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  1. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von parfum Beitrag anzeigen
    Würdet ihr gerne mit einem Polizisten (nein, nicht die Beamten auf dem Finanzamt) mal für einen Tag tauschen?
    Mit einem Polli im Außendienst wohl nicht (mein Pap war in der Justizvollzugsanstalt - da gibt es wirlich üble Gestalten), aber sonst?

    Wer will diesen Job denn machen?
    Das Beamtentum besteht nunmal nicht nur aus Polizisten. Sondern aus hunderttausenden Schlappnudeln, die Papiere lochen, heften und rumtragen - viele Sparten sind weder so brandgefährlich, noch so produktiv, aufreibend oder gesellschaftlich einen Zusammenhalt gewährend, daß man ihn gut entlohnen müßte. Ich mein -hey!- würde hier jemand ernsthaft bemerken, wenn X Behörden mal 1 Jahr nicht besetzt wären? Nö. Beamtentum ist wie Zahnweh: Man merkt erst wie schlimm das ist, wenn es einen entdeckt.

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    schon die Mindestpension mit 1300 Euro viel höher als die Durchschnittsrente
    ...die Mindestpension gibt es nicht mehr...es zählen nur noch die tatsächlich geleisteten Dienstjahre!

    Muss weiter nachlesen.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  3. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Beamtentum besteht nunmal nicht nur aus Polizisten. Sondern aus hunderttausenden Schlappnudeln, die Papiere lochen, heften und rumtragen - viele Sparten sind weder so brandgefährlich, noch so produktiv, aufreibend oder gesellschaftlich einen Zusammenhalt gewährend, daß man ihn gut entlohnen müßte. Ich mein -hey!- würde hier jemand ernsthaft bemerken, wenn X Behörden mal 1 Jahr nicht besetzt wären? Nö. Beamtentum ist wie Zahnweh: Man merkt erst wie schlimm das ist, wenn es einen entdeckt.
    Du würdest es merken - wie es viele merken, die gerne und ausufernd sich über das ach so bürokratische Deutschland auslassen. Die, die tatsächlich Deutschland den Rücken kehren und dahin gehen "wo andere Urlaub machen" stellen leidvoll fest, daß sie deutsche Ämter schmerzlich vermissen.
    (das gilt auch für USA, AUstralien, Neuseeland, sämtliche europäische Länder).

    Dann kristallisiert sich nämlich raus, daß in Deutschland Verwaltung ziemlich effizient und schnell funktioniert, vieles online geht und du vor allem fast jeden Behördenkram in jedem Kaff erledigen kannst, was in vielen Ländern nicht der Fall ist, da darf man in die "Verwaltungsstadt" oder im fiesesten Fall in die Hauptstadt fahren, um was zu regeln.
    Die Öffnungszeiten bei uns sind zudem durchaus bürgerfreundlich geregelt und man kann meist verschiedenstes in behördenübergreifenden Bürgerbüros machen.
    Wenn ich bei uns so gucke: 08:00-17:30 und wechselweise in den Stadtteilen ab 07:00 Uhr an einem Wochentag.... und ein Tag mit Vereinbarungsterminen....
    EC-Zahlung an jedem Schreibtisch - also kein extra Warten an einer Kasse...

    Klar - ein Amt, daß ich aktuelle nicht brauche - da würde mir sicher ne Weile nicht auffallen, wenn es geschlossen wäre...
    Ich geh z.B. selten zum Zoll.... dessen Berechtigung würde ich dennoch nicht anzweifeln.

    Und auch im Staatsarchiv und im Katasteramt hab ich nicht so oft zu tun. Ich vermute, die tragen da auch Papier umher...

