Die "Not" klammere ich jetzt mal aus, aber der "selbst erzeugte Bedarf" ist einleuchtend und wahr. Das habe ich Weihnachten nachgewiesen: Der superduper Wilkinson QuattroS5 24-Ventil-Biturbo Bullshit 4000 rasiert nicht so gut, wie Opas Rasiermesser.
Und der Idealfall der "kostenlosen Produktion" ohne Renditemittelsmänner ist nichts weiter, als das gute alte Subsidiarprinzip - welches tadellos funktioniert. Das einzige Problem ist da ja nur die Befriedigung (Zusammenbringung) von Angebot/ Nachfrage und passender Ware. Es fließt kein Geld dabei, da unnötig.
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24.01.2010, 17:23Inaktiver User
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
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24.01.2010, 18:12
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Natürlich hat Geld als Verteilungsfunktion, und sind Kredithaie, Lohnschinderei usw. nur so lange möglich wie Unterproduktion bishin zu Not bestehen. Wenn es vielzuviel gibt, machen sie keinen Sinn mehr bzw sind irrelevant -- es sei denn durch Zurückhaltung oder Produktionskapazitätenvernichtung wird wieder Not geschaffen.
Und daß sich Produkte mit Verbrauchern bzw Bedürftigen unmittelbar treffen, ist heutzutage in der Zeit von Internet, Verkehrsmitteln, wegfallenden Zollschranken usw leichter als nie zuvor.
Als einfaches Beispiel lassen sich open-source Programme nennen; natürlich werden die benutzt, machen in diesem Bereich Geld und den bisherigen Wucher stns. Microsaft überflüssig, und sind nicht nur eine Randerscheinung sondern quantitativ und qualitativ relevant. Man sieht dabei auch, daß hier echt selbst den ärmsten Menschen diese kostenlosen Leistungen zugute kommen. Ein Beispiel wie umgekehrt künstlich das Angebot wieder verknappt wird -- woraus zu lernen ist was vermieden werden soll -- ist etwa die Korruption durch $MS der Leiter von Projekten wie dem Laptop-für-jedes-Kind -Projekt, also sollten Schlüsselrollen und Abhängigkeiten von oder Vermittlungen durch einzelnen (oder wenigen) Personen vermieden werden. Gerade weil Mittelsmänner NICHT nötig sind und immer was vom Teufel sind. Deshalb sind in diesem Bereich neue Einrichtungen wie Linux Foundation, Zertifikats-Einrichtungen, Einrichtungen der Industrie zur Normierung, aber auch korrupte sites wie distrowatch wo der Inhaber gegen hohes Geld open-source-Projekte empfiehlt, aber auch Erscheinungen wie wikipedia was einerseits eine Spielwiese von Chaoten und Trolls, andererseits eine neuartige, gefährliche Art der Ausnutzung der kostenlosen Arbeit der Menschen (Monopol auf Kommerzialisierung; Spendenaufrufe für Millionenbeträge wobei hochgradig fraglich ist wozu die überhaupt nötig wären), klar abzulehnen.
Nachtrag: Ein anderes Beispiel wo sich mehr und mehr kostenlose Leistung incl. selbst dabei Konkurrenz kostenloser Produktion einstellt, ist das Publikationswesen: e-Bücher, e-Zeitschriften. Bisher haben da schwerste Mißstände geherrscht - etwa an wiss. Zeitschriften oder Büchern mußten Forschungseinrichtungen den Druck bezahlen, aber auch höchste Kosten für Abonnements. Und jedermann produziert schreibt gerne was - sei es etwas kurzes in Foren, sei etwas längeres was ins Internet gestellt wird, seien es nur Fotos.Geändert von fifi1234 (25.01.2010 um 23:22 Uhr)
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25.01.2010, 21:26Inaktiver User
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
als ob die abgeltungssteuer, die wir letztes jahr schon aufgebrummt bekommen haben, nicht schon reichen würde. so eine steuer braucht's dann m.e. nicht, denn selbst wenn banken zu dieser steuer vergattert würden - sie würden's wiederum an ihre kunden weitergeben, in form von erhöhten gebühren, provisionen u.ä. ... by the way - falls ihr es noch nicht wusstet:
zum thema abgeltungssteuer - da werden nämlich seit anfang 2010 eheleute nicht mehr außen vor gelassen. bisher war die transaktion "wertpapierübertrag von frau x bei der y-bank an ihren ehegatten bei der z-bank" eine transaktion ohne gläubigerwechsel - nun ist eine solche transaktion eine schenkung.
was bedeutet: überträgt frau x wertpapiere von ihrem depot auf das ihres mannes, so darf sie schenkungssteuer zahlen.
was blüht uns demnächst, wenn eure petition erfolg haben sollte?
