Ob eine Rettung gelingt oder nicht hat nichts damit zu tun, ob in Krisen auch Gelder für andere Branchen bereitgestellt werden, als für die Banken. Es werden, anders als Du behauptet hast.
Die Banken sind nicht für die Staatsfinanzkrise in Griechenland verantwortlich, das ist sachlich falsch. Die griechischen Banken waren in der Internationalen Bankenkrise kaum involviert, und die griechishe Malaise rührt anders als in Irland nicht daher, das der Staat Banken retten musste, sondern an uralten strukturellen Problemen Griechenlands, die noch nichteinmal jetzt angegangen werden. Oder hat jemand schonmal aus Griechenland, von Merkel, Sarko, Schäuble, Rössler, oder gar vom WMF gehört, was eigentlich zukünftig die Geschäftsgrundlage Griechenlands sein soll, völlig egal ob / wie die Schulden nun in den Griff bekommen werden? Ich nicht. Im Grunde müsste das aber die vorrangige Frage sein, denn selbst wenn wir alle Schulden sofort übernehmen würden - womit sollen sich die Griechen dann ernähren? Müssen ja selbst dann sofort wieder Schulden machen, weil sie zu wenig erwirtschaften. Solange dieses Problem nicht angegangen wird, wird Griechenland nie auf einen selbstfinanzierten grünen Zweig kommen, das ist doch wohl klar.
Das gros der Banken (Goldman aussen vor) können weder etwas für die griechische Krise, noch haben sie sie dort irgendwie durch Spekulation verursacht. Die Zinsen waren niedrig, die Anleihen laut EZB und Ratingagenturen bombensicher. Die Banken haben sich so verhalten wie von Politik und insbesondere EZB gewollt und gefördert. Sie haben Anleihen gekauft. Das jetzt als selbstgeschauffelte Fallgrube durch schwere Managementfehler der Banken deklarieren zu wollen ist schon schräg.
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21.06.2011, 16:55
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Geändert von Ahab (21.06.2011 um 17:06 Uhr)
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21.06.2011, 17:26
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Euro-Krise: EU stellt Griechen Milliarden-Vorschuss*in Aussicht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Aha, die Vertrauensfrage geht also in die Hosen.
Worüber diskutieren wir eigentlich?
Es ist eine Geisterdiskussion, eine Diskussion um nichts, rein gar nichts.
Es ist die pure Angst vor dem Volk, den zu erwartenden Unruhen, dem Volkszorn.
Sie tun das, was am Ende alle Despoten, Diktatoren, Revolutionsführer, Präsidenten tun, sie wollen die Macht behalten, nicht mehr und nicht weniger.
Das dümmliche Gesülze von Einheit, Solidarität, Eurorettung wirkt jetzt nur noch peinlich und entlarvend zugleich.
Es bleibt nur noch festzustellen, jeder Staat in der Eurozone, egal wie viel Schulden er hat, bekommt Geld aus dem Topf. Dieser Topf wird stetig nachgefüllt.
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21.06.2011, 18:22
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Mit "Wir" meinte ich Deutschland. Das war nicht auf Griechenland bezogen. Was die Deutsche Bank spekuliert hat / hatte, das führt früher oder später zu Schäden. Und sie steht damit nicht allein.
Das beschrieb ich bisher anders. Deine Aussagen waren bisher alle 100% richtig, weswegen ich Deine Aussage zukünftig übernehmen werden. Den Rest kann ich unterschreiben.
Kauder kommt nicht vom Volker. Der Nick bezieht sich auf das Wort "Kauderwelsch". Grund ist meine in Teilen unverständliche, komplizierte Ausdrucksweise.
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21.06.2011, 18:36
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Wenn ich in der Politik etwas zu sagen hätte, würde ich einfach mal die 40 US-Milliardäre und auch alle anderen Milliardäre weltweit abklappern und sie fragen, ob sie nicht bereit wären, für Griechenland zu spenden.
Für die wäre das doch ein Klacks.
Natürlich müssten diese Spenden an Auflagen geknüpft sein - dass die Gelder auch wirklich sinnvoll und effektiv eingesetzt werden.
Zum Beispiel, dass keine Renten mehr an Menschen gezahlt werden, die längst nicht mehr leben und dass so etwas nicht wieder vorkommen kann.
Oder, dass Posten im Öffentlichen Dienst wirklich nur dann vergeben werden, wenn diese auch gebraucht werden. Dies nur zwei von vielen Beispielen.
Fragen kostet ja nichts.
Mein Vorschlag
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21.06.2011, 18:39Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Geändert von Inaktiver User (21.06.2011 um 18:47 Uhr)
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21.06.2011, 19:22
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Das muss man sich mal vor Augen halten:
Ein paar wenige Privatleute haben so viel Geld in Händen, dass sie ein ganzes Land vor dem finanziellen Ruin retten könnten - und tun es nicht.
Wenn diese Milliardäre gefragt werden ob sie bereit wären zu spenden und sie mit der Gegenfrage antworten, "Warum sollten wir das tun?", so sollte man ihnen lapidar antworten:
Aus Nächstenliebe - aus Liebe zu den Mitmenschen und aus Liebe zum Frieden unter ihnen.
Wäre das nicht guter Grund genug?
DAS wäre mal eine positive Revolution ungeahnten Ausmaßes!
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21.06.2011, 19:52
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Och Streuner Du bist und bleibst ein hoffnungsloser Träumer im positiven Sinn.
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21.06.2011, 20:04
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Wichtig wäre vor so einer Millionärs-Spenden-Aktion auch, dass man sich zusammensetzt und sich überlegt: Wie kam es zu solch hohen Schulden, wo wurden Fehler gemacht, was kann man tun, damit diese Fehler nicht wieder begangen werden können.
Danach wäre es mal an der Zeit, dass die E-uropäische U-nion endlich mal ihren Namen verdient, und man tatsächlich endlich mal europäische Wirtschaftsunion macht.
Dazu gehören selbstverständlich auch europaweit einheitliche Sozial- und Bildungsstandarts.
Was, frage ich Euch, spricht - außer nationalen Eitelkeiten - dagegen?
Jeder muss doch zugeben, dass eine wirkliche Einheit und Einigkeit für alle Beteiligten nur von Vorteil sein kann.
Man kann und darf aus einem so schönen Urlaubsort wie Griechenland eben keinen Industriestandort aus dem Boden stampfen, nur damit es eigene Steuereinnahmen erwirtschaften kann.
Genau zu diesem Zweck sollte es eine Europäische Union und eben auch eine Europäische Zusammenarbeit geben, weil eben nicht jedes Land von der Natur aus und von seiner Beschaffenheit her die gleichen Möglichkeiten und Chancen hat, so viele Steuern einzunehmen, wie es braucht, um denselben Lebensstandart zu erlangen wie jedes andere europäische Land auch.
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21.06.2011, 20:06
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21.06.2011, 20:15
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ja das sind die Milliardäre (der größte Teil) und die Regierungschefs auch. Wie Ahab sagte sind die Regierungschefs sehr kurzsichtig, hat wohl etwas mit Wahlperioden zu tun. Milliardäre sind nicht Milliardäre gewurden, weil sie Altruisten waren / sind.
Und in der EU gibt es so etwas wie einen Konkurrenzkampf. Eine allgemein gleiche Bildung wird es daher nicht geben.



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