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09.07.2010, 16:59Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
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09.07.2010, 17:03Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
Den Eindruck habe ich nicht.
Meine konkrete Frage, was du mit diesen merkwürdig widersprüchlichen Sätzen meinst, hat djgm01 nicht beantwortet. Kann er auch gar nicht.
Was hat die denn damit zu tun?
Ich spreche von einem wirkungsvollen Ineinandergreifen von Gesetzesnormen (Begrenzung des Schadstoffausstoßes) und finanziellen Anreizen (Subventionierung des Katalysators).
Die Einführung des Autokatalysators war m.E. ein Beispiel vorbildlicher, weil konsequenter politischer Gestaltung.
Vorbildlich auch deshalb, weil man das dumme Geschwätz der protestierenden und mit Verzögerungstaktik agierenden Auto-Lobby irgendwann nicht mehr mitmachte.
Übrigens ein gutes Beispiel auch für das Thema Kühlschrank ... irgendwie haben es alle Bürger offenbar geschafft sich einen Autokatalysator vom Mund abzusparen *hüstel* ... Geht also.
.Geändert von Inaktiver User (09.07.2010 um 17:21 Uhr)
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09.07.2010, 17:37Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
Eine recht bequeme Sichtweise: sollen mal die anderen machen.
China sieht das genauso, rechnet aber ein bisschen anders. China rechnet nämlich nach, wie der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß jeweils aussieht und steht auf dem Standpunkt, dass die Industrieländer nicht erwarten können, dass China die Zeche zahlt für Jahrzehnte des ökologischen Raubbaus durch westliche Industrieländer.
Natürlich muss China dringend Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen. Bisher verweigert es sich weitgehend - und hatte in den USA einen tatkräftigen und einflussreichen Bündnisgenossen.
USA hat pro Kopf den mit Abstand größten Resourcenverbrauch weltweit. Aber es schaut auf China. China auf USA. Und Europa auf beide. Keiner will sich bewegen.
Deshalb auch meine fromme Hoffnung auf Überschwemmungen in USA, Jahrhundertdürren, riesige Waldbrände, möglichst nicht nur in Kalifornien sondern auch vor den Toren Washingtons, und dergleichen. Und zwar so bald wie möglich, so lange die geopolitische Klimakatastrophe noch abwendbar ist. Denn ob in Kolumbien Häuser weggeschwemmt werden oder in Afrika das Vieh vertrocknet und der Mensch stirbt, geht den Reichen dieser Welt (und damit meine ich auch uns) am Arsch vorbei.Natürlich müssen wir uns bemühen, CO2 und andere Klimagase zu vermeiden. Schon ganz egoistisch aus Kostengründen, weil Sprit und Energie allgemein einfach immer teurer wird.
Da es mit Intelligenz, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein im Großen und Ganzen nicht allzu weit her ist, baue auch ich auf den Egoismus als der einzigen Triebfeder, die noch eine gewisse Chance beinhaltet, dass sich politisch etwas bewegt.
Unrealistisch? - Wie bereits ausgeführt ist es technisch realistisch; unrealistisch höchstens, wenn man sich das Trauerspiel auf der politischen Bühne ansieht.Aber da es unrealistisch ist, den Klimawandel zu stoppen, müssen wir uns parallel bemühen, uns dem Wandel anzupassen. Beispiele siehe oben.
Kennst du irgend einen Klimapolitiker, der so dumm wäre zu glauben, dass man durch CO2-Vermeidung die Kurve noch kriegt?Der Meeresspiegel wird steigen, und das bedeutet, dass Deiche an der Nordsee erhöht und am Golf von Bengalen erst einmal gebaut werden müssen.
Sich nur auf einen Aspekt - sei es CO2-Vermeidung oder Anpassung an Veränderungen - zu beschränken, ist dumm. Wir müssen beides tun!
Während eine kleine, aber zähe Minderheit an der Leugnung der von Menschen verursachten Klimaveränderung festhielt, wurde darüber andernorts längst nicht mehr gestritten. Weil die Dinge ziemlich klar sind.
Stattdessen hat man sich bereits damit befasst die Szenarien durchzuspielen, auf die wir uns gefasst machen müssen - im besten wie im schlimmsten Fall.
Interessant finde ich aber, dass du zwar die gigantischsten Infrastrukturmaßnahmen für finanzierbar und politisch durchführbar hältst (für den "spekulativen" Fall weiterer globaler Temperaturerhöhung),
aber anscheinend nicht an die Ursachen der Probleme herangehen willst.
Halbierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe zwischen 1978 und 2008. Aha. Geht doch.Der Mineralölverbrauch ist im Übrigen bei uns in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken: 1978 lag der Verbrauch von BRD+DDR bei 160 Millionen Tonnen, 2008 bei 116 Mio t (= 166 Mio t SKE); das gilt noch mehr für andere fossile Energieträger wie Stein- oder Braunkohle, deren Anteil sich mehr als halbiert hat.