    Antje

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Beamtentum besteht nunmal nicht nur aus Polizisten. Sondern aus hunderttausenden Schlappnudeln, die Papiere lochen, heften und rumtragen - viele Sparten sind weder so brandgefährlich, noch so produktiv, aufreibend oder gesellschaftlich einen Zusammenhalt gewährend, daß man ihn gut entlohnen müßte. Ich mein -hey!- würde hier jemand ernsthaft bemerken, wenn X Behörden mal 1 Jahr nicht besetzt wären? Nö. Beamtentum ist wie Zahnweh: Man merkt erst wie schlimm das ist, wenn es einen entdeckt.
    Lol, man kann von diesem Beitrag halten was man will, zumindest ist Grobis Standpunkt klar und deutlich geworden.
    Aber aus jeden Beitrag kann man noch was sinnvolles machen, also gehe ich mal auf"unnützes Beamtentum" ein.

    Früher gab es deutlich mehr Beamte, der Postler war beamtet, der Schrankenwärter, der Streckengeher, die Telekomler, die Fahrkartenverkäuferin, Beamte im Umspannwerk, Vermessungsbeamte usw. Das hat Historie, weil man "hoheitliche" Aufgaben eben so wichtig eingeschätzt hat, dass sie nur ein Berufsstand, der eng an der Kandare zu nehmen ist, ausführen durfte.

    Der Schrankenwärter war quasi die Pflichterfüllung in Person, sonst gäbe es Tote, der Streckengeher war auf Bundeseigentum unterwegs mit hohem Risiko, also kam nur ein Beamter in Frage, die Fahrkartenverkäufer hantierten mit viel Geld, der Telekomler war dem Fernmeldegeheimnis verpflichtet, der Beamte im Umspannwerk war verantwortlich, dass die Arbeiter auf der Strecke nicht gegrillt werden, to be continued.

    Heute hat man davon längst Abstand genommen, in vielen Bereichen werden Arbeiter und Angestellte eingestellt, aber natürlich sind diese Beamten noch im Beruf, bzw im Ruhestand. Es gibt eine natürliche Lösung dieses Problem, bloß die dauert eben eine Generation.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  5. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ja und nein. Ich bin im 12. Jahre meiner Beurlaubung, super gell? Letztens habe ich vorgefühlt, wie es um eine Wiederaufnahme der Beschäftigung steht. Meine Dienststelle in München hat sich aufgelöst, mein Personalsachbearbeiter sitzt nun in Hannover und mir wurde eine Arbeitsstelle in Stuttgart angeboten. Ich habe dankend abgelehnt und eine weitere Beurlaubung beantragt.
    Schön, heißt im Endeffekt wohl, dass diese Beurlaubung bis zum Pensionsanspruch ausgedehnt wird. Geht ja nicht, dass der Beamte Einbußen hat.

    Übrigens genieße ich in dieser Zeit die Vorzüge der Krankenversicherung der Beamten. In den 12 Jahren als beurlaubte Beamtin mit einem Kind habe ich bisher ca 40000 Euro für unsere Krankenversicherung gezahlt. Diesen Luxus des Zuhausebleibens als Beamter muss man sich erst mal leisten können, als mitversicherte Ehefrau würde ich keinen Cent zahlen.
    Nun ja, was den Luxus angeht, habe ich mal' gerechnet und komme auf einen monatlichen KK-Beitrag von € 278,-- aufgerundet, welcher bspw. mit einem 400 €-Job auch ohne Beamtenstatus zu bewältigen ist.

    Aber trotzdem hast Du Recht, denn zu diesem geringen KK-Beitrag gibt es keine KK-Versicherung für Selbständige bzw. Ehefrauen als Mitversicherte bei Privatkrankenkassen.
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2010 um 18:32 Uhr)

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Anne
    Gib dir keine Mühe - Tatsachen sind nicht erwünscht.
    Du hast Recht, pelzpfote

    Der Schrankenwärter war quasi die Pflichterfüllung in Person, sonst gäbe es Tote, der Streckengeher war auf Bundeseigentum unterwegs mit hohem Risiko, also kam nur ein Beamter in Frage, die Fahrkartenverkäufer hantierten mit viel Geld, der Telekomler war dem Fernmeldegeheimnis verpflichtet,
    Nocturna, ich musste grinsen über Deinen leicht ironischen Beitag bzgl. Telekom und Fernmeldegeheimnis.

