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  1. gesperrt

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    Merkel hat Recht

    Was passiert, wenn man auf einem überfluteten Acker einen Eimer Wasser ausgießt?
    Es plätschert ein wenig, es schäumt ein wenig, es macht Wellen, die sich wieder legen und am Ende ist der Pegel minimal erhöht.
    Das war's.

    Was passiert, wenn man über einem verdorrten Acker einen Eimer Wasser ausgießt?
    Es wird Staub aufgewirbelt, das Wasser versickert schnell.
    Das war's.




    Was aber passiert, wenn man auf einem bestellten Acker einen Eimer Wasser ausgießt?
    Die ausgebrachte Saat gedeiht und trägt Früchte, die man verwenden und/oder vermehren kann.
    Mit dem Erlös kann man dann auch ausgetrocknete Felder bewässern.

    Kümmert man sich um die überfluteten Felder zu wenig, vermodern und versumpfen sie irgendwann.

    __________________________________

    Was würde passieren, wenn man die Oberschicht finanziell begünstigen würde?
    Die Superreichen würden sich ein paar "Kleinigkeiten" extra anschaffen. Auf den Arbeitsmarkt und auf die Wirtschaft würde sich das kaum auswirken.

    Was würde passieren, wenn man nur die Unterschicht finanziell/steuerlich fördern würde?
    Viele Arbeitslose würden sich so einige Dinge anschaffen, die schon längst überfällig sind. Für teure, hochwertige Produkte, für die auch höherqualifizierte Arbeitskräfte benötigt werden, würde das Geld aber nicht reichen. Arbeitsmarktpolitisch hätte das einen Strohfeuereffekt.


    Was aber passiert, wenn man, wie es aussieht, den Mittelstand fördert?
    Der Mehrverdienst ermöglicht es den Mittelständlern und Unternehmern, Häuser zu bauen, zu renovieren - was langfristige Arbeitsplätze schafft - , hochwertige Produkte zu kaufen, für die höherqualifizierte Arbeitskräfte benötigt werden.
    Außerdem bringt es den langersehnten Anreiz für diejenigen, die das Zeug dazu haben, sich wieder anzustrengen, weil durch größere Anstrengung auch ein Höherer Verdienst und die Möglichkeit, sich selbständig zu machen, in Aussicht gestellt wird.

    Nicht zu vergessen, dass durch die neuen Gesetze auch Familien gefördert werden sollen.
    Bis diese neuen Gesetze aber einmal greifen, dauert es eine gewisse Durststrecke lang, die wir zu überwinden haben.

    Freilich wäre es jedem lieber, wenn gerade seine eigene Klientel, zu der er gehört, von einer Steuerreform profitieren würde. Dazu fehlt aber schlicht das Geld.
    Also sollten wir alle mal über unseren Tellerrand schauen, um zu sehen, ob die Wohnung, in der der Teller steht, überhaupt noch zu halten ist.

    Also, erst mal noch ne Weile Griesnockerl essen, danach gibts wieder Fleischklöse

  2. Inaktiver User

    AW: Merkel hat Recht

    Ich will aber keine
    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Fleischklöse
    Ich will lieber einen ordentlichen Kartoffelsalat. Aber:
    "Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus."
    Und Sydney ist die Hauptstadt Australiens, sagte Frau Merkel.

  3. gesperrt

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    AW: Merkel hat Recht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will aber keine Ich will lieber einen ordentlichen Kartoffelsalat. Aber:
    "Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus."
    Und Sydney ist die Hauptstadt Australiens, sagte Frau Merkel.
    Den kannst Du von mir haben. Da bist Du bei mir genau richtig.
    Ich bin der Kartoffelsalat-Meister.
    Fehlt nur noch das Wienerwürstchen.
    Den Senf haben wir ja schon

  4. Inaktiver User

    AW: Merkel hat Recht

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Außerdem bringt es den langersehnten Anreiz für diejenigen, die das Zeug dazu haben, sich wieder anzustrengen, weil durch größere Anstrengung auch ein Höherer Verdienst und die Möglichkeit, sich selbständig zu machen, in Aussicht gestellt wird.
    Streuner, wie sind Sie denn zur Zeit drauf ? Der neoliberale Neusprechkram scheint infektionöser zu sein, als Schweinegrippe. Die "das Zeug haben" hängen seit Langem im struggle of life fest, "strengen sich an" - da geht nicht mehr viel. Schauen, hören und lesen Sie sich doch um, wie das auf`s Gemüt, Umgang und Sozialisation schlägt. Alkoholmißbrauch, Psychopharmaka, Burnouts, Mobbing, Depressionen sind grassierend. Wer Arbeit hat, kuscht, fährt Rad, macht u.U. Betrug mit und läßt sich Dinge gefallen, die normalerweise undenkbar sind - im diffusen Gefühl einer Hoffnung, das würde etwas bringen. Die Realität sieht dann so aus, daß dieses "Wohlverhalten" gar nichts bringt, wenn "Sachzwänge" auftreten.

