.Ehrlich gesagt habe ich in Istanbul auch einen christlichen Gottesdienst (unter der Kirch versteckt) und auch einen armenischen Gottesdienst besucht.;-(
...unter der Kirche versteckt?Haehhh?
Natürlich gibt es Gottesdienste,es gibt jetzt zur Weihnachtszeit
etliche Chorprogramme in den Kirchen und Vereinigungen,an
der deutschen Schule und an anderen Organisationen m.christ-
lichem Hintergrund finden Weihnachtsmaerkte statt(die auch gern
von Moslems besucht werden).
Es gibt Heime,Altenheime,Krankenhaueser,Schulen etc.von Armeni-
ern,griechisch Orthodoxen,Christen,etc.
Das zum Thema Unterdrückung der Christen.
Die syrischen sowohl als auch die armenischen Christen waren sehr ängstlich und besorgt und haben uns gefragt wo wir herkommen, denn sie werden in einem muslimischen Land auch unterdrückt.;-(
Haben sie das gesagt?
In den USA gibt es mittlerweile immer mehr Nazis (auch Schwarze). Sie haben sich den hässlichen Parolen zugewandt und sie stürmen jüdische Gemeindezentren.;-(
Antworten
Ergebnis 1.151 bis 1.160 von 2238
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16.12.2009, 13:01
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16.12.2009, 14:06
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
So ergeht es Christen in der Türkei, offiziell geduldet ohne echte Gleichberechtigung, inoffiziell von fanatischen Muslimen/Nationalisten angefeindet bis hin zu Morden und die Behörden machen oft genug den Eindruck, als hätten sie kein Interesse daran, diese Verbrechen aufzuklären und die winzige Minderheit angemessen zu schützen.
Im Gegenteil.
Man nutzt jede halbwegs legal aussehende Möglichkeit, das Leben der Christengemeinden zu behindern.
Heute stellen Christen 0,2 % der Bevölkerung der Türkei.
Vor dem 1. Weltkrieg lebten auf deren Territorium, der Fläche der heutigen Türkei, einmal 20 % Christen.
Der Völkermord an den Armeniern, die Vertreibung und massenhafte Ermordung der Griechen - die Vertreibung der Griechen setzte sich bis in die 60'er Jahre fort), schuf hier Abhilfe.
Dabei kann man DIESE Verbrechen nicht einfach auf das Konto des Islam buchen, denn türkische Nationalisten sind eher lupenreine völkisch orientierte Faschisten als Islamisten.
Aber es gibt eben Schnittmengen, die auch politisch aktivierbar sind zwischen Muslimen, die Christen als Andersgläubige hassen und Nationalisten, die Griechen/Ausländer hassen, die oft Christen sind.
Da entwickelt sich nicht selten eine "produktive" Zusammenarbeit zwischen der religiösen und der politischen Rechten, die aus unterschiedlichen Gründen dieselben Ziele verfolgen.
Ein Bündnis, das ja auch einmal in Europa zustandekommen kann und wird - da bin ich mir ziemlich sicher, denn die Rechte wird auch Führer hervorbringen, die intelligenter sind, strategischer denken, als die heutige Deppengeneration, in der ein Horst Mahler alleine den IQ der NPD-Führungsmannschaft verdoppelt - zwischen einer religiösen Rechten und einer säkularen Rechten, die aus unterschiedlichen Gründen dieselbe Agenda verfolgen.Geändert von arouet58 (16.12.2009 um 14:09 Uhr)
Cum grano salis
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16.12.2009, 14:23
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich lebe dort.
Und ich kenne sehr viele Christen und Auslaender.
Einzelne Morde können keineswegs als Christenverfolgung
bezeichnet werden.
Darf ich daran erinnern dass die Osmanen die Juden aufgenommen
haben die durch die spanische Inquisition verfolgt,und ausgewiesen
wurden?
Darf ich daran erinnern dass Regime-Verfolgte im 3.Reich von der
Türkei aufgenommen wurden?Ich bin ein Capulcu
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16.12.2009, 14:38
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ja, das Osmanische Reich war auf dem Höhepunkt seiner Macht duldsamer als europäische Staaten (duldsamer!, nicht tolerant im Sinne der Aufklärung, sondern so duldsam, wie der Islam nun einmal Dhimmis DULDET, als Schutzbefohlene minderen Rechts, die sich islamischer Herrschaft unterwerfen).
Diese Duldsamkeit zerbrach mit dem Zerfall, der großen Krise dieses Imperiums seit dem Ende des 18. Jdts. zunehmend.
Wenn nicht mehr klar ist, wer Koch, wer Kellner ist, ist Schluss mit "multikulti".
