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  1. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh, das las' sich aber bisher anders...

    Ja, sicher Mitleid mit einem Taxifahrer - wo gibt es denn so etwas - DAS haben doch per se die Polizisten für sich gepachtet, wie man hier unschwer nachlesen kann (wink' an parfum...)

    Da ich mich ungern wiederholen möchte, klinke ich mich aus.
    Ist wohl auch besser, denn mit Polemik kommt man nicht weiter.
    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    ...die Mindestpension gibt es nicht mehr...es zählen nur noch die tatsächlich geleisteten Dienstjahre!
    Richtig! Hatte ich auch schon geschrieben, wurde aber überlesen.
    Zitat Zitat von Dreambox-Fan Beitrag anzeigen
    In der freien Marktwirtschaft ist das normalerweise so üblich, dass der Verkäufer nun das Gehalt eines Abteilungsleiters erhält, weil er diese Tätigkeit nun ja auch ausübt.

    Bei Beamten ist das anders. Einem Beamten wird mehr Verantwortung übertragen und er bekommt sein Gehalt so wie bisher. Nach 10 bis 15 Jahren (meistens noch länger) hat er eventuell die Stufe erreicht, die seiner Tätigkeit entspricht.

    Wenn er diese Stufe 2 bis 3 Jahre vor seiner Pensionierung erreicht hat, nur dann bekommt er auch aus dieser Gehaltsstufe seine Pension. Ansonsten aus der unteren Stufe.

    Wenn wir ehrlich sind, ist es doch auch so das diese Berufsgruppe von der Gehaltsentwicklung der freien Marktwirtschaft abgeschnitten ist. Bei einer schlechten Haushaltslage wie sie zur Zeit herrscht, wird gestrichen und gestrichen. In guten wirtschaftlichen Zeiten nehmen sie an der Entwicklung nicht teil, weil die Haushalte wieder saniert werden müssen.
    Alle deine Aussagen treffen hundertprozentig zu. Den einen Abschnitt habe ich hervorgehoben, weil immer darauf herumgeritten wird, warum Beamte ihre Pension nach dem letzten Verdienst bekommen - weil der in vielen Fällen nicht wesentlich höher ist als das Anfangsgehalt. Die Aufstiegsmöglichkeiten sind wesentlich geringer und zusätzliche Verantwortung hat nicht automatisch eine höhere Gehaltsstufe zur Folge.

    Beispiel: Ein Lehrer wird zum 01.08. zum Schulleiter ernannt. Er darf die Arbeit des Schulleiters zwar sofort erledigen, aber in die entsprechende Gehaltsstufe rückt er erst etwa 1 1/2 Jahre später auf!
    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    ja was denn sonst? wäre ja noch schöner wenn man unabhängig von Dienstjahren immer die gleiche Pensionssumme zugute hätte.

    Ich glaube, du solltest genauer lesen. Das verlangt auch keiner. Diese Antwort kam auf die Behauptung, es gäbe schon von den ersten Jahren an eine Mindestpension.

    Dienstjahre sind der Faktor. Als Gehaltsumme wird aber nicht das Durchschnittsgehalt oder das der entsprechenden tatsächlichen Dienstjahre genommen (wie beim Rentner, bei dem nämlich die tatsächliche Beitragszahlung - den überwiegenden Teil seiner Lebensarbeitszeit naturgegeben eben gerade nicht die hohen), sondern die letzte erreichte Einstufung.
    Das habe ich oben schon beantwortet.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn man sieht, wie Frauen allein dafür, dass sie Kinder bekommen, aus der Berufstätigkeit hinauskatapultiert werden und hinterher, wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, allenfalls noch einen Platz bei Aldi an der Kasse bekommen, haben es Beamtinnen doch sehr viel komfortabler.
    Diese Aussage möchte ich nochmal aufgreifen, denn ich war gestern Abend auf der Trägersitzung unseres Kindergartens. Die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen dort sind natürlich Angestellte und keine Beamten. Etwa 5 unserer Mitarbeiterinnen befinden sich derzeit in Erziehungsurlaub - auf ihrer Stelle werden Kräfte mit Jahresverträgen beschäftigt (so sieht es das Gesetz vor), die bei Bedarf verlängert werden. Nach Ablauf des Erziehungsurlaubes haben die Mütter selbstverständlich Anspruch auf ihre Stelle, auf Wunsch auch mit Teilzeit. Keine muss bei *** an der Kasse sitzen. Und das, obwohl sie keine Beamten sind.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Das Frage ich mich auch. Wenn er weniger Steuern bezahlen müsste / hätte bezahlen müssen (aus denen dann auch Pensionen bezahlt werden) hätte er vielleicht mehr Vermögen bilden können?
    Das verstehe ich nicht.
    Du möchtest keine Pensionen zahlen? Und von was sollen die Pensionisten leben?

