Nicht viel, aber um den Zinsanteil geht es auch primär nicht. Es geht um die generelle Art, warum und wohin Steuern unter anderem abfließen und, ob dieser Mittelabfluß nicht weitaus ungünstiger ist (naturgemäß tendenziell steigend), als der Nutzen, den eine Investition dieser Summe (als zinsloser Kredit) mit sich brächte.
Was man besitzt, weil man es nicht anderswo ausgibt, kann man nutzen. Da sind wir uns doch einig?Man kann nichts nutzen, was man nicht besitzt.
Deshalb fragte ich ja, wie der Anreiz für "Kapital" aussehen müßte, damit Verleih geschieht. In "Unserem" Modell könnte die "Ausschüttung" so aussehen, daß statt Zinseinnahme Mindersteuer anfällt. Allerdings, weil "unser" System für gehöriges Wachstum, Konsummöglichkeit etc sorgen würde, wäre allein schon wegen der benötigten Mehrliquidität wohl Zinsausschüttung ratsamer.NIEMAND wird jemandem Geld leihen, wenn er nicht durch einen Mehrwert dadurch partizipiert.
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01.12.2009, 14:29Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
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01.12.2009, 15:02Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Streuner geht es um die Zinsen. Er will sie ja abschaffen.
Was soll das konkret bedeuten? Die Steuereinnahmen nicht zur Schuldentilgung heran ziehen?Es geht um die generelle Art, warum und wohin Steuern unter anderem abfließen und, ob dieser Mittelabfluß nicht weitaus ungünstiger ist (naturgemäß tendenziell steigend), als der Nutzen, den eine Investition dieser Summe (als zinsloser Kredit) mit sich brächte.
Was ja unterm Strich eh nicht passiert.
Äh, das ist jetzt irgendwie ein Zirkel.Was man besitzt, weil man es nicht anderswo ausgibt, kann man nutzen. Da sind wir uns doch einig?
Kostenlos gibt es nur bei der Wohlfahrt.Deshalb fragte ich ja, wie der Anreiz für "Kapital" aussehen müßte, damit Verleih geschieht.
Mindersteuer auf was?In "Unserem" Modell könnte die "Ausschüttung" so aussehen, daß statt Zinseinnahme Mindersteuer anfällt.
Mal ganz konkret: Ich habe 100 Euro, jemand möchte diese 100 Euro. Wie geht es nun weiter?
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03.12.2009, 11:13Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Und damit es dämmert, hier ein brillianter Artikel: "Alles, was man wissen muß."
Vom philosophischen Vorwort bitte nicht abschrecken lassen
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04.12.2009, 13:08
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Warum nicht endlich mal dem Licht der Erkenntnis zuwenden anstatt immer weiter in die Dämmerung zu streben?
Es sollte schon zu denken geben, wenn "alles was man wissen muss"
1. auf 100 Seiten passt
2. Verbreitet wird von Leuten unter denen sich kein einziger Volkswirtschaftler befindet.
Wir hatten das ja nun schon in zwei Strängen diskutiert - aber Sie sind doch recht hartnäckig, wenn sie hier nun ein drittesmal die gleich Chose aufkochen. Erkenntnissgewinn aus den anderen Stränge trotz aller Erklärungen für Sie bis hierher also offenbar null. Aber hier wird mir wenigstens mal klar, vorher Ihre Erkenntnisse kommen .
Dazu ein paar Denkanstösse:
Die von Ihnen verbreitete "Erklärung" der Finanzsystems beruht auf "Erkenntissen" des autodidaktischen Ökonomen Heinrich Färber. Dieser bezog sich aber qua Lebensepoche nicht auf unser heutiges Finanz/ Zentralbanksystem, sondern auf das seiner Zeit, als Geldwert tatsächlich entweder vom Goldwert abhing, oder von einer Leitwährung. Das hat mit unserm heutigen System nichts zu tun, und daher kommen vermutlich auch die logischen Sackgassen wenn diese Erkenntnisse auf unser heutiges System angewandt werden, beispielsweise bezüglich des Geldwertes, der Schöpfung und der Inflation.