Dann beginnen die Nächte der langen Messer, weil die noch Herrschenden die erstarkten Minderheiten fürchten und die stärker gewordenen Minderheiten davon zu träumen beginnen, selbt die bestimmende Macht innerhalb der Region/des Staates werden zu können.
Eine furchtbare Dynamik gegenseitigen Hasses, gegenseitiger Verdächtigungen setzt ein.
Die so entstehenden Spannungen entladen sich in Bürgerkrieg, Völkermord, Massenvertreibungen.
Das wird in Westeuropa nicht anders sein, wenn wir 20, 30% Muslime haben werden und KEINEN Euro-Islam.
Ja, die türkische Republik hat deutschen Emigranten Asyl gewährt, u. a. weil sie von diesen Emigranten - sehr oft hoch befähigte Akademiker - massiv profitierte.
Das ändert aber nichts an den HEUTGEN Zuständen, wie sie der Spiegel - Artikel schildert, rechtfertigt sie schon gar nicht.
Ein Lackmus-Test, wie ernst es die Türkei mit Menschenrechten auch für Christen meint, ist nach wie vor ihr Umgang mit dem Völkermord an den Armeniern.
Den besteht sie nicht, nach wie vor nicht.
Außerdem sind die Verhältnisse im Westen der Türkei, auch in Istanbul, sehr viel angenehmer als im Osten/Südosten, die wesentlich weniger stark von Touristen aufgesucht werden, die weniger im Blickpunkt westlicher Besucher stehen.Geändert von arouet58 (16.12.2009 um 14:48 Uhr)
Cum grano salis
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16.12.2009, 14:48
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich habe gesagt dass ich dort LEBE.Ich bin kein Tourist.
Inwiefern kannst Du denn die Umstaende dort beurteilen...oder
(was ich annehme)sind Deine Kenntnisse nur vom Spaehen
mit dem Fernrohr)?Ich bin ein Capulcu
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16.12.2009, 15:31
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich glaube Dir gerne, dass Du dort lebst, nur...ich misstraue Deiner Wahrnehmung.
Die wird ja bestimmt nicht nur von dem Umfeld, in dem Du lebst, sondern auch davon, WIE Du dieses Umfeld wahrnimmst, mit welchem Bewußtsein Du wahrnimmst, was Du sehen WILLST, was nicht.
Ich habe den Eindruck, Du hast eine sehr idyllische Vorstellung von dem, was Islam WELTWEIT, über die längste Zeit seiner Geschichte hinweg war und IST.
Du hast Dich wohl einer kleinen, eher sufitisch orientierten Glaubensrichtung angeschlossen, pazifistisch, hoch spirituell, hoch tolerant, aber das ist nicht DER Islam.
Wenn Du vom Islam redest, höre ich nur die Brunnen der Alhambra rauschen.
Ich höre nicht das Donnern der Hufe angreifender Reiterheere, die die Brunnen der Alhambra zur Vorraussetzung haben.Cum grano salis
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16.12.2009, 15:37
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16.12.2009, 15:57
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Geändert von arouet58 (16.12.2009 um 16:01 Uhr)
Cum grano salis
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16.12.2009, 16:07
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Zumindest ist meine Wissen über das Leben in einem überwiegend
islamischen Land wesentlich weniger fremdgesehen als Deines.
Ich sitze an der Quelle.Ich bin ein Capulcu
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16.12.2009, 16:16
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ach, Seven, Kommunisten, die in der Sowjetunion lebten und an die Staatsreligion glaubten, berichteten von ihrem Leben dort als Paradies auf Erden.
Kommunisten, die Häretiker waren, Andersgläubige, Ungläubige, Gegner der Staatsideologie (Christen, Juden, Muslime), sie berichteten von der Hölle auf Erden, berichteten von GULAG, Aufstandsbekämpfung mittels Bomben, Granaten, Folter, Massenmord, Geheimpolizie und beide Seiten beriefen sich darauf, an der Quelle zu sitzen.
So unterschiedlich können Menschen dieselbe Realität wahrnehmen.
Es kommt wohl immer auch auf die Seite an, von wo aus man guckt.
Im Übrigen, Seven, ich lebe in Deutschland, sehe den Islam hier in Deutschland, fast vor meiner Haustür.
Da ich Deine Frage beantwortet habe, beantworte mir bitte auch eine:
Was bedeutet es, wenn die vom türkischen Religionsministerium finanzierte DITIB Moscheen nach Sultanen benennt, nach Sultanen wie Mehmet Fatih, nach Yavus Selim.
Waren diese Sultane, Deiner Meinung nach, vorbildliche Muslime?Cum grano salis



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