Alinghi,
das schweizer Volk hat vor nicht all zu langer Zeit ein Diskriminierungsverbot in die Verfassung aufgenommen, welches in der Schweiz allerdings durch die Anerkennung der Europäischen Menschrechtkonvention sowieso schon Gültigkeit hatte. Kurz: niemand darf auf Grund seiner Rasse, Geschlecht Behinderung etc. und eben Weltanschauung und Religion Sonderregeln unterworfen sein. Dies ist aber klar der Fall, wenn alle Religionsgemeinschaften architektonisch unbestimmt Türme bauen dürfen, Musleme aber nicht, denn nur durch die Religion wird aus einem Turm ein Minarett. Insofern verstösst der neu auszuarbeitende Artikel sehr wohl gegen die schweizerische Verfassung und für die Schweiz als Rechtsstaat bindende Grundrechte der von der Schweiz ratifizierten Europäischen Menschenrechtskonvention.
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15.12.2009, 23:38
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Geändert von Ahab (15.12.2009 um 23:42 Uhr)
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16.12.2009, 00:40
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Es entsteht der reale Nachteil, dass Muslime sich zu Recht diskriminiert fühlen können, wenn z.B. Christen Türme an ihre Gebetsstätten bauen dürfen, sie aber nicht.
Es ist ein Unterschied, ob eine islamische Gemeinde freiwillig auf ein Minarett verzichtet - dann wird sie sich nicht diskriminiert fühlen - oder ob man sie dazu bevormundend zwingt.
Wer diskriminiert wird durch staatliche Gesetze, der fühlt sich angepisst, wird kein Vertrauen haben in eine staatliche Ordnung, die das möglich macht, wird das Reden von Menschenrecht und Gleichberechtigung für eitles selbstgerechtes Geschwätz halten, wird wenig Lust haben, sich in eine solche staatliche Ordnung zu integrieren.
Ich kann die Reaktion der Muslime sehr gut verstehen.
Sie fühlen sich angepisst, so wie ich mich als Mann angepisst fühle durch die negativen Diskriminierungen, die Männern auferlegt werden zur positiven Diskriminierung von Frauen in feministischem Sinne.
Das löst bei mir Übelkeit aus, wenn ich mir vor diesem Hintergrund das Geschwätz der Gleichberechtiger anhören muss, die behaupten, niemand dürfe wg. seines Geschlechtes diskriminiert werden.
Da habe ich wenig Lust, eine solche staatliche Ordnung zu unterstützen, mich in sie zu integrieren.
Ich habe sehr viel mehr Lust, gegen sie zu opponieren, sie zu bekämpfen.
Ich nehme an, Muslimen geht es da nicht anders.
Das Minarettverbot ist ein Förderprogramm für den den Westen, die Demokratie ablehnenden Islam.
Es fördert nicht die Integration, sondern die Abschottung, macht das islamische Vorurteil, der Westen sei zutiefst heuchlerisch und verlogen, zu einem begründbaren Urteil, wird die Fraktion jener Muslime stärken, die den Westen überwinden wollen, nicht diejenigen, die die Absicht haben, sich zu integrieren.
Vor diesem Hintergrund ist es mir wohl verständlich, warum radikale Feministinnen sich für das Minarettverbot erwärmen konnten.
Es passt zu ihrem "Denken", liegt ganz auf ihrer Linie, ist Politik aus ihrem Geiste, in ihrem Sinne.Geändert von arouet58 (16.12.2009 um 00:45 Uhr)
Cum grano salis
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16.12.2009, 01:40Inaktiver User
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16.12.2009, 02:12Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Spielt das eine Rolle?
Willst du Grundrechte allen Ernstes einer Abstimmung unterwerfen, ihnen also nur noch relativen Schutz zukommen lassen?
Willst du allen Ernstes die Schutzrechte für Minderheiten (!) einem Mehrheitsvotum (!) unterwerfen?
Selbst unter den Schweizer Rechtspopulisten gibt es für eine derartig weitreichende Relativierung von Grundrechten (bisher) keine Mehrheit. (Beim Minarettverbot drückt man sich ja um das Problem, indem man behauptet, die Religionsfreiheit unangetastet zu lassen.)
Aber einige wenige dieser Rechtspopulisten fordern tatsächlich, dass das Diskriminierungsverbot (siehe Ahabs Posting, oberhalb von meinem) aufgehoben wird. Dass sie sich damit außerhalb der Europäischen Menschenrechtskonvention stellen, nehmen sie nicht nur in Kauf, sie begrüßen es als Europa-"Skeptiker" sogar. - Aber wie gesagt: ihre Haltung ist zum Glück nicht mehrheitsfähig.