Zudem habe ich Sie hier weiter oben so verstanden, dass Sie hinter den Nationalbanken irgendwelche Hintermänner vermuten die vom Profit der Nationalbank aufgrund der (Staats)verschuldung profitieren. Daher hier nochmal ein paar Fragen, ohne die Geschichte mit der Geldschöpfung nochmal komplett aufrollen zu wollen. Vereinfachen wir noch weiter, - gehen wir zum Gold zurück und beziehen uns nur auf die Menge Bargeld, die ja für Sie und die Genossen des bürokratischen Kommunismus den Knackpunkt darzustellen scheint:
Ist es denn wirklich so, dass die von der Notenbank herausgegebene Bargeldmenge nur dann grösser wird, wenn die Zentralbank Geld gegen Zinszahlungen herausgibt? Was passiert, wenn die Zentralbank aufgrund von Wechselkursstützung z.B. Gold oder Dollar kauft? Damit kommt gibt sie doch Geld heraus, das nicht verzinst werden muss, oder nicht?
Nun zu den "Hintermännern" die von der Staatsverschuldung durch die unerschöpflichen Zentralbankgewinne aufgrund von Zins profitieren. Wer sind die? An wenn zahlt die Notenbank ihren Gewinn aus Zinsgeschäft oder z.B. Goldverkauf aus? Und auch hier wird doch wohl Bargeld ausgegeben, das nicht verzinst werden muss. Oder?Geändert von Ahab (04.12.2009 um 13:12 Uhr)
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04.12.2009, 16:01Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Wenn Sie mich/ uns bitte erleuchten möchten? Bitte reduziert auf das Wesentliche, das muß möglich sein. Wo liegt Ihrer Ansicht nach "der Fehler"? Geldschöpfung ist es nicht, Zins ist es nicht, Kapitalismus ist es nicht....
...nur aus Ihrer Feder stammen darf?Es sollte schon zu denken geben, wenn "alles was man wissen muss"
Da es im Thread um "Geldschöpfung", Zinsproblematik, Geldmengen etc geht, erschien mir eine zum Thema passende Abhandlung, welche meiner Ansicht nach diese Dinge berührt, ausführt und nachweist als gerechtfertigt. Deshalb "alles, was man wissen muß" zu diesem Thema. Selbstverständlich schließt das nicht die Bedeutung eines Schwanitz etc aus - es ist freilich auch wichtig, andere Dinge zu wissen.
Sind Sie denn Volkswirtschaftler?2. Verbreitet wird von Leuten unter denen sich kein einziger Volkswirtschaftler befindet.
Genauso, wie Intelligenz außerhalb des "Systems Erde" nicht auszuschließen ist, ist auch Intelligenz außerhalb eines "Systems Ahab" denkbar. Widerlegbar sind beide Vermutungen nicht. Will sagen: Ich traue den Herren aus dem Club -und auch mir selbst, wenn Sie dies gestatten- durchaus zu, über mathematisches uns logisches Wissen zu verfügen. Dazu bedarf es nicht eines Studiums der Volkswirtschaft. Zudem unterliege ich dem Eindruck, daß die aktuell vertretenen Modelle der VWL, BWL, Finanzwissenschaft etc durchaus leichte Schieflagen mit sich brachten - ein Indiz also, daß irgendwo ein oder mehrere Fehler stecken. Sie selbst -soweit ich mich erinnere- wiesen bisher noch auf keinen Fehler in den üblichen Systemen hin, sondern versuchten lediglich, "eventuell nachgewiesene Fehler" als "Unfug" abzulehnen. Das ist mir definitiv zu wenig.
Dazu ein paar Denkanstöße:Dazu ein paar Denkanstösse:
Die von Ihnen verbreitete "Erklärung" der Finanzsystems beruht auf "Erkenntissen" des autodidaktischen Ökonomen Heinrich Färber. Dieser bezog sich aber qua Lebensepoche nicht auf unser heutiges Finanz/ Zentralbanksystem, sondern auf das seiner Zeit, als Geldwert tatsächlich entweder vom Goldwert abhing, oder von einer Leitwährung. Das hat mit unserm heutigen System nichts zu tun, und daher kommen vermutlich auch die logischen Sackgassen wenn diese Erkenntnisse auf unser heutiges System angewandt werden, beispielsweise bezüglich des Geldwertes, der Schöpfung und der Inflation.
