Es geht doch gar nicht um die Durchschnittsrente, sondern um die sogenannte Eckrente. Die bekommt jemand der 45 Jahre lang Durchschnittsbeiträge gezahlt hat. Das ist schon sehr geeignet um mit Durchschnittspension verglichen zu werden. Der Eckrentenbetrag ist bei so einem Vergleich so dann auch noch recht hoch angesetzt, denn kaum jemand kommt auf soviel Beitragsjahre.
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28.01.2010, 19:22
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
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28.01.2010, 20:35
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Aha.
Ich möchte den betreffenden Abschnitt noch mal zitieren:
Also mal angenommen ein junger Mann macht Abitur mit 20 Jahren, läßt sich als Beamter ausbilden und leistet seinen Dienst 40 bis 45 Jahre in einer kommunalen Behörde wie z.B. Bauamt oder Einwohnermeldeamt oder was auch immer.Der Durchschnittspensionär erhält 2300 Euro monatlich, der Standardrentner 1176 Euro.
Das hat auch damit zu tun, dass die Beamtenschaft sich anders zusammensetzt als die Rentnerschaft: Der Anteil des gehobenen und höheren Dienstes, der gut Ausgebildeten also, ist bei den Beamten ziemlich hoch. Das erklärt die Kluft zwischen Renten und Pensionen aber nur zum Teil.
Findest Du dann 2.300 Euro Rente wirklich zu hoch? Wahrscheinlich bekommt er ja nicht mal soviel. Wie in einem Beitrag hier erwähnt zahlt er davon dann ca. 600 Euro für Krankenkasse und Steuern. Also so üppig finde ich das nun nicht, dass es solche eine Überschrift rechtfertigen würde.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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28.01.2010, 21:04
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Ach von der Überschrift haben wir uns doch längst entfernt.
Darum geht es doch gar nicht. Das nervt schon, dass jeder Frage oder Benennung von Fakten als Neid und Missgunst betitelt wird.
Es geht auch nicht um ein "Aufrechnen", sondern um einen Vergleich. Was ist daran so problematisch festzustellen welche Unterschiede es gibt, natürlich auch um zu hinterfragen ob diese gerechtfertig sind? In vielen Fällen sind sie das bestimmt - in anderen vielleicht nicht. Kein Grund ständig auf die Barrikade zu gehen. Anstatt mal zu erklären:
Warum es gerechtfertigt ist, dass Pensionen sich nach dem letzten Gehalt berechnen und nicht nach dem Durchschnittsgehalt.(Die sogenannten "Beitragszahlungen" der Beamten richten sich ja auch nicht nach dem Gehaltshöhepunkt, weshalb da schon ein bisschen Erklärungsbedarf besteht.)
Oder warum Professoren verbeamtet sein müssen?
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28.01.2010, 21:05Inaktiver User
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Naja, in Australien schwingt man bereits die Mörtelkelle, da läßt der Herr vom Katasteramt noch die Liegenschaftskopie für 160,- Euro raus, damit eine "Begehung", amtlich, stattfinden kann. In 6 bis 10 Wochen, ungefähr. Da darf man dann stolz die Bautafel einhämmern :)
Zitat von Inaktiver User
Dieser Absatz kann überlesen werden, da Einzelschicksal.Dann kristallisiert sich nämlich raus, daß in Deutschland Verwaltung ziemlich effizient und schnell funktioniert, vieles online geht und du vor allem fast jeden Behördenkram in jedem Kaff erledigen kannst
Sie können ja mal versuchen, Dinge zur Arbeitslosigkeit, Gewerbe, Bau, etc "schnell, effizient und online" zu erledigen - der SuperGAU wäre, alles in Tateinheit zu schaffen. Da ist sauber mehrfach dedezentrales Antanzen angesagt sowie Warten auf Bescheid A von Behörde B zum Dokument C der Behörde X - falls nichts verlorengeht. Sie wissen doch: "Eeeeeinen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars zur Bestätigung der Richtigkeit.." (an der Stelle hätte ich bereits eröffnen können) ".. des Durchschriftexemplars. Das kriegen Sie aber hier nicht." Daß einige Behörden den Titel "Anstalt" führen, wird seinen Grund haben.
