Das ist gut analysiert, finde ich.
Witzig: Genau mein Erfahrungshorizont, wobei das "Beton-christliche" eher evangelisch geprägt war.In meiner Grundschulzeit war ich als nicht-getauftes Kind im beton-christlichen Umfeld schon eine Ausnahmeerscheinung.
Für mich steht folgerichtig zwar meine Kultur auf christlichen Wurzeln (weil hier aufgewachsen), aber sie "erfordert" nichts Christliches. Falls das jetzt verständlich ist.
Für mich war es als nicht-getauftes Kind selbstverständlich, Menschen auch in ihrem religiösen Empfinden Respekt entgegenzubringen (egal, ob sie nun evangelisch oder katholisch waren), ohne selbst etwas damit zu tun zu haben und mir all die Gottesdienste, Friedenscamps oder Kirchen gewissermaßen (interessiert!) von außen zu begucken.
Wenn ich es mir recht überlege, bin ich darüber ganz froh. Es lehrt, den Menschen anzuschauen.
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08.05.2010, 15:18Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
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08.05.2010, 15:26Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Kannst Du folgenden Punkt klären: Sind die grauen Wölfe in der Schweiz verboten?
In Deutschland stehen sie meines Wissens unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, es besteht aber kein Verbot.
Falls kein Verbot besteht, ist wahrscheinlich auch das Zeigen der entsprechenden Flagge nicht ungesetzlich, wenn auch ärgerlich.
Übrigens wäre es dann naheliegender, ein Verbot der grauen Wölfe in Angriff zu nehmen. NPD-Aufkleber an Autos kann man durch ein NPD-Verbot sicher sinnvoller bekämpfen als durch ein generelles Verbot von Personenkraftwagen.
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08.05.2010, 15:31Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Es gibt im Nahen Osten reiche Länder, die gerne die Finanzierung dafür übernehmen. Irgendwo müssen die Sicherheiten für den Kredit ja herkommen.
Das kann gut sein. Doch eine Meinung ist nicht maßgeblich. 6000 Meinungen hingegen schon. Es spricht weder für den Moscheenverein, dass er gegen den Widerstand der örtlichen Bevölkerung gebaut hat, noch für die Politiker, dass sie nicht für die Interessen der Leute eingetreten, die sie gewählt haben. Zu den besonders reaktionären Gruppen wird die muslimische "Ahmadiyya-Gemeinde" gezählt, von der Berlins Innensenator (SPD) vor zwei Tagen erklärte: "Manche ihrer Grundsätze sind mit unserem Verfassungsverständnis nicht ganz vereinbar; aber sie genießen eben Religionsfreiheit."
Wenn dann natürlich eine Umfrage gestartet wird ...
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08.05.2010, 15:43Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich weiß es nicht.
Es ist dann genauso wenig ungesetzlich wie der Bau der Heinersdorfer Moschee. Wenn aber dann für die Bevölkerung die Möglichkeit besteht, auf das Gesetz Einfluss zu nehmen, bahnt sich das Unwohlsein einen möglicherweise suboptimalen Weg.
Allerdings! Ich bin überrascht, dass die noch nicht verboten sind.
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08.05.2010, 15:45Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Bist Du sicher? Meines Wissens sind die Ahmadiyya eine moslemische Sekte, die ihre Ursprünge in Pakistan hat und dort sogar Repressalien ausgesetzt ist oder war.
Deswegen dachte ich, dass die Golfstaaten ihre Finger hier nicht im Spiel haben.
Die Stadtteile Pankow und Heinersdorf haben gemeinsam über 60 000 Einwohner, der Verwaltungsbezirk Pankow hat über 300 000. Falls die 6000 Stimmen aus Pankow und Heinersdorf stammen, wäre das schon recht viel, allerdings beileibe nicht die Mehrheit oder auch nur ein großer Teil der Einwohner. Falls im ganzen Verwaltungsbezirk oder sogar berlinweit Unterschriften gesammelt wurden, wären 6000 kläglich wenig.Das kann gut sein. Doch eine Meinung ist nicht maßgeblich. 6000 Meinungen hingegen schon. Es spricht weder für den Moscheenverein, dass er gegen den Widerstand der örtlichen Bevölkerung gebaut hat, noch für die Politiker, dass sie nicht für die Interessen der Leute eingetreten, die sie gewählt haben.
Über diesen Punkt hätte ich gerne Klarheit, bevor ich die Aussage akzeptiere, dass diese Initiative für die Anwohner spricht.
Nachtrag: Laut dem verlinkten Artikel hat die Interessengemeinschaft Heinersdorfer Bürger die stolze Zahl von 80[!] Mitgliedern.Geändert von Inaktiver User (08.05.2010 um 15:50 Uhr)
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08.05.2010, 16:05Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Die Website der Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger ist einfach über Google zu finden.
Es finden sich Links zu den üblichen und bekannten Anti-Islamseiten ("grüne Pest"), es findet sich die Aussage, dass 7315 Unterschriften für das neue Bürgerbegehren gesammelt wurden, jedoch ist der Wortlaut dieses Begehrens nicht aufzutreiben. Die Information, in welchem Umkreis diese Stimmen gesammelt wurden, fehlt.
Auf den verlinkten Anti-Islam-Seiten findet man unter anderem niedliche Scheißhaufen-Smileys mit schwirrenden Fliegen und stilisierte verschleierte Frauen.
Gerne wird eines neben dem anderen plaziert.
Es entspricht nicht meinem Verständnis von einer sachlichen Diskussion, die Angehörigen der Gegenseite als Pest zu titulieren oder virtuell mit Scheiße zu bewerfen.
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08.05.2010, 16:14Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Der Wikipedia-Eintrag zur Ahmadiyya-Sekte ist relativ ausführlich.
Auf der arabischen Halbinsel konnte diese Gruppierung nicht Fuß fassen und in Pakistan kam es tatsächlich wiederholt zu Verfolgungen.
Von Seiten des orthodoxen Islams wird diese Glaubensgemeinschaft wohl teilweise nicht als islamisch anerkannt.
zur Selbstdarstellung
Habe die Ehre. Ich klinke mich an dieser Stelle vorübergehend aus der Diskussion aus.
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08.05.2010, 16:24Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Wie es aussieht, hast du Recht.
Richtig schlau werde ich aus dem, was ich jetzt finde, nicht. Ich weiß aber, dass diese Moschee seinerzeit riesige Wellen geschlagen hat. Es war die erste Moschee im Osten, und sie ist umgebungstechnisch unter sehr heiklen Bedingungen entstanden. Das könnte eine Erklärung für das Umfrageergebnis sein.
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08.05.2010, 16:31
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Selber auch gelesen den Artikel?Den zweiten Abschnitt?Nee,oder?
Diese Aktion von Malaysiern ist einfach terroristisch und totaler Krampf.
Darüberhinaus gibt es im Islam für Gott nicht nur die Bezeichnung Allah...Gott hat sechsundsechzig Namen im Islam...es ist vollkommen falsch zu sagen dass nur Allah die richtige und einzig gültige Bezeichnung ist...Ich bin ein Capulcu
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08.05.2010, 16:55Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Boah, bei mir bahnt sich das Unbehagen aber auch gerade einen möglicherweise suboptimalen Weg hier...
Diese ständige Negativ-Auslegerei bei jeder kleinsten Kleinigkeit geht mir jetzt aber echt auf die Eierstöcke.
Das ist doch normal, dass große Kirchen ihre kleinen Ableger in der Diaspora fördern. Oder wer meinst du, wer die finanziert hat? Falls du spenden möchtest....




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