Aufgrund Ihrer ablehnenden Haltung gegenüber "Nicht-Volkswirtschaftlern" stellt sich natürlich die Frage, ob Ihre weitere Ableitung nicht lauten müßte: Was qualifiziert wiederum Volkswirtschaftler, Grundsatz- und Detailfragen der Bank- und Finanzmathematik richtig beantworten zu können? Weiter ist Ihr Herabsehen auf Herrn Färber etwas seltsam, da Sie behaupten, diese Modelle wären nicht mehr anwendbar, weil sich "das System" entwickelt hat. Sie verteidigen aber stets, daß es irrelevant wäre, ob man von Münzen, Bargeld oder Buchgeld ausgeht. Insgesamt wirken Ihre Ausführungen auf mich oft recht inkonsequent, was Gültigkeit von Grundsätzen, der Anwendung erlangter Kenntnisse oder Ableitungen daraus anbelangt. Und sollte Herrn Färbers Erklärungsmodelle falsch sein, ist die Konsquenz die Möglichkeit, daß auch aktuelle "Erklärungsmodelle" durchaus falsch sein können. Zum "Autodidakten läßt sich sagen: Galilei, Einstein, Gates, Diesel, Bell, Goebel, Mozart - Sie merken, worauf ich hinauswill?
Da Sie mich im Nebenthread maßregelten, habe ich es vorgezogen, dieses Thema in "meinem" Thread fortzuführen. Erlauben Sie mir doch wenigstens dieses. Ich "koche" nichts auf, sondern ziehe lediglich Hinweise zum Thema passend aus anderen Quellen hinzu. Für mich ist noch gar nichts geklärt, weshalb ich mich weiter kundig mache und auch versuche, die Erkenntnisse zu erhärten - deshalb erlaube ich mir eine Fortführung. Sie müssen keineswegs teilnehmen.Wir hatten das ja nun schon in zwei Strängen diskutiert - aber Sie sind doch recht hartnäckig, wenn sie hier nun ein drittesmal die gleich Chose aufkochen.
Zu Ihren weiteren Fragen in der Art einer ablenkenden Beschäftigungstherapie äußere ich mich vorerst nicht weiter, weil ich mich derzeit ausschließlich mit der Geldschöpfung befasse.
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04.12.2009, 18:09
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Sorry, ich lenke nicht ab, Sie tun es. Denn vor allem schreiben Sie über die Rechtfertigung der Autodidaktikt etc, ich habe Ihnen dabei ganz konkrete Hinweise zu Ihren Theorien gegeben. Ich habe auch nichts gegen Färber, denn aus meiner Sicht hat er mit seiner Kritik in vielen Punkten recht. Ich sehe auch nicht auf Goethe als Naturwissenschaftler herab, trotdem kann ich sagen, dass seine Erkenntnisse im Bereich der Physik falsch sind.
Und so trifft Färbers Kritik das Finanzsystem der ersten Hälfte des letzten Jahrhuhnderts, und unseres funktioniert völlig anders. Auch können alle andern Menschen als Fachleute komplizierte Dinge richtig einschätzen. Ich habe nicht gesagt, dass das den Fachleuten vorbehalten sein soll, der ich selbst ja auch nicht bin, sondern dass es ein Hinweis ist, wenn es keinen einzigen Fachmann gibt, der einer Theorie zustimmt. Auch bei den von Ihnen aufgezählten Helden der Autodidaktik gab es für deren Erkenntnisse immer einen Markt unter Fachleuten, bei den heute nicht mehr passenden Theorien Färbers aber nicht. Abgesehen davon verstehe ich Ihre Liste nicht: Einstein z.B. war studierter Physiker etc.
Es ist auch ein Missverständnis, dass ich Ihnen gegenüber eine Bringschuld habe und mich erst qualifizieren muss, um Ihnen zu sagen dass 2+2 nicht fünf ergibt. Kann ich auch nix für, kein Grund mich regelmässig anzublaffen. Dadurch wird 5 auch nicht richtiger.
Ausserdem massregele ich Sie auch nicht, wobei es mir ier auch schon passiert ist, das sich Leute beleidigt fühlen sobald man nach einem Argument verlangt. Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre persönlichen Animositäten aufgrund zerstörter Pseudoerkenntnisse zukünftig für sich behalten könnten und bei der Sache bleiben. Und wie immer: wie man in den Wald hineinruft.
Ich lenkte nicht ab, sondern bleib überwiegend bei Ihrer Theorie der Schuldenfalle und gab Ihnen ein weiteres Beispiel wo Geld zum bezahlen der Zinsen ausserhalb des immer zu verzinsenden Notenbankgeldes herkommt, z.B beim Goldverkauf der Notenbank.
