Da werden Behörden und deren Arbeitsvorgänge mit Millionenaufwand modernisiert und über Internet zugänglich gemacht, nicht zuletzt, um Aufwand und Kosten zu reduzieren, und du willst die Bürger wieder zum Amt dackeln lassen.
Genau das meinte ich mit Realitätsferne.
Streichung des Kindergeldes, wenn Kinder ins Ausland verbracht werden - das könnte man überlegen.Streichung des Kindergeldes, wenn die Kinder ins Ausland verbracht werden. Anwesenheitspflicht bei Elternabenden.
Anwesenheitspflicht bei Elternabenden - soll das nur für Muslime gelten oder generell? Und was soll geschehen, wenn Eltern keine Möglichkeit oder keine Lust haben Elternabende zu besuchen - an welche Sanktionen hattest du gedacht?
Ganz deiner Meinung.LehrerInnen sind mit Respekt zu behandeln...
Aber wie willst du dieses Ziel operationalisieren, d.h. konkretisieren und überprüfbar machen? Und was hat das bitte nochmal mit dem Islam zu tun?
Antworten
Ergebnis 1.521 bis 1.530 von 2238
-
04.01.2010, 15:39Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
-
04.01.2010, 15:53Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Nein, das klingt auch dem anders, der bemerkt, wie du gewisse Wörter benutzt oder nicht benutzt, ob nun mit oder ohne Anführungszeichen.
Wie gesagt: einen Euro-Islam zu fordern ist Quatsch, sinnlos und widersprüchlich, wenn man zugleich keine Gelegenheit auslässt den Islam an sich für verbrecherisch zu erklären.Ein Euro-Islam wird sich also durchsetzen und behaupten müssen GEGEN den Islam im Rest der Welt, der dank der neuen Medientechnologien seine Schäfchen auch hierzulande erreichen wird.
Das hat nichts mit der Religion zu tun, sondern mit der Zahl (und vielleicht auch mit der bildungsfernen Herkunft) der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland. Und mit Defiziten in der Bildungspolitik, die übrigens von sämtlichen politischen Parteien zu verantworten sind.Es besteht gar keine Notwendigkeit, Deutsch zu lernen.
Man kauft ein beim türkischen Händler, geht zum türkischen Rechtsanwalt, zum türkischen Reisebüro, zum türkischen Frisör usw.
Man muss nicht bemerken, dass man eigentlich in Deutschland lebt, wenn man nicht will.
Islamtypisch ist das jedoch nicht, sonst wäre das analog ja auch in Großbritannien und Frankreich der Fall. Dort aber gibt es aber keine vergleichbaren Sprachprobleme in den muslimischen Bevölkerungsgruppen.
Es ist auch insofern nicht islamtypisch, als es solche Subkulturen auch anderswo in ganz anderen Zusammenhängen gibt, z.B. in den Chinatowns dieser Welt.
-
04.01.2010, 16:11
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Auch in Großbritannien entwickeln sich islamische Parallelgesellschaften, auch in Frankreich, aber ganz massiv.
Und ja, Sprachprobleme sind es nicht, die dazu führen.
Was könnte es also sein?
Wenn sich in Großbritannien, in Frankreich, ohne Sprachprobleme dank kolonialer Vergangenheit und in Deutschland, mit Sprachproblemen, solche Parallelgesellschaften entwickeln?
Was haben diese Gruppen unterschiedlichster Nationalität gemeinsam, mit denen so unterschiedliche Nationen wie Deutschland, GB, Frankreich ähnliche Probleme haben: Inder, Pakistanis, Araber, Türken?
Vielleicht die Religion?
Ist das der gemeinsame Nenner, der die gemeinsamen Probleme erklärt?
Und in Schweden ist es nicht anders.
Und in Holland.
Und in Belgien.
Immer wieder sind es vor allem die islamischen Minderheiten, die, nicht eingebildet, sondern statistisch verifizierbar, die massivsten Probleme verursachen.
Hier beschreibt eine voll integrierte Deutschtürkin, wie sie die wachsenden Probleme in ihrem ehemaligen Wohnviertel erlebt, sehr interessant. Sie wachsen, sie wachsen überproportional mit dem massiven Anwachsen der islamischen Bevölkerung hierzulande.
Und dieser Bevölkerungsanteil wächst MASSIV.
2 Teile
1. Teil
2. Teil
Wenn wir Chinatowns hätten, müssten wir darüber nachdenken, was da schief gelaufen ist, ob es vielleicht an spezifischen Besonderheiten der konfuzianisch geprägten nationalen chinesischen Kultur liegt.
