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  1. Inaktiver User

    AW: Wo die Milliarden sind

    Das hast Du schön erklärt, Ahab! Ja, genau so verhält es sich. Dann gibt es noch unterschiedliche Arten der Inflation, würde aber hier zu weit führen, nachdem man eh schon so sehr vom Thema ab ist.
    Sicher, bei Inflation verringern sich die Schulden und die Anlagen werden unrentabel. Deshalb nehmen ja viele Leute Kredite in einer Fremdwährung auf, wo dann abzusehen ist, dass es eine Inflation gibt oder zumindest, dass das Zinsniveau in dem Land auf lange Sicht niedrig bleiben wird. Den umgekehrten Fall hab ich bei einem Freund mitgekriegt. Eltern und Großeltern hatten für ihn gespart, dann ist er in das Land gefahren, Sparbuch aufgelöst & wir konnten mit dem Geld einmal essen gehen.


    Mit dem Leitzins hab ich mich getäuscht. In den USA ist er sehr niedrig & der der Europäischen Zentralbank ist stabil bei 1 %. Leitzins | Leitzinsen | Euro | USA | GB | EZB Kredite also doch nicht teuer.

    & hier ein interessanter Beitrag zur USA. Kommt auch Gold drin vor.
    Schwacher Dollar, starkes Gold | Arbeitsgemeinschaft Finanzen

  2. Inaktiver User

    AW: Wo die Milliarden sind

    Wo die Milliarden sind & wie Geld wegkommt?

    Sicher nicht, wenn Kredite aufgenommen & mit Zinsen zurückgezahlt werden. Auch nicht wenn die eingesetzten Sicherheiten ungewandelt werden. Im Gegenteil. Durch die Verzinsung ist ja dann mehr Geld im Umlauf. Wenn mehr oder weniger ungesicherte Kredite nicht zurückgezahlt werden, ist das Geld zwar weg, aber das ist ja nicht so viel. Viel nachhaltiger ist, dass Banken, die ja oft miteinander Geschäfte abwickeln, weil das günstig ist, es mit den vorgeschriebenen Sicherheiten nicht so genau nehmen. Da gehen dann die Milliarden hin.
    Eine weitere Einnahmequelle von Banken sind die Geldanlagen von Privatpersonen und Unternehmen. Hierfür kriegen die Anleger Zinsen. Die sind eine Entlohnung dafür, dass die Bank mit dem Geld innerhalb des angelegten Zeitraums wirtschaften kann. Das heißt, es investieren, anlegen usw. mit dem Ziel, es zu vermehren. & wenn sie da allzu risikofreudig investieren, kann auch alles weg sein. Den Fall hatten wir ja mit der Lehman Brother Inc. Die ist mir auch egal. Aber schlimm ist es für die Leute, die dort ihr Geld angelegt hatten. Alles weg… Während sich die Finanzkrise innerhalb der Dienstleistungsstaaten schon erholt zu haben scheint, indem sich die Finanzwirtschaft von der Politik, mit der sie ja am besten gar nichts zu tun haben will, hat auffangen lassen (auch da sind die Milliarden hin ) & man weiter uneingeschränkt Risiko spielen darf, machen viele Unternehmen Miese, insbesondere Zulieferer. Da diese sich aber in anderen Staaten, z. B. Osteuropa, befinden - na klar, weniger Produktionskosten, billiger Standort, kaum Umweltauflagen,… - sind dort ganz viele Menschen arbeitslos geworden. In den meisten Osteuropäischen Staaten gibt es nur eine sehr begrenzte soziale Sicherung, insofern überhaupt eine existiert. Das Ausmaß der Krise für die Leute kann man sich denken… Vielerorts gibt es Massenproteste und Straßenschlachten. Davon wird aber in den deutschen Medien kaum was berichtet. Vielleicht wegen der Befürchtung, dass auch hier was losgeht (?). Sinnvoll wäre, Firmen „nicht so groß werden zu lassen, dass sie nicht mehr pleite gehen dürfen.“ (Spiegel). Aber wie soll so was funktionieren? Interessante Illusion.
    Was schließt man daraus: nichts. Außer bei den Krediten für kleine Leute genauer hinschauen. Denn wehe, es zahlt jemand seine 10 000 nicht zurück, dann bricht alles zusammen.

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    AW: Wo die Milliarden sind

    Der Fisch beginnt vom Kopf an zu stinken.
    Da gibt es „dringende Debatten“ und Politiker verfallen in „Panik“, wenn Entlastungsvorschläge, wie jetzt für die Hoteliers, für Einnahmeausfälle in Millionenhöhe sorgen KÖNNTEN.

    Währenddessen wird Ackermann und Konsorten die Tür ins Kanzleramt aufgehalten, aufgetischt zum großen Fressen währendem man ihm wieder mal einen Milliardenfonds regelrecht aufdrängt, verbunden mit der innigen Bitte, doch endlich auch mal etwas der Wirtschaft in Form von Krediten zukommen zu lassen.
    Die haben einen gewaltigen an der Waffel.
    Ja, jetzt haben wir es zu 1,6 Billionen Schulden gebracht, geil.
    1% Zinsen kosten 16 Milliarden jährlich, bei 5% wäre unser gesamter Jahreshaushalt als Zinszahlung fällig, super.
    Zwar ist der Staat auch Empfänger dieser Zinsschulden nur kommen diese Zinsen nicht eins zu eins im Haushalt an, da werde wieder ein paar Milliarden „wegverwaltet“.

