Antworten
Seite 152 von 224 ErsteErste ... 52102142150151152153154162202 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.511 bis 1.520 von 2238
  1. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auffällig ist, dass man manche Leute bevorzugt beim sachlichen Argumentieren findet, andere dort hingegen fehlen, um erst wieder aufzutauchen, wenn sie kleine Gehässigkeiten platzieren können, die von keinem Bezug zu irgend einem Sachthema getrübt werden.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist nichts als die Polemik eines aufrecht-empörten Anti-Intelligenzlers.
    Und es ist - wie könnte es auch anders sein - das Gegenteil von intelligent.
    Oh verdammt! Eigentlich ist es furchtbar traurig, aber ich lache mich schon seit 10 Minuten tot.

  2. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der ist gut
    und so vielseitig abwandelbar!
    Nur dass er mit z.B. Deutschen nicht witzig ist.

  3. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht so bestätigen. Aus meinem Umfeld:

    Er hat z.B. eine Ideologie. Dabei zählt nicht der Mensch und seine Fehler sondern alles was ausländisch ist und klingt oder mit Kindern zu tun hat, ist automatisch gut und schützenswert.
    Schon bei dem Hauch eines Widerspruchs ist er beleidigt und in seinem Denken bestätigt, dass sein Umfeld rassistisch und eigensüchtig ist.

    Dann kann er so richtig loslegen, schimpfen und beleidigen, weil seine Sicht die einzig Wahre ist.

    Jedenfalls trifft das auf eine Bekannte von mir zu
    Ich sage damit
    Gutmenschen scheinen davon auszugehen, dass alle Menschen Gutmenschen sind, so gut wie sie selbst, mindestens.
    Das stimmt sogar, vertrackterweise.
    Jedoch, der Gutmensch versteht den Menschen nicht sonderlich gut, weil er sich selbst nicht sonderlich gut versteht.
    eigentlich nichts anderes als Du.
    Und werde darin von Blautanne dankenswerterweise heftig unterstützt.
    Cum grano salis

  4. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Seven Beitrag anzeigen
    Das ist Deine Ansicht.

    Andere Menschen haben andere Vorstellungen.
    Dürfen sie gerne haben.
    Ich frage mich nur, warum sie hier leben bleiben, wenn sie die hiesige Erziehung für gefährlich für ihre Kinder halten. Ich hielte es für sinnvoller, wenn sie dort lebten, wo sie ein Familienleben nach ihren Vorstellungen führen können. Und im Gegensatz zu mir haben sie den Vorteil, in ein Land auswandern zu können, wo das auch möglich ist.

  5. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist ein Treppenwitz, wenn Vertreter einer westlich-modernen ich-ich-ich-Kultur den Muslimen Gemeinschaftssinn beibringen wollen.
    Wenn man den Muslimen etwas nahebringen sollte, dann wohl ganz im Gegenteil eher ein Stück Individualismus.
    Jch glaube, dass das weniger mit der Religion sondern mit Armut zu tun hat.

    So wie die muslimische Bekannte erzählte, tat sie sich damit manchmal ziemlich schwer in ihrer asiatischen Heimat.
    Wenn z.B. das Auto der gesamten Verwandtschaft gehörte und nie da oder kaputt war
    oder alle Brüder, Cousins und sonstigen Verwandte ihre Essvorräte leerräumten, so dass sie nicht mal am nächsten Morgen Frühstück für ihre Kinder hatte
    wnn der Bruder ihres Mannes Geld benötigte, damit er dort bei einer Behörde arbeiten durfte
    wenn ein Vetter ihres Mannes nur vom Arzt behandelt wird, wenn er Geld hat.
    ...
    Ich denke, dass man die Verhältnisse einfach nicht vergleichen kann.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  6. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dürfen sie gerne haben.
    Ich frage mich nur, warum sie hier leben bleiben, wenn sie die hiesige Erziehung für gefährlich für ihre Kinder halten. Ich hielte es für sinnvoller, wenn sie dort lebten, wo sie ein Familienleben nach ihren Vorstellungen führen können. Und im Gegensatz zu mir haben sie den Vorteil, in ein Land auswandern zu können, wo das auch möglich ist.
    Gefaehrlich.Ich denke nicht gefaehrlich.Anders.

    Die Kindern von Deutschen die im Ausland leben gehen ja auch
    fast nur auf deutsche Schulen.
    Manche auch auf entsprechende Internate im deutschsprachigen
    Bereich.

    Persönlich halte ich aber auch nichts davon.

    Ich möchte ja meine Kinder aufwachsen sehen.