Noch haben wir in Deutschland keine Chinatowns, um die wir uns sorgen müssten.
Wir haben Probeme mit Muslimen, die den verschiedensten Nationen angehören und nur die Religion gemeinsam haben.Geändert von arouet58 (04.01.2010 um 16:28 Uhr)
Cum grano salis
-
04.01.2010, 16:22Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Es erscheint mir weniger aufwändig, die Leute beizeiten zum Amt dackeln zu lassen, als nachher eine Armada Sozial- und Bewährungshelfer auf sie loszulassen. Aber vielleicht hast du eine bessere Idee, die ich gerne durchdenken werde.
Generell. Es gibt genug deutsche Kinder, denen es auch gut täte, wenn ihre Eltern sich um die schulischen Belange kümmern würden.
Keine. Wer kommt, kriegt 10 Euro. Wer wiederholt nicht kommt, wird höflich angeschrieben. Wer dann immer noch nicht kommt, bekommt Besuch vom Sozialarbeiter. Ist unterm Strich trotz der Vorleistung wahrscheinlich am billigsten und effektivsten.
Ich wundere mich ein bisschen. Warum tust du so, als gäbe es keine Lösungen und man müsste es weiterlaufenlassen wie bisher? Erinnert mich ein bisschen an Herrn F. und Frau W., lokale Grünenpolitiker, die ein totales Blackout hatten, wenn es darum ging, Lösungen zu finden. Aber von dir habe ich eine weit bessere Meinung als von denen. Ich würde z.B. NIE sagen, dass du anti-intelligent bist.
Indem man Protokolle führen lässt, in denen auch Unflätigkeiten, Beleidigungen und Diskriminierungen ausdrücklich aufgenommen werden.
Ich bin jetzt zeitlich etwas in Druck, aber wenn du drauf bestehst, kann ich die ganzen hässlichen Links einfügen, die du eigentlich schon aus früheren Diskussionen kennen müsstest.
-
04.01.2010, 16:45Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Manche Vorschläge klingen ganz einfach und leicht umsetzbar - wie sieht das in der Praxis aus?
Würdest Du eine Streichung des Kindergeldes befürworten, wenn Jugendliche für ein Austauschjahr zum Zwecke des Spracherwerbs nach Großbritannien, Spanien oder Frankreich geschickt würden? Mit 100%iger Sicherheit nicht.
Wenn Eltern sich wünschen, dass ihre Sprösslinge ihre Griechisch- oder Italienischkenntnisse im Herkunftsland vertiefen, würde wahrscheinlich auch niemand einen Grund dafür sehen, Zeter und Mordio zu schreien. Zweisprachigkeit kann im Berufsleben ja durchaus ein großer Vorteil sein.
Und wenn die Eltern erzählen, dass ihre ehrgeizige Tochter später Orientalistik studieren will und deshalb ungeheuer von einem Aufenthalt im Jemen profitieren kann? In manchen Fällen mag das sogar stimmen, in vielen Fällen ist es vorgeschoben.
Ich finde das ziemlich kompliziert.
Wie sieht die Situation aus, wenn ein Elternteil schwer verunglückt, erkrankt oder massive psychische- oder Alkoholprobleme hat und deshalb vorübergehend komplett ausfällt? Vielleicht kann es dann wirklich die beste Lösung sein, wenn die Sprösslinge vorübergehend bei der Tante in der Türkei unterkommen.
Als Elternvertreterin oder Lehrerin sieht man ziemlich schnell, welche Gründe ausschlaggebend sind. Aber wie soll man das juristisch sinnvoll regeln? Jedes Mal eine Einzelfallprüfung? Das würde Papierkrieg ohne Ende bedeuten und letzten Endes wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, die Angaben nachzuprüfen.
Ganz ähnlich mit der Anwesenheitspflicht bei Elternabenden: Es ist ja durchaus möglich, dass beide Eltern aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen können, beide mit einer Grippe zu Bett liegen, dass die krebskranke Großmutter betreut werden muss...
Da wäre man genötigt, jedes Mal ein Attest einzufordern, jedes Mal die Angaben zu überprüfen. Wie soll das gehen?
(Was ist eigentlich mit den Eltern, die das Thema auf die leichte Schulter nehmen, weil die Kinder in der Schule problemlos klarkommen? Meine eigenen Eltern waren aus eben diesem Grund fast nie auf Elternabenden.)