Desweiteren wies ich darauf hin, dass, wenn alle Schuldzinsen schlussendlich bei der Zentralbank ankommen, also auch die Zinsen für die Staatsschulden, diese Zinsen dem Bund überwiesen werden. Oder wenn die Nationalbank Gold aus ihrer Reserve verkauft, dann fliesst der Erlös auch in den Staatshaushalt, die Zentralbank gehört dem Staat schliesslich, und ist nicht sein Gegenspieler.
Das Finanzsystem scheiterte völlig ohne Voodoo: Politiker pfuschten rein und bestimmten Kreditvergabe an nicht Kreditwürdige und das wiederum wurde von Banken genutzt, die etwas völlig anderes Taten als Ihrer Aufgabe nachzukommen, auch weil sie wie die Deutschen Landesbanken eigentlich gar keine Aufgabe mehr hatten, nämlich auf die Werthaltigkeit solcher Kredite und anderer Verbindlichkeiten zu wetten, anstatt Zinsdifferenzkredite auszugeben. Und die explodierende Staatsverschuldung, dass hatten wir doch schon x Mal jetzt, kommt auch völlig ohne Voodoo zustande, durch masslose Politiker. Sehen Sie doch jetzt, 10Mrd weniger Steuerausfälle als angenommen, werden die jetzt gespart, wo die Verschuldung eh am Anschlag ist? Nein natürlich nicht. die Politiker sind da genau gleich wie die Leute mit unendlicher Konsumverschuldung. Auch für die ist nicht Voodoospiralgeld oder Voodooschuldenfalle verantwortlich. Sondern die Ausgabendisziplin dieser Leute! Und da Politiker niemals etwas selbst ausbaden müssen ...Geändert von Ahab (04.12.2009 um 18:12 Uhr)
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05.12.2009, 14:32Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Da Kredite von privaten Geschäfts- und somit nicht weisungsgebundenen Banken ausgegeben werden, kann ich mir nur schwerlich vorstellen, daß "Politiker" das "bestimmt" hätten? Auch lese ich bei der Bundesbank sowie EZB, daß diese von der Politik keinerlei Weisung entgegen zu nehmen hätten, sondern ihnen selbst die "Steuerungsfunktionen" obliegen.
Ich bin vom Politvolk zwar auch nicht begeistert, aber alles kann man denen nun auch nicht in die Schuhe schieben. Sie haben jedoch bestimmt recht, daß zu viele Kredite an "schlechte" Debitoren raus gingen. Die Frage ist: Warum und wie konnte das geschehen? Die Geldschöpfung gibt es ja nicht und andererseits gibt es die bremsenden Mindestreserven.
Gestern habe ich gelesen, daß der Umfang alleine von Derivaten 600 Billionen $ beträgt. Wie kommen solche Summen zu Stande? Bemerkenswert!
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05.12.2009, 16:11
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Würde ich für einen Übersetzungsfehler halten, engl. Bio. = deutsch Mrd.
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Die Kredite kamen ja ursprünglich von staatlichen Hypothekenfinanzieren wie FannyMae und Freddy Mac, die sehr wohl von Politikern gesteuert werden, und über die den Armen politisch motiviert Bushs Steuererleichterungen für die Reichen ausgeglichen werden sollen. Erst in der Kapitalpreisblase lohnte es sich subprimekredite als Verbriefungen für Investoren zu bündeln. Dazu finden Sie im Netz einige Informationen. Nein, ich will nicht alle Schuld den Politikern zuschieben, ich schrieb ja auch von den Banken und Versicheruingen, aber eben, welche Banken haben denn z.B. hierzulande den grössten Schaden eingefahren, und von wem werden die gesteuert?
Und wieso Sie nun schreiben es werde kein Geld geschöpft verstehe ich nicht. Natürlich wird Geld geschöpft, aber es wird nicht von den Banken hergestellt. Was genau verstehen Sie daran denn nicht, ich glaube langsam ich werde mir die Zähne ausbeissen. Stellt Siemens Geld her? Oder sonst irgendein Industrieunternehmen? Da wird schliesslich auch Geld geschöpft bei Ausgabe einer Anleihe.
Stellt ein Hausbesitzer Geld her, wenn er eine Hypothek auf sein abgezahltes Haus aufnimmt? Da wird auch Geld geschöpft, und diese Geldschöpfung ist nachweislich unmittelbar (mit)verantwortlich für die Krise wohingegen für Spiralgeld nicht mehr Hinweise vorliegen als ein Mythos, und es ausserdem irrelevant ist, da die Geldschöpfung bei den Banken von der Zentralbank gesteuert wird. Nochmal: Die Spirale ist vollkommen egal, Geld ist Geld und deren Menge wird von der Zentralbank gesteuert. Woher das Geld stammt, das aus dem Geldkreislauf aufs Konto kommt ist doch völlig egal.