Deshalb muss man politisch eingreifen: durch Subventionierung klimafreundlicher Technik und Gesetzesnormen zur Zurückdrängung klimafeindlicher Technik. - Eben wie damals beim Autokatalysator.Die Maßnahmen zur Einsparung haben also ganz deutlich gewirkt - und die waren überwiegend wirtschaftlich bedingt: Jedes Unternehmen und jeder Haushalt vermeidet ganz selbstverständlich unnötige Ausgaben! Und die Nebenwirkung ist - weniger CO2!
Aber auch durch Großprojekte in der Solarenergie und Windtechnik, bei der Wärmedämmung u.v.m.
.Geändert von Inaktiver User (09.07.2010 um 18:01 Uhr)
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10.07.2010, 09:43Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
@ Blautanne
Lies einfach was ich geschrieben habe.
Man muss beides tun!
Den Anstieg der Klimagase bremsen und sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.
Wobei man in beiden Bereichen überlegen muss, was sinnvoll und machbar ist oder sein könnte.
Deichbau ist etwas, was in Ländern wie Bangla Desh ohne Probleme machbar ist. Es gibt reichlich Arbeitskräfte, die froh wären, wenn sie fürs Schaufeln regelmäßig ihre Schale Reis bekämen (symbolisch gemeint!), und da es kaum Deiche gibt, machen solche, wie es sie an der Nordsee im Mittelalter gab, schon einen beträchtlichen Unterschied. Und die wurden auch mit einfachsten Mitteln gebaut.
Bei der Diskussion zu verbrauchsarmen Autos hab ich gerade heute in der SZ einen interessanten Artikel über einen ADAC-Test gesehen: Welcher Wagen kommt mit Treibstoff für € 30 am weitesten?
Sieger war ein mit Erdgas betriebenes Auto mit 724 km, gefolgt von dem besten Dieselfahrzeug (Golf Blue Motion) mit 610 km; der beste Benziner brachte 467 km, während das einzige getestete Auto mit Ethanolantrieb gerade mal 279 km fuhr (trotz der gewaltigen Subventionen für Bioethanol).
Biosprit bringt also wenig Ersparnis, besonders wenn man berücksichtigt, dass auch Bioethanol netto eine beträchtliche CO2-Menge produziert: Anbau mit Treibstoff, Düngemitteln und Pestiziden, und der Tatsache, dass nur ein kleiner Teil der Biomasse tatsächlich genutzt wird.
Die beste CO2-Bilanz hat demnach Erdgas gefolgt von Diesel.
Zu den Zahlen über China:
Es geht nicht darum, dass wir die anderen machen lassen sollen, wie du schreibst. Ganz im Gegenteil!
Aber es muss uns klar sein, dass die Einsparungen, die wir erreichen können, vergleichweise wenig relevant sind gegenüber dem Anstieg, den China und andere Schwellen- und Entwicklungsländer produzieren werden.
Wenn wir bis 2050 mit 8 Milliarden Menschen rechnen, die jeweils 5 t Klimagase produzieren (sehr optimistisch!!), dann produzieren die alten Industrieländer 5 Milliarden t CO2-Equivalente, die anderen Länder dagegen 35 Milliarden t. Heute liegen wir bei etwa 25 Milliarden t. Selbst mit soviel Optimismus bedeutet dies also einen kontinuierlichen Anstig um 15 Milliarden Tonnen gegenüber der jetzigen Situation - trotz der erwarteten Bemühungen zur Einsparung, besonders auch durch den wachsenden Kostendruck!
Die Schätzung der IAE (Internationale Energie-Agentur) gibt an, dass bis 2030 der pro-Kopf-Ausstoß an Klimagasen in den OECD-Ländern auf 7,5 t sinken wird, in China dagegen auf 8 t steigt. Und dabei ist schon der "Export" westlicher Technologien nach China berücksichtigt!.
Also ganz offensichtlich:
Einsparen ist das Eine, Vorbereiten auf die Folgen des Klimawandels das Andere. Biedes ist zu tun, nicht nur eines!!!
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10.07.2010, 13:12
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
So richtig lieb und menschenfreundlich....
Zitat von Inaktiver User
Wie alle Fanatiker.
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10.07.2010, 13:23
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
Ein paar heisse Sommertage sind genausowenig relevant wie ein kalter Winter. Der Durchschnitt machts.
Zitat von Inaktiver User
Und im Durchschnitt sind in den letzten 10 Jahren die Temperaturen nicht angestiegen. Der CO2 Ausstoss sehr wohl.
Darum ist es erlaubt, den Zusammenhang zu bezweifeln.
Und den Weltuntergang vorerst zu verschieben.
Zitat von Inaktiver User
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10.07.2010, 18:23Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
@ 3146
Die Temperaturen sind bei uns und weltweit schon ganz deutlich angestiegen.
Ob dies wirklich (allein) durch menschliche Einflüsse geschehen ist (Klimagase), ist allerdings nicht mit Sicherheit nachgewiesen.
Aber die Hinweise sind doch so deutlich, dass es einfach vernünftig ist, den CO2-Ausstoß zu begrenzen.