  4. gesperrt

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    AW: Wo die Milliarden sind

    kleines Filmchen:

    YouTube - Kurzfilm Geldsystem

    gruss, Jack London

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    AW: Wo die Milliarden sind

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    man sehe, höre und staune: "Ein prämierter Film der Filmakademie Baden-Württemberg über das Geldsystem, die Staatsverschuldung und Politik."

    Aber eigentlich logisch, daß im Ländle, wo gewöhnlich sGeld das goldene Kalb ist, auch der Widerstand herausgefordert wird.

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    AW: Wo die Milliarden sind

    Wo die Milliarden sind ?

    Hm, wie wird einst geschöpftes Geld wieder vernichtet?

    Indem der Schöpfungsakt (das Begründen des Schuldverhältnisses) rückabgewickelt ist. Also das Darlehen zurückgezahlt ist, richtig?

    Was macht die Bank also folglich mit den Tilgungsraten?
    Hm. Sie müsste sie direkt in einen Geldschrädderer geben. Tut sie das? Immer?
    Oder nur wenn sie am Limit ihrer Mindestreserve segelt?

    Und überhaupt: Empfängt sie die Tilgungsraten nicht in Form von erstklassigem "Zentralbankgeld", ununterschieden von jedem anderen?
    Vermutlich liegts in der Art des Kontos. Jedes Darlehenskonto ist ein isoliertes Ding.
    Allerdings: Die Sicherheit bleibt der Bank zunächst, und für lange Zeit vollumfänglich, auch wenn bereits getilgt wird. Kann die Bank diese Sicherheit verwerten, etwa um bei Notenbank Sicherheit vorzulegen?

    -----------

    2.Frage:
    Was passiert bei einer Bankinsolvenz.
    Treibt der Insolvenzverwalter die ausstehenden Rückzahlungen der Kreditnehmer ein, auch über Jahre?
    oder werden die ebenso abrupt beendet und für nichtig befunden wie die Verbindlichkeiten der Bank erlöschen?

  7. gesperrt

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    AW: Wo die Milliarden sind

    Die Insel-Geschichte fasst schon die wesentlichen Punkte des reellen Finanzwesens zusammen. Das sind u.a.:

    a) / Die Wirtschaft würde ohne Geld gut funktionieren, oder zumindest ohne Geldwirtschaft in der gegenwärtigen Form, zBsp mit einem ähnlichen Verrechnungsmittel und mit Bezugsscheinen für Grundgüter (siehe Text zur Geschichte)
    b) / Durch die Geldwirtschaft treten Leute unberechtigt und verzichtbarerweise auf und in die Wirtschaft ein und bedienen sich auch im Übrigen der Täuschung
    c) / Die Regeln werden einseitig von diesen Leuten in ihrem Interesse gemacht. Insbesondere in der Art das System dauerhaft zu festigen

    Dass dabei u.a. Klauseln gesetzt werden, die nie zu erfüllen sind (etwa Kapital und Zinsen nur in Geld zurueckzuzahlen, was aber nie vorhanden ist) ist nur ein technisches Detail der Realisierung von c) . Stattdessen koennten irgendwelche anderen nie erfullbaren Klauseln erfunden und als Grund der Bemächtigung benutzt werden.

    Ebenso sind die nachfolgenden Ausführungen der Teilnehmer korrekt, wie etwa dass ein reines Reinschreiben eines Kredites in die Buchhaltung die zirkulierende Geldmenge und damit auch die Kauffähigkeit erhöht, ohne daß dadurch reell etwas gegeben worden wäre.

    Aber wie sich gleichzeitig auch überall andeutet, sind das rein willkürliche Akte, die von irgendwelchen Leuten so als Regel (Bankgesetze, Kreditvergabe-Kriterien) bestimmt und (Vergabe des einzelnen Kredites) konkret durchgeführt werden, die aber ebenso willkürlich auch beliebig anders sein könnten.

    Daher sind diese Einzelheiten von alldem irrelevant um etwas Prinzipielles daraus ersehen oder lernen zu können. Noch weniger brauchen wir uns wegen ihnen zu streiten, oder aber die verehrten VW-Erstsemestrer hier nun überflüssig Energie zu verschwenden inwieweit die Rückzahlung in exakt Inselgeld für die reelle Welt zutrifft -- beides sind völlig willkürliche Festlegungen.

    Relevant ist hier, daß sich durch die Geldwirtschaft ein Parasitentum ethabliert hat, dass seine eigenen Regeln macht und für alle anderen schädlich ist.