    Zitat Zitat von Ahab
    Ich kann Deine Antwort in völlig unterschiedlichen Richtungen interpretieren und würde mich freuen, wenn Du es mir nochmal erklärst. Und was ist denn nun der Sinn des Beamtenstatus für Professoren?
    Richtig. Weil wahrscheinlich beide Variationen, Beamtenstatus oder nicht, Vorteile und Nachteile haben, sowohl für die Professoren, Studenten und den Steuerzahler.

    Weil es, um die Lieblingswörter der letzten Jahre zu benutzen, nicht relevant ist. Auch mit den weiteren Schlagworten, Globalisierung, Wirtschaftlichkeit etc. kann ich nicht viel anfangen, da dabei der einzelne Mensch oft vergessen wird.

    Aber wenn Du Argumente hast, den Beamtenstatus abzuschaffen, her damit.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Also, dass Beamte mehr arbeiten und mehr Verantwortung tragen als ihrer Einstufung entspricht muss doch eher eine Ausnahme sein. Alle die Ich kenne jedenfalls wurden immer entsprechend ihrer Aufgaben bezahlt. Umgekehrt ist es allerdings so, dass in einigen Ländern erst eine gesetzliche Sperrfrist von 2, 3 Jahren eingeführt werden musste, damit die Beamten nicht vor ihrer Pensionierung schnell noch befördert wurden, damit sie eine höhere Pension bekamen.

    Anne Dingsda, wo schreibe ich, das ich keine Pensionen zahlen möchte? du fragtest mich vorher schon, ob ich den Beamten ihre Pensionen missgönnte. Du magst diese merkwürdigen Unterstellungen als stilistische Zuspitzungen betrachten, ich finde sie völlig daneben. Sie haben nichts mit dem zu tun was ich schrieb - warum fragst Du mich das also? Worum geht es Dir?

    Zum Rest Deines Postings: Offenbar fällt Dir auch kein Grund ein, warum Professoren Beamte sein müssen, sonst hättest Du ihn vermutlich aufgeschrieben. Und, mit Verlaub! Relevanter als unser Bildungssystem geht fast nicht. Betreffs Forschung und Lehre an den Hochschulen sind wir jedenfalls nur mittelmässig, und jeder der studiert hat kennt wenigstens einen Professor, bei dem man sich gefragt hat, was der eigentlich an einer Hochschule verloren hat.

    (Vorbeugend: Nein, das ist kein Professorenbashing, es gibt natürlich genügend andere Profs. Aber die muss man ja auch nicht loswerden oder durch Konkurenzzdruck anstacheln.)
    Geändert von Ahab (29.01.2010 um 10:06 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Also, dass Beamte mehr arbeiten und mehr Verantwortung tragen als ihrer Einstufung entspricht muss doch eher eine Ausnahme sein. Alle die Ich kenne jedenfalls wurden immer entsprechend ihrer Aufgaben bezahlt. Umgekehrt ist es allerdings so, dass in einigen Ländern erst eine gesetzliche Sperrfrist von 2, 3 Jahren eingeführt werden musste, damit die Beamten nicht vor ihrer Pensionierung schnell noch befördert wurden, damit sie eine höhere Pension bekamen.
    Die Beamten gibt es nicht. (Wurde glaub ich schon mehrmals geschrieben. ) Hast du mein Beispiel nicht gelesen? Im Bereich der Lehrkräfte ist es definitiv so, dass die Sperrfrist besteht - nicht nur kurz vor der Pensionierung, sondern generell.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Irgendwie nervt es schon, dass wenn über allgemeine Fragen gesprochen wird, immer irgendeine Gruppe von Einzelfällen als "Gegenargument" herangezogen wird. Spricht man aber ganz speziell über die Unkündbarkeit von Professoren, wird einem vorgehalten man gönne den Polizisten nicht die Currywurst und ihre Pension. Keine Verallgemeinerung ist es zu schreiben: Beamte arbeiten mehr als ihrer Einstufung entspricht, solche Aussagen werden gelobt. Beleidigend und falsch verallgemeinernd soll es dann aber sein, wenn man schreibt: die die ich kenne wurden jedenfalls immer entsprechend ihren Aufgaben und Verantwortungsbereich bezahlt. Manchmal frage ich mich, ob sich da am anderen Ende der Leitung wirklich Erwachsene befinden.

    Niemand spricht davon irgendetwas Grundsätzlich für alle Beamten ab oder anzuschaffen. Allenfalls könnte man darüber nachdenken ganz ohne Beamten auszukommen, wie die Schweiz. Einfach, damit diejenigen die das Geld erwirtschaften, und diejenigen die davon Leben und dafür Infrastruktur, Ordnung, Bildung zur verfügung stellen, damit das erwirtschaften ermöglichen, gleich behandelt werden. Dass ein Beamter pflichtbewusster ist als ein Angestellter halte ich in jedem Fall für Quatsch, und dass sich jemand mit geringerem Gehalt und höherer Pension weniger leicht bestechen lässt? Da ist das Gegenteil nun längst bewiesen.

