Wovor haben die Schweizer denn eigentlich nun Angst? Schade auch denen, die den Islam nicht ordentlich vermitteln, oder denen, die den Islam auch gar nicht kennen und "kennen lernen wollen"? Eine fremde Religion kennen lernen zu dürfen ist für mich eine wichtige Bereicherung.
Ich bin höchst erfreut, die Kirchturmglocken zu hören, welch ein liebliches Läuten, dass beruhigt und besänftigt, nicht zu vergessen, dass wunderbare Weihnachtsfest.
Und "meinen nächsten zu Lieben", dass ist für mich ein fester und unverzichtbarer Stein gegen die Vorurteile unserer Gesellschaft.
Schön, auch in der Kirche sein zu dürfen und den Advents Gottesdienst mitgefeiert zu haben. Welch ein Geschenk Gottes und den Menschen die es zu ließen, den Ramadan in diesen wunderbar gestalteten Moscheen in Deutschland feiern zu dürfen.
Alle Wege führen zu Gott, vermittelt durch Jesus oder Mohammed oder Buddha oder all die anderen Gelehrten.
Ob nun Minarette oder Kirchturm, Religionen beginnen im Herzen des Menschen und sollen die Menschen vereinen, "Gott sei Dank". Wie soll es denn beginnen, wenn das Herz geschlossen bleibt, gegenüber allen Religionen der Welt?
Noch etwas, Kirchturmglocken läuten auch in der Türkei, in Istanbul. Hallo Türkei, und lass Bitte viele Kirchturmglocken läuten, und der Pfarrer soll seinen Gottesdienst als selbstverständlich halten dürfen, ohne Dich um Genehmigung bitten zu dürfen. Ein jeder ist dies der Menschheit schuldig, egal woher sie stammen, egal wer sie sind, egal welchen Glauben sie haben. Denn vor Gottes Anbetracht ist jeder Mensch gleich, oder hasst Du das schon vergessen, ließ im Koran nach, da steht es geschrieben.
"Liebe den Menschen, Gottes zuliebe"......
Liebe Grüße an Alle
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14.12.2009, 21:33
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
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15.12.2009, 00:54
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Zuerst steht es nur da und es ist reine Geschmacksache. Aber dann geht das doch los: Man will auch den Gebetsruf! Anfangs vielleicht nur mal freitags das Jaulen vom Turm herunter, später dann einmal am Tag und am Ende tagtäglich bei einem Ramadan im Sommer frühmorgens vor Sonnenaufgang.
Welchem Nachbarn gefällt das schon, wenn er nicht zu dieser Glaubensgemeinschaft gehört?
Abgesehen davon: Gutbesuchte Gotteshäuser können eine echte Plage sein - egal, zu welcher Religion sie gehören. Wir hatten früher einen Königreichsaal der Zeugen Jehowas ganz in der Nähe. Sie haben uns als Nachbarn direkt nie belästigt (wir blieben sogar von den sonst üblichen Besuchen verschont), haben auch als Glaubensgemeinschaft keinerlei laute Geräusche losgelassen. Aber allein die An- und Abfahrt zahlreicher Autos zu den Gottesdiensten! Das war nicht leise und wer uns zu den Zeiten besuchen wollte, fand garantiert keinen Parkplatz. Und die Zeugen haben sich wirklich verdammt oft, zahlreich und ziemlich lange versammelt.
Zum Glück zogen sie irgendwann weg ins Industriegebiet und wir hatten unsere Ruhe zurück.
Ehrlich gesagt, das Glockenläuten der Kirche nervt mich auch manchmal. Ich finde, dieses frühe Läuten um 7 Uhr könnte man sich wirklich sparen oder auf 9 Uhr verschieben.
Als ob es nicht reicht, dass gegen 6 Uhr schon das erste Flugzeug landet.
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15.12.2009, 09:11Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Hallo Ebayfan,
herzliches Beileid zu deinen Problemen mit den Zeugen Jehovas und dem nahen Flughafen und überhaupt dazu, dass andere Menschen um dich herum Geräusche produzieren oder Parkplätze belegen.
Ich glaube aber nicht, dass diejenigen, die in der Schweiz für ein Verbot der Minarette stimmten, derartige Geräuschprobleme haben. Gerade auf dem Land halten sich Geräuschbelästigungen aller Art meistens in sozialverträglichen Grenzen - mit Ausnahme der Kirchenglocken. In der Schweiz haben - wie gesagt - selbst popelige Dorfkirchen so laute Glocken wie anderswo die Kathedralen. Und sie läuten nicht ab und zu, sondern praktisch ständig, auch während der Nacht.