    Auswandern...wenn gute Arbeit da ist...und man darauf angewiesen
    ist?
    Ich bin ein Capulcu

  7. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Ich verachte weder Intelligenz noch Intellektualität
    Das klang in jenem Posting aber ganz entschieden anders. Schön, dass du es revidierst.
    Statt gegen "die Intelligenzia und das Feuilleton" wetterst du nun gegen den "Gutmenschen". Das ist angenehm diffus - angenehm für alle Beteiligten.
    Damit, dass ich angeblich "der Prototyp eines Gutmenschen" sei, kann ich dementsprechend gut leben. Sehr amüsant sind in diesem Zusammenhang die Erläuterungen auf *Wikipedia*.


    Davon abgesehen, ist es tatsächlich sowohl ein soziales als auch ein religiös-kulturelles Problem.
    Beides ist eng miteinander verschränkt.
    Ohne eine kulturelle Modernisierung der Religion ist eine Lösung der sozialen Probleme jener, die ihr anhängen nicht möglich.
    Die sozialen Probleme ihrerseits erschweren die kulturelle Modernisierung.
    Weshalb soziale Leistungsgewährung gekoppelt werden muss an Modernisierungsgegenleistungen.
    Mit den Aussagen bin ich zunächst einverstanden; nur die Schlussfolgerung erscheint mir extrem realitätsfremd. Wie soll das gehen: "soziale Leistungsgewährung an Modernisierungsgegenleistungen koppeln"?


    Ich verstehe.
    In Europa gibt es gravierende Probleme nur mit muslimischen Einwanderern.
    Aber natürlich, das sollte einen Gutmenschen nicht dazu veranlassen, in Erwägung zu ziehen, das könne eventuell mit dem Islam selbst zusammenhängen.
    Leider leidest du offenbar an einer derzeit sehr aktuellen Form von Gedächtnisstörung.
    Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Begriffe, mit denen man Gastarbeiter traktiert hat. Im Interesse des Forums-Niveaus möchte ich sie nicht wiederholen, aber ich schätze, du bist alt genug um zu wissen, was ich meine. Diese Haltungen haben sich regelmäßig erst dann "erledigt", wenn ein neues Feindbild an die Stelle des alten, ausgeleierten treten konnte.

    Probleme, die dem Islam zurechnet werden, lassen sich m.E. regelmäßig auf ganz andere Ursachen und Zusammenhänge zurückführen. Das gilt für die mangelhafte Integration und Leistungsmotivation sogenannter bildungsferner Schichten; das gilt für die Problematik einer immer gewaltbereiteren Jugend; das gilt bis zu einem gewissen Grad auch für atavistische Familienstrukturen.

    Komplizierter wird es mit der heutigen Erscheinung des Islamismus, der teils aus der Religion entstammt, teils auf eine anti-kolonialistische Bewegung zurückgeht, teils Gewalt und Ungerechtigkeit zum Inhalt hat und teils die Antwort auf konkret erfahrene Gewalt und Ungerechtigkeit ist.

    Dies alles und noch mehr platt der Religionszugehörigkeit zuzuschreiben, ist so dermaßen üblich geworden, dass es besonderer Anstrengung bedarf, um es auseinander zu sortieren - meist ohne Erfolg. Allzu bequem und griffig ist es eben NICHT zu differenzieren, sondern die unterschiedlichsten Probleme und Irritationen auf eine einzige, eine quasi "letzte" Ursache zurückzuführen und pauschal einer angeblich verbrecherischen Religion zuzuschreiben.
    Das steht zwar dem erklärten Ziel eines Euro-Islam und ener Integration ohne Ansehen der Religion ausdrücklich entgegen, aber seit wann ist Volkes Bauchgefühl mit dem Kopf besonders eng verbunden.
    .
    Geändert von Inaktiver User (04.01.2010 um 15:19 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehr amüsant sind in diesem Zusammenhang die Erläuterungen auf *Wikipedia*, die ich hiermit jedem, der den Begriff "Gutmensch" verwendet oder auch bewusst NICHT verwendet, nahe legen möchte.
    Txs Godwin. *augenroll*
    Begriffe ändern sich. In meiner Kindheit konnte man noch seine Schuhe wichsen ...
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit den Aussagen bin ich zunächst einverstanden; nur die Schlussfolgerung erscheint mir extrem realitätsfremd. Wie soll das gehen: "soziale Leistungsgewährung an Modernisierungsgegenleistungen koppeln"?
    Ein Anfang wäre, Antragsformulare für Leistungsgewährungen nur auf Deutsch vorzuhalten und vor Ort vom Antragsteller ausfüllen zu lassen. Gleiches mit der Fahrprüfung. Oder Streichung des Kindergeldes, wenn die Kinder ins Ausland verbracht werden. Anwesenheitspflicht bei Elternabenden. LehrerInnen sind mit Respekt zu behandeln... Es gibt zahlreiche Möglichkeiten.