Das Problem ist doch, dass es auch für Kapital (wie Immobilien) keine festen Realpreise gibt, sondern nur Marktpreise, und so haben tatsächlich die amerikanischen Immobilienesitzer Geld geschöpft, in dem sie die steigenden Immobilienpreise dafür genutzt haben ihre Immobilien immer noch höher zu beleihen, anstatt mal Schulden zu tilgen - und als dann die Preise eingebrochen sind ... das ist doch alles bekannt.
Man könnte also auch sagen der Grund für die Wirtschaftskrise ist eine Kapitalpreiskrise. Und hier dann gibt es dann den Zusammenmhang mit der Geldschöpfung, wenn Sie die Geldmenge M3 nehmen, da das Kapital als Sicherheit für die enorme Liquidität diente dafür ist kein Voodoogeld nötig. Das auslösende "Problem" war also nicht die (Spiral-)Geldschöpfung der Banken, sondern gerade die Geldschöpfung der Häuslebauer. Für die Krise reicht diese Geldschöpfung aus Kapital völlig aus. Sie verstehen, ich vereinfache sehr stark und beziehe mich auf Geldschöpfung/ Liquidität, klammere politischen Entscheidungen und Wettspieler mal aus:
Schritt 1: Enormes Kapitalpreiswachstum aufgrund langfristig niedriger Zentralbankzinsen in den USA. Weil Geld auf dem Konto zu wenige Zinsen bringt, gibt es eine immer höhere Nachfrage auf den Kapitalmärkten was zu enorm steigenden Preisen führt. (Dadurch landet das Geld auch erst recht nicht in der Spirale, da es direkt investiert wird.)
Schritt 2: Enorme Liquidität verschaffen aufgrund der extrem hohen Vermögensbewertung. Immobillienpreise z.B. hatten sich in verschiedenen Segmenten innerhalb eines Jahrzehnts vervielfacht.
Schritt 3: Vermögenspreisblase platzt, da Marktpreise eben oft (wie z.B. beim Gold) nichts anders sind als Massenimaginationen.
Schritt 4: Liquidität ist nicht mehr mit Wert unterlegt und "verbrennt": eigentlich kurzfristig handelbare Wertpapiere werden absolut illequide, wie die verbrieften Hypotheken z.B., ein Teil der Geldmenge lässt sich also nicht mehr in Zentralbankgeld umtauschen, wird vernichtet.
Schrott 5: Banken können mangels Liquidität ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen: Finanzkrise in schönster Blüte. Gleichzeitig hatte sich auch der Wirtschaftszyklus sowieso dem Ende zugeneigt.
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Ohne ablenken zu wollenhalbrethorische Frage: Wie hätte es sich auf die Vermögenspreisblase ausgewirkt, wenn es gar keine Zentralbankzinsen gegeben hätte?
Und wie könnte die Zentralbank ohne Zinsen wenigstens ansatzweise die Geldmenge steuern?Geändert von Ahab (05.12.2009 um 16:18 Uhr)
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06.12.2009, 10:55Inaktiver User
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Diesen Verdacht habe ich stets, wenn es um Finanzdinge geht. Dort bestehen ja viele Irrtümer. Die Quelle ist diese http://www.irc.uzh.ch/fileadmin/down...9/Yavuzcan.pdf und das zugehörige Institut ist dieses: Institut für Rechnungswesen und Controlling (IRC) - News . Ich könnte mir vorstellen, daß die es wissen sollten - auch, was die Übersetzung betrifft.
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Ich verstehe das wirklich nicht mehr. Darum in einfachen Schritten. Wenn ich etwas falsch verstehe, korrigieren Sie bitte den jeweiligen Punkt. Ich beziehe mich auf die Aussagen der Bundesbank Deutsche Bundesbank - Browser-Empfehlung, damit wir von denselben Regeln ausgehen. Wir gehen im Beispiel von einem Häuslekäufer Hans in Deutschland aus, der 0hne Eigenkapital ein Haus kaufen möchte. Preis des Hauses 100.000 Euro. Was ich bisher verstanden habe, ist:Und wieso Sie nun schreiben es werde kein Geld geschöpft verstehe ich nicht. Natürlich wird Geld geschöpft, aber es wird nicht von den Banken hergestellt. Was genau verstehen Sie daran denn nicht, ich glaube langsam ich werde mir die Zähne ausbeissen.
