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04.01.2010, 14:31Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
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04.01.2010, 14:33Inaktiver User
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04.01.2010, 14:35
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich sage damit
eigentlich nichts anderes als Du.Gutmenschen scheinen davon auszugehen, dass alle Menschen Gutmenschen sind, so gut wie sie selbst, mindestens.
Das stimmt sogar, vertrackterweise.
Jedoch, der Gutmensch versteht den Menschen nicht sonderlich gut, weil er sich selbst nicht sonderlich gut versteht.
Und werde darin von Blautanne dankenswerterweise heftig unterstützt.Cum grano salis
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04.01.2010, 14:36Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Dürfen sie gerne haben.
Ich frage mich nur, warum sie hier leben bleiben, wenn sie die hiesige Erziehung für gefährlich für ihre Kinder halten. Ich hielte es für sinnvoller, wenn sie dort lebten, wo sie ein Familienleben nach ihren Vorstellungen führen können. Und im Gegensatz zu mir haben sie den Vorteil, in ein Land auswandern zu können, wo das auch möglich ist.
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04.01.2010, 14:54
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Jch glaube, dass das weniger mit der Religion sondern mit Armut zu tun hat.
So wie die muslimische Bekannte erzählte, tat sie sich damit manchmal ziemlich schwer in ihrer asiatischen Heimat.
Wenn z.B. das Auto der gesamten Verwandtschaft gehörte und nie da oder kaputt war
oder alle Brüder, Cousins und sonstigen Verwandte ihre Essvorräte leerräumten, so dass sie nicht mal am nächsten Morgen Frühstück für ihre Kinder hatte
wnn der Bruder ihres Mannes Geld benötigte, damit er dort bei einer Behörde arbeiten durfte
wenn ein Vetter ihres Mannes nur vom Arzt behandelt wird, wenn er Geld hat.
...
Ich denke, dass man die Verhältnisse einfach nicht vergleichen kann.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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04.01.2010, 15:00
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Gefaehrlich.Ich denke nicht gefaehrlich.Anders.
Die Kindern von Deutschen die im Ausland leben gehen ja auch
fast nur auf deutsche Schulen.
Manche auch auf entsprechende Internate im deutschsprachigen
Bereich.
Persönlich halte ich aber auch nichts davon.
Ich möchte ja meine Kinder aufwachsen sehen.
Auswandern...wenn gute Arbeit da ist...und man darauf angewiesen
ist?Ich bin ein Capulcu
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04.01.2010, 15:01Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Das klang in jenem Posting aber ganz entschieden anders. Schön, dass du es revidierst.
Statt gegen "die Intelligenzia und das Feuilleton" wetterst du nun gegen den "Gutmenschen". Das ist angenehm diffus - angenehm für alle Beteiligten.
Damit, dass ich angeblich "der Prototyp eines Gutmenschen" sei, kann ich dementsprechend gut leben. Sehr amüsant sind in diesem Zusammenhang die Erläuterungen auf *Wikipedia*.
Mit den Aussagen bin ich zunächst einverstanden; nur die Schlussfolgerung erscheint mir extrem realitätsfremd. Wie soll das gehen: "soziale Leistungsgewährung an Modernisierungsgegenleistungen koppeln"?Davon abgesehen, ist es tatsächlich sowohl ein soziales als auch ein religiös-kulturelles Problem.
Beides ist eng miteinander verschränkt.
Ohne eine kulturelle Modernisierung der Religion ist eine Lösung der sozialen Probleme jener, die ihr anhängen nicht möglich.
Die sozialen Probleme ihrerseits erschweren die kulturelle Modernisierung.
Weshalb soziale Leistungsgewährung gekoppelt werden muss an Modernisierungsgegenleistungen.
Leider leidest du offenbar an einer derzeit sehr aktuellen Form von Gedächtnisstörung.Ich verstehe.
In Europa gibt es gravierende Probleme nur mit muslimischen Einwanderern.