  9. Inaktiver User

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sooo schlecht ist die Betreuungslage hier eigentlich nicht. Jedenfalls reichen die Mängel nicht aus, um aus Sorge darum die Kinder aus ihrem sozialen Umfeld und ihrem Elternhaus zu reißen. Bzw. ist es die Frage, was man unter einer richtigen Beaufsichtigung versteht.
    Jein. Ich kenne junge Mütter (deutsch und ohne Migrationshintergrund),
    die bei der Kinderbetreuung ohne tatkräftige Mithilfe der Großmütter komplett Schiffbruch erleiden würden. Die Betreuungslage ist wirklich nicht gut und war vor wenigen Jahren noch erheblich schlechter. Ich hätte selber Bedenken, frühpubertierende Jugendliche (zumal in einem Problemviertel) den halben Tag lang sich selbst zu überlassen. In punkto Ganztagesschulen ist Deutschland ja Entwicklungsland. In sofern kann die Motivation, die Seven andeutet, schon eine Rolle spielen.

    Andererseits hast Du natürlich recht: Wenn man Kinder nach der Grundschule aus ihrem Umfeld reißt und später zurückverpflanzt, potenziert man die sozialen Probleme. Im schlimmsten Fall sind die Betroffenen am Ende in beiden Kulturkreisen fremd, sprechen beide Sprachen nicht perfekt und kommen nirgends zurecht.


    @segres und herbstblatt: Übrigens habe ich größten Respekt vor denen, die solche Probleme offen benennen und sich als Elternsprecher oder Lehrer für diese Kinder einsetzen.
    Und ich kann ein gewisses Maß an Ärger und Resignation verstehen, wenn einige grüne Berufsoptimisten die Einwanderungsthematik durch die rosarote Brille betrachten und vor Problemen konsequent die Augen verschließen.
    In diesem Punkt sind wir nicht so weit auseinander.

    Aber ich habe den Verdacht, dass die Belange von Mädchen aus Einwandererfamilien und insgesamt das Thema Emanzipation den Rechtspopulisten in der Schweiz, die für das Minarettverbot Stmmung gemacht haben, herzlich egal sind. Da werden völlig berechtigte Ängste für die falsche Sache ausgenützt.

    Noch ein Wort zu den Grünen: Die mögen wohl in mancher Hinsicht naiv sein. Aber was soll man von der Integrationspolitik a la CDU halten?
    Warum werden sämtliche "Integrationsgipfel" konsequent zu einem Schaulaufen von Islam-Funktionären umfunktioniert. Es ist mir schleierhaft, warum die Migranten konsequent nur als "Moslems" angesprochen werden, ganz gleich ob sie streng gläubig, liberal, indifferent oder atheistisch sind. Indem man in der ganzen Integrationsdiskussion die Religion so konsequent in den Fordergrund rückt, verschafft man am Ende den Hardlinern (die im Umgang mit der Öffentlichkeit geübt sind und im rechten Moment Kreide gefressen haben) nur noch mehr Einfluss- und das ist verheerend. Diese Art von Integrationspolitik trägt die Handschrift einer Partei, die die Trennung von Staat und Religion nie ganz verinnerlicht hat. Das kann nicht gutgehen.

  10. User Info Menu

    AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klang in jenem Posting aber ganz entschieden anders. Schön, dass du es revidierst.
    Das klingt nur dem anders, der meint, ich verwendete Anführungszeichen zu Dekorationszwecken.
    Wenn ich "Intelligenzia" schreibe, dann meine ich "Intelligenzia".
    Statt gegen "die Intelligenzia und das Feuilleton" wetterst du nun gegen den "Gutmenschen". Das ist angenehm diffus - angenehm für alle Beteiligten.
    Ich kann es mir leisten, diffus zu bleiben.
    Die Konkretisierung, die übernimmst Du.
    Damit, dass ich angeblich "der Prototyp eines Gutmenschen" sei, kann ich dementsprechend gut leben. Sehr amüsant sind in diesem Zusammenhang die Erläuterungen auf *Wikipedia*, die ich hiermit jedem, der den Begriff "Gutmensch" verwendet oder auch bewusst NICHT verwendet, nahe legen möchte.
    Es überrascht Dich sicher nicht, dass die deutschsprachige Wikipedia in meinen Augen ein Gutmenschenlexikon ist, gerade in den politisch umkämpften Bereichen.
    Ich bevorzuge die englische.
    Dort sind die dunkelrot-grünen Mehrheiten unter den Autoren, die das, was man in ihren Wohnküchenkollektiven für Common Sense hält, im Lexikon verewigen, nicht ganz so drückend.
    Mit den Aussagen bin ich zunächst einverstanden; nur die Schlussfolgerung erscheint mir extrem realitätsfremd. Wie soll das gehen: "soziale Leistungsgewährung an Modernisierungsgegenleistungen koppeln"?
    Z.B. Auszahlung der Sozialleistungen in Geld nur bei verpflichtender Teilnahme an Sprachkursen, ansonsten Sachleistungen, Gutscheine etc. oder Abschiebung in die Heimat.

