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  1. VIP

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich komme aus einer Stadt, in der massig italienische Gastarbeiter lebten, regelrecht im Ghetto. Ich kann das für meine Heimatstadt nicht bestätigen, dass dort die Integration reibungslos geklappt hat, die meisten sind irgendwann wieder gegangen - und sei es auch nur in andere deutsche Städte.
    Siehst Du, so unterschiedlich sind die individuellen Eindrücke.

    In meinem Ortsteil, in dem ich aufwuchs, waren in den 60er und 70er Jahren sehr viele Italiener und Jugoslawen, weniger Griechen und Spanier. Türken seinerzeit noch gar nicht. Ich habe es als völlig problemlos empfunden und erlebt. Allerdings gab es hier damals diese Ghetto-Bildung nicht, von ein paar (kleineren) Wohnheimen in der Anfangszeit abgesehen.

    Diese Zuwanderer, wenn sie denn in Deutschland blieben, waren schneller in unserer Gesellschaft angekommen. Sie lernten die Sprache, sie lebten das hier übliche Leben. Ob sie dabei etwas lauter und fröhlicher waren als die muffeligen Deutschen, sei hier mal unbeachtet.

    Es kann natürlich sein, dass die gemeinsame Religion dabei hilfreich war und der gemeinsame Besuch des Gottesdienstes manche geistige Schranke eher öffnete. Dazu kann ich nicht viel sagen... ich war und bin seltener Gast in diesen Institutionen.

    Liegt es nicht ein Stück weit an einer verzerrten öffentlichen Wahrnehmung, wenn selbst die Verbrechen jugendlicher Südeuropäer umstandslos den Moslems und Arabern zugerechnet werden?
    Natürlich.

    Dass es in allen Bevölkerungsgruppen inkl. der Deutschen Kriminelle und entsprechend kriminelle Vereinigungen gibt, ist unbestritten. Es ist sicher unrichtig, jede Straftat auf eine fehlende Integration oder einen moslemischen Glauben zurückzuführen, nur weil man meint, damit ratzfatz eine plausible Erklärung gefunden zu haben.


    Trotzdem bleibt der Hass und die gewollte Distanz vieler - vorrangig moslemischer - Zuwanderer (natürlich nicht aller !!!) und erst recht ihrer Nachfolgegeneration erschreckend.

    Die Politik hat das Thema Integration jahrelang vernachlässigt und die Ghettobildung bzw. Parallelgesellschaften zugelassen und sogar gefördert.
    Und nun wissen sie nicht, wie sie die Kurve kriegen sollen.
    Ich weiß es leider auch nicht.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  2. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Musliminnen mit Kopftuch begegnen auch mir (in Deutschland insgesamt und in Köln im speziellen) natürlich ebenfalls häufig.

    Aber die tatsächlich einzige Gelegenheit bei der ich Frauen mit Burka häufiger und bewusst wahrgenommen habe (ich sage trotzdem bewusst, da es in Deutschland meiner Meinung nach so auffällig ist, dass man es sicher eher wahrnimmt als übersieht, begegnet einem eine solch verschleierte Frau) war bei einer REHA in Bonn/Bad-Godesberg. Und ich gehe davon aus, diese Menschen waren (wohl überwiegend) Angehörige von Botschafts- oder Konsulatsangestellten.

    Im alltäglichen Leben (auf der Strasse/Fussgängerzone, in Museen, Kaufhäusern, Parks oder der Rheinpromenade) sehe ich keine Frauen in Burkas ...
    Die einzigen Ganzkörperverschleierungen, die ich bisher in Deutschland gesehen haben, entstiegen einer Art Stretch Limousine ...
    In London sieht man sie hingegen öfter, und nicht nur vor Nobelhotels.
    .

  3. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Die Politik hat das Thema Integration jahrelang vernachlässigt und die Ghettobildung bzw. Parallelgesellschaften zugelassen und sogar gefördert.
    Ja, so sehe ich das auch.

    Es gibt übrigens sehr viele Ideen, was man machen kann. Hier ein Schulprogramm für mehr ethnische Integration. Gut finde ich auch Religionsunterricht, der Religionen-Unterricht wird. Gibt es hier bei uns. Dort werden alle Religionen durchgenommen, die entsprechenden Kirchen besucht usw...

    Wir haben ja keine Staatskirche in Deutschland. Einerseits. Andererseits gibt es doch eine erhebliche Verzahnung zwischen Kirche und Staat. Gibt es eigentlich noch irgendein anderes Land auf der Welt, wo das staatliche Finanzamt die Kirchensteuer erhebt?
    Öhm, und weil ich es wirklich nicht weiß: Werden Moslems, Juden oder Zeugen Jehovas auch von der Steuerkarte ihre Kirchenbeiträge abgezogen? Nee, oder?

  4. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Trotzdem bleibt der Hass und die gewollte Distanz vieler - vorrangig moslemischer - Zuwanderer (natürlich nicht aller !!!) und erst recht ihrer Nachfolgegeneration erschreckend.
    Hass und gewollte Distanz erkenne ich auf beiden Seiten, z.B. auch hier im Strang gab es etliche Bemerkungen dieser Art. Ich stehe nun mal eher auf der einen (nicht-moslemischen) Seite und mag mich nicht damit abfinden, immer der anderen Seite (bzw. Leuten, mit denen ich sowieso weniger zu schaffen habe) den Schwarzen Peter zuzuschieben.