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26.01.2010, 14:06
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
sicher haben sich die Finanzbürokraten was gedacht wenn der Übertrag steuerpflichtig gemacht wurde. Wahrscheinlich gabs Schlupfloch. Wenn du keinen speziellen Ehevertrag hast/Gütertrennung etc/ kannst doch die Papiere genausogut in deinem Depot lassen? wolltest du allerdings nur einfach dein Depot auflösen und übertragen, so sollte es eine neutrale Regelung geben! Voraussetzung bliebe aber immer ütergemeinhaft, auch klar.
Auf den ersten Blick mutet es auch an wie eine Handhabung zugunsten der Banken. Die so weniger Fluktuation haben,weniger Möglichkeiten für den (verheirateten) Kunden.
Das andere ist doch Standardsulz, den du gegen jedwede Steuer ins Feld führen könntest. Stets wird die weitergereicht. Wenn möglich!
Und stets nimmt man staatlicherseits in kauf bzw will es sogar aktiv herbeiführen, daß weniger Handelsvolumen in dem besteuerten Gut stattfindet.Geändert von hombre (26.01.2010 um 14:10 Uhr)
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20.05.2010, 23:28
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Nunja, was soll man sagen... sicher hat auch der Erfolg dieser Petition beigetragen, daß etwas eingetreten zu sein scheint auf das man nicht zu hoffen wagte... selbst Guido nebst seinen Banausen und Banausinnen will es sicher bald schon immer gewusst haben (nur halt wegen "Realismusferne" nicht so deutlich ausgesprochen, daß es vernehmbar gewesen wäre
) : "Eine echte Transe muss her!"
Alle Parteien wollen nun plötzlich Transaktionssteuer
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15.08.2011, 17:23
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Was braucht es noch, wie lange braucht es noch
bis was vorangeht ?
Europa geh endlich voran, die USA werden hinterherhinken.
Was anderes bleibt eh nicht bei deren Überschuldungsszenario.
aus ich schweige nicht länger (Erwin Teufel)
:
Zitat von Inaktiver User
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18.08.2011, 08:40Inaktiver User
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Merkel und Sarkosy haben sich ja auch noch einmal für eine Transaktionssteuer ausgesprochen.
Allerdings sollte allen klar sein, dass eine solche Steuer nur dann sinnvoll ist und funktioniert, wenn sie weltweit durchgesetzt wird. Denn sonst verlagern sich die finanziellen Transaktionen ganz einfach in die Länder, die diese Steuer nicht erheben.
Es sind ja nicht die normalen Kontobewegungen, die wir auf unseren Girokonten tätigen, die die Weltwirtschaft beinflussen und im Endeffekt auch Steuererträge bringen könnten. Die sind im Wesentlichen ortsgebunden.
Es sind die Geldbewegungen im hohen Millionen- und Milliardenbereich, die die Finanzmärkte bewegen, und die werden flexibel gehandhabt: Wenn Deutschland die Steuer erhebt, werden die einfach nicht mehr von Frankfurt aus getätigt, sondern über London oder New York oder Singapur oder die Cayman Inseln.
Und solange diese Möglichkeit besteht, bleibt eine Transaktionssteuer sinnlos.
Denn weder beeinflusst sie das Verhalten der Märkte noch bringt sie Einnahmen.
Eine Transaktionssteuer, die nur die ortsgebundenen Transaktionen jeweils in Deutschland oder Frankreich oder Italien erfasst, ist wirkungslos und würde wahrscheinlich mehr Verwaltungskosten als Erträge bringen.
Und gegenwärtig sind weder England noch die USA noch Luxemburg, die Schweiz, Liechtenstein oder Singapur oder die Cayman Inseln an einer solchen Steuer interessiert.
Und was würde diese Länder motivieren mitzuspielen?
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18.08.2011, 08:44
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
das sind doch olle kamellen. viele länder, z.b. die schweiz kennen so eine steuer, und sind deshalb offensichtlich als finanzplatz nicht ins hintertreffen geraten.
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18.08.2011, 09:21Inaktiver User
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Die Schweiz hat andere Angebote, die sie als Handelsplatz attraktiv machen
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18.08.2011, 11:51
AW: Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer
dann stimmt das tatsächlich, hatte gestern am Fußballerstammtisch gehört, und war eher ungläubig geblieben.
Es könnte das Licht also doch so langsam eindringen in die entscheidenden Köpfe ..
Betreff USA sagte ich bereits. Die brauchen Geld.Und gegenwärtig sind weder England noch die USA noch Luxemburg, die Schweiz, Liechtenstein oder Singapur oder die Cayman Inseln an einer solchen Steuer interessiert.
Und was würde diese Länder motivieren mitzuspielen?
England sitzt im EU-Boot und wird dort kaum der große Nettoeinzahler sein.
England geht wirtschaftlich am Krückstock und ist auf EU angewiesen.
Nach den restlichen Ländern wird sich die Weltpolitik wohl kaum auszurichten haben,
ansonst könnte man gleich Gutenacht wünschen allerseits



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