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05.02.2010, 14:29
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
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05.02.2010, 14:51Inaktiver User
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05.02.2010, 14:53Inaktiver User
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
Da Sie mich zitierten, wird Ihnen -bei genauem Lesen- aufgefallen sein, daß ich das nicht bestritt.
Also passen Sie mal auf. Obacht! Hier die Weisheit eines Wissenschaftlers des industriellen Zeitalters. Ersinnt von Herrn Prof. Sinn - der Link aus einem Nebenthread. Ich nehme ihn als Beispiel, weil er den grauenhaften Irrtum, Gelehrtes von Gelehrten wäre qualitativ hochwertig, meist richtig etc., sehr eindrucksvoll bestätigt. Geld als falsches Signal: Sozialstaat fördert Entstehen der Unterschicht - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINEWir leben im industriell-wissenschaftlichen Zeitalter. Philosophisches "auf der Wiese liegen und den Himmel betrachten und dabei über die Welt nachsinnen" reicht nicht.
"Es sei der Sozialstaat, der die Unterschicht überhaupt erst hervorgebracht habe, sagt der Präsident des Ifo-Instituts in München, Hans-Werner Sinn. Fast ein Drittel des hiesigen Sozialprodukts werde für soziale Leistungen verwandt. „Um in ihren Genuss zu kommen, muss man meist den Arbeitsmarkt verlassen. Die Menschen erhalten also eine Prämie, wenn sie sich aus der Arbeitsgesellschaft ausgliedern“, rügt der Ökonom."
Dem Herren würde das Verlassen seiner Studierstube und philosophieren unter freiem Himmel gut tun - sowas lüftet das Hirn. Und nun: Gehen wir davon aus, er hätte so nicht recht.
Was ist die Konsequenz?
Der Herr ist in Medien omnipräsent und darf auch als Professor lehren. Er darf -und Sie befürworten das, weil er auf dem Papier qualifiziert ist- "Wissen" weitergeben, welches Unsinn ist. Er hat sein Weltbild, das er mit allen Mitteln weitergibt. "Bestenfalls" ist er in der Lage, ganze Heerscharen von Studenten auszubilden. Verstehen Sie nun, wie gefährlich diese Indoktrination und der gesamte "Lehrprozeß" samt Resultat unter solchen Voraussetzungen ist? Welcher Unfug verbreitet wird?
"Unser Gesellschafts-System", so wage ich anzumerken, funktioniert zwar materiell NOCH irgendwie, jedoch stelle ich ganz unverhohlen fest: Es erodiert in anderer Weise ganz außerordentlich - der Prof. ist eine der beteiligten Galionsfiguren.So wie Home-Schooling nicht ausreicht, das notwendige Faktenwissen und die Lernmethodiken zu vermitteln, die wir benötigen, um unser Gesellschafts-System am Laufen zu halten.
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05.02.2010, 15:32
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
Hallo Maddin,
ich kenne kein Beispiel eines hochindustrialisierten Landes, in dem es nennenswertes Hoome-Schooling gibt. Und ich bin mir sicher, daß unter den christlichen Fundamentalisten der USA, die diese Bildungsform nutzen, nur wenige spätere Nobelpreisträger in Physik, Chemie oder Medizin ausgebildet wurden.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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05.02.2010, 15:36
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
Eine einzelne Person als Widerlegung meiner Ansichten ist doch etwas dürftig. Selbst wenn Herr Prof. Dr. Sinn ein ausgemachter Vollidiot ist, gibt es doch hunderttausende gut ausgebildeter Naturwissenschaftler und Ingenieure, die ihr Wissen und Können beigebracht bekommen haben von guten und manchmal weniger guten Lehrern. Im Selbststudium wäre dies nicht möglich gewesen (sonst könnten wir uns unser teures (aber nicht ausreichend effektives) Bildungssystem sparen. ).
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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05.02.2010, 15:40Inaktiver User
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
Tach Hans.
Also, soweit ich die Karte lesen konnte, gibt es in Europa, bzw. in der EU nur ein Land, wo HS nicht erlaubt ist. Rate mal welches.
Jetzt stellst Du nun die Qualität in den Raum. Hmm, soweit ich mit bekommen habe, werden staatlich anerkannte Abschlüße abgelegt. Reicht das nicht?
Man sollte auch die Form dieses Lernens mal genauer ansehen. Fernstudium geht ja auch, ohne daß man dann irgendwie benachteiligter, als an der FH raus kommen würde.
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05.02.2010, 15:53
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
OK, dann haben wir uns wohl mißverstanden.
Übrigens gibt es auch in D Hoome-Schooling. Anne Sophie Mutter (die Geigerin) ist ab 13 zu Hause unterrichtet wurden und hat dann an einem Gymnasium die Abiturprüfungen abgelegt. Im Einzelfall und begründet geht es also. Die Ablehnung von Bildungsinhalten geht aber in D nicht, und das scheint ja die Crux zu sein.
Solange es nur darum geht, wo und wie man lernt, bin ich für Flexibilität. Aber nicht wenn es darum geht, was man lernt (und durch Prüfungen nachweisen muß).
Alles klar?
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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05.02.2010, 15:59Inaktiver User
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
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05.02.2010, 17:24Inaktiver User
AW: Homescooling - denkbar oder Ketzerei?
Hier findet man mehr dazu:
Das klingt schon sehr beengend. Die Eltern halten wahrscheinlich schon den "kleinen Vampir" für eine ausgemachte Teufelei- von den Harry-Potter Büchern nicht zu reden. In den USA laufen Fundi-Christen Sturm gegen Fantasy-Literatur.Das Drama begann im Jahr 2006, erzählt Romeike, als das Ehepaar das "unchristliche Treiben" an den deutschen Schulen seinen Kindern einfach nicht mehr zumuten wollte. "Der Unterricht ist weder christlich noch wertneutral", wettert der Schwabe. "In Wahrheit werden die Kinder nach einem antichristlichen Weltbild erzogen". Im Unterricht und sogar in Schulbüchern wimmele es von obszönen Ausdrücken, Flüchen und Gotteslästerungen. "Es geht dort mehr um Vampire und Hexen als um Gott." Für einen strengen Christen sei das einfach nicht hinzunehmen.
Ich frage mich, wie sich die Kinder später in der modernen Gesellschaft zurechtfinden sollen, wenn sie so konsequent gegen "unchristliches" Treiben abgeschottet werden.
Da ist es nur ein kleiner Schritt dahin, dass streng religiöse Eltern ihre Töchter zuhause unter Verschluss halten, weil sie in der Welt da draußen mit jungen Männern in Kontakt kommen könnten.
Selbst wenn die Eltern in der Lage wären, den Stoff zu vermitteln, der zu einem Schulabschluss führt: Werden den Kindern hier nicht wichtige Entwicklungsmöglichkeiten vorenthalten?
Gerade dieser Fall macht recht gut deutlich, welche Vorteile die allgemeine Schulpflicht hat.
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05.02.2010, 17:42



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