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  1. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Aber um mal nach diesem Umweg über Marxloh zur Burka zurückzufinden:
    Burkas habe ich bisher sowohl in Marxloh als auch sonst im Ruhrgebiet nur ganz vereinzelt bis gar nicht gesehen.
    Musliminnen mit Kopftuch begegnen auch mir (in Deutschland insgesamt und in Köln im speziellen) natürlich ebenfalls häufig.

    Aber die tatsächlich einzige Gelegenheit bei der ich Frauen mit Burka häufiger und bewusst wahrgenommen habe (ich sage trotzdem bewusst, da es in Deutschland meiner Meinung nach so auffällig ist, dass man es sicher eher wahrnimmt als übersieht, begegnet einem eine solch verschleierte Frau) war bei einer REHA in Bonn/Bad-Godesberg. Und ich gehe davon aus, diese Menschen waren (wohl überwiegend) Angehörige von Botschafts- oder Konsulatsangestellten.

    Im alltäglichen Leben (auf der Strasse/Fussgängerzone, in Museen, Kaufhäusern, Parks oder der Rheinpromenade) sehe ich keine Frauen in Burkas ...

  2. VIP

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Besuche mal den Frankfurter Flughafen! Aber ich nehme an, dass die meisten im Transit sind, nur wohin? Vielleicht auf dem Weg in die jeweilige Heimat?
    Oh, viele Mitglieder der arabischen Königshäuser (und das sind da ja ganze Menschenmassen) und wohlhabende Geschäftsleute inklusive ihrer Frauen/Familie sind recht häufig in der Welt und in den Metropolen unterwegs.
    Die Chance, in einem internationalen, teuren Spitzenhotel in London oder Paris an einem Tag mehr Burkas anzutreffen, als es im ganzen Bundesgebiet überhaupt gibt, ist nicht klein.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  3. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Oh, viele Mitglieder der arabischen Königshäuser (und das sind da ja ganze Menschenmassen) und wohlhabende Geschäftsleute inklusive ihrer Frauen/Familie sind recht häufig in der Welt und in den Metropolen unterwegs.
    Die Chance, in einem internationalen, teuren Spitzenhotel in London oder Paris an einem Tag mehr Burkas anzutreffen, als es im ganzen Bundesgebiet überhaupt gibt, ist nicht klein.
    *mal klugscheißen will*

    Das sind keine Burkas. Die Burka ist das afghanische Fliegengitter.

    Nicht, dass diese Unterscheidung wahnsinnig wichtig wäre.

  4. VIP

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Ja, Du hast narürlich recht.

    Ich habe im Eifer des Gefechts zuviel in einen Topf geworfen. Die Araberinnen haben ja immer noch einen Sehschlitz.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  5. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Also Burka und Kopftuch sind ja wohl zwei Welten....

  6. VIP

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Also als "Kopftuch" würde ich die Bedeckung von Araberinnen nun auch nicht bezeichnen, eher als Hidschab (wenn es denn auf die Details ankommt) und der Burka ähnlicher als ein simples Kopftuch.

    Kopftuch ist in meinen Augen das, mit erkennbarem Gesicht.

    Also dieser Lappen, den schon Grace Kelly in lockerer Variante trug.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  7. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Ein Blick in die Historie (bei Wiki gefunden):

    Ab 1961 warben deutsche Unternehmen auf der Grundlage des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei 678 702 Männer und 146 681 Frauen, also insgesamt
    825 383 Menschen, als türkische Gastarbeiter an. In diesem Kontingent waren von Anfang an auch Kurden enthalten, die sich erst später von ethnischen Türken in Deutschland abgrenzten. Während der Wirtschaftswunderzeit bestand in Deutschland eine Arbeitskräfteknappheit. Zunächst schloss die Bundesregierung Anwerbevereinbarungen mit Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960). Die Initiative für diese Abkommen ging jedoch von den Entsendeländern aus. Diese erhofften sich durch die Entsendung ihrer Arbeitskräfte eine Lösung eigener wirtschaftlicher und sozialer Probleme. Sie wollten ihre aus der westdeutschen Exportstärke erwachsenen Devisenschwierigkeiten lösen, die heimische Arbeitslosigkeit reduzieren oder die ohnedies im Gang befindliche Emigration im Bereich der qualifizierteren Arbeiter kanalisieren und wenigstens deren Abwanderung verhindern.