Aber natürlich, das sollte einen Gutmenschen nicht dazu veranlassen, in Erwägung zu ziehen, das könne eventuell mit dem Islam selbst zusammenhängen.
Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Begriffe, mit denen man Gastarbeiter traktiert hat. Im Interesse des Forums-Niveaus möchte ich sie nicht wiederholen, aber ich schätze, du bist alt genug um zu wissen, was ich meine. Diese Haltungen haben sich regelmäßig erst dann "erledigt", wenn ein neues Feindbild an die Stelle des alten, ausgeleierten treten konnte.
Probleme, die dem Islam zurechnet werden, lassen sich m.E. regelmäßig auf ganz andere Ursachen und Zusammenhänge zurückführen. Das gilt für die mangelhafte Integration und Leistungsmotivation sogenannter bildungsferner Schichten; das gilt für die Problematik einer immer gewaltbereiteren Jugend; das gilt bis zu einem gewissen Grad auch für atavistische Familienstrukturen.
Komplizierter wird es mit der heutigen Erscheinung des Islamismus, der teils aus der Religion entstammt, teils auf eine anti-kolonialistische Bewegung zurückgeht, teils Gewalt und Ungerechtigkeit zum Inhalt hat und teils die Antwort auf konkret erfahrene Gewalt und Ungerechtigkeit ist.
Dies alles und noch mehr platt der Religionszugehörigkeit zuzuschreiben, ist so dermaßen üblich geworden, dass es besonderer Anstrengung bedarf, um es auseinander zu sortieren - meist ohne Erfolg. Allzu bequem und griffig ist es eben NICHT zu differenzieren, sondern die unterschiedlichsten Probleme und Irritationen auf eine einzige, eine quasi "letzte" Ursache zurückzuführen und pauschal einer angeblich verbrecherischen Religion zuzuschreiben.
Das steht zwar dem erklärten Ziel eines Euro-Islam und ener Integration ohne Ansehen der Religion ausdrücklich entgegen, aber seit wann ist Volkes Bauchgefühl mit dem Kopf besonders eng verbunden.
.Geändert von Inaktiver User (04.01.2010 um 15:19 Uhr)
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04.01.2010, 15:19Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Txs Godwin. *augenroll*
Begriffe ändern sich. In meiner Kindheit konnte man noch seine Schuhe wichsen ...
Ein Anfang wäre, Antragsformulare für Leistungsgewährungen nur auf Deutsch vorzuhalten und vor Ort vom Antragsteller ausfüllen zu lassen. Gleiches mit der Fahrprüfung. Oder Streichung des Kindergeldes, wenn die Kinder ins Ausland verbracht werden. Anwesenheitspflicht bei Elternabenden. LehrerInnen sind mit Respekt zu behandeln... Es gibt zahlreiche Möglichkeiten.
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04.01.2010, 15:27Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Jein. Ich kenne junge Mütter (deutsch und ohne Migrationshintergrund),
die bei der Kinderbetreuung ohne tatkräftige Mithilfe der Großmütter komplett Schiffbruch erleiden würden. Die Betreuungslage ist wirklich nicht gut und war vor wenigen Jahren noch erheblich schlechter. Ich hätte selber Bedenken, frühpubertierende Jugendliche (zumal in einem Problemviertel) den halben Tag lang sich selbst zu überlassen. In punkto Ganztagesschulen ist Deutschland ja Entwicklungsland. In sofern kann die Motivation, die Seven andeutet, schon eine Rolle spielen.
Andererseits hast Du natürlich recht: Wenn man Kinder nach der Grundschule aus ihrem Umfeld reißt und später zurückverpflanzt, potenziert man die sozialen Probleme. Im schlimmsten Fall sind die Betroffenen am Ende in beiden Kulturkreisen fremd, sprechen beide Sprachen nicht perfekt und kommen nirgends zurecht.
@segres und herbstblatt: Übrigens habe ich größten Respekt vor denen, die solche Probleme offen benennen und sich als Elternsprecher oder Lehrer für diese Kinder einsetzen.
