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  1. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Die Gehälter sind sicher ein Witz, oder?
    Wie meinst du das?

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Na ja, besonders viel verdienen Professoren in Deutschland bekanntermassen nicht ( - wenn man davon absieht, dass je nach Bereich ganz schöne Nebeneinkünfte aufgrund von Status und Reputation und freier Zeiteinteilung möglich sind, die das Professorengehalt auch mal in den Schatten stellen können).

    Das ändert aber überhaupt nichts an der Frage, warum Professoren in Deutschland überhaupt verbeamtet sein müssen?

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das?
    Den Stress in den oberen Etagen würde ich mir für das Geld nicht antun.

  4. Moderation

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Je nach Bundesland und Vertrag müssen Uni-Professoren aber einen Teil ihrer Nebeneinkünfte, und das können 40-60% sein, an die Hochschule abführen. FH-Professoren übrigens nicht bzw. in viel geringerem Umfang.

    Wenn du aber ein Uni-Prof ohne Ambitionen bist und Wert auf deine Work-Life-Balance legt, bist du für 8-10 SWS (=Semesterwochenstunden) gut entlohnt.
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  5. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Den Stress in den oberen Etagen würde ich mir für das Geld nicht antun.
    Da hast du recht! Aber dafür dürfen sich die Beamten dann ja auch noch beschimpfen lassen, dass sie den Steuerzahler ausbeuten.
    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Das ändert aber überhaupt nichts an der Frage, warum Professoren in Deutschland überhaupt verbeamtet sein müssen?
    Es war schon klar, dass jetzt wieder die Professoren in den Fokus rücken, die müssen ja auch immer herhalten, wenn es um angeblich so hohe Beamtengehälter geht.

    Interessant ist die Aufstellung aber vor allem, wenn man weiß, wie viele Leute in den einzelnen Besoldungsgruppen sind. Da kommt nämlich auf, dass die größte Zahl der Staatsdiener in den unteren und evtl. noch mittleren Gruppen sind: A2 - A13. In den B- und C- bzw. W-Gruppen sind nur sehr wenige. Aber die werden immer als Beispiel für die angeblich so reichen Beamten herangezogen.

  6. Moderation

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    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    So schicke Sachen wie Leistungsbonusse gibt es auch nur sehr eingeschränkt und so vorteilhaft eine durch die Beschäftigungsdauer festgelegte Gehaltsentwicklung auf den ersten Blick scheint, darf man hierbei nicht vergessen, dass beim Erreichen einer gewissen Endstufe Schluss ist. Wenn jemand diese Endstufe z.B. mit 40 Jahren erreicht hat, bekommt er für die gesamte restliche Dauer seines Arbeitsverhältnisses keine Gehaltserhöhung mehr, abgesehen von tariflichen Erhöhungen.

    Meine Cousine ist, seit sie 20 ist, angestellt im ÖD, wenn sie 36 ist, hat sie ihre persönliche Höchststufe erreicht (und so hoch ist die nicht!). Da bleibt sie dann bis zur Rente.
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  7. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich Wissen denn eigentlich alle, die hier so fulminant gegen ruinöse Beamte sind überhaupt, wo es heute noch Beamte gibt?

    Es gab 2006 (mit sinkender Tendenz!) noch etwa 1,88 Mio Beamte - der Rest im öffentlichen Dienst sind schon längst Angestellte.

    Nur so als Vergleich: Deutschland hat 1,88 Mio Beamte bei etwa 80 Mio Einwohnern
    Spanien hat mehr als 3 Mio beamte bei 46 Mio Einwohnern....
    Vielleicht sollte man nicht nur mit Spanien oder Frankreich, also mit recht bürokratischen Ländern, vergleichen, sondern zum Beispiel in die Schweiz sehen, in der es noch nie unkündbare Beamte gab, sondern auf jeweils 4 Jahre gewählte Beamte, und wo vor einigen Jahren sogar entschieden worden ist den Beamtenstatus fast vollständig abzuschaffen (Ausnahme: Polizei, Justiz ..).

    Es ist doch interessant, dass es offensichtlich auch ohne Heerscharen von Beamten geht. Auch in Deutschland, denn wie du zu Recht anmerkst, werden Beamte auch in Deutschland immer öfter durch Angestellte ersetzt.


    Während bei Angestellten Sozialabgaben fällig werden, müssen die Länder für ihre verbeamteten Staatsdiener keine Beiträge für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen und können dadurch ihre Haushalte zumindest kurzfristig entlasten.“
    Gesamtgesellschaftlich und mittel- bis langfristig gesehen ist das kein Vorteil, sondern sogar ein großer Nachteil.
    Es ist - neben den sogenannten Schattenhaushalten - eine weitere Möglichkeit Schulden zu verstecken. Das ist nicht die Schuld der Beamten, aber es ist nichtsdestotrotz ein Problem für die Gesamtgesellschaft.