1. Die Summe des geschöpften Geldes beträgt 100.000. Dieses Geld erhöht die Geldmenge um 100.000
"I. Mit der Geldschöpfung der Banken erhöht sich zugleich deren Bedarf an Zentralbankgeld: II. Zum einen wird in aller Regel ein bestimmter Teil des neu geschaffenen Bankengeldes in Bargeld umgetauscht, III. zum anderen wachsen mit den Bankeinlagen auch die Mindestreserveverpflichtungen der Geld- und Kreditinstitute."
Frage I: Wie hoch ist in dem Fall "Bedarf an Zentralbankgeld"?
Frage II: Wieviel Bargeld wird in dem Fall entstehen, also gedruckt werden?
Frage III: Wie wird die Mindestreserveverpflichtung erfüllt? Mit 2% Einlage des Bargeldes aus Frage 2 nehme ich an.
Zu Fragen, wie und in welcher Höhe Notenbank und Zentralbank beteiligt sind, äußere ich mich, wenn obige Fragen geklärt sind. Mir ist die Rolle dieser beiden Institutionen noch nicht vollends klar.
2. Die Geschäftsbank stellt Hans insgesamt 100.000 als Kredit bereit. Davon ist der größte Teil elektronisches "Sichtguthaben", weil Hans auf seinem Kontoauszug sieht: "X Haben". Laut II. müßte X < 100.000 sein und sich (z.b.) zusammensetzen aus 96.000 "Sichtguthaben" und 4.000 Bargeld. Weil laut III. die Geschäftsbank davon 2% MR bei Notenbank hinterlegen muß, bleiben für Hans 3920 verfügbares Bargeld; weiterhin 80 Einlage in Notenbank.
3. Nun kann Hans sein Haus fast kaufen, muß aber (wegen der Einlage MR) selbst noch etwas zuschießen.
a) Hans könnte das "Sichtguthaben" an den Hausverkäufer überweisen, den Rest Bar bezahlen und in Besitz des Hauses gelangen, wahlweise
b) Hans könnte sich das "Sichtguthaben" in Bar auszahlen lassen. dem Hausverkäufer Bar geben und in Besitz des Hauses gelangen.
3. "I. Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredites eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche Geldmenge unmittelbar steigt....II. Durch Gestaltung der Zinskonditionen und sonstigen Bedingungen, zu denen die Notenbank laufend Zentralbankgeld bereitstellt, kann sie mittelbar den gesamtwirtschaftlichen Geldschöpfungsprozess beeinflussen."
Durch Methoden aus II. (Höhe des Zinses etc) beeinflußt von der Zentralbank über Notenbanken über Geschäftsbanken zum Kunden soll vermutlich verhindert werden, daß sich "Geldschöpfung und Kredite" zu stark vermehren? I. Andererseits, sofern "Debitoren" das Risiko eingehen und höhere Zinsen bezahlen, kann die gesamtwirtschaftliche Geldmenge dennoch steigen. Es ist also theoretisch nicht möglich (wäre auch in Grenzen unsinnig), die gesamtwirtschaftliche Geldmenge zu begrenzen. Ist es das, was in USA geschah?
4.I. Nein. Er kann es a) als "Sichtguthaben" nützen, um per Buchung Dinge zu kaufen, b) es auf das Girokonto zu legen oder c) in Bar auszahlen lassen."I. Stellt ein Hausbesitzer Geld her, wenn er eine Hypothek auf sein abgezahltes Haus aufnimmt? Da wird auch Geld geschöpft...II. die Geldschöpfung wird bei den Banken von der Zentralbank gesteuert."
Frage 1: Was passiert, wenn er das Geld auf`s Girokonto legt? Daraus kann die Geschäftsbank doch erneut "Giralgeldkredit" schöpfen? Beispielweise, falls Hypothek = 100.000 beträgt und alles auf`s Girokonto geht, wären das 96.000 Euro ausgebbarer Kredit an einen Debitoren - das ist die "passive Geldschöpfung".
Was geschieht in dem Konstrukt?
- Hypothekar hat bei Bank Schuld 100.000 (Hypothek) und gleichzeitig 100.000 Sichtguthaben.
