahrt auf einem See, der aber schon seit Jahren ausgetrocknet ist) etc. etc.

    UND was fordert Gysi gestern abend ...

    Die Löhne und Renten sollte "man" in Griechenland wieder erhöhen und neue Arbeitslose (zu viele Beamte) vermeiden ... Aber dies fordern die Linken ja immer: Wenn es der Wirtschaft/dem Staat gut geht - dann wegen der Teilhabe, wenn die Wirtschaft stagniert - dann wegen der Wiederankurbelung und wenn es der Wirtschaft schlecht geht - dann wegen der Stabilisierung ... Schöne einfache Welt - die sich nicht einmal der Realität anpassen muss ...

    Die Banken sind doch nur die vorgeschobenen "Bösen"! Einfach drauf - egal ob es stimmt - und die Masse jubelt ...

    DAS Problem verursacht hat doch die EU mit ihren leichtfertig ausgehandelten und nicht kontrollierten Beitrittsverträgen (ein besonderer Dank an Herrn Eichel der den Beitritt der Griechen aus politischen Gründen in eine Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft forciert hat). Wunder oh Wunder das aber nun kein Politiker diese Politik nachhaltig kritisiert - es waren ja schliesslich alle Parteien zumindest zeitweise in Regierungsverantwortung - ALSO sind einfach die Banken und die Spekulanten schuld - BASTA!

  9. Inaktiver User

    AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    Dabei hat Griechenland doch Linke Politik gem. Lehrbuch zelebriert
    Mit deinen Links-Rechts-Schubladen kommst du in Griechenland nicht weit.

    Papandreou, ein sozialistischer Präsident, ist es, der jetzt versucht das Problem zu lösen, das von einer konservativen Regierung wenn nicht verursacht, dann doch jedenfalls in tragische Höhen getrieben wurde.
    Es ist Samaras, der konservativer Oppositionsführer, der die Sparmaßnahmen ablehnt.
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.06.2011 um 14:47 Uhr)

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