    Wenn man sich ansieht, dass die schwarz-gelbe Regierung für 2010 eine Neuverschuldung von 100 Milliarden Euro beschlossen hat (85 Milliarden im "normalen" Haushalt plus weitere 15 Milliarden in einem Schattenhaushalt zur Finanzierung der Bankenpleite), und wenn man die Pensionslasten als Schulden der Zukunft betrachtet, dann wird deutlich, dass die tatsächliche Schuldenlast noch gigantischer ist als ohnehin.


    Man kann sich sicher fragen: Müssen Lehrer Beamte sein, wo doch an nicht-staatlichen Schulen diese schon längst „nur“ Angestellte sind.

    Ich vermute aber, die meisten Aufgaben heute noch verbeamteter Menschen möchte der Bürger letztlich auch genau in der Hand von Beamten sehen bzw. möchte die „Sicherheiten“ haben, die sich für den Bürger daraus ergeben.
    Wie gesagt: ein Vergleich mit der Privatwirtschaft, in der auch nicht ununterbrochen gestreikt wird, und ein Vergleich mit der Schweiz zeigt, dass an diesem Argument nicht die geringste Substanz ist.
    Ganz im Gegenteil: die Veramtung auch unfähigster Lehrer führt nicht gerade zu einer Qualitätssteigerung im Bildungswesen.
    Eher ist es wohl so, dass einerseits die Beamten selber ihre Privilegien (verglichen mit den nichtverbeamteten Kollegen) mit Klauen und Zähnen verteidigen, andererseits die kommunalen Haushälter es vorziehen einige Zahlungsverpflichtungen in die Zukunft zu verschieben.



    Einkommen – Wer verdient wie viel?

    Beamte werden nach Besoldungsgruppen eingestuft. Die höchstdotierte ist B11 (10 602 Euro).

    Gruppe A

    A2 bis zu 1655,01 (Wachtmeister)
    ...
    Diese Zahlen scheinen alt zu sein; zumindest habe ich andere gefunden: *klick*

    Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Beamte einen bunten Strauß an Zulagen erhalten. Das fängt bei Zulagen für ungünstige Arbeitszeiten an (vergleichbar Wochenend- und Nachtzuschlägen in der freien Wirtschaft) und hört bei Zuschlägen für Verheiratete und für jedes Kind (zusätzlich zum normalen Kindergeld) noch lange nicht auf.

    Last not least ist es wichtig sich klarzumachen, dass man diese Einkommen auf gar keinen Fall mit normalen Bruttogehältern der freien Wirtschaft vergleichen kann, denn dort werden noch Beiträge für Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung abgezogen, die bei Beamten nicht abgezogen werden.

    Es ist sicher so, dass Beamtenprivilegien eingedampft wurden. Das habe ich verstanden, und das ist auch richtig so. Aber bevor wir hier noch den Klingelbeutel 'rumgehen lassen, für die armen Beamten, sollten wir die Perspektiven vielleicht doch noch etwas zurechtrücken.
    .
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2010 um 10:05 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hast du recht! Aber dafür dürfen sich die Beamten dann ja auch noch beschimpfen lassen, dass sie den Steuerzahler ausbeuten.

    Es war schon klar, dass jetzt wieder die Professoren in den Fokus rücken, die müssen ja auch immer herhalten, wenn es um angeblich so hohe Beamtengehälter geht.

    Interessant ist die Aufstellung aber vor allem, wenn man weiß, wie viele Leute in den einzelnen Besoldungsgruppen sind. Da kommt nämlich auf, dass die größte Zahl der Staatsdiener in den unteren und evtl. noch mittleren Gruppen sind: A2 - A13. In den B- und C- bzw. W-Gruppen sind nur sehr wenige. Aber die werden immer als Beispiel für die angeblich so reichen Beamten herangezogen.
    du kannst natürlich versuchen das Thema totzuschlagen, erledigen wird es sich dadurch nicht.

    Interessant ist, dass wenn es um die überdurchschnittlich hohe Altersvorsorge geht, angeblich alle Beamten eben Besserverdiener waren, wenn es um die Gehälter geht sind plötzlich alles nur noch Geringverdiener.

    Das der Anteil der Wohlhabenden Haushalte in der BRD über die Hälfte aus Beamten besteht ist kein Beamten bashing, sondern eine statistische Tatsache. Da nutzen polemische Attacken als Widerspruch auch nix.

