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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Sommerwind, hatten wir das nicht schon weiter vorne?

    Beim Durchschnittsrenter werden alle miteinbezogen. Die Hausfrauen, die nicht gearbeitet haben und eine Minimalrente bekommen und auch die vielen Frauen, die trotz lebenslanger Arbeit eine lächerliche Rente bekommen.
    Es geht doch gar nicht um die Durchschnittsrente, sondern um die sogenannte Eckrente. Die bekommt jemand der 45 Jahre lang Durchschnittsbeiträge gezahlt hat. Das ist schon sehr geeignet um mit Durchschnittspension verglichen zu werden. Der Eckrentenbetrag ist bei so einem Vergleich so dann auch noch recht hoch angesetzt, denn kaum jemand kommt auf soviel Beitragsjahre.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Es geht doch gar nicht um die Durchschnittsrente, sondern um die sogenannte Eckrente. Die bekommt jemand der 45 Jahre lang Durchschnittsbeiträge gezahlt hat. Das ist schon sehr geeignet um mit Durchschnittspension verglichen zu werden. Der Eckrentenbetrag ist bei so einem Vergleich so dann auch noch recht hoch angesetzt, denn kaum jemand kommt auf soviel Beitragsjahre.
    Aha.

    Ich möchte den betreffenden Abschnitt noch mal zitieren:
    Der Durchschnittspensionär erhält 2300 Euro monatlich, der Standardrentner 1176 Euro.
    Das hat auch damit zu tun, dass die Beamtenschaft sich anders zusammensetzt als die Rentnerschaft: Der Anteil des gehobenen und höheren Dienstes, der gut Ausgebildeten also, ist bei den Beamten ziemlich hoch. Das erklärt die Kluft zwischen Renten und Pensionen aber nur zum Teil.
    Also mal angenommen ein junger Mann macht Abitur mit 20 Jahren, läßt sich als Beamter ausbilden und leistet seinen Dienst 40 bis 45 Jahre in einer kommunalen Behörde wie z.B. Bauamt oder Einwohnermeldeamt oder was auch immer.

    Findest Du dann 2.300 Euro Rente wirklich zu hoch? Wahrscheinlich bekommt er ja nicht mal soviel. Wie in einem Beitrag hier erwähnt zahlt er davon dann ca. 600 Euro für Krankenkasse und Steuern. Also so üppig finde ich das nun nicht, dass es solche eine Überschrift rechtfertigen würde.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Ach von der Überschrift haben wir uns doch längst entfernt.

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Findest Du dann 2.300 Euro Rente wirklich zu hoch?.
    Darum geht es doch gar nicht. Das nervt schon, dass jeder Frage oder Benennung von Fakten als Neid und Missgunst betitelt wird.

    Es geht auch nicht um ein "Aufrechnen", sondern um einen Vergleich. Was ist daran so problematisch festzustellen welche Unterschiede es gibt, natürlich auch um zu hinterfragen ob diese gerechtfertig sind? In vielen Fällen sind sie das bestimmt - in anderen vielleicht nicht. Kein Grund ständig auf die Barrikade zu gehen. Anstatt mal zu erklären:

    Warum es gerechtfertigt ist, dass Pensionen sich nach dem letzten Gehalt berechnen und nicht nach dem Durchschnittsgehalt.(Die sogenannten "Beitragszahlungen" der Beamten richten sich ja auch nicht nach dem Gehaltshöhepunkt, weshalb da schon ein bisschen Erklärungsbedarf besteht.)

    Oder warum Professoren verbeamtet sein müssen?

  4. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die, die tatsächlich Deutschland den Rücken kehren und dahin gehen "wo andere Urlaub machen" stellen leidvoll fest, daß sie deutsche Ämter schmerzlich vermissen.
    Naja, in Australien schwingt man bereits die Mörtelkelle, da läßt der Herr vom Katasteramt noch die Liegenschaftskopie für 160,- Euro raus, damit eine "Begehung", amtlich, stattfinden kann. In 6 bis 10 Wochen, ungefähr. Da darf man dann stolz die Bautafel einhämmern :)

    Dann kristallisiert sich nämlich raus, daß in Deutschland Verwaltung ziemlich effizient und schnell funktioniert, vieles online geht und du vor allem fast jeden Behördenkram in jedem Kaff erledigen kannst
    Dieser Absatz kann überlesen werden, da Einzelschicksal.

    Sie können ja mal versuchen, Dinge zur Arbeitslosigkeit, Gewerbe, Bau, etc "schnell, effizient und online" zu erledigen - der SuperGAU wäre, alles in Tateinheit zu schaffen. Da ist sauber mehrfach dedezentrales Antanzen angesagt sowie Warten auf Bescheid A von Behörde B zum Dokument C der Behörde X - falls nichts verlorengeht. Sie wissen doch: "Eeeeeinen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars zur Bestätigung der Richtigkeit.." (an der Stelle hätte ich bereits eröffnen können) ".. des Durchschriftexemplars. Das kriegen Sie aber hier nicht." Daß einige Behörden den Titel "Anstalt" führen, wird seinen Grund haben.

