Ist dieses Beispiel vom Heidelberger Wirtschaftsprofessor ?
Auf jeden Fall sollte man schon mal was von der Abwägung der Rechtsgüter gehört haben.
Natürlich ist hier das Gebot der Hilfeleistung ein höher zu bewertendes Rechtsgut. Dafür bedarf es noch nicht einmal Fantasie.
Es ist ja wohl hinlänglich bekannt, daß selbst eine Tötung gerechtfertigt sein kann, nämlich bei Notwehr und Nothilfe.
Aber es ist natürlich immer sehr einfach Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Ich kann den Zusammenhang zwischen klaren Rechtsbrüchen für die es keine Rechtfertigung gibt und geben kann und Hilfeleistungen nicht erkennen.
Und nein, ich kann keine Berechtigung für Blockaden und Anschläge erkennen. Immer noch nicht.
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08.12.2009, 18:12Inaktiver User
AW: Wann geht die Politik endlich gegen den linken Mob vor???
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08.12.2009, 18:18Inaktiver User
AW: Wann geht die Politik endlich gegen den linken Mob vor???
In allen Fällen sehe ich darin nur verwerfliche Taten und niedere Beweggründe.
Wo bitteschön ist die Berechtigung ein möglicherweise in Griechenland begangenes Unrecht mit versuchten Mordanschlägen an Hamburger Polizisten zu vergelten ?
Und mit welchem Recht wird ein Theater seit 20 Jahren besetzt ?
Wo bleiben die Rechte des Eigentümers ?
Und dann noch gleich weitere nicht zu rechtfertigende Straftaten ankündigen für den Fall das Recht und Gesetz wieder hergestellt werden sollten. Na Bravo kann ich da nur sagen.
Aber es wird an Entschuldigungen, Rechtfertigungen und Sympathiebekundungen nicht mangeln. Die Claqueure stehen mit Sicherheit schon bereit.
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09.12.2009, 01:54
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09.12.2009, 02:12Inaktiver User
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09.12.2009, 12:00
AW: Wann geht die Politik endlich gegen den linken Mob vor???
Das Wort "Qualität" in Zusammenhang mit Gewalt lässt bei mir regelmäßig die Haare zu Berge stehen.
Dir ist schon klar, dass zumindest in HH die PKW direkt neben Häusern standen? Teilweise in Carports, die an ein Haus angebaut waren?
Dir ist auch schon klar, was ein nächtlicher Brand eines EFH bedeuten kann? Ich wünsche Dir nicht, dass Du das mal erleben musst, weil ein paar Jugendliche frustriert sind und/oder Berichterstattung über sich in der Zeitung "voll geil" finden. Oder weil wer denkt, Dein Auto sei einfach eine Nummer zu groß für diese Welt. In mindestens einem Fall wurde das VERBRENNEN einer Familie mit Kleinkind billigend in Kauf genommen.
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09.12.2009, 13:21Inaktiver User
AW: Wann geht die Politik endlich gegen den linken Mob vor???
Nein, von mir. Eines seiner in mehrfacher Hinsicht gut passendes Beispiele war (wenn ich es richtig hinkriege, weil ich inmitten der Geschichte eingeschaltet habe - das Resümee und große Teile der Geschichte aber mitbekam) aus der Zeit des "Alten Fritz", als sich wohl auch gerade die Verhältnisse der Rechtsprechung änderten. D.h. daß Fritz einerseits festlegte, daß Richtern Rechtsprechung übertragen wurde -somit Majestäten nicht mehr Recht sprechen und "übertrumpfend" hinenreden durften-, andererseits aber Richter aus Gewohnheit (noch) dazu neigten, Adel zu bevorzugen und/ oder wegen fehlender Erfahrungswerte Gesetz nicht richtig anzuwenden und/ oder Gesetze nicht richtig waren. Das war die eine delikate Seite.
Die andere delikate Seite war: Zwei aneinander grenzende Grundstücke wurden von einem Fluß durchzogen. Der Besitzer eines Grundstückes (Oberlauf) leitete das Wasser um, sodaß der Müller (Besitzer des anderen Grundstücks am Unterlauf) pleite ging. ZWei Gerichte entschieden, das wäre rechtmäßig. Die Begründung weiß ich nicht.
Nun mischte Fritz sich doch ein -handelte also gegen das eigene Gesetz (was Punkt 1 wäre)-, um unrechtmäßig verursachten Schaden abzuwenden und Verhältnisse von "Privateigentum" und "Nicht-Privateigentum" klarzustellen, (was Punkt 2 wäre) und entschied für den Müller: Das Wasser gehöre allen und nicht wie gerichtlich festgestellt wurde, ein Gesetz X -entweder irrrig angewendet oder gar falsch formuliert- müsse hingenommen werden, weil es "nun mal Gesetz ist", was Punkt 3 wäre. Den gesamten Vorgang beurteilte Herr Kirchhof in seiner Eigenschaft als ehemaliger Verfassungsrichter als teilweise paradox, aber im Ergebnis richtig.