    Es geht mir sowie so nicht ums Bashing, und erst recht nicht darum völlig undifferenziert ständig alles auf alle Beamten zu beziehen, noch geht es mir um die reichen Professoren - wenn Du aufmerksam gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, das die nämlich gar niemand hier für reich hielt. Bei Professoren geht es um ganz andere kritische Aspekte des Beamtenstatus, die Izzi beispielhaft beschrieb. Darum stellt sich hier eben die Frage, warum beispielsweise ein Professor unkündbar sein muss in Deutschland.

    Oder warum man mit staatstragender Begründung Feuerwehrleute verbeamtet, wenn der grösste Teil der Deutschen Städte mit einer Freiwilligen Feuerwehr bestens zurecht kommt.

    Man wird ja wohl verschiedene Aspekte des Beamtenwesens mal kritisch anschauen dürfen, ohne das ständig jemand reinplärt und mit undifferenzierten Schlachtrufen a la "Neid" und "Beamtenbashing" versucht die Diskussion abzuwürgen.

  9. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Interessant ist, dass sämtliche Zulagen und Vergünstigungen (z. B. bei Versicherungen, Eintrittsgelder, Bahntickets, Pflege der Uniformen, PKW auch für den Privatgebrauch etc.) in die Gehälter nie eingerechnet werden, weil angeblich ja nur "Peanuts". Nur, würde man diese "Peanuts" ersatzlos streichen, möchte ich den Aufstand der ach' so bescheidenen Beamten erleben.

    Weiterhin kenne ich keinen Beamten, dem aufgrund schlechter Leistungen gekündigt werden kann; eine Herabstufung ist nur (wenn überhaupt) mit größten Schwierigkeiten verbunden - das Wort "Verantwortung" kann in bezug auf Beamte ersatzlos gestrichen werden. Selbst eindeutig nachgewiesene "Verantwortungslosigkeit" bleibt -im Gegensatz zu allen anderen Arbeitnehmern- ohne Konsequenz.
    Oder hat jemand Informationen, wonach vom Bundesrechnungshof beanstandete Geldausgaben jemand zur Verantwortung gezogen wurde oder Nachteile erfahren hat ?

    Zu den Pensionszahlungen wäre noch anzumerken, dass NUR dieser Personenkreis neben einer hohen Pension auch am Ende des Jahres mit einem zusätzlichen Weihnachtsgeld beglückt wird.

  10. Inaktiver User

    AW: Ruinieren die Beamten unseren Staat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist nicht die Schuld der Beamten, aber es ist nichtsdestotrotz ein Problem für die Gesamtgesellschaft.
    Löbliche Erkenntnis. Dass es ein Problem ist, bestreitet niemand. Aber schon im Titel heißt es "Ruinieren die Beamten unseren Staat?" Also gibt es genügend, die die Schuld den Beamten selbst anlasten.

    Mir erschließt sich übrigens nicht, warum du so vehement gegen die Beamten in Deutschland polemisierst. Wenn ich recht verstehe, wohnst du doch in der Schweiz. Mir würde es im Traum nicht einfallen, gegen das Sozialsystem der Schweiz zu wettern, noch dazu mit immer wieder neuen vagen/unrichtigen/veralteten Behauptungen, wie z. B. das
    Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Beamte einen bunten Strauß an Zulagen erhalten. Das fängt bei Zulagen für ungünstige Arbeitszeiten an (vergleichbar Wochenend- und Nachtzuschlägen) und hört bei Zuschlägen für Verheiratete und pro Kind (zusätzlich zum normalen Kindergeld) nicht auf.
    Hier wirfst du wieder mal einen "bunten Strauß" in die Diskussion, der wieder mal viel zu pauschal ist und keineswegs für alle gilt.
    Last not least ist es wichtig sich klarzumachen, dass man diese Einkommen auf gar keinen Fall mit normalen Bruttogehältern der freien Wirtschaft vergleichen kann, denn dort werden noch Beiträge für Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung abgezogen, die bei Beamten nicht abgezogen werden.
    Nochmal - für dich zum Mitschreiben: Bei den Gehältern der Beamten muss die Krankenversicherung abgezogen werden, die nicht wenig ist und auch für jedes Familienmitglied einzeln (keine Familienversicherung!)

    Du hast gestern geschrieben, dass du "gute" Antworten auf deine kritischen Fragen möchtest. Was sind für dich "gute" Antworten? Nur die, die deine Vorurteile bestätigen? Warum gehst du nicht auf das ein, was an stichhaltigen Argumenten geliefert wird, sondern behauptest einfach immer wieder, dass alles nur Gejammere ist?

    Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber es ist in keinem Alter zu spät, sich von - vielleicht zwar lieb gewordenen, aber doch überholten - Vorurteilen zu verabschieden.

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