Das Beste kommt noch: unterstützt hat dieses Ansinnen der Pfarrer - in katholischen Gemeinden untersteht der Kindergarten auch dem Pfarrer.
Weil er Angst hatte, andernfalls als intolerant zu gelten.
Und das ist das Schlimmste daran, dass wir hieroft diese falsch verstandene Toleranz erdulden müssen, nur damit uns keiner fremdenfeindlich heißt.
Noch ein Beispiel, aus Holland: da hat vor Jahren eine Familienministerin gemeint, es müsse als Abtreibungsgrund anerkannt werden, wenn eine muslimische Frau das xte Mädchen erwartet und deshalb familiär unter Druck gerät. Da macht man sich doch schon die Ansicht zu eigen, dass ein Mädchen minderwertig ist und abgetrieben werden kann, anstatt man klar sagt, diese Auffassung dulden wir nicht.
Es gibt hierzulande auch Ärzte, die chirurgisch das Jungfernhäutchen wiederherstellen, auch klar wieso.
Da wird auch nichts gegen das eigentliche Problem unternommen, dass nämlich junge Frauen unterdrückt und ihrer Menschenrechte beraubt werden, nein, man stützt das noch.
Und das soll einem keine Angst machen??? Dass sowas keine Grenzen gezogen werden??
Von mir aus kann auch gerne jeder deutscher Staatsbürger werden - wenn er deutsch kann und bereit ist nach unserem Recht und Gesetz zu leben. Sonst nicht.
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03.12.2009, 22:42Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
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03.12.2009, 22:44
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Also, ich habe mich hier nicht durch alle Beiträge gelesen aber möchte als Halb-Schweizerin (also definitiv nicht rassistisch) äussern.
Ich habe für das Verbot gestimmt.
Wenn man immer wieder Geschichten hört, von muslimischen Vätern die Ihre Kinder aus dem Schwimmkurs nehmen lassen weil die ja dort halbnackte Mädchen oder Jungen sehen könnten, und im Notfall vors Gericht ziehen deswegen... oder von muslimischen Taxifahrern, die Frauen nicht vorne einsteigen lassen weil das gegen ihre Kultur ist...naja, die Liste ist beliebig fortführbar...
dann fragt man sich irgendwann "Moment, müssen wir uns hier an die anpassen oder sie sich an uns?"
Es gibt sehr viele Leute die absolut NULL interesse zeigen sich hier zu integrieren. Und nur FORDERN, FORDERN, FORDERN!
Diese Abstimmung war ein lautes STOP! für alle, die glauben sich hier nicht an Kultur und Gesetze halten zu müssen.
Ich habe auch muslimische Freunde und es tut mir Leid, dass sie sich nun vor den Kopf gestossen fühlen wegen diesem Resultat. Aber wir Schweizer lassen Leute in unser Land, wo sie in Frieden wohnen können, arbeiten, ihren Glauben ausüben und ihren Familien einen gewissen Standart bieten können, den sie im Heimatland ganz gewiss nicht gehabt hätten. Und wir erwarten dafür eine gewisse Anpassung. Und viele sind nicht bereit dazu und erwarten von uns noch, dass wir Verständnis dafür haben. HALLO?
Ich verstehe, wenn Herr und Frau Schweizer kein Minarett vor dem Fenster wollen. Es gehört nicht zu unserer Kultur und passt nicht in unser Land. Oder kann sich jemand ein Matterhorn mit Minarett im Vordergrund vorstellen?
Fast jeder vierte in diesem Land ist Ausländer. Und es ist schön mit so vielen Menschen verschiedener Herkunft zusammen zu leben. Man lernt immer wieder Neues. Friedliches Multikulti ist ein Geschenk.
Aber die Menschen die keinen Respekt vor unseren Werten und Traditionen haben, keine Toleranz gegenüber Andersgläubigen oder Frauen, ausgerechnet die schreien nach Toleranz.
Viele muslimische Länder haben diese Woche gegen die Schweiz gewettert. Wie die Türkei, die sich über diesen Beschnitt der Religionsfreiheit künstlich aufregt. Wie stehts denn bei denen mit Religionsfreiheit oder überhaupt mit Menschenrechten aus?
Nach wie vor herrscht hier Religionsfreiheit. Jeder darf glauben und beten was er will. Und natürlich werden Moscheen jetzt nicht abgeschafft. Es ging nur um Minarette, die Türme die neben der Moschee stehen. Und ich glaube nicht, dass irgendjemand ein Minarett benötigt um seinen Glauben auszuüben.