.Geändert von Inaktiver User (16.12.2009 um 02:30 Uhr)
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16.12.2009, 09:24
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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16.12.2009, 09:35
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
in diesem artikel von necla kelek finde ich einige bedenkenswerte fragen:
"Es ist im Prinzip nichts dagegen zu sagen, dass in Deutschland solche Gebäude errichtet werden. Es gibt die Religions- und Versammlungsfreiheit. Aber die islamischen Vereine sind keine anerkannten Religionsgemeinschaften. Sie könnten diesen Antrag jederzeit in den Bundesländern stellen. So wie es die Aleviten - eine Glaubensrichtung, die von anderen Islamvereinen nicht als muslimisch anerkannt wird - erfolgreich getan haben. Dachverbände wie „Milli Görus“ und die von der Türkei gesteuerte „Ditib“ (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) haben das versäumt. [...]
So wie in vielen Moscheen in Deutschland der Islam praktiziert wird, erweist er sich als ein Hindernis für die Integration. Diese Moscheen sind Keimzellen einer Gegengesellschaft.
Vor allem die größeren Moscheen in Deutschland entwickeln sich zu „Medinas“. Dort praktizieren die Muslime, was sie das Gesetz Gottes nennen. Dort wird eben nicht nur die Spiritualität gepflegt und sich um das Seelenheil der Gläubigen gesorgt, sondern dort wird das Weltbild einer anderen Gesellschaft gelehrt und ein Leben im Sinne der Scharia praktiziert. Dort üben schon Kinder die Abgrenzung von der deutschen Gesellschaft, dort lernen sie die Gesellschaft in Gläubige und Ungläubige zu unterscheiden [...]
Es gibt eine Reihe großer sozialer Probleme: mit der deutschen Sprache, in den Familien, mit der Erziehung, in Fragen der Gleichberechtigung. Es gibt das Problem der Jungenkriminalität, der Gewalt in der Familie und mit der Integration.
Das sind drängende Fragen [...]. Doch immer, wenn diese sozialen Probleme angesprochen werden, wird sofort behauptet, das habe nichts mit dem Islam zu tun. Doch eine Religion, die den Anspruch erhebt, alle Aspekte des öffentlichen und privaten Lebens eines Gläubigen in Vorschriften und Gebote zu fassen - und dies über vierundzwanzig Stunden eines jeden Tages - kann sich nicht bei erstbester Gelegenheit vor den Folgen dieses Anspruches drücken.
Wo ist die Spendenkampagne islamischer Organisationen, die es allen Muslimen ermöglicht, Deutsch zu lernen? Wo sind die Initiativen für frühkindliche Bildung, wo die Aktion für die Gleichberechtigung der Frau? Fehlanzeige. Man hat Geld für Architekten und Anwälte und Beton, man gründet Koordinierungsräte und fordert Anerkennung, ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, was Muslime für diese Gesellschaft tun könnten und was sie ihr verdanken. [...]
Die Zahl der Sekten und konkurrierender Glaubensrichtungen des Islam ist kaum zu überschauen, doch wird vorgegeben, man trete gemeinsam auf und es wird die taqiyya, die Kunst der Verstellung und des Verschweigens der wahren Haltung gegenüber „Ungläubigen“ praktiziert. Die Initiatoren der Kölner Moschee sind Vertreter der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Was die Ditib in Deutschland vorführt, ist Politik im Auftrag der türkischen Regierung, nicht aber im Interesse der Muslime, die mehrheitlich zu vertreten sie jedoch vorgibt.[...]"
neben den fragen, die necla kelek selbst stellt, habe ich die fragen:
sind die islamvereine, z.b. milli görüs oder ditib, tatsaechlich keine anerkannten religionsgemeinschaften?
erkennen sie die aleviten tatsaechlich nicht als muslime an?
von taqiyya hoere ich zum ersten mal. was ist das?Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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16.12.2009, 09:43
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
taqiyya
ok, gefunden. daran kann ich allerdings nichts schlimmes entdecken. diese erklaerung relativiert keleks bedenken in meinen augen stark.
kelek legt ja nahe, dass muslime systematisch geheime disintegrative absichten, die sie eigentlich hegen, ihrer umgebung gegenueber verschweigen, um sie dann hintenrum umso leichter durchsetzen zu koennen.
wenn ich es richtig sehe, geht es aber um das verschweigen des glaubens im falle von verfolgung.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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16.12.2009, 09:48
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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16.12.2009, 12:07Inaktiver User
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16.12.2009, 12:15
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ehrlich gesagt habe ich in Istanbul auch einen christlichen Gottesdienst (unter der Kirch versteckt) und auch einen armenischen Gottesdienst besucht.;-(
Die syrischen sowohl als auch die armenischen Christen waren sehr ängstlich und besorgt und haben uns gefragt wo wir herkommen, denn sie werden in einem muslimischen Land auch unterdrückt.;-(
In den USA gibt es mittlerweile immer mehr Nazis (auch Schwarze). Sie haben sich den hässlichen Parolen zugewandt und sie stürmen jüdische Gemeindezentren.;-(
<<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>
Marcel Proust


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