Und ich kann ein gewisses Maß an Ärger und Resignation verstehen, wenn einige grüne Berufsoptimisten die Einwanderungsthematik durch die rosarote Brille betrachten und vor Problemen konsequent die Augen verschließen.
In diesem Punkt sind wir nicht so weit auseinander.
Aber ich habe den Verdacht, dass die Belange von Mädchen aus Einwandererfamilien und insgesamt das Thema Emanzipation den Rechtspopulisten in der Schweiz, die für das Minarettverbot Stmmung gemacht haben, herzlich egal sind. Da werden völlig berechtigte Ängste für die falsche Sache ausgenützt.
Noch ein Wort zu den Grünen: Die mögen wohl in mancher Hinsicht naiv sein. Aber was soll man von der Integrationspolitik a la CDU halten?
Warum werden sämtliche "Integrationsgipfel" konsequent zu einem Schaulaufen von Islam-Funktionären umfunktioniert. Es ist mir schleierhaft, warum die Migranten konsequent nur als "Moslems" angesprochen werden, ganz gleich ob sie streng gläubig, liberal, indifferent oder atheistisch sind. Indem man in der ganzen Integrationsdiskussion die Religion so konsequent in den Fordergrund rückt, verschafft man am Ende den Hardlinern (die im Umgang mit der Öffentlichkeit geübt sind und im rechten Moment Kreide gefressen haben) nur noch mehr Einfluss- und das ist verheerend. Diese Art von Integrationspolitik trägt die Handschrift einer Partei, die die Trennung von Staat und Religion nie ganz verinnerlicht hat. Das kann nicht gutgehen.
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04.01.2010, 15:27
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Das klingt nur dem anders, der meint, ich verwendete Anführungszeichen zu Dekorationszwecken.
Wenn ich "Intelligenzia" schreibe, dann meine ich "Intelligenzia".Ich kann es mir leisten, diffus zu bleiben.Statt gegen "die Intelligenzia und das Feuilleton" wetterst du nun gegen den "Gutmenschen". Das ist angenehm diffus - angenehm für alle Beteiligten.
Die Konkretisierung, die übernimmst Du.Es überrascht Dich sicher nicht, dass die deutschsprachige Wikipedia in meinen Augen ein Gutmenschenlexikon ist, gerade in den politisch umkämpften Bereichen.Damit, dass ich angeblich "der Prototyp eines Gutmenschen" sei, kann ich dementsprechend gut leben. Sehr amüsant sind in diesem Zusammenhang die Erläuterungen auf *Wikipedia*, die ich hiermit jedem, der den Begriff "Gutmensch" verwendet oder auch bewusst NICHT verwendet, nahe legen möchte.
Ich bevorzuge die englische.
Dort sind die dunkelrot-grünen Mehrheiten unter den Autoren, die das, was man in ihren Wohnküchenkollektiven für Common Sense hält, im Lexikon verewigen, nicht ganz so drückend.
Z.B. Auszahlung der Sozialleistungen in Geld nur bei verpflichtender Teilnahme an Sprachkursen, ansonsten Sachleistungen, Gutscheine etc. oder Abschiebung in die Heimat.Mit den Aussagen bin ich zunächst einverstanden; nur die Schlussfolgerung erscheint mir extrem realitätsfremd. Wie soll das gehen: "soziale Leistungsgewährung an Modernisierungsgegenleistungen koppeln"?
Da täuschst Du Dich.Leider leidest du offenbar an einer derzeit sehr aktuellen Form von Gedächtnisstörung.
Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Begriffe, mit denen man Gastarbeiter traktiert hat. Im Interesse des Forums-Niveaus möchte ich sie nicht wiederholen, aber ich schätze, du bist alt genug um zu wissen, was ich meine. Diese Haltungen haben sich regelmäßig erst dann "erledigt", wenn ein neues Feindbild an die Stelle des alten, ausgeleierten treten konnte.