    Zitat Zitat von Anne_dingsda
    WüsterGrobi meint, so wäre es besser.
    Wüster Grobi meint hierzu: Sie interpretieren ihn sehr freihändig und sehr falsch.

    Zitat Zitat von nocturna
    und steht dann ohne Berufsausbildung im Arbeitsleben.
    Verstehe ich nicht. Sie müssen als Beamte/ Beamtin doch was gelernt haben?

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Sie müssen als Beamte/ Beamtin doch was gelernt haben?
    In grauer Vorzeit, also zur Privilegienzeit, gab`s mittlerer Verwaltungsdienst...der Beamte wurde speziell für die Anforderungen der jeweiligen Behörde geschult...heutzutage gibts in Behörden eine offfizeille Ausbildung (Bürokauffrau usw.), damals halt nicht.

    LG zb
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Darum geht es doch gar nicht. Das nervt schon, dass jeder Frage oder Benennung von Fakten als Neid und Missgunst betitelt wird.
    Nein, Ahab, das würde ich Dir nie unterstellen. Warum auch?

    Was mich triggert ist: Wie soll der "Standardrenter", der meinetwegen auch seine 40 bis 45 Jahre gearbeitet hat mit 1.100 Euro zurechtkommen? In einer teuren Großstadt kommt dieser Betrag allein schon mit Miete, Heizung Strom, Telefon etc. zusammen.
    Ein Heimplatz liegt auch bei 1800 Euro. Da muss der Staat auch zuschießen, wenn kein Vermögen da ist.

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Es geht auch nicht um ein "Aufrechnen", sondern um einen Vergleich. Was ist daran so problematisch festzustellen welche Unterschiede es gibt, natürlich auch um zu hinterfragen ob diese gerechtfertig sind? In vielen Fällen sind sie das bestimmt - in anderen vielleicht nicht.
    Wen willst Du vergleichen? Was bringt es denn? Ein Facharbeiter mit Hauptschulabschluss kann z.B. das Doppelte verdienen wie ein Beamter mit Abitur und Studium. Rente kann er weniger bekommen, wenn die Zuschläge wegfallen.

    Ich finde es z.B. wichtig, dass Beamte Ämter wie Bauamt o.ä. bekleiden. Bei der kleinsten Bestechung würde ein Beamter aus dem Dienst entlassen. Seine gesamte Ausbildung wäre unsonst denn er könnte in diesem Bereich nie mehr arbeiten. In der freien Wirtschaft ist man da nicht so streng.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Was mich triggert ist: Wie soll der "Standardrenter", der meinetwegen auch seine 40 bis 45 Jahre gearbeitet hat mit 1.100 Euro zurechtkommen?
    Das Frage ich mich auch. Wenn er weniger Steuern bezahlen müsste / hätte bezahlen müssen (aus denen dann auch Pensionen bezahlt werden) hätte er vielleicht mehr Vermögen bilden können?

    Ich finde es z.B. wichtig, dass Beamte Ämter wie Bauamt o.ä. bekleiden. Bei der kleinsten Bestechung würde ein Beamter aus dem Dienst entlassen. Seine gesamte Ausbildung wäre unsonst denn er könnte in diesem Bereich nie mehr arbeiten. In der freien Wirtschaft ist man da nicht so streng.
    Na ja, also vor ca. 15 Jahren war das Schmieren auf dem Bauamt noch üblich. Keine Ahnung ob sich das geändert hat, kann ich mir kaum vorstellen.

    Wieso müssen Professoren in Deutschland eigentlich unkündbar sein? Und wieso ist es richtig, dass die Pensionen der Beamten nach ihrem Gehalt am Laufbahnhöhepunkt/ ende bezahlt werden?

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Wieso müssen Professoren in Deutschland eigentlich unkündbar sein?
    Keine Ahnung.


    Ich nehme mal an, gute Professoren würden gute Professoren bleiben und die nicht so guten wären ebenso unkündbar außer sie begehen einen eklatanten Verstoß. Dann können sie jedoch auch aus dem Beamtenstatus entfernt werden.

    Vielleicht täusche ich mich, aber wenn ich die Post, die Bahn, die Telekom, die Krankenhäuser sehe, die privatisiert wurden, habe ich als Normalbürger keinen Vorteil davon.
    Weder in preislicher Hinsicht noch im Dienstleistungssektor.

    Und wieso ist es richtig, dass die Pensionen der Beamten nach ihrem Gehalt am Laufbahnhöhepunkt/ ende bezahlt werden?
    Ich mag den Strang nicht nochmal durchlesen, aber eine sachkundige Userin hat geschrieben, dass die Pension inzwischen nach Dienstjahren (glaube ich) berechnet wird.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Und wieso ist es richtig, dass die Pensionen der Beamten nach ihrem Gehalt am Laufbahnhöhepunkt/ ende bezahlt werden?

    ...weil das System ein völlig anderes ist!

    in der freien Marktwirtschaft wir jemand für die Tätigkeit bezahlt, die er ausübt.