Wie gesagt: Das sind eigentlich gute Vorschläge. Aber die praktische Umsetzung kommt mir fast unmöglich vor.
-
04.01.2010, 16:53Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Es ist nicht realitätsfern.
Natürlich gibt es auf den betreffenden Internetseiten jede Menge Infos.
Aber (zumindest hier in Berlin) bekommt man Antragsformulare für ALG2 ausschließlich persönlich auf dem Amt.
Daraufhin bekommt man einen Termin zur persönlichen Abgabe des ausgefüllten Antrags mitsamt den Dingen, die man so vorlegen muss (Kontoauszüge, Mietvertrag, Sozialversicherungsausweis etc.).
-
04.01.2010, 17:00Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
@segres: Wenn ich die Beiträge von Dir und Herbstblatt durchlese, dann habe ich auch folgenden Eindruck:
Eigentlich wären mehr Stellen für Schul-Sozialarbeiter (gerade auch mit türkischen oder arabischen Sprachkenntnissen) unendlich wichtig. Da sind Lehrer und Elternvertreter mit familiären und gesellschaftlichen Problemen konfrontiert, die sie alleine nicht stemmen können. Vielleicht könnte man durch aufsuchende Sozialarbeit vieles im Vorfeld abfangen.
Aber Sozialarbeit riecht natürlich nach linker Ideologie, außerdem sind Sozialarbeiter natürlich "Gutmenschen" par excellence und womöglich noch "politisch korrekt". Also kein gangbarer Weg im Zeichen der Wespen-Koalition, wo man das Heil lieber in privatisierten Gefängnissen sucht.
(Der letzte Absatz war allgemein gehalten und nicht mehr an segres und herbstblatt gerichtet. Und ich weiß: Sozialarbeiter fallen nicht in die Zuständigkeit des Bundes.)
-
04.01.2010, 17:17Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Parallelgesellschaften sind wie gesagt alles andere als neu und alles andere als zwangsläufig islamisch.
Es gibt sie in Gran Canaria (deutsche Rentner), in großen Weltstädten (Chinesen), in Malaysia (Inder). Parallelgesellschaften sind anscheinend einem Bedürfnis der Menschen zu verdanken unter ihresgleichen zusammenzuglucken.
Wirklich problematisch werden Parallelgesellschaften erst, wenn sich in ihnen Wut und Hass bildet. Und da muss man halt näher hinschauen, wie es dazu kommt. Es reicht nicht als Begründung auf "den Islam" zu verweisen, denn dazu sind viel zu viele Muslime friedlich und integriert.
Es ist natürlich verlockend, alle erdenklichen Erscheinungen in allen erdenklichen Ländern auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen, aber das macht es nicht richtiger.
Das zeigt das Beispiel Sprachkompetenz: Französische Muslime sprechen fließend Französisch, leiden aber trotzdem überproportional unter Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendarbeitslosigkeit.
Die Radikalisierung der britischen Muslime steht in Zusammenhang mit der britisch-amerikanischen Politik gegenüber islamischen Ländern sowie mit einer Reihe von Gesetzen, die den Rechtsstaat in Großbritannien aushebeln und die Muslime massivsten Repressalien unterwirft. Dort waren es gerade die gut integrierten und gut ausgebildeten Muslime, die sich enttäuscht und zornig von ihrem(!) Staat abgewendet haben.
In Deutschland wiederum haben sich breite Teile der Gesellschaft und der Politik einer expliziten und zielgerichteten Einwanderungs- und Integrationspolitik jahrzehntelang widersetzt. Eine echte Kehrtwende sehe ich nicht, denn heute ist zwar ständig von Integration die Rede, aber leider mit einem geradezu drohenden Impetus, aber nicht als Angebot durch die Mehrheitsgesellschaft diese Menschen tatsächlich in ihre Mitte aufzunehmen.
Statistisch verifizierbar sind es die sozial benachteiligten Schichten, die die meisten sozialen Probleme verursachen. Ganz egal, welcher Konfession sie angehören.Immer wieder sind es vor allem die islamischen Minderheiten, die, nicht eingebildet, sondern statistisch verifizierbar, die massivsten Probleme verursachen.
Und von welchen Problemen sprichst du überhaupt?
Wenn man sie nicht konkret benennt und an ihnen konkret und zielorientiert arbeitet, sondern sich stattdessen mit pseudo-theologischen Diskussionen verlustiert, wundert mich nicht, dass man diese Probleme, die es ja gibt, nicht löst, sondern ganz im Gegenteil verstärkt.