    Die Bundesrepublik hatte wiederum ein Interesse daran, dass Handelspartner als solche erhalten blieben und nicht durch ihre Bilanzdefizite am Handel mit Deutschland gehindert waren. Innenpolitische Motive kamen hinzu. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt erklärte dazu 2009:

    „Im Grunde genommen ging es ihm [dem damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard] darum, durch Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte das Lohnniveau niedrig zu halten. Mir wäre stattdessen lieber gewesen, die deutschen Löhne wären gestiegen.“

    Für mich besteht das politische Versagen darin, sich nicht massiv von Anfang an um die Integration bemüht, sondern einfach nur der Wirtschaft Arbeitskräfte beschafft zu haben, egal, wie die Folgen sind.

  8. VIP

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    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich besteht das politische Versagen darin, sich nicht massiv von Anfang an um die Integration bemüht, sondern einfach nur der Wirtschaft Arbeitskräfte beschafft zu haben, egal, wie die Folgen sind.
    Warum hat die Integration bei Griechen, Italienern, Spaniern, (Ex-)Jugoslawen usw. dennoch verhältnismäßig reibungslos geklappt?

    Kann es sein, dass diese sich auch selbst ein wenig um Integration (bereits beginnend bei der Sprache) bemüht haben und diese nicht ausschließlich als Bringschuld der Deutschen angesehen haben?
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  9. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Ich komme aus einer Stadt, in der massig italienische Gastarbeiter lebten, regelrecht im Ghetto. Ich kann das für meine Heimatstadt nicht bestätigen, dass dort die Integration reibungslos geklappt hat, die meisten sind irgendwann wieder gegangen - und sei es auch nur in andere deutsche Städte. Also die Erfahrung, die ich damals damit gemacht habe, war sehr ernüchternd. Und heutzutage hat man nicht den Eindruck, dass dort italienische Integration stattgefunden hätte, von ein paar Pizzerien abgesehen.

    Ganz klar ist es ein Unterschied, ob der kulturelle Bodensatz auf der gleichen kirchlichen Sozialisation beruht. Die fehlende Bereitschaft einseitig zu unterstellen, finde ich bedenklich, auch wenn diese zweifellos auch besteht (nicht bei allen, nicht immer). Es geht meiner Ansicht nach auch nicht um eine Bringschuld "der Deutschen". Das wäre ja ich. Ich bin aber nicht verantwortlich für ein Anwerbeabkommen, ich habe auch nicht die Ghetto-Hochhäuser in meiner Heimatstadt gebaut und ich habe auch nicht die Italiener busweise gleich genau dorthin gekarrt. Und ich bin (leiderleider) auch nicht diejenige, die über Sprachunterricht und eingeforderte Sprachkenntnisse für Einwanderer zu entscheiden hat.

    Aber diese Vermischung von privater und politischer Verantwortung zieht sich meiner Wahrnehmung nach ja durch den ganzen Strang.

    Ich persönlich habe ein Interesse daran, dass ich in einer sicheren Stadt lebe, in der es nicht zu Gewalttätigkeiten kommt. Und deshalb bin ich für politische Lösungen, die auf Integration abzielen. Weil dies meiner persönlichen Meinung nach die beste Strategie ist. Es gibt natürlich auch Menschen, die eine andere Strategie persönlich für die bessere halten.

  10. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Warum hat die Integration bei Griechen, Italienern, Spaniern, (Ex-)Jugoslawen usw. dennoch verhältnismäßig reibungslos geklappt?
    Bei den Pisa-Studien haben die Nachkommen italienischer Gastarbeiter nicht besser abgeschnitten, als junge Türken.
    Die kalabrische Mafia ist auch in Deutschland nicht untätig. Ihre Methoden sind nicht menschenfreundlicher als die der religiösen Extremisten.

    Dieser Tage geht ein Fall von Zwangsheirat in einer serbischen Familie durch die Medien.

    Erinnerst Du Dich an den ersten Münchner U-Bahn-Angriff? Der Jugendliche, der den Rentner mit Tritten gegen den Kopf lebensgefährlich verletzte, Spyridon K. ist (der Name lässt es erahnen) Grieche. Der zweite Täter ist Türke.

    Unmittelbar nach dem Angriff brach eine heftige Diskussion über kriminelle Türken und Araber los.
    Dass der Haupttäter durchaus nicht aus einer moslemischen Familie stammte, scheint niemanden wirklich irritiert zu haben.
    Liegt es nicht ein Stück weit an einer verzerrten öffentlichen Wahrnehmung, wenn selbst die Verbrechen jugendlicher Südeuropäer umstandslos den Moslems und Arabern zugerechnet werden?

    Ich bin nicht naiv. Ich glaube selber, dass viele Jugendliche mit muslimischem Hintergrund schlecht integriert sind.
    Aber nichts ist so klar und einfach, wie es scheint.

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