    Es handelt sich um eine sich selbst kannibalisierende "Mitte" - selbst einem Gaul, dem man die Mohrrübe vorsetzt, wird irgendwann einleuchten daß er veralbert wird. Ich glaube nicht ernsthaft, daß ein paar € mehr hier, 3% da weniger Steuern das große Aufatmen brächten. Das ist ein großangelegtes Täuschungsmanöver - und es wird offenbar eifrig geglaubt, bei abem Bein wäre ein Pflasterchen gut. Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben: Wasser auf´s Feld ist ja gut, aber ohne Sonne und Düngung wird aus einer Pflanze höchstens ein Kümmerling.

    Die Rahmenbedingungen sind es, welche völlig aus der Balance geraten sind. Hatte gestern eine gute Diskussion, ob und inwiefern es "normal" ist, woher es rührt, daß sich in derartigem Umfang und großer Prägnanz ein Teil der "Jugend" höchst verhaltensauffällig zeigt. Offenbar setzen sie -politisch recht unkorrekt, aber deshalb umso unverschleierter- das um, was ihnen rund um die Uhr vorgelebt wird. Sie kopieren recht anschaulich, katalysieren dies Gemenge und nehmen die gesellschaftliche Entwicklung vorweg. Ich finde, diesen Indikator sollte man äußerst ernst nehmen.

    Übrigens halte ich von der "Aussicht", sich selbständig zu machen, nur wenig und dieses Mittel (im größeren Stil) für ungeeignet. Die "Jubelmeldungen" zum steigenden Umfang von Unternehmensgründungen zeigen lediglich 2 Dinge: 1. Täuschen sie darüber hinweg, daß eine weitaus höhere Zahl (Tendenz stark steigend - "Selbständigkeit" scheint also keineswegs "Garant" für irgendwas zu sein) Pleiten gegenüber steht und 2. ist das oftmals die Form des "last exit", wo noch Motivation vorhanden ist, aber Möglichkeiten eines Arbeitsplatzes fehlen. Das Phänomen und die Stimulation dessen (Gründungen) sind Instrumente der politisch-wirtschaftlichen Verantwortungsabwälzung.

  5. gesperrt

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    AW: Merkel hat Recht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Streuner, wie sind Sie denn zur Zeit drauf ? Der neoliberale Neusprechkram scheint infektionöser zu sein, als Schweinegrippe. Die "das Zeug haben" hängen seit Langem im struggle of life fest, "strengen sich an" - da geht nicht mehr viel. Schauen, hören und lesen Sie sich doch um, wie das auf`s Gemüt, Umgang und Sozialisation schlägt. Alkoholmißbrauch, Psychopharmaka, Burnouts, Mobbing, Depressionen sind grassierend. Wer Arbeit hat, kuscht, fährt Rad, macht u.U. Betrug mit und läßt sich Dinge gefallen, die normalerweise undenkbar sind - im diffusen Gefühl einer Hoffnung, das würde etwas bringen. Die Realität sieht dann so aus, daß dieses "Wohlverhalten" gar nichts bringt, wenn "Sachzwänge" auftreten.

    Es handelt sich um eine sich selbst kannibalisierende "Mitte" - selbst einem Gaul, dem man die Mohrrübe vorsetzt, wird irgendwann einleuchten daß er veralbert wird. Ich glaube nicht ernsthaft, daß ein paar € mehr hier, 3% da weniger Steuern das große Aufatmen brächten. Das ist ein großangelegtes Täuschungsmanöver - und es wird offenbar eifrig geglaubt, bei abem Bein wäre ein Pflasterchen gut. Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben: Wasser auf´s Feld ist ja gut, aber ohne Sonne und Düngung wird aus einer Pflanze höchstens ein Kümmerling.

    Die Rahmenbedingungen sind es, welche völlig aus der Balance geraten sind. Hatte gestern eine gute Diskussion, ob und inwiefern es "normal" ist, woher es rührt, daß sich in derartigem Umfang und großer Prägnanz ein Teil der "Jugend" höchst verhaltensauffällig zeigt. Offenbar setzen sie -politisch recht unkorrekt, aber deshalb umso unverschleierter- das um, was ihnen rund um die Uhr vorgelebt wird. Sie kopieren recht anschaulich, katalysieren dies Gemenge und nehmen die gesellschaftliche Entwicklung vorweg. Ich finde, diesen Indikator sollte man äußerst ernst nehmen.

    Übrigens halte ich von der "Aussicht", sich selbständig zu machen, nur wenig und dieses Mittel (im größeren Stil) für ungeeignet. Die "Jubelmeldungen" zum steigenden Umfang von Unternehmensgründungen zeigen lediglich 2 Dinge: 1. Täuschen sie darüber hinweg, daß eine weitaus höhere Zahl (Tendenz stark steigend - "Selbständigkeit" scheint also keineswegs "Garant" für irgendwas zu sein) Pleiten gegenüber steht und 2. ist das oftmals die Form des "last exit", wo noch Motivation vorhanden ist, aber Möglichkeiten eines Arbeitsplatzes fehlen. Das Phänomen und die Stimulation dessen (Gründungen) sind Instrumente der politisch-wirtschaftlichen Verantwortungsabwälzung.
    Irgendwelche Vorschläge, wie es besser gemacht werden sollte, anstatt nur (wenn möglicherweise auch berechtigter) Kritik?
    Wäre wirklich gespannt darauf.

  6. Inaktiver User

    AW: Merkel hat Recht

    Mir wäre lieber, nur darzulegen, was so bleiben kann. Die Liste wäre kürzer

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