- ein weiterer Debitor (Nehmer des geschöpften Kredites) hat bei Bank 96.000 Schuld und 96.000 Sichtguthaben
- die Notenbank enthält 4000
- Die Geschäftsbank selbst ist durch Ausgabe der Hypothek ihrerseits mit 100.000 verschuldet (wo?!? Notenbank? Zentralbank?) und hat Forderungen gegen den Debitoren in Höhe 96.000 sowie in Höhe von 100.000 gegen Hypothekar.
Ist das richtig?
Weiter frage ich mich:
Wegen II.) Wo ist hier die Steuerungs- und Begrenzungsfunktion der Zentralbank? Sie ist nicht am passiven Geldschöpfungsprozeß beteiligt.
Sie wäre vermutlich noch größer ausgefallen.Ohne ablenken zu wollenhalbrethorische Frage: Wie hätte es sich auf die Vermögenspreisblase ausgewirkt, wenn es gar keine Zentralbankzinsen gegeben hätte?
Das kann ich vielleicht beantworten, wenn meine Fragen geklärt sind - jetzt ist mir das noch nicht wirklich möglich.Und wie könnte die Zentralbank ohne Zinsen wenigstens ansatzweise die Geldmenge steuern?
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06.12.2009, 12:22
AW: Film: Warum überall Geld fehlt - ist es "so einfach"?
Als ich gestern drüber nachdachte, fand ich 600 Mrd auch etwas wenig. 600 Bio. Erscheinen mir allerdings immer noch extrem. Andereseits sind die Umsätze der grossen Derivatebörsen zusammen um x Faktoren niedriger als die Zahl aus der Bachelorarbeit. Es muss sich um eine Definitionsfrage handeln. Ich werde mal nachfragen dort.
Wieso schreiben Sie dann weiter unten, durch den Kredit würde kein Geld geschöpft? Oder meineten Sie nur, der Häuslebauer stellte es nicht selbst her, dann wären wir ja einer Meinung.Ich verstehe das wirklich nicht mehr. Darum in einfachen Schritten. Wenn ich etwas falsch verstehe, korrigieren Sie bitte den jeweiligen Punkt. Ich beziehe mich auf die Aussagen der Bundesbank Deutsche Bundesbank - Browser-Empfehlung, damit wir von denselben Regeln ausgehen. Wir gehen im Beispiel von einem Häuslekäufer Hans in Deutschland aus, der 0hne Eigenkapital ein Haus kaufen möchte. Preis des Hauses 100.000 Euro. Was ich bisher verstanden habe, ist:
1. Die Summe des geschöpften Geldes beträgt 100.000. Dieses Geld erhöht die Geldmenge um 100.000
Das dreh sich selbst mir jetzt zu oft im Kreis. Wieso liegt das Geld des Häuslebauers auf dem Konto, er hat den Kredit bekommen um ein Häusle zu kaufen, das wiederum als Pfand praktisch der Bank gehört. Sie müssen mal die Geldmengen definieren von denen Sie reden, z.B. Ihre Unterscheidung Bargeld / Giralgeld - wo verorten Sie da E-Money vs. Sichteinlage und deckt sich Ihre Zuordnung da mit der bsplsw. des Bundesbankglossars."I. Mit der Geldschöpfung der Banken erhöht sich zugleich deren Bedarf an Zentralbankgeld: II. Zum einen wird in aller Regel ein bestimmter Teil des neu geschaffenen Bankengeldes in Bargeld umgetauscht, III. zum anderen wachsen mit den Bankeinlagen auch die Mindestreserveverpflichtungen der Geld- und Kreditinstitute."
Frage I: Wie hoch ist in dem Fall "Bedarf an Zentralbankgeld"?
Frage II: Wieviel Bargeld wird in dem Fall entstehen, also gedruckt werden?
Frage III: Wie wird die Mindestreserveverpflichtung erfüllt? Mit 2% Einlage des Bargeldes aus Frage 2 nehme ich an.
Zu Fragen, wie und in welcher Höhe Notenbank und Zentralbank beteiligt sind, äußere ich mich, wenn obige Fragen geklärt sind. Mir ist die Rolle dieser beiden Institutionen noch nicht vollends klar.