    Leider leidest du offenbar an einer derzeit sehr aktuellen Form von Gedächtnisstörung.
    Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Begriffe, mit denen man Gastarbeiter traktiert hat. Im Interesse des Forums-Niveaus möchte ich sie nicht wiederholen, aber ich schätze, du bist alt genug um zu wissen, was ich meine. Diese Haltungen haben sich regelmäßig erst dann "erledigt", wenn ein neues Feindbild an die Stelle des alten, ausgeleierten treten konnte.
    Da täuschst Du Dich.
    Die Probleme, vor denen wir heute stehen (Parallelgesellschaften), entwickeln sich nur bei islamischen Einwanderern in so gravierender Form. Und das mittlerweile auch schon in der Folgegeneration, die hier geboren, hier aufgewachsen ist, z.T. "frommer", als es ihre Eltern je waren, ein Erfolg der fundamentalistischen Fernsehprediger, die, dank Satellitenschüssel, auch hierzulande, verkünden, wie der "wahre" Islam auszusehen hat, ein Erfolg der entsprechenden "Bildungsangebote" vieler hiesiger Moscheen, ihrer Büchertische, die entsprechendes Schrifttum verbreiten.
    Ein Euro-Islam wird sich also durchsetzen und behaupten müssen GEGEN den Islam im Rest der Welt, der dank der neuen Medientechnologien seine Schäfchen auch hierzulande erreichen wird.
    Das ist völlig neu, dieses geistige Führen Ausgewanderter am engen Zügel der Heimat.
    In vielen muslimischen Haushalten laufen arabische oder türkische Sender im Fernsehen.
    Es besteht gar keine Notwendigkeit, Deutsch zu lernen.
    Man kauft ein beim türkischen Händler, geht zum türkischen Rechtsanwalt, zum türkischen Reisebüro, zum türkischen Frisör usw.
    Man muss nicht bemerken, dass man eigentlich in Deutschland lebt, wenn man nicht will.

    Probleme, die dem Islam zurechnet werden, lassen sich m.E. regelmäßig auf ganz andere Ursachen und Zusammenhänge zurückführen. Das gilt für die mangelhafte Integration und Leistungsmotivation sogenannter bildungsferner Schichten - ganz gleich, welcher Religionszugehörigkeit. Das gilt für die Problematik einer immer gewaltbereiteren Jugend. Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch für atavistische Familienstrukturen.
    Ich habe noch nicht erlebt, dass nichtislamische Einwanderer eine eigene Gerichtsbarkeit für sich gefordert hätten.
    Dies alles und noch mehr der Religionszugehörigkeit zuzuschreiben, ist so dermaßen üblich geworden, dass es besonderer Anstrengung bedarf, um das auseinander zu sortieren - meist ohne Erfolg. Allzu bequem und griffig ist es eben NICHT zu differenzieren und pauschal einer angeblich verbrecherischen Religion zuzuschreiben. Auch wenn das dem erklärten Ziel (eines Euro-Islam) ausdrücklich entgegensteht.

    .
    Es ist vor allem deshalb so griffig, weil in der gesamten islamischen Welt, die immerhhin 1,3 Milliarden Menschen umfasst, bisher nicht eine einzige Demokratie entstanden ist, die Menschenrechte und Minderheitenrechte Andersgläubiger/Nichtgläubiger auch nur einigermaßen befriedigend respektierte.
    Selbst die demokratisch am weitesten fortgeschrittene Türkei tut das nicht.
    Das lässt sich nicht mit dem Allerweltsargument "Kolonialismus" rechtfertigen, das Jahrzehnte nach dem Ende desselben nur noch dazu taugt, von eigenem Versagen abzulenken.
    Ich nannte nicht umsonst Südkorea und Taiwan, nicht islamische Staaten, die, trotz kolonialer Vergangenheit, hervorragend funktionierende Demokratien schufen innerhalb der letzten Jahrzehnte.
    Die Türkei übrigens war nie kolonial beherrscht, war immer ein souveräner Staat.
    Und man kann den Eindruck gewinnen, dass, je demokratischer sie wird, sich die Lage religiöser Minderheiten desto schwieriger gestaltet.
    Christen, Juden, Agnostikern jedenfalls ging es unter der Reformdiktatur Atatürks besser, vielleicht weil er nicht auf das gesunde, islamisch geformte Volksempfinden Rücksicht nehmen musste.
    Geändert von arouet58 (04.01.2010 um 17:13 Uhr)
    Cum grano salis

Antworten
Seite 152 von 224 ErsteErste ... 52102142150151152153154162202 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •