Es war schon vorher vielen klar, dass es solche Krisen geben wird. Das ist aber erst der Anfang. Die Konstruktion des Euro muss zwangsläufig zu solchen Krisen führen. Das war vielen Wirtschaftswissenschaftlern klar. Der Euro war eine politische Entscheidung gegen alle Warnungen von Wissenschaftlern und Bundesbankern.
Wenn wir die Geschichte um die Gründung des Euro betrachten, fällt auf, dass man den Euro unbedingt einführen wollte, obwohl es ganz unterschiedliche Sozial- Finanz-und Wirtschaftspolitik in den einzelnen Ländern gibt. Gerade Deutschland wollte partout keine gemeinsame Politik, weil man befürchtete, dass die Gesamtheit der Länder gegen die Stimme Deutschlands eine Politik der Währungsaufweichung betreiben würde.
Eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik, wie du sie jetzt ansprichst, würde zu mehr Verschuldung höheren Zinsen und steigender Inflation führen. Die deutschen Politiker wollten das damals, zur Zeit der Euro-Gründung, nicht. Vielleicht wollen sie es jetzt, es sieht fast danach aus.
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05.03.2010, 10:37
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ich bin, also denke ich
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13.03.2010, 08:04
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Es ist vollbracht!
Merkel und Schäuble verraten den deutschen Steuerzahler!
Greece debt:
EU agrees bailout dealExclusive: Germany plays pivotal
While senior figures in Brussels believe that Chancellor Angela Merkel and Schäuble are intensely serious about establishing an EMF, they also suspect they are using the idea to assuage hostile public opinion in Germany and "prepare a short-term fire brigade operation for Greece".
Greece debt: EU agrees bailout deal | World news | guardian.co.uk
Ich bin davon überzeugt das diese Regierung mit diesem Schritt nicht die nächsten 3 Jahre bis zur Bundestagswahl überlebt.
Wer jetzt noch als Partei- Mitglied in der CDU bleibt dem ist auch nicht mehr zu helfen!
gruss, Jack London
P.S. bin mal gespannt wie unsere zensierte dt. Presse reagiert!
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13.03.2010, 11:46Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
falsch
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13.03.2010, 11:48
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Jack London, auch hier in Spanien war der Jubel groß, als man im Fernsehen erfuhr, dass Merkel und Westerwelle die Schulden der europäischen Krisenländer mittragen werden. Der Jubel war hier nicht gerade so stark wie bei einem Sieg des FC Barcelone gegen Real Madrid, jedoch war ich erstaunt, welcher Stein den Leuten hier vom Herzen fiel, als man die Nachricht hörte, dass Deutschland sich verplichtet, für die Schulden der ärmeren europäischen Länder geradezustehen. Und der Kommentar im Spanischen Fernsehen war etwa so: Da Deutschland jetzt Griechenland hilft, muss es auch Spanien und Portugal helfen, da Spanien und Portugal traditionell weit mehr Beziehungen zu Deutschland haben als Griechenland. Komisch, dass ich im Deutschen Fernsehen nichts davon gehört habe. In Spanien war dies das Thema des Tages.
Merkel avanciert inzwischen hier in Spanien zum Star und Liebling der Massen.
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jetzt, einen Tag später stehts auch bei uns in den Medien. Es wird sogar seitens des Finanzministeriums schon überlegt, welche Reserven man zur Stützung der Euro-Pleitekandidaten anzapfen wird.
"Ein Vorschlag aus dem Finanzministerium sieht vor, die Goldreserven der früheren Notenbanken aller Euro-Länder „buchhalterisch“ in einen Stabilisierungsfonds einzubringen." (aus Focus.de)Geändert von Wolfgang60 (13.03.2010 um 22:36 Uhr) Grund: Hinzufügung
Ich bin, also denke ich
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14.03.2010, 22:02Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
dazu muss man aber auch festhalten, dass insbesondere Deutschland vom Euro profitiert hat. Die D-Mark hätte schon längst diverse Aufwertungsrunden hinter sich, so dass die Exportwirtschaft massiv leiden würde.
Durch die Einheitswährung bleibt unser Export (überwiegend in die EU, und hier wieder überwiegend in die Euro-Staaten) auf hohem Niveau erhalten. Deshalb liegt "die Rettung Griechenlands" (und anderer Euro-Staaten) im Interesse der deutschen Exportwirtschaft.
Weiter zum Sinn der "Rettung Griechenlands" .... die Pleite eines Euro-Staates wäre ein größeres Desaster als Lehmann Brothers, auch, weil da sehr viel mehr "systemrelevante Banken" unsere (!) Kundengelder angelegt haben.
Nachdem auch aus europäischen Fonds hohe Milliarden-Summen nicht abgerufen werden können ist auch in Brüssel genug Gekd da, das vorübergehend zinsgünstig - etwa in Staatsanleihen von Euro-Ländern - angelegt werden kann. http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/...680730,00.html
Insofern haben sich die Spekulanten, die gegen den Euro gewettet haben, ziemlich verspekuliert.Geändert von Inaktiver User (14.03.2010 um 22:56 Uhr) Grund: Link eingefügt
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14.03.2010, 23:35
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ich bin, also denke ich
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15.03.2010, 00:36Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ja, das nennt man fälschlicherweise Entwicklung.
Wir haben die gleichen Probleme wie vor dem Euro.
Versuchen sie auch immer noch mit den gleichen Mitteln zu lösen - aber auf einem viel höheren Niveau.
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15.03.2010, 05:52
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Eine europäische Einheitswährung war die Bedingung der Siegermächte zur Einheit Deutschlands, schon vergessen
Es war den Deutschen klar, dass sie die anderen europäischen Teilnehmer mitfinanzieren, außer Frankreich.
Gäbe es den Euro nicht, dann wäre heute eine Mauer um Deutschland gezogen um die Wirtschaftsflüchtlinge aus Europa fernzuhalten.
Über kurz oder lang werden sich die starken Länder von den Schwachen abkoppeln bzw. ein Instrument finden um den Abfluss von Geld zu stoppen, wie das gehen soll, weiß ich auch nicht. Fiktive Verrechnungswährung was letztlich Ware gegen Ware oder Ware gegen Rohstoffe sein wird.
Man wird mit Geld gewisse Dinge nicht mehr zu kaufen bekommen, zum Beispiel gewisse Rohstoffe aufgrund enormer Knappheit und diese Rohstoffe kann man dann für diese fiktive Währung kaufen bzw. verrechnen.
Es ist eine sehr kurze und sehr einfache Mathematikformel, dass das was jetzt mit Griechenland usw. abgeht, nicht lange funktionieren wird.
Bulgarien, Rumänien usw.. da kommt noch einiges.
Man muss es akzeptieren, dass manche Völker es zu ihrer Kultur gemacht haben, sich dem Schlendrian hinzugeben.
Manche leben um zu arbeiten und manche arbeiten um zu leben, ist eben so und nicht schlimm.
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15.03.2010, 10:01Inaktiver User
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Ja, der Euro war eine Bedingung für die Wiedervereinigung, allerdings nicht eine Bedingung aller Siegermächte, sondern allein eine Bedingung Frankreichs:
Da Frankreich in gut 100 Jahren drei Kriege gegen Deutschland erlebt hat und zweimal von einer expansionshungrigen östlichen Großmacht angegriffen worden ist, legte es gesteigerten Wert auf eine feste, unlösbare Einbindung eines starken Deutschlands in der europäischen Gemeinschaft.
Die anderen Siegermächte hatten hingegen überhaupt kein Interesse an einer europäischen Gemeinschaftswährung, sondern waren indifferent bis tendenziell ablehnend.
Außerdem war es zugleich die Bedingung Deutschlands die Maastricht-Kriterien sowie eine unabhängige europäische Zentralbank nach dem Vorbild der Bundesbank im Euro festzuschreiben, damit Deutschland am Schluss eben NICHT der Gelackmeierte sein würde.
Eine Mauer um Deutschland (!), um Wirtschaftsflüchtlinge von Europa (!) fernzuhalten? Oder eine Mauer um Deutschland, um andere Mitglieder der EU (!) fernzuhalten?Gäbe es den Euro nicht, dann wäre heute eine Mauer um Deutschland gezogen um die Wirtschaftsflüchtlinge aus Europa fernzuhalten.
Wie auch immer deine Aussage zu interpretieren ist - das eine ist so absurd wie das andere.
Im übrigen möchte ich sehen, wo die Exportnation und der Fast-noch-Exportweltmeister Deutschland heute stünde, wenn es eine (angesichts der Wirtschafts- und Währungskrisen anderer Länder) stark aufgewertete DM gäbe.
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15.03.2010, 10:28
AW: Sinn und Unsinn einer Rettung Griechenlands
Was erreichen wir mit dem Euro?
Ja, Deutschland wird Export-Europameister. Das war ja klar schon zur Gründung des Euro. Der ganze Aufbau des Euro ist doch darauf ausgerichtet.
Aber um so mehr wir profitieren, umso mehr geht es mit anderen europäischen Ländern nach unten. Und das auf Dauer!
Ergebnisse: Wir werden auf Dauer die Gewinne, die wir aus dem Euro ziehen, an andere europäische Länder überweisen müssen.
In Europa wir es immer mehr Deutschland-Hasser geben. Nicht nur in Griechenland, auch Spanien, Frankreich, Italien etc. Und zu Recht, denn wir legen diesen Ländern mit unseren Überschüssen die Schlinge um den Hals.
Es wir so kommen, dass in nicht allzu langer Zeit nicht nur in Griechenland die Emotionen gegen Deutschland hochkochen, sondern in den Ländern, die noch nicht gänzlich abgehängt sind, wie z.B. Frankreich.
Leider fehlt das Überdruckventil der unterschiedlichen Währungen. Einen anderen Ausgleich wird es geben über dauerhafte Transfers in andere Länder, um deren Arbeitslose zu finanzieren und über zunehmende Deutschenfeindlichkeit.Ich bin, also denke ich



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