2. Die Geschäftsbank stellt Hans insgesamt 100.000 als Kredit bereit. Davon ist der größte Teil elektronisches "Sichtguthaben", weil Hans auf seinem Kontoauszug sieht: "X Haben". Laut II. müßte X < 100.000 sein und sich (z.b.) zusammensetzen aus 96.000 "Sichtguthaben" und 4.000 Bargeld. Weil laut III. die Geschäftsbank davon 2% MR bei Notenbank hinterlegen muß, bleiben für Hans 3920 verfügbares Bargeld; weiterhin 80 Einlage in Notenbank.
3. Nun kann Hans sein Haus fast kaufen, muß aber (wegen der Einlage MR) selbst noch etwas zuschießen.
a) Hans könnte das "Sichtguthaben" an den Hausverkäufer überweisen, den Rest Bar bezahlen und in Besitz des Hauses gelangen, wahlweise
b) Hans könnte sich das "Sichtguthaben" in Bar auszahlen lassen. dem Hausverkäufer Bar geben und in Besitz des Hauses gelangen.
3. "I. Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredites eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche Geldmenge unmittelbar steigt....II. Durch Gestaltung der Zinskonditionen und sonstigen Bedingungen, zu denen die Notenbank laufend Zentralbankgeld bereitstellt, kann sie mittelbar den gesamtwirtschaftlichen Geldschöpfungsprozess beeinflussen."
Durch Methoden aus II. (Höhe des Zinses etc) beeinflußt von der Zentralbank über Notenbanken über Geschäftsbanken zum Kunden soll vermutlich verhindert werden, daß sich "Geldschöpfung und Kredite" zu stark vermehren? I. Andererseits, sofern "Debitoren" das Risiko eingehen und höhere Zinsen bezahlen, kann die gesamtwirtschaftliche Geldmenge dennoch steigen. Es ist also theoretisch nicht möglich (wäre auch in Grenzen unsinnig), die gesamtwirtschaftliche Geldmenge zu begrenzen. Ist es das, was in USA geschah?
4.
I. Nein. Er kann es a) als "Sichtguthaben" nützen, um per Buchung Dinge zu kaufen, b) es auf das Girokonto zu legen oder c) in Bar auszahlen lassen.
Frage 1: Was passiert, wenn er das Geld auf`s Girokonto legt? Daraus kann die Geschäftsbank doch erneut "Giralgeldkredit" schöpfen? Beispielweise, falls Hypothek = 100.000 beträgt und alles auf`s Girokonto geht, wären das 96.000 Euro ausgebbarer Kredit an einen Debitoren - das ist die "passive Geldschöpfung".
Was geschieht in dem Konstrukt?
- Hypothekar hat bei Bank Schuld 100.000 (Hypothek) und gleichzeitig 100.000 Sichtguthaben.
- ein weiterer Debitor (Nehmer des geschöpften Kredites) hat bei Bank 96.000 Schuld und 96.000 Sichtguthaben
- die Notenbank enthält 4000
- Die Geschäftsbank selbst ist durch Ausgabe der Hypothek ihrerseits mit 100.000 verschuldet (wo?!? Notenbank? Zentralbank?) und hat Forderungen gegen den Debitoren in Höhe 96.000 sowie in Höhe von 100.000 gegen Hypothekar.
Ist das richtig?
Weiter frage ich mich:
Wegen II.) Wo ist hier die Steuerungs- und Begrenzungsfunktion der Zentralbank? Sie ist nicht am passiven Geldschöpfungsprozeß beteiligt.
Selbstverständlich steuert die Notenbank mit Zinsen die Geldschöpfung auch bei den Geschäftsbanken und Häuslebauern, die selbstverständlich Geld schöpfen, da Kapital in Liquidität verwandelt wird. Und sei das Kapital nur langfristiger Verdienst mittels Kredit in eine grosse Summe sofortiger Liquidität beim Verkäufer. Das Kreditvolumen wird weiter eingerahmt durch internationale Vereinbarungen wie Basel 2. Das heisst, es reicht nicht, nur eine grössere Anzahl Verrückter zu finden, die auch bei 12% noch Kredit aufnehmen, dem sind verschiedene Grenzen gesetzt - eigentlich auch durch die Risikokontrolle der Geschäftsbank, die so einen Kredit an weniger Leute vergibt. Wenn allerdings die Politik ein Blankohaftungsversprechen abgibt, dann fliesst natürlch trotzdem mehr Geld als vernünftig ist.
Mir scheint das Thema jetzt ausgiebig erschöpft. Wenn ich eine Antwort aus Zürich zu den 600 Bio bekomme werde ich es mitteilen.



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