Das Geräusch, das dem gegenüber ein Turm macht, wenn er da so herumsteht, ist zu vernachlässigen. (Wind?) Das gilt insbesondere in denjenigen Kantonen und Gemeinden, die zwar überhaupt keine Muslime haben, aber umso begeisterter gegen Minarette gestimmt haben.
Auch die Plakate der Anti-Minarett-Initiative bezogen sich nicht auf etwaige Lärmbelastung. Natürlich machen auch Raketen Krach, aber nur wenn sie abgeschossen werden. Und wer wollte Minarette, wenn sie schon mal stehen, abschießen - von der rechtspopulistischen SVP einmal abgesehen? Auch verschleierte Frauen, ein weiteres beliebtes Plakat-Motiv, machen eher wenig Lärm.
Nein, Lärm war hier eigentlich kein Thema. Und da, wo kurzzeitig tatsächlich ein einsamer Muezzin sich erdreistete, von einem der 4 Minarette, die es schweizweit gibt, zu rufen, da wurde ihm das ziemlich bald verboten. Lärm machen dürfen hier nur die Kirchen, Autos und Flughäfen. Das steht in der Verfassung. Oder so.
.Geändert von Inaktiver User (15.12.2009 um 11:14 Uhr)
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15.12.2009, 10:42
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15.12.2009, 11:11
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Ich denke ich komme hier als Ansprechpartner nicht so gut an.
Du braeuchtest einen radikalen Moslem der sich von derbesagten Uni
belaemmern lasst und von den vielen tollen Imams die Du anführst,
die ich aber nicht kenne und nicht kennen muss.
Ich bin im Islam an einem derartigen Punkt angelangt...ich bin nicht
der passende Gegener für ein Gefecht hier.
Was immer ich auch hier sage wird von Dir und den meisten anderen
hier bestenfalls in Frage gestellt.
Wie eingenommen bist Du und manche hier eigentlich von sich und
Eurer Meinung?
Seid Ihr das Zentrum allen Wissens?
Dann erürbigt es sich für Dich und die betreffenden doch überhaupt
noch Fragen zu stellen.
Wer sich gegen anderes Wissen versperrt,der wird auf seinem Level
bleiben.Ich bin ein Capulcu
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15.12.2009, 11:19
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15.12.2009, 11:23
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Wenn sich Männer reihenweise auf die Knie begeben oder sonst als Masse rituelle Bewegungen machen kommt das nicht religiösen halt immer etwas strange und damit bedrohlich vor. Ich glaube sowieso, darum geht es viel mehr, als um echte Auseinandersetzung mit Religion und Auslegungsfragen, oder, dass die Schweizer Angst haben, dass ihnen die Schweizerinnen nun zu den "starken" muslemischen Männern davon laufen.
Meiner Meinung nach ist es schlicht und einfach das Fremde das stört. Alles andere halte ich für Überinterpretationen. Vor nicht allzulanger Zeit hätte es genauso eine Volksinitative gegen Gay-Parades geben können, bzw. gab es entsprechende Ausschreitungen in Polen, Russland etc. ohne, dass Schwulen eine spezielle Bedrohlichkeit unterstellt werden könnte. Gerade in Krisenzeiten soll einfach alles so bleiben wie es ist.
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15.12.2009, 12:38
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Da aber nun mal Fremde da sind,in der Schweiz und auch in anderen
europaeischen Laendern...hat es keinen Sinn Angst vor dem Fremden
zu haben...
Was stört jemand an einer Glaubensgeimeinschaft die in der Moschee
ihr Gebet verreichtet?Oder an gays die irgendwo leben...solange
sie mir nichts antun...leben und leben lassen...Ich bin ein Capulcu
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15.12.2009, 12:42
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15.12.2009, 12:51Inaktiver User
AW: Schweizer stimmen für Verbot von Minaretten
Dieser Artikel des Historikers Timothy Garton Ashgab mir zu denken:
Quelle:Die Schweiz muss Europa zu denken geben - Schweiz: Standard - bazonline.ch
Zitatanfang:
"Die Schweiz zeigt uns die Gefahr, in einen Kulturkampf zu rutschen,
der nicht einmal den Kern der Sache trifft.
Es geht nicht um Islam oder Anti-Islam, Minarette und Kopftücher,
sondern um die Werte, die für eine freie Gesellschaft zentral sind:
Meinungsfreiheit;
Menschenrechte;
persönliche Sicherheit vor Terrorismus,
Verbrechen und Staatswillkür;
Gleichberechtigung von Mann und Frau, Reich und Arm,
Gläubigen, welcher Religion auch immer, und Atheisten;
Schulen, in denen die Werte und Regeln eines freien Landes vermittelt
und von Kindern verschiedenster Herkunft verinnerlicht werden,
unabhängig davon, was ihnen zu Hause beigebracht oder nicht beigebracht wird." Zitatende


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