Ende Geschichte. Daraus ergibt sich für mich die Ableitung, daß a) ein "Fehler" nicht unwidersprochen bleiben muß b) durchaus eine Korrektur (Mittel: in erster Linie gewaltfrei) vorgenommen werden kann und sollte sowie c) es egal ist, ob die Korrektur durch einen Majestätssouverän oder Volkssouverän geschieht.
Genau - es geht darum, Schaden abzuwenden und das kann geltendes Gesetz "übertrumpfen" bzw. außer Kraft setzen. Hinzu kommen obige Punkte.Es ist ja wohl hinlänglich bekannt, daß selbst eine Tötung gerechtfertigt sein kann, nämlich bei Notwehr und Nothilfe.
Meine Antwort war an Exzellenz` Aussage anknüpfend: "Aber trotzdem behaupte ich, dass es Fälle gibt, wo es geboten ist, gegen das Gesetz zu handeln." und das sehe ich genauso. Es geht mir hier nicht um "die Chaoten", weil ich deren Motivation nicht kenne. Sofern deren Motivation -> Legitimation richtig wäre -was durchaus einem Gesetz entgegenstehen kann-, wird zwar direkt Schaden verursacht, aber anderer, möglicherweise weit gravierenderer Schaden oder Unrecht bekämpft/ abgewendet. Eine solche Sachlage ist denkbar (Apartheid, Tibet/ Chinafrage, Naher Osten etc).Ich kann den Zusammenhang zwischen klaren Rechtsbrüchen für die es keine Rechtfertigung gibt und geben kann und Hilfeleistungen nicht erkennen.
Weil das Rasenbeispiel etwas hinkt: Denken Sie an die Afghanistan-Friedensinitiative.
- eine Teilmenge X (nenne ich mal "Falkenpartei"), jedoch nicht die Gesamtheit der Deutschen/ Welt, ist der Meinung, es läge ein "Rechtsbruch" vor (dies ist umstritten), der korrigiert werden muß. Zuordnung: "BW"/ Nato tritt als aktiv handelnde "Teilmenge/ Instrument" mit tendenziell gewalttätiger Korrekturabsicht auf.
- auch hier sind Fragen der Motivation und Legitimation weder deutlich, noch wirklicher Konsens.
Am Unterfall Tanklastzug wird es noch deutlicher:
- Wahl des Mittels ist u.a. Gewalt, die Folgen sind Sachzerstörung und sogar Tötung als Antwort auf einen möglicherweise provozierten Rechtsbruch "Diebstahl".
- Erschwerend: Hilfeleistung liegt nicht vor; ob "Schadensabwendung" vorliegt ist nicht klar bzw. nicht nachweisbar.
BW/ Nato zerstört (und tötet sogar) ohne Not aufgrund unklarer bzw. eventuell nicht einmal vorhandener Legitimation und Motivation "Schadensabwendung". Tritt die BW/ Nato/ "Falkenpartei" hier nicht als "chaotischer Mob" auf - dem es im Einzelfall sogar an denkbarer "Rechtfertigung: Hilfeleistung/ Schadensabwendung" mangelt?
Und setzen Sie das mal in Relation zu einer Ihrer vorigen Aussagen:
Wo bitteschön ist die Berechtigung ein möglicherweise in Griechenland begangenes Unrecht mit versuchten Mordanschlägen an Hamburger Polizisten zu vergelten ?
Und mit welchem Recht wird ein Theater seit 20 Jahren besetzt ?
Wo bleiben die Rechte des Eigentümers ?
Aber es wird an Entschuldigungen, Rechtfertigungen und Sympathiebekundungen nicht mangeln. Die Claqueure stehen mit Sicherheit schon bereit.
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09.12.2009, 13:24Inaktiver User
AW: Wann geht die Politik endlich gegen den linken Mob vor???
Tabetha, im allgemeinen gehst Du doch recht sorgfältig mit Sprache um.
Schwer vorstellbar, dass Dir die Bedeutungnuancen des Wortes "Qualität" nicht klar sind.
Anderenfalls habe ich hier etwas hübsches für Dich:
QuelleDie jüngsten Anschläge auf Polizei- und Zolleinrichtungen in Berlin und Hamburg stellen nach Ansicht des CDU-Innenpolitikers Wolfgang Bosbach eine "neue Qualität" linksextremistischer Gewalt dar.
Da müssen Deine Haare gleich vollends erigieren, wenn selbst der CDU-Politiker Bosbach den Gewalttätern "Qualität" bescheinigt.
Will er etwa heimlich seine Sympathie bekunden?
Zum Rest Deines Beitrags: Ich reagiere etwas allergisch, wenn man mir Sympathien für Brandstifter unterstellen will. Aber das sollten wir vielleicht besser per PN klären.



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