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  1. gesperrt

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein bisschen tragikomisch ist das schon, wie überzeugt ihr davon seid, dass die direkte Demokratie grundsätzlich zu mehr Fortschritt führen würde. Dabei zeigt das Frauenwahlrecht der Schweiz doch deutlich genug die Schwächen der direkten Demokratie.

    Mehr Demokratie, mehr Volksabstimmungen wünschen, aber mit größter Selbstverständlichkeit davon ausgehen, dass die Ergebnisse genau so wären, wie man selber sich das wünscht, ist ein bisschen kurzsichtig.

    Die Mehrheit in islamischen Ländern will vielleicht gar nicht diese Offenheit gegenüber den Christen. Was dann? Die Mehrheit der islamischen Länder (d.h. fast alle Männer und etliche Frauen) will vielleicht gar keine Gleichberechtigung von Mann und Frau. Was dann?

    Es ist in solchen Ländern doch genau das Gleiche wie in der Schweiz und anderswo im Westen: es ist die politische und intellektuelle Elite, die offen ist und gegebenenfalls Reformen wünscht, und das gewöhnliche Volk, das sie verbissen bekämpft.

    Ich habe das nicht so gemeint, das eine Volksdemokratie automatisch zu mehr Offenheit führt.

    Das sind m.E. zwei verschiedene Themen (Volksdemokratie und Offenheit gegenüber anderen Kulturen/Religionen).

  2. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist in solchen Ländern doch genau das Gleiche wie in der Schweiz und anderswo im Westen: es ist die politische und intellektuelle Elite, die offen ist und gegebenenfalls Reformen wünscht, und das gewöhnliche Volk, das sie verbissen bekämpft.
    Danke! Da ich mich zum gewöhnlichen Volk zähle, bin ich gewohnt, dass sich die Intellektuellen arrogant über mich äussern.

  3. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zum Job der "politischen und intellektuellen Elite" gehört ja wohl auch, dass man reformwürdige Dinge o.ä. dementsprechend klar und verständlich dem Volk nahebringt.

    Da haben die dann wohl ihren Job schlecht gemacht!?

  4. gesperrt

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Es ist in solchen Ländern doch genau das Gleiche wie in der Schweiz und anderswo im Westen: es ist die politische und intellektuelle Elite, die offen ist und gegebenenfalls gesellschaftliche Reformen wünscht, und das gewöhnliche Volk, das sie verbissen bekämpft.

    Ja, dazu wollte ich auch noch was sagen.

    Normalerweise sind es die "kleinen" Leute, die sich mit ihren Nachbarn aller Colour wunderbar verstehen und es ist die "Elite" des Landes, die Feindbilder aufbaut und dann den gewöhnlichen Staatsbürger in den Kampf schickt.

    Ich glaube zum Beispiel, Zypern wäre schon längst ein einig Volk, wenn es da nicht bornierte Machthaber geben würde.

  5. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Seven Beitrag anzeigen
    [COLOR="SeaGreen"]Man kann das ganze auf mehrere Arten sehen.
    Kommt religiöses in der Schulraum,dann bitte auch für die Religionen
    aller Kinder passend.
    Also meinetwegen an Weihnachten für die Christen.
    Am Opferfest für die Moslems,etc.etc.
    das finde ich ehrlich gesagt übertrieben.
    soviele religionen, wie es hier in deutschland gibt, die kann man in einem jahr doch gar nicht alle bedienen.

    man könnte das doch so regeln, wie es früher geregelt war:
    an staatlichen schulen werden die christlichen feste als teil des jahreslaufes (vulgo: heimat- und landeskunde) gefeiert, und wer an den feierlichkeiten nicht teilnehmen will, bleibt eben fern.
    früher hatten wir in der klasse ein paar evangelische kinder. die nahmen am religionsunterricht und am kirchgang nicht teil. daran war nichts schwer zu organisieren.

    an konfessionell gebundenen schulen sollte sowieso gemäß der tragenden konfession gefeiert werden.

    hier in der gegend gibt es ein paar konfessionell gebundene schulen, die einen hervorragenden ruf haben. deshalb melden auch viele muslimische eltern - und auch konfessionslose eltern - ihre kinder dort an. es gibt lange wartelisten. alle eltern müssen vor schulantritt unterschreiben, dass sie einverstanden sind, dass ihre kinder bei allen - auch bei konfessionell begründeten - kulturveranstaltungen der schule mitmachen. ausnahme: eindeutig religiöse, liturgisch begründete praktiken wie kirchenbesuche und gebete. offenbar haben diese muslimischen eltern kein problem damit, da sie wissen, dass ihre kinder dort eine gute ausbildung bekommen, und offenbar fürchten sie auch nicht, dass ihre kinder dort zu christen "umgedreht" werden könnten.