Besonders, da dies auch wirtschaftlich vernünftig ist: Fossile Energieträger werden demnächst knapp und schon jetzt immer teurer. Alternativen sind also auf jeden Fall nötig. Persönlich meine ich, dass dazu auch die Kernenergie gehört, aber das ist eigentlich sekundär: Wir brauchen alternative Energiequellen.
Und es macht auch Sinn, sich auf die Möglichkeit des Klimawandels und seiner Folgen einzustellen: In Bangla Desh werden die Überflutungen (die es schon immer gab!!) immer katastrophaler. Auch hier bleibt unklar, ob es durch den Klimawandel geschieht oder weil (wie auch bei uns) immer mehr Menschen sich in gefährdeten Gebieten ansiedeln - es sind in jedem Fall bessere Deiche notwendig. Und da es mehr Menschen gibt, die ernährt werden müssen, muss man neue ertragreiche Sorten von Getreide usw. bereit stellen, die auch ohne Klimawandel resisten gegen Trockenheit, höhere Temperaturen und Versalzung sein müssen. Und wenn der Klimawandel tatsächlich die Ausmaße annimmt, wie man vermutet, dann haben wir diese Sorten auch für die daraus resultierenden Veränderungen unserer Lebensbedingungen.
Also, Energie zu sparen ist wirtschaftlich sinnvoll UND reduziert den CO2-Anstieg.
Vorbereitungen für höhere Fluten und Änderungen der Anbaubedingungen zu treffen ist notwendig, ob es nun wirklich zu Klimaänderungen kommt oder nicht.
Ich persönlich halte die Daten, die auf einen Klimawandel hinweisen, für belastbar. Also denke ich, wir sollten auf "Nummer Sicher" gehen.
Aber wir sollten, wie ich oben argumentiert habe, realistisch bleiben: Wir werden weltweit keinesfalls so viel CO2 einsparen können, dass der Gehalt in der Atmosphäre sich bis Mitte des Jahrhunderts stabilisiert. Also müssen wir uns darauf vorbereiten, die Folgen eines möglichen (wahrscheinlichen) Klimawandels teilweise aufzufangen.
Und wie gesagt: Beides - CO2 vermeiden, Risiken vorbeugen - macht wirtschaftlich Sinn.
Völlig egal ob man manche der Leute, die den Weltuntergang vorhersagen, weil sich damit gutes Geld verdienen lässt, für Fanatiker hält ...
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10.07.2010, 19:22
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
Da kann ich dir nur zustimmen.
Zitat von Inaktiver User

Natürlich kann man nicht alle "Klimaschützer" in einen Topf werfen.Völlig egal ob man manche der Leute, die den Weltuntergang vorhersagen, weil sich damit gutes Geld verdienen lässt, für Fanatiker hält ...
Es gibt Fanatiker, die ernsthaft überlegen, ob man nicht einen Teil der Menschheit ausrotten sollte, um das Klima zu "retten".
Und es gibt auch Leute, die viel Geld damit verdienen, ihren Mitmenschen unbegründete Angst einzujagen.
Mir gefällt sowas nicht.
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10.07.2010, 22:09Inaktiver User
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
Offenbar ist es für dich zu anstrengend den gesamten Satz in seinem Sinnzusammenhang zu erfassen. Es blieb bei dir gerade mal ein Halbsatz hängen. Viel ist das nicht.
Das sind also die Kategorien von Klimaschützern (Klimaschützer auch noch in Anführungszeichen!), die dir einfallen.
Dann weiß ich ja, wie ich deine Bewertung ("Fanatiker") einzuordnen habe.
.Geändert von Inaktiver User (10.07.2010 um 23:49 Uhr)
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11.07.2010, 09:57
AW: Climagate - der größte Betrug der Menschheit?
@ Blautanne
"Klimaschützer" steht bei mir unter Anführungszeichen, weil allein schon das Wort Nonsens ist.
Das Klima braucht niemand zu schützen, es ist nicht in Gefahr, unterzugehen.
Ein Klima hat es immer gegeben und wird es immer geben, ohne dass es irgendjemand beschützen müsste.
Dass sich das Klima immer schon geändert hat und sich immer wieder ändern wird, ist ein Faktum. Ob und wieviel die Menschen dazu beitragen, da streiten sich die Gelehrten (und werden gut bezahlt dafür).
In den letzten Jahren ist es ein bisschen wärmer geworden. Na und? Wäre eine Eiszeit schöner? In den 70ern nörgelten die Untergangspropheten herum, dass wir alle erfrieren würden.
Für viele Menschen ist die Erwärmung angenehm, für viele Regionen ist das ein Vorteil. Für manche nicht. Da kann man ja was tun, wie schon djgm meint.
Natürlich ist es sinnvoll, Energie zu sparen.
Es ist aber nicht sinnvoll, zum Ochsenkarren zurückzukehren.
P.S. Auf rationale Argumente (von mir und anderen) gehst du erst gar nicht ein.Geändert von 3146 (11.07.2010 um 10:05 Uhr)



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