    Ob das allerdings billiger kommt ist fraglich, weil, ob das Loch in der Rentenkasse oder in der Staatskasse klafft ist ja letztlich egal. Wobei: wenn Beamte tatsächlich überwiegend Besserverdiener aufgrund höherer Qualifikation sind, würde es wohl doch die Gerechtigkeit erhöhen und die Sozialkassen etwas entlassten, da diese Berufsgruppen dann ja auch höherer Sozialversicherungsbeiträge leisten würden.
    Geändert von Ahab (29.01.2010 um 10:43 Uhr)

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh, das las' sich aber bisher anders...

    Ja, sicher Mitleid mit einem Taxifahrer - wo gibt es denn so etwas - DAS haben doch per se die Polizisten für sich gepachtet, wie man hier unschwer nachlesen kann (wink' an parfum...)

    Da ich mich ungern wiederholen möchte, klinke ich mich aus.
    Wir redeten hier über Beamte. Nicht über Taxifahrer.
    Nur weil ich es nicht explizit erwähnte, sagte ich mit keinem Wort, dass nicht auch Taxifahrer einen gefährlichen Job machen.

    Muss ich jetzt jeden Beruf, den ich für gefährlich halte, extra aufführen, auch wenn er nichts mit dem Beamtenstatus zu tun hat?

    Lass mal die Kirche im Dorf.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Sie müssen als Beamte/ Beamtin doch was gelernt haben?
    Nein, Beamte lernen keinen Beruf, sie besuchen auch keine Berufsschule, sie machen eine Laufbahnausbildung, spezifisch zugeschnitten für ihren geplanten Einsatzbereich.

    Verwaltungsbeamte sind noch ziemlich flexibel, damit könnte man in der Privatwirtschaft etwas anfangen. Bei Polizei, Zoll, Bahn, Justiz usw wird es schon schwieriger.

    Während meiner Laufbahnausbildung (Bahn) habe ich die Prüfung zum Fahrdienstleiter, zum Bremsbeamten (jeder Zug bekommt eine individuelle Prüfung hinsichtlich seiner Last und der daraus resultierenden Bremskraft), zum 15 KV Schaltanstragsteller (Stromlosschalten von Strecken und Bahnhöfen für Notfall und geplante Arbeiten) und noch etliches mehr absolviert. Gearbeitet habe ich, im Ermittlungsdienst im Güterverkehr für Stückgut und Wagenladungen, am Fahrkartenschalter, in der Netzbetriebsleitung, im Personalbüro und zum Schluss in der Controllingabteilung.

    Nichts davon ist alltagstauglich, weil es diese Strukturen eben nur bei der Bahn gibt. Ich bin bei der Bahn auf Planstellen eingesetzt worden, für die ich auf dem Papier keine Befähigung hatte (technischer Dienst versus nichttechnsicher Dienst), aber man setzt selbstverständlich voraus, dass man sich alles aneignen kann und man will ja auch befördert werden, nicht wahr?

    Draußen in der Industrie bei der Bewerbung muss ich Abschlüsse vorweisen, auf meine Fähigkeit zur Einarbeit in beliebigen Fachbereichen wird keiner Rücksicht nehmen. Mit anderen Worten ich bin ungelernt und als solcher nur schwer vermittelbar, genau wie der Polizist gerade noch als Sicherheitskraft in einem Unternehmen durchgeht, aber von der jahrelangen Büffelei diverser Gesetzestexte, nach denen er handeln darf, keinerlei Vorteile mehr hat.

    Beamte bleiben besser bei dem was sie sind oder sie verlieren massiv.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Jeder der sich auf einen Beruf festlegt kann da nicht so einfach raus. So wie andere die Firma wechseln, kann der Beamte sich versetzen lassen. Und inzwischen gibt es ja auch private Bahnen.

    Allerdings: Nach 12 Jahren Berufsausstieg spielt es überhaupt keine Rolle ob Beamtin oder andere Fachausbildung. Das hat dann mit dem Beamtenstatus nix zu tun.

  9. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Irgendwie nervt es schon, dass wenn über allgemeine Fragen gesprochen wird, immer irgendeine Gruppe von Einzelfällen als "Gegenargument" herangezogen wird.
    Und mich nervt, dass du immer noch nicht kapiert hast, dass es keinen Sinn macht, über die Vergünstigungen/die Zuschläge/die Pension/die Faulheit/die Bestechlichkeit/... der Beamten zu sprechen.

    Und es sind eben keine "Einzelfälle", die anders sind, sondern jede Berufsgruppe innerhalb der Beamten ist einzeln anzusehen.

    Und das uralte Vorurteil von dem faulen Beamten, der seinen Tag im Sessel absitzt und durchs Lochen von Akten schon ins Schwitzen kommt, kann man eben nicht auf alle übertragen - auch wenn es noch so schön und in manchen Köpfen festbetoniert ist.

    Ich hab schon mal geschrieben - niemand ist zu alt, um sich vom Schubladendenken zu verabschieden.

  10. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    @Nocturna,

    Deine Beiträge heben sich wohltuend von anderen ab und mir tut es leid, dass ich Dir gegenüber recht heftig aufgetreten bin. Ich bin hier endgültig weg und wünsche Dir für Deine berufliche Zukunft viel Glück.

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