Man sieht ja, wie argumentiert wird: statt über Bildung reden wir über Muslime, statt über Jugendkriminalität über muslimische Jugendliche. Kein Wunder, dass Muslime dies als Heuchelei durchschauen.
Den Islam möchte man nicht wirklich anerkennen und fühlt sich staatlicherseits auch für die Religionsvermittlung nicht zuständig; also lässt man zu, dass ägyptische und saudische Imame ihre Auffassungen von Religion und Gesellschaft nach Deutschland importieren.
Da wird von Muslimen gefordert sich als Teil der europäischen Gesellschaft zu begreifen - und verbannt ihre Religionsausübung in Hinterhöfe.
Da wird ein Minarettchen (unter großen Sympathiekundgebungen auch der Deutschen) zum Problem hochstilisiert, während z.B. in München mit der architektonischen Sensibilität einer Kreissäge ein überdimensionaler Klotz von Synagoge mitten in die Innenstadt gepflanzt wird.
Da wird der Islam als per se gewalttätig dargestellt, und zugleich ein Euro-Islam gefordert.
Wie das alles zusammen gehen soll, bleibt dein Geheimnis.
Bei so einer widersprüchlichen Kakophonie hilft es auch nichts, dass die bundesdeutsche Politik mittlerweile einen Konsens darüber erreicht hat, dass die jahrzehntelange Verweigerung einer echten Einwanderungs- und Inegrationspolitik ein schwerer Fehler war.
Die vielfältigen Versäumnisse aus Jahrzehnten lassen sich nicht von heute auf morgen ausgleichen, schon gar nicht in diesem gesellschaftlichen Klima, in dem die meisten Menschen hin und her gerissen sind zwischen Angst vor dem islamistischen Terror und unterschwelliger Begeisterung dafür, im Islam die Ursache fast allen Übels dieser Welt gefunden zu haben.
.Geändert von Inaktiver User (05.01.2010 um 09:09 Uhr)
-
04.01.2010, 17:36
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich habe nichts gegen Sozialarbeit, vorausgesetzt sie macht Sinn.
Ich habe auch nichts gegen linke Sozialarbeit, vorausgesetzt diese "Linken" wissen noch, was links einmal bedeutet hat.
Linkssein übersetzt sich für mich heute in bedingungsloses Für - die - armen - Opfer - sein, ungeachtet dessen, ob und inwieweit das arme Opfer sein Opfer-Sein selbst mit zu verantworten hat, ungeachtet dessen, was das Opfer selbst LEISTEN muss, um aus der Opferecke herauszukommen.
Linkssein, das erschöpft sich oft genug in dem Bemühen, die Arme-Opfer-Ecke sozialstaatlich so behaglich wie möglich zu möblieren und bringt so jeden Anreiz, sie mittels eigener ANSTRENGUNG zu verlassen, zuverlässig zum Verschwinden.
Sollten also Sozialarbeiter sich energisch bemühen, die Anpassung der Eingewanderten an die Einwanderungsgesellschft zu fördern, ist ihre Arbeit sinnvoll.
Sollten sie ihre Arbeit so verstehen, die Anpassung der Einwanderungsgesellschaft an die islamischen Werte und Vorstellungen der Eingewanderten zu fördern, dann kann ich darauf verzichten.Geändert von arouet58 (04.01.2010 um 18:09 Uhr)
Cum grano salis
-
04.01.2010, 18:23
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
@ Blautanne
Ich fasse also Deine Analyse kurz zusammen:
Wenn weltweit in ihren eigenen Staaten und in den meisten Gesellschaften, in die sie auswandern, Muslime massive Probleme haben/verursachen, dann sind in keinem Falle sie selbst dafür mit verantwortlich, sondern in erster Linie die bösen Christen, Engländer, Franzosen, Deutschen, Juden(?) und natürlich, der Erzschurke der politisch Korrekten, DIE USA.
Keinesfalls kann dieses seltsame Phänomen etwas mit dem Islam zu tun haben.
Das zu vermuten und zu bedenken wäre politisch nicht korrekt und behinderte nur unsere Anpassung an diese Religion des Friedens.
Denn das ist die erfolgreichste Lösung für alle Probleme, die Muslime weltweit haben, die sich aus Deiner messerscharfen Analyse für mich ergibt: Wenn die ganze Welt nur muslimisch würde, Muslime hätten keine Probleme mehr.
Zumindest keine mehr, die man Nichtmuslimen anlasten könnte.Geändert von arouet58 (04.01.2010 um 18:38 Uhr)
Cum grano salis




Zitieren