>Gibt es die ?
ja. mein baecker ist so einer.
wir begegnen uns im sommer immer mittags im freibad. er hat danach feierabend und schlaeft nachmittags, derweil ich bekennender spaetaufsteher nach der mittagspause wieder in meinem buero sitze.
was stoert dich eigentlich daran, dass menschen unterschiedliche arbeitszeiten haben?
ich arbeite dafuer oefters abends lange, weil ein lieferant von mir an der westkueste der usa sitzt. die liegen jetzt noch alle im bett.
Antworten
Ergebnis 81 bis 90 von 109
-
01.12.2009, 14:02
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
-
01.12.2009, 14:59
-
01.12.2009, 15:01
-
01.12.2009, 15:24
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
Eher selten.
Ebensowenig vermutlich wie die Prädestinierung zum Aufstehen nachts um 2:00 Uhr.
Allerdings gibt es für die meisten die schlichte Notwendigkeit, einer bezahlten Arbeit nachzugehen und die Arbeitsplätze mit ausgerechnet den Arbeitszeiten, für die man gerade zufällig prädestiniert ist, dürften sehr rar sein.
Außer bei der Fa. Hartz4... die Arbeitszeiten dürften jedes individuelle Schlafbedürfnis abdecken.
Das Leben kann echt grausam sein.
Es stört ihn doch gar nicht.was stoert dich eigentlich daran, dass menschen unterschiedliche arbeitszeiten haben?
Es stört ihn lediglich, dass ER um 2:00 Uhr nachts aufstehen muss.
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
-
01.12.2009, 16:15
-
02.12.2009, 13:01
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
Hallo Hombre,
ich verstehe dich, jede Nacht 2 uhr raus, widerspricht jedem Biorythmus und Durchschnittsalltag in Deutschland.
Jedoch liegt grade das in der Natur der Sache bei der Bäckerei. Traditionell wird in D Brot und Brötchen zum Frühstück gegessen und dies i.d. R. zwischen 6 -9 Uhr bevor der Werktätige arbeiten geht. Also müssen die Brötchen nun mal nachts gebacken werden, den der Großteil der Kunden möchte frische Brötchen und nicht die vom Vortag.
Zum Arbeitsleben im Osten kann ich dir sagen, das es wirklich sehr früh begann, meine Mutter mußte als normale Sachbearbeiterin um 6 Uhr im Büro sein dafür war 14.30 Uhr Feierabend.
Auch das kulturelle Leben war auf zeitiges Aufstehen ausgerichtet, Veranstaltungen waren meistens zwischen 18. und 22 Uhr. Im TV wurde nur bis 23 oder 24 Uhr gesendet, danach kam der Flimmerstreifen.
16 Füße reichen, wir sind vollzählig 
-
02.12.2009, 14:20
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
das ist wohl ansichtssache . . .
wie alt bist du denn? faellt dir das fruehe aufstehen zunehmend schwer? hast du beruflich eine andere prespektive (z.b. als lehrkraft fuer baecker)? du musst ja nicht unbedingt lebenslang baecker bleiben.
ich beneide meinen baecker im sommer immer darum, dass er mittags, wenn im schwimmverein wenig los ist, seine kreise ziehen kann udn den mittag in der sonne geniessen kann . .
abgesehen davon hat jeder stand seine plage. ich habe neulich an einem backkurs teilgenommen und war begeistert, mal etwas zu erschaffen. als vertriebler sehe ich immer nur zahlen, nie etwas reelles.
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
-
02.12.2009, 16:45Inaktiver User
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
warum wird hier immer frühes aufstehen als bäcker mit ddr gleichgesetzt. mein vater war früher bäcker und konditor - im rhein-main-gebiet, von ihm habe ich alte fachbücher geerbt.
liebe leute, hier mal ein paar gedanken nebenbei:
in einer bäckerei werden nicht nur brötchen gebacken, sondern auch brot, kuchen, torten, kleingebäck, dauerbackwaren etc. - er fing um 3 uhr an und kam am frühen nachmittag nach hause. die backstube musste ja auch wieder gereinigt werden. ob er dann noch groß lust hatte, die hausaufgaben zu kontrollieren, wage ich zu bezweifeln. ein anderer bäcker, der zwei stockwerke unter uns wohnte, ging nach getaner arbeit sofort in die heia, denn seine arbeit war knochenarbeit.
in der vorweihnachtszeit, wenn die nachfrage nach stollen und anderem weihnachtsgebäck stark anstieg, half mein vater -nachdem er seinen beruf gewechselt hatte- bei befreundeten, ehemaligen kollegen nachts in der backstube aus. ob das heute noch so gehandhabt wird, weiß ich nicht - mir fällt leider auf, dass ich immer weniger bäckereien entdecke, die den namen noch wirklich verdienen. oft sind es doch nur gebäckverkaufsstellen, wo man das erwerben kann, wass in einer grossbäckerei hergestellt wurde.