    Natürlich war die Bahn früher ein Verlustgeschäft. Aber viele Beamte kümmerten sich um die Reisenden und bezogen dafür ihr Gehalt.
    Wenn ich richtig gelesen habe, wird die DB jedes Jahr mit 20 Mio Euro bezuschusst, unrentable Strecken im Personenverkehr werden eingestellt, Personal entlassen und Lokführer sind oft übermüdet wegen der knapp kalkulierten Dienstpläne.
    WüsterGrobi meint, so wäre es besser. Ich frage mich: für wen?
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  7. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du würdest es merken - wie es viele merken, die gerne und ausufernd sich über das ach so bürokratische Deutschland auslassen. Die, die tatsächlich Deutschland den Rücken kehren und dahin gehen "wo andere Urlaub machen" stellen leidvoll fest, daß sie deutsche Ämter schmerzlich vermissen.
    (das gilt auch für USA, AUstralien, Neuseeland, sämtliche europäische Länder).
    Teils, teils. Ich habe beruflich einige Jahre im Ausland gelebt und meine Erfahrung lehrt, dass mit einigen Geldscheinchen doch vieles machbar ist.

    Dann kristallisiert sich nämlich raus, daß in Deutschland Verwaltung ziemlich effizient und schnell funktioniert, vieles online geht und du vor allem fast jeden Behördenkram in jedem Kaff erledigen kannst, was in vielen Ländern nicht der Fall ist, da darf man in die "Verwaltungsstadt" oder im fiesesten Fall in die Hauptstadt fahren, um was zu regeln.
    Die Öffnungszeiten bei uns sind zudem durchaus bürgerfreundlich geregelt und man kann meist verschiedenstes in behördenübergreifenden Bürgerbüros machen.
    Wenn ich bei uns so gucke: 08:00-17:30 und wechselweise in den Stadtteilen ab 07:00 Uhr an einem Wochentag.... und ein Tag mit Vereinbarungsterminen....
    EC-Zahlung an jedem Schreibtisch - also kein extra Warten an einer Kasse...

    Klar - ein Amt, daß ich aktuelle nicht brauche - da würde mir sicher ne Weile nicht auffallen, wenn es geschlossen wäre...
    Ich geh z.B. selten zum Zoll.... dessen Berechtigung würde ich dennoch nicht anzweifeln.

    Und auch im Staatsarchiv und im Katasteramt hab ich nicht so oft zu tun. Ich vermute, die tragen da auch Papier umher...

    Antje
    Ich habe mir erlaubt, die Einschränkungen blau zu markieren. Weil, ich habe es auch anders erfahren dürfen.

    Zum fett unterlegten Teil möchte ich anmerken, dass auffallend ist, dass diese Leistungen immer teurer werden und der Erfindungsreichtum der Ämter unerschöpflich und selten dem Wohle des Bürgers (ursprünglicher Gedanke) entspricht.
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2010 um 18:36 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Ach Sommerwind,

    ich kann Dir auch ein paar amerikanische EDV-Konzerne nennen, bei denen "Ziemlich effizient" schon geschönt bezeichnet wäre....

    Antje

  9. User Info Menu

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schön, heißt im Endeffekt wohl, dass diese Beurlaubung bis zum Pensionsanspruch ausgedehnt wird. Geht ja nicht, dass der Beamte Einbußen hat.
    Nein, es gibt natürlich eine Obergrenze der Beurlaubung und dann fängt man eben wieder zum Arbeiten an (hoffentlich nicht Stuttgart) oder man verzichtet aufs Berufsbeamtentum, lässt seine Jahre mit Verlust zur BfA übertragen und steht dann ohne Berufsausbildung im Arbeitsleben.

    Es gibt auch Risiken als Beamter, Versetzungen in andere Bundesländer als Bundesbeamte gehören dazu und Kündigung ist keine Lösung, um dem zu entgehen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  10. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Teils, teils. Ich habe beruflich einige Jahre im Ausland gelebt und meine Erfahrung lehrt, dass mit einigen Geldscheinchen doch vieles machbar ist.
    .
    Und das ist besser? O.O

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