    in köln gibt es eine von türkischen eltern gegründete privatschule, die auch gerne christliche kinder aufnimmt. ich könnte mir vorstellen, dass der jahreslauf dort eben muslimisch geprägt ist, und dass es den christlichen kindern nicht schadet, das kennenzulernen.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  6. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mehr Demokratie, mehr Volksabstimmungen wünschen, aber mit größter Selbstverständlichkeit davon ausgehen, dass die Ergebnisse genau so wären, wie man selber sich das wünscht, ist ein bisschen kurzsichtig.
    Davon darf man natürlich nicht ausgehen.
    Es ist aber immer noch sinnvoller als an einem Volk vorbei zu regieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke! Da ich mich zum gewöhnlichen Volk zähle, bin ich gewohnt, dass sich die Intellektuellen arrogant über mich äussern.
    Tatsache ist - und das wurde auch gestern auf Hart-aber-Fair nochmals herausgestellt - dass die Gewerkschaftsfunktionäre, die Unternehmerverbände, die Kirchenoberen sowie die Parteispitzen (außer SVP) sich ausdrücklich gegen ein Minarettverbot ausgesprochen haben -
    und dennoch mehrheitlich mit Ja gestimmt wurde.
    Nenn es gern arrogant (Lieblingsvorwurf der Schweizer gegen einander und gegen andere), aber diese Diskrepanz ist offensichtlich. Wie würdest du sie denn interpretieren?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Job der "politischen und intellektuellen Elite" gehört ja wohl auch, dass man reformwürdige Dinge o.ä. dementsprechend klar und verständlich dem Volk nahebringt.

    Da haben die dann wohl ihren Job schlecht gemacht!?
    Das kann sein. Vielleicht hat man sich auch einfach zu sehr auf die Meinungsumfragen verlassen, die ein glasklares Scheitern dieser Initiative voraussagten.
    Jedenfalls habe ich den Verdacht, dass heute, nach dieser in- und ausländischen Diskussion, so mancher anders entscheiden würde.

  8. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Tja, das ist halt auch so ein Problem.. dass die "intelektuelle und politische Elite" sich selten an der Basis rumtreibt und demzufolge kaum mit Problemen konfrontiert ist die für Erzieher, Sozialarbeiter, Pädogogen etc. Alltag sind.

    Ich habe den Job (Jugendarbeit in sozialem Brennpunkt mit hohem Migrantenanteil in NRW) an den Nagel gehängt... und ich muss sagen das meine Vorstellungen bzgl. "Annäherungen der Kulturen" (habe viel "Interkulturarbeit" gemacht) deutlich idealistischer waren als ich noch in der Uni saß..

  9. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    das finde ich ehrlich gesagt übertrieben.
    soviele religionen, wie es hier in deutschland gibt, die kann man in einem jahr doch gar nicht alle bedienen.

    man könnte das doch so regeln, wie es früher geregelt war:
    an staatlichen schulen werden die christlichen feste als teil des jahreslaufes (vulgo: heimat- und landeskunde) gefeiert, und wer an den feierlichkeiten nicht teilnehmen will, bleibt eben fern.
    früher hatten wir in der klasse ein paar evangelische kinder. die nahmen am religionsunterricht und am kirchgang nicht teil. daran war nichts schwer zu organisieren.

    an konfessionell gebundenen schulen sollte sowieso gemäß der tragenden konfession gefeiert werden.

    hier in der gegend gibt es ein paar konfessionell gebundene schulen, die einen hervorragenden ruf haben. deshalb melden auch viele muslimische eltern - und auch konfessionslose eltern - ihre kinder dort an. es gibt lange wartelisten. alle eltern müssen vor schulantritt unterschreiben, dass sie einverstanden sind, dass ihre kinder bei allen - auch bei konfessionell begründeten - kulturveranstaltungen der schule mitmachen. ausnahme: eindeutig religiöse, liturgisch begründete praktiken wie kirchenbesuche und gebete. offenbar haben diese muslimischen eltern kein problem damit, da sie wissen, dass ihre kinder dort eine gute ausbildung bekommen, und offenbar fürchten sie auch nicht, dass ihre kinder dort zu christen "umgedreht" werden könnten.

    in köln gibt es eine von türkischen eltern gegründete privatschule, die auch gerne christliche kinder aufnimmt. ich könnte mir vorstellen, dass der jahreslauf dort eben muslimisch geprägt ist, und dass es den christlichen kindern nicht schadet, das kennenzulernen.
    Volle Zustimmung zu allen genannten Aspekten.

  10. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber diese Diskrepanz ist offensichtlich. Wie würdest du sie denn interpretieren?
    An den gelebten Realitäten vorbeipolitisiert.

    Das wirkliche Leben bietet nicht unbedingt die Wunschvorstellung aller Menschen, friedlich im Einklang und Dialog und ergänzend miteinander zu leben.

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