    Das ist Teil meiner allgemeinen Betrachtungsweise. Demnächst sind abstrakte Wesen Erzfeinde des Lebens. Sie sind unnvollständig, müssen daher in etwas konkretes gehen um sich zu realisieren. Die häufigsten von ihnen sind Regeln, und sie bemächtigen sich Leute die stur Regeln befolgen. Die Regeln sind etwas vom Teufel, Verstoß gegen Regeln von Gott, nämlich bei genau ablaufenden Regeln entsteht nichts echt Neues, zufälliges mehr, keine Neuschöpfung zufälliger (nicht bereits trivial in der Vergangenheit enthaltener) Fakten. Nun, die gesamte Volkswirtschaft mit ihren Regeln und kleinen oder großen Dienern des Teufels die diese Regeln in sich gehen lassen und sich ihnen nach verhalten, ist ein dem konkreten Leben und der Menschenwürde erzfeindliches System.

    Das volkswirtschaftliche System wird immer hochlobbesungen daß es so gut, autoregulierend, und die Produktion ermöglichend sei. Ach ??? Bei 95% der Weltbevölkerung unter der Armutsgrenze, und gleichzeitig 60% und zunehmend mehr der Produktion auf Halde ??? Das System ist vom Teufel, nicht von Gott.


    Frage des Themas: Wo die Milliarden sind ?

    Wenn in der letzten Zeit Anlagen steigen, aber dann plötzlich von einem Tag auf den anderen fallen, wurden keine Milliardenbeträge vernichtet. Solche Werte haben nie existiert. Aber Anleger die sich deswegen umbringen, sollen das ruhig weiter tun denn diese Leute haben das nicht anders verdient.

    Die brasilianische Währung fällt manchmal 10-20%. Ich prognostiziere sogar, dass binnen der nächsten 10 Tage der bras. Real um ca. 8% fällt Dass dann ganze Volkswirtschaften draufgehen usw wie Finanz-Fritzen schreiben, ist völliger Schwachsinn.

    Es gab keine Milliarden-Gewinne oder -Verluste.


    Relevant ist nur
    / daß echte Produktion erfolgt (nicht nur Spekulation)
    / Daß diese Produktion dem Menschen, insbesondere den Armen, als Erföllung deren konkreten Bedürftnisse für ein würdiges Leben, zukommt

    Geld hat dabei nur eine Katalysator-Funktion, die zBsp Gewinnsucht und Produktion anheizt, und eine Bezugsschein-Funktion für den Erhalt lebenswichtiger Produkte solange bis ein besseres Vergabeschema erfunden wird.
    Geändert von fifi1234 (12.12.2009 um 02:23 Uhr)

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    AW: Wo die Milliarden sind

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Das sind ja mafiose Zustände in diesem Lande!

    In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal an diesen Sarrazin
    erinnern, und wen er für die finanzielle Misere in Deutschland
    verantwortlich macht - die kleinen Leute.
    Der blanke Hohn, wa!!!

    Ein Brett vorm Hirn muss da haben, wer da noch Arbeiten geht
    und von dem Hungerlohn auch noch brav seine Steuern zahlt.

    Wer da wohl die Maden im Speck sind...!!!
    UP !


    ich lese von Thomas_Wieczorek
    "Die geplünderte Republik" . Erschienen 4/2010.

    Dort findet man nochmal gelistet die für den Steuerzahler offensichtlich teuersten Banken unter den Casinospielern... IKB , HRE/Unicredito , BayernLB, LBBW, WestLB, HSH Nordbank, Commerzbank/Dresdner Bank/Allianz/Münchner Rück... SachsenLB fällt mir noch ein.

    Und die meist profitierende, mieseste und schlimmste Bank, die überall ihre Finger dabei hat, meist ganz zuvorderst und anstiftend tätig werdend, dann gerade noch sich herausstehlend, indem es ihr stets gelang ihre etwas kleineren "Kunden"Banken von der Politik "retten" zu lassen, und so sich mit. ...DIE DEUTSCHE BANK
    Ein für mich durch und durch unerträglicher Laden.
    Schon ganz und gar mit dem Namen. Da müsste doch jedem national gesinnten schlecht werden? Wo bleoben die gewaltbereiten Rechtsradikalen da? Wäre es nicht an ihnen das Label "deutsch" rein zu waschen.

    Ich las jetzt, daß dieser "Deutschen" Bank nicht nur ein Schweizer vorsteht, sondern sie sich auch maßgeblich in Schweizer und angelsächsischem Besitz befinden soll!? ...Zitat aus Dead end of EU
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Josef Ackermann ist Schweizer und Chef der Deutschen Bank. Die gehört angelsächsischen Investoren und der United Bank of Switzerland (UBS) und macht ihre Hauptgeschäfte in London, New York und auf den Cayman Islands.
    Man führe sich vor Augen wem die Milliarden dienten, mit denen diese Banken von den Finanzministern gestützt wurden, und wer an den resultierenden Verschuldungen der EU-Länder gleich wieder kräftig verdient?
    Und wer die Zeche zahlt ...alle anderen, ja. Vor allem aber die ganz dort unten! jene Leistungsträger, die niemals im Leben Zinseinnahmen haben werden.

    Es ist ein unsägliches Trauerspiel !

    WUTBÜRGER - genau das wird, wer nicht weg sieht.

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