Es gibt auch Kirchen ohne Kirchturm, da regt sich ja auch niemand auf. Oder ist jemand weniger Christ weil seine Kirche keinen Turm hat?ich bin nicht depressiv, ich bin reinkarnationsmüde!
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03.12.2009, 22:44Inaktiver User
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03.12.2009, 22:47Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Aber sie hat durchaus die Wahl dann auf so eine Extrawurst zu verzichten und sich zu überlegen, dass sie eben in einem christlich geprägten Land lebt.
In diesem Fall gab es aber auch einen städtischen - aber weniger schönen Kiga.
Die bekommen sehr hohe Zuschüsse, das stimmt, aber ein Teil wird schon von der Kirche finanziert. Die Verwaltung läuft über die Kirche und die Immobilie gehört ihr meist auch. Also nimmt man durchaus auch Leistungen der Kirche in Anspruch, wenn man sein Kind dort unterbringt.Dass die kirchlichen Kindergärten aus allgemeinen Steuermitteln und nicht etwa aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, weißt Du auch.
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03.12.2009, 22:48Inaktiver User
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03.12.2009, 22:56
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03.12.2009, 22:58Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich mache darauf aufmerksam, dass wir in einer weitgehend säkularen Gesellschaft leben.
Und das Recht auf negative Glaubensfreiheit, wie sie durch das Grundgesetz garantiert ist
emfinde ich durchaus als einen erheblichen zivilisatorischen Fortschritt und nicht als eine "Extrawurst".Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.
Wenn eine Ausweichmöglichkeit besteht, hätte ich das Kind im o.g. Fall allerdings auch nicht in einer konfessionellen Einrichtung angemeldet.
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03.12.2009, 23:09
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Irgendwie habe ich grad das dumpfe Gefühl, dass man seiner Abneigung gegen Moslems (oder seiner Furcht vor einer Islamisierung?) das Mäntelchen der Frauenbewegung umhängen möchte, und das stört mich gewaltig.
Was habt ihr eigentlich dagegen, dass sich Frauen, die sich unterdrückt fühlen, selbst wehren? Warum geht ihr einfach von eurem Frauenbild aus?
Aber im Grunde ist das ein Nebenkriegsschauplatz, der Hauptspielplatz ist eine völlig andere Baustelle, und zwar
1. die Angst vor der Islamisierung (die ich nicht nachvollziehen kann),
2. Verallgemeinerungen, für die mir ebenfalls jedes Verständnis abgeht,
3. Aufrechnungen, die nicht aufgehen können: wenn mir Staat X mit muslimischer Mehrheit den Bau einer christlichen Kirche verweigert, verweigere ich euch eben den Bau eines Minarettes (es wäre eine Beleidung für Kinder, würde ich sagen, dass mich das an einen Kindergarten erinnert).
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03.12.2009, 23:18
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Willst du denn in Anspruch nehmen, alle 400.000 muslimischen Meinungen im Detail zu kennen und für sie zu sprechen ?
Mir ist jedenfalls keine einzige muslimische Äusserung bekannt, die Verständnis für die schweizer Entscheidung andeutet oder gar versöhnliche Töne ins Spiel bringt.
Ich bin auf unsere Kultur stolz und bin dankbar dafür, hier leben zu dürfen.2. Worauf können wir stolz sein? Auf alles?
Warum verallgemeinerst du alles ? Die Diskussion hatte vorhin ein höheres Niveau.
Weil wir hier mit dem Gedanken leben "gleiches Recht für alle".3. Warum soll meine Bereitschaft, andersgläubigen Menschen etwas zuzugestehen, davon abhängen, was mir im Ausland gewährt wird?
Das ist zumindest ein anstrebenswertes Ziel.
Du kannst ja auf deine Rechte verzichten.
ach ja, ich habe mit dem Rauchen. von heute auf morgen. das geht.Irgendwie... Nein, ich tipps lieber nicht (Fortsetzung des Satzes nach einer Nachdenkzigarette und unter Besinnung auf meine gute Erziehung gelöscht).Geändert von schnarchstop (03.12.2009 um 23:21 Uhr)
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03.12.2009, 23:22Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
@Seven:
den Vergleich Schamlippen-OP mit Jungfernhäutchen-Rekonstruktion finde ich ziemlich unpassend.
Erstere macht man sicher aus rein privaten Gründen - und nicht, weil man Angst vor Konsequenzen hat...



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