egal, ob sie glockenbrot oder kamps heißen - solche ketten haben da, wo ich lebe, leider die traditionellen bäckereien mehr und mehr zurückgedrängt; und mir fallen nur noch wenige richtige bäckereien (im vorderhaus der laden - im hinterhaus die backstube und das warenlager) ein.
puh, das war jetzt ein abschweifen in die vergangenheit - by the way, bekannte von mir tragen nachts die zeitung aus - sie fangen um ein uhr an und sind in den frühen morgenstunden fertig. aber sie beklagen sich nicht, sie scheinen ihre arbeit gern zu machen.
-
03.12.2009, 00:50Inaktiver User
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
Ich stamme übrigens aus einer Bäckerfamilie. Kenne es also aus eigenem Erleben, sonst hätte ich hier gar nicht gepostet.

Ich selbst hasse zeitiges Aufstehen, aber mein Großvater zB war sehr zufrieden mit seinem Beruf. Und ja, es war für ihn Knochenarbeit. Es war seine Bäckerei und er hatte die Verantwortung dafür. Trotzdem hat er nie in Frage gestellt, dass er früher als andere aufstehen muss. Sein Beruf war da Berufung. Es war "sein" Laden und "sein" Leben!
-
03.12.2009, 22:48
AW: City that never sleeps / warme Brötchen um 6
ja, klar schon. Ich hatte aber eben stillschweigend unterstellt, daß von alldem ja wohl nur die "warmen Semmeln um 6"so brisant sein können, daß man deshalb um 3 Uhr anfängt. Alle anderen Backwaren könnten warten, oder am Vorabend hergestellt sein ohne daß viel eingebüsst wäre. Seh ich das recht?
Ist das Großbäckereiprodukt prinzipiell schlechter, ...oder gehts rein um die Vielfalt des Angebots, die natürlich abnimmt?mir fällt leider auf, dass ich immer weniger bäckereien entdecke, die den namen noch wirklich verdienen. oft sind es doch nur gebäckverkaufsstellen, wo man das erwerben kann, wass in einer grossbäckerei hergestellt wurde.
egal, ob sie glockenbrot oder kamps heißen - solche ketten haben da, wo ich lebe, leider die traditionellen bäckereien mehr und mehr zurückgedrängt; und mir fallen nur noch wenige richtige bäckereien (im vorderhaus der laden - im hinterhaus die backstube und das warenlager) ein.
Für die beschäftigten Bäcker hätte der 3-Schichtbetrieb dort ja erstmal eher Vorteile, wenn auch nur marginale, wie wir hörten.
an das hatte ich schon gedacht als das Thema auf Zeitungen kam.- by the way, bekannte von mir tragen nachts die zeitung aus - sie fangen um ein uhr an und sind in den frühen morgenstunden fertig. aber sie beklagen sich nicht, sie scheinen ihre arbeit gern zu machen.
Die Redakteure machen quasi moderate Spätschicht, die Drucker/Ausfahrer/Austräger machen den Knochenjob nachts.
Das trifft nicht exakt mein Bild von der Bundesrep. Wirklichkeit.
Zitat von Skorpion78
Allenfalls samstags,sonntags hat die Famile Frühstück mit ofenfrischen Bäckerbrötchen. Und da allerdings schläft man erstmal aus.
Werktags leisten sich weit weniger als 10% den Luxus eigens früher aufzustehen für frische Brötchen. Viele nehmen sich nichtmal Zeit zum Frühstücken, bzw haben sie nicht.
Richtig ist, daß (von letztgenannten) auf dem Weg zur Arbeit sich manche gern was kaufen. Dürfte auch mehr oder weniger auf städtische Region begrenzt sein, und Bahnhöfe.
Aber da kommen dann sage mal insgesamt max.15% der Bürger, oder auch nur 5% in Genuss des frischen 6 oder 7 Uhr Brötchens!
Rechtfertigt dies den Wahn, daß alle Bäcker immer früh aufstehen müssen/mussten?
Wohl kaum.
Daß für den früh auf seinem Weg zur Arbeit befindlichen Arbeiter/Angestellten die hellwach lebendigen Bäckereien bzw Verkaufsstellen eine Art alltäglich Trost,Freude und Ansporn zugleich sind, indem daß andere quasi sichtbar schon noch früher am Werken waren,
das scheint mir bald der signifikanteste Grund, daß sich diese irrwitzigen Arbeitszeiten solange hielten.
Ein allmorgendliches kollektives Stimulantium für die Werktätigen der Nation.


Zitieren