Wüster Grobi meint hierzu: Sie interpretieren ihn sehr freihändig und sehr falsch.
Zitat von Anne_dingsda
Verstehe ich nicht. Sie müssen als Beamte/ Beamtin doch was gelernt haben?
Zitat von nocturna
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28.01.2010, 21:46
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)
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28.01.2010, 21:52
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Nein, Ahab, das würde ich Dir nie unterstellen. Warum auch?
Was mich triggert ist: Wie soll der "Standardrenter", der meinetwegen auch seine 40 bis 45 Jahre gearbeitet hat mit 1.100 Euro zurechtkommen? In einer teuren Großstadt kommt dieser Betrag allein schon mit Miete, Heizung Strom, Telefon etc. zusammen.
Ein Heimplatz liegt auch bei 1800 Euro. Da muss der Staat auch zuschießen, wenn kein Vermögen da ist.
Wen willst Du vergleichen? Was bringt es denn? Ein Facharbeiter mit Hauptschulabschluss kann z.B. das Doppelte verdienen wie ein Beamter mit Abitur und Studium. Rente kann er weniger bekommen, wenn die Zuschläge wegfallen.
Ich finde es z.B. wichtig, dass Beamte Ämter wie Bauamt o.ä. bekleiden. Bei der kleinsten Bestechung würde ein Beamter aus dem Dienst entlassen. Seine gesamte Ausbildung wäre unsonst denn er könnte in diesem Bereich nie mehr arbeiten. In der freien Wirtschaft ist man da nicht so streng.Gruß dingsda
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28.01.2010, 22:26
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Das Frage ich mich auch. Wenn er weniger Steuern bezahlen müsste / hätte bezahlen müssen (aus denen dann auch Pensionen bezahlt werden) hätte er vielleicht mehr Vermögen bilden können?
Na ja, also vor ca. 15 Jahren war das Schmieren auf dem Bauamt noch üblich. Keine Ahnung ob sich das geändert hat, kann ich mir kaum vorstellen.Ich finde es z.B. wichtig, dass Beamte Ämter wie Bauamt o.ä. bekleiden. Bei der kleinsten Bestechung würde ein Beamter aus dem Dienst entlassen. Seine gesamte Ausbildung wäre unsonst denn er könnte in diesem Bereich nie mehr arbeiten. In der freien Wirtschaft ist man da nicht so streng.
Wieso müssen Professoren in Deutschland eigentlich unkündbar sein? Und wieso ist es richtig, dass die Pensionen der Beamten nach ihrem Gehalt am Laufbahnhöhepunkt/ ende bezahlt werden?
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28.01.2010, 23:02
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Keine Ahnung.
Ich nehme mal an, gute Professoren würden gute Professoren bleiben und die nicht so guten wären ebenso unkündbar außer sie begehen einen eklatanten Verstoß. Dann können sie jedoch auch aus dem Beamtenstatus entfernt werden.
Vielleicht täusche ich mich, aber wenn ich die Post, die Bahn, die Telekom, die Krankenhäuser sehe, die privatisiert wurden, habe ich als Normalbürger keinen Vorteil davon.
Weder in preislicher Hinsicht noch im Dienstleistungssektor.
Ich mag den Strang nicht nochmal durchlesen, aber eine sachkundige Userin hat geschrieben, dass die Pension inzwischen nach Dienstjahren (glaube ich) berechnet wird.Und wieso ist es richtig, dass die Pensionen der Beamten nach ihrem Gehalt am Laufbahnhöhepunkt/ ende bezahlt werden?Gruß dingsda
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28.01.2010, 23:37
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
...weil das System ein völlig anderes ist!
in der freien Marktwirtschaft wir jemand für die Tätigkeit bezahlt, die er ausübt.
Als Beispiel nehmen wir mal einen Verkäufer in einem Elektrogroßhandel. Er verkauft Fernseher. Weil er ein so guter Verkäufer ist, steigt er auf zum Abteilungsleiter für Unterhaltungselektronik. Es gibt natürlich noch jede Menge mehr Abteilungen in diesem Großhandel. Aber dieser Verkäufer wird nun Abteilungsleiter für Unterhaltungselektronik.