Die Probleme, vor denen wir heute stehen (Parallelgesellschaften), entwickeln sich nur bei islamischen Einwanderern in so gravierender Form. Und das mittlerweile auch schon in der Folgegeneration, die hier geboren, hier aufgewachsen ist, z.T. "frommer", als es ihre Eltern je waren, ein Erfolg der fundamentalistischen Fernsehprediger, die, dank Satellitenschüssel, auch hierzulande, verkünden, wie der "wahre" Islam auszusehen hat, ein Erfolg der entsprechenden "Bildungsangebote" vieler hiesiger Moscheen, ihrer Büchertische, die entsprechendes Schrifttum verbreiten.
Ein Euro-Islam wird sich also durchsetzen und behaupten müssen GEGEN den Islam im Rest der Welt, der dank der neuen Medientechnologien seine Schäfchen auch hierzulande erreichen wird.
Das ist völlig neu, dieses geistige Führen Ausgewanderter am engen Zügel der Heimat.
In vielen muslimischen Haushalten laufen arabische oder türkische Sender im Fernsehen.
Es besteht gar keine Notwendigkeit, Deutsch zu lernen.
Man kauft ein beim türkischen Händler, geht zum türkischen Rechtsanwalt, zum türkischen Reisebüro, zum türkischen Frisör usw.
Man muss nicht bemerken, dass man eigentlich in Deutschland lebt, wenn man nicht will.
Ich habe noch nicht erlebt, dass nichtislamische Einwanderer eine eigene Gerichtsbarkeit für sich gefordert hätten.
Probleme, die dem Islam zurechnet werden, lassen sich m.E. regelmäßig auf ganz andere Ursachen und Zusammenhänge zurückführen. Das gilt für die mangelhafte Integration und Leistungsmotivation sogenannter bildungsferner Schichten - ganz gleich, welcher Religionszugehörigkeit. Das gilt für die Problematik einer immer gewaltbereiteren Jugend. Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch für atavistische Familienstrukturen.
Es ist vor allem deshalb so griffig, weil in der gesamten islamischen Welt, die immerhhin 1,3 Milliarden Menschen umfasst, bisher nicht eine einzige Demokratie entstanden ist, die Menschenrechte und Minderheitenrechte Andersgläubiger/Nichtgläubiger auch nur einigermaßen befriedigend respektierte.Dies alles und noch mehr der Religionszugehörigkeit zuzuschreiben, ist so dermaßen üblich geworden, dass es besonderer Anstrengung bedarf, um das auseinander zu sortieren - meist ohne Erfolg. Allzu bequem und griffig ist es eben NICHT zu differenzieren und pauschal einer angeblich verbrecherischen Religion zuzuschreiben. Auch wenn das dem erklärten Ziel (eines Euro-Islam) ausdrücklich entgegensteht.
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Selbst die demokratisch am weitesten fortgeschrittene Türkei tut das nicht.
Das lässt sich nicht mit dem Allerweltsargument "Kolonialismus" rechtfertigen, das Jahrzehnte nach dem Ende desselben nur noch dazu taugt, von eigenem Versagen abzulenken.
Ich nannte nicht umsonst Südkorea und Taiwan, nicht islamische Staaten, die, trotz kolonialer Vergangenheit, hervorragend funktionierende Demokratien schufen innerhalb der letzten Jahrzehnte.
Die Türkei übrigens war nie kolonial beherrscht, war immer ein souveräner Staat.
Und man kann den Eindruck gewinnen, dass, je demokratischer sie wird, sich die Lage religiöser Minderheiten desto schwieriger gestaltet.
Christen, Juden, Agnostikern jedenfalls ging es unter der Reformdiktatur Atatürks besser, vielleicht weil er nicht auf das gesunde, islamisch geformte Volksempfinden Rücksicht nehmen musste.Geändert von arouet58 (04.01.2010 um 17:13 Uhr)
Cum grano salis



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