    Als Beispiel nehmen wir mal einen Verkäufer in einem Elektrogroßhandel. Er verkauft Fernseher. Weil er ein so guter Verkäufer ist, steigt er auf zum Abteilungsleiter für Unterhaltungselektronik. Es gibt natürlich noch jede Menge mehr Abteilungen in diesem Großhandel. Aber dieser Verkäufer wird nun Abteilungsleiter für Unterhaltungselektronik.

    In der freien Marktwirtschaft ist das normalerweise so üblich, dass der Verkäufer nun das Gehalt eines Abteilungsleiters erhält, weil er diese Tätigkeit nun ja auch ausübt.

    Bei Beamten ist das anders. Einem Beamten wird mehr Verantwortung übertragen und er bekommt sein Gehalt so wie bisher. Nach 10 bis 15 Jahren (meistens noch länger) hat er eventuell die Stufe errreicht, die seiner Tätigkeit entspricht.

    Wenn er diese Stufe 2 bis 3 Jahre vor seiner Pensionierung erreicht hat, nur dann bekommt er auch aus dieser Gehaltsstufe seine Pension. Ansonsten aus der unteren Stufe.

    Insgesamt führt diese Diskussion ins Nirvana und bringt überhaupt nichts. Man versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen und das geht nicht.

    Beamter ist auch nicht gleich Beamter. Ich habe jetzt über die "normalen Beamten" geschrieben. Bei politischen Beamten sieht das sicher wieder anders aus. Vor allem was die Politik angeht. Hier kommt immer wieder Eindruck auf, dass sich die Leute ohne Scham auf Kosten anderer bedienen. Vergessen darf man sicher auch nicht, dass die "Beamtenschaft" ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist. Es gibt solche und solche

    Die Diskussionen die hier jetzt geführt werden, sind sicherlich nicht förderlich für die Motivation dieser Berufsgruppe. Wenn wir ehrlich sind, ist es doch auch so das diese Berufsgruppe von der Gehaltsentwicklung der freien Marktwirtschaft abgeschnitten ist. Bei einer schlechten Haushaltslage wie sie zur Zeit herrscht, wird gestrichen und gestrichen. In guten wirtschaftlichen Zeiten nehmen sie an der Entwicklung nicht teil, weil die Haushalte wieder saniert werden müssen.

    So kann man diskutieren und diskutieren und die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen ;-)

    Bedenklich finde ich allerdings die Aussage eines guten Bekannten

    " Wenn die bei den ganzen Kürzungen und Streichungen meinen, dass sie die Beamten gut bezahlen, sollen die auch meinen das wir gut arbeiten."

    Amen


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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung.


    Ich nehme mal an, gute Professoren würden gute Professoren bleiben und die nicht so guten wären ebenso unkündbar außer sie begehen einen eklatanten Verstoß. Dann können sie jedoch auch aus dem Beamtenstatus entfernt werden.

    Vielleicht täusche ich mich, aber wenn ich die Post, die Bahn, die Telekom, die Krankenhäuser sehe, die privatisiert wurden, habe ich als Normalbürger keinen Vorteil davon.
    Weder in preislicher Hinsicht noch im Dienstleistungssektor.
    Ich kann Deine Antwort in völlig unterschiedlichen Richtungen interpretieren und würde mich freuen, wenn Du es mir nochmal erklärst. Und was ist denn nun der Sinn des Beamtenstatus für Professoren?

    Und komm: bis Beamte aus dem Beamtenstatus entfernt werden, muss schon mehr vorfallen als man einem Professor je anlasten könnte. Stichwort Hochschulautonomie und Freiheit von Forschung und Wissenschaft.

    Und was hat die Privatisierung der Bahn etc. mit der Höhe der Pension einerseits zu tun, und andererseits mit der Unkündbarkeit von Professoren?
    (oder damit, das freiwillige Feuerwehr sich bewährt hat, und es sich bei den Feuerwehren in Deutschland überwiegend um Freiwillige Feuerwehren handelt?)

    Ich mag den Strang nicht nochmal durchlesen, aber eine sachkundige Userin hat geschrieben, dass die Pension inzwischen nach Dienstjahren (glaube ich) berechnet wird.
    ja was denn sonst? wäre ja noch schöner wenn man unabhängig von Dienstjahren immer die gleiche Pensionssumme zugute hätte.
    Dienstjahre sind der Faktor. Als Gehaltsumme wird aber nicht das Durchschnittsgehalt oder das der entsprechenden tatsächlichen Dienstjahre genommen (wie beim Rentner, bei dem nämlich die tatsächliche Beitragszahlung - den überwiegenden Teil seiner Lebensarbeitszeit naturgegeben eben gerade nicht die hohen), sondern die letzte erreichte Einstufung.

    Wieso könnte dies so sinnvoll sein für die Gesellschaft und derjenigen die dieses Geld erwirtschaften, die höchste erreichbare Pensionssumme entsprechend der Dienstjahre als Normalfall auszuzahlen?
    Geändert von Ahab (28.01.2010 um 23:55 Uhr)

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