    Da arbeite ich doch lieber an der Stelle, wo ich Einfluss haben könnte, daran, etwas für mehr Verständnis zu bewirken. Es wird im anderen Lager auch genug ältere (dann wiederum moslemische) Damen geben, die wiederum ihren fundamentalistisch-dickköpfigen Parolenverbreitern und Hasserzeugern versuchen, eins auf die Nuss zu geben. So macht das doch mehr Sinn, als immer immer immer mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.

  5. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Warum hat die Integration bei Griechen, Italienern, Spaniern, (Ex-)Jugoslawen usw. dennoch verhältnismäßig reibungslos geklappt?
    Ist das wirklich so? Oder kommt uns das nur so vor, da diese Leute schon deutlich länger in Deutschland leben als die meisten Türken? Ich bin mir da nicht so sicher.

    Kann es sein, dass diese sich auch selbst ein wenig um Integration (bereits beginnend bei der Sprache) bemüht haben und diese nicht ausschließlich als Bringschuld der Deutschen angesehen haben?
    ... eine Bringschuld, die bis heute nicht eingelöst wurde ...

    Es könnte möglicherweise eine Rolle gespielt haben, dass die erste und die zweite Generation der Gastarbeiter relativ wenige Menschen waren, die außerdem aus diversen Ländern stammten. Wie hätte sich ein griechischer mit dem italienischen Kollegen denn verständigen sollen, wenn nicht auf Deutsch?

    Die Türken stellen in Deutschland hingegen heutzutage eine relativ große Gruppe dar, so dass es möglich ist, in Deutschland ohne Deutsch zu leben, zu arbeiten, zu wohnen, einzukaufen, fernzusehen, Zeitung zu lesen, Kontakte zu finden usw.

  6. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Türken stellen in Deutschland hingegen heutzutage eine relativ große Gruppe dar, so dass es möglich ist, in Deutschland ohne Deutsch zu leben, zu arbeiten, zu wohnen, einzukaufen, fernzusehen, Zeitung zu lesen, Kontakte zu finden usw.
    So wie es deutschen Rentnern in Spanien möglich ist, bequem ohne Spanisch durchzukommen.

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So wie es deutschen Rentnern in Spanien möglich ist, bequem ohne Spanisch durchzukommen.
    Na und?

    Du bist die Königin des schlechten Vergleichs!

    Wenn die Rentner sich nicht integrieren tragen sie halt lediglich ihr Geld nach Spanien. Da können sich die Spanier freuen. Wenn sich eine junge Muslimin, ein junger Türke der Integration entzieht, dann stellt er ein (minestens monetäres) Problem für alle dar. Worüber sollen wir uns bei dem freuen?

  8. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Ja.
    Ich möchte gar nicht auf Details eingehen, weil sie zu schnell der Schublade "generell ausländerfeindlich" zugeordnet werden und außerdem rein subjektive Erfahrungen sind.
    So ist es meistens wenn man konkret nachfragt, es kommt................. nichts.
    Ausser, dass zugegeben wird, dass die Wahrnehmung subjektiv ist.


    Marxloh ist u.a. bekannt für seine zahlreichen Brautmodengeschäfte, zu denen türkische/türkischstämmige Bräute aus ganz NRW anreisen. In den Schaufenstern sind wunderschöne Modelle ausgestellt, die auch das Interesse deutscher Frauen wecken. Diese werden aber - zumindest in einigen Geschäften - überhaupt nicht bedient.
    Selbst "unter Frauen" gibt es hohe geistige Mauern. Und eindeutig nicht nur auf deutscher Seite, wie es so gern dargestellt wird.

    Nun, die Sorte Geschäfte merkt man sich und geht nicht mehr hin, wie eigentlich bei anderen auch.
    Die Sache mit der letztenendes grundlosen subjektiven Ablehnung, tja diese Tür schwingt in beide Richtungen.

  9. gesperrt

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich so? Oder kommt uns das nur so vor, da diese Leute schon deutlich länger in Deutschland leben als die meisten Türken? Ich bin mir da nicht so sicher.
    Das ist wirklich so. Siehe Integrationsstudie von 2009.

    Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Ungenutzte Potenziale

    Mit am besten integriert ist die Gruppe der Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und die sind bei weitem nicht so lange da wie die Türken. Bei der Integration kommt es eben sehr stark auf die eigene Motivation an. Ist die nicht gegeben, greifen alle staatlichen Hilfsmaßnahmen ins Leere.

  10. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So ist es meistens wenn man konkret nachfragt, es kommt................. nichts.
    Ausser, dass zugegeben wird, dass die Wahrnehmung subjektiv ist.
    Es kommt was. Rotfuchs will es aber nicht sagen, weil sie nicht als rechtsradikal und ausländerfeindlich abgestempelt werden möchte.

    Ich kann einiges erzählen, über Fummeleien, Hänseleien, komplette Ignorierung und sogar Anspucken - und über die Unmöglichkeit, mit diesen Klagen bei der Polizei weiterzukommen (Polizei hat halt auch Angst, als rechtsradikal und fremdenfeindlich dazustehen).

    Ich halte es für sehr ungut, wenn große Teile der Bevölkerung nicht mehr ohne Angst sagen dürfen, was sie denken.

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