In der freien Marktwirtschaft ist das normalerweise so üblich, dass der Verkäufer nun das Gehalt eines Abteilungsleiters erhält, weil er diese Tätigkeit nun ja auch ausübt.
Bei Beamten ist das anders. Einem Beamten wird mehr Verantwortung übertragen und er bekommt sein Gehalt so wie bisher. Nach 10 bis 15 Jahren (meistens noch länger) hat er eventuell die Stufe errreicht, die seiner Tätigkeit entspricht.
Wenn er diese Stufe 2 bis 3 Jahre vor seiner Pensionierung erreicht hat, nur dann bekommt er auch aus dieser Gehaltsstufe seine Pension. Ansonsten aus der unteren Stufe.
Insgesamt führt diese Diskussion ins Nirvana und bringt überhaupt nichts. Man versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen und das geht nicht.
Beamter ist auch nicht gleich Beamter. Ich habe jetzt über die "normalen Beamten" geschrieben. Bei politischen Beamten sieht das sicher wieder anders aus. Vor allem was die Politik angeht. Hier kommt immer wieder Eindruck auf, dass sich die Leute ohne Scham auf Kosten anderer bedienen. Vergessen darf man sicher auch nicht, dass die "Beamtenschaft" ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist. Es gibt solche und solche
Die Diskussionen die hier jetzt geführt werden, sind sicherlich nicht förderlich für die Motivation dieser Berufsgruppe. Wenn wir ehrlich sind, ist es doch auch so das diese Berufsgruppe von der Gehaltsentwicklung der freien Marktwirtschaft abgeschnitten ist. Bei einer schlechten Haushaltslage wie sie zur Zeit herrscht, wird gestrichen und gestrichen. In guten wirtschaftlichen Zeiten nehmen sie an der Entwicklung nicht teil, weil die Haushalte wieder saniert werden müssen.
So kann man diskutieren und diskutieren und die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen ;-)
Bedenklich finde ich allerdings die Aussage eines guten Bekannten
" Wenn die bei den ganzen Kürzungen und Streichungen meinen, dass sie die Beamten gut bezahlen, sollen die auch meinen das wir gut arbeiten."
Amen
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28.01.2010, 23:38
AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?
Ich kann Deine Antwort in völlig unterschiedlichen Richtungen interpretieren und würde mich freuen, wenn Du es mir nochmal erklärst. Und was ist denn nun der Sinn des Beamtenstatus für Professoren?
Und komm: bis Beamte aus dem Beamtenstatus entfernt werden, muss schon mehr vorfallen als man einem Professor je anlasten könnte. Stichwort Hochschulautonomie und Freiheit von Forschung und Wissenschaft.
Und was hat die Privatisierung der Bahn etc. mit der Höhe der Pension einerseits zu tun, und andererseits mit der Unkündbarkeit von Professoren?
(oder damit, das freiwillige Feuerwehr sich bewährt hat, und es sich bei den Feuerwehren in Deutschland überwiegend um Freiwillige Feuerwehren handelt?)
ja was denn sonst? wäre ja noch schöner wenn man unabhängig von Dienstjahren immer die gleiche Pensionssumme zugute hätte.Ich mag den Strang nicht nochmal durchlesen, aber eine sachkundige Userin hat geschrieben, dass die Pension inzwischen nach Dienstjahren (glaube ich) berechnet wird.
Dienstjahre sind der Faktor. Als Gehaltsumme wird aber nicht das Durchschnittsgehalt oder das der entsprechenden tatsächlichen Dienstjahre genommen (wie beim Rentner, bei dem nämlich die tatsächliche Beitragszahlung - den überwiegenden Teil seiner Lebensarbeitszeit naturgegeben eben gerade nicht die hohen), sondern die letzte erreichte Einstufung.
Wieso könnte dies so sinnvoll sein für die Gesellschaft und derjenigen die dieses Geld erwirtschaften, die höchste erreichbare Pensionssumme entsprechend der Dienstjahre als Normalfall auszuzahlen?Geändert von Ahab (28.01.2010 um 23:55 Uhr)



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