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Thema: UNO

  1. Inaktiver User

    UNO

    Was haltet ihr von den Vereinten Nationen?
    Weltweit ist seit 45 kein Stein auf dem anderen geblieben, aber die UNO werkt nach alten Mustern.
    Von einer ihrer wichtigsten Zielsetzungen, "Sicherung des Weltfriedens", ist die Organisation weit entfernt.

  2. Inaktiver User

    AW: UNO

    Ich denke schon, dass die UN durch ihre Existenz und die Grundsätze ihrer Charta viele Konflikte vermieden hat, die ohne eine übergeordnete Instanz ausgebrochen wären oder sich ausgebreitet hätten.

    Natürlich würde man sich mehr Erfolg wünschen, aber auch die UNO wie sie jetzt existiert ist viel besser als wenn es sie gar nicht gäbe!

  3. User Info Menu

    AW: UNO

    ich denke, die UNO hat seit über 60 Jahren das geleistet, was sie sich vorgenommen hat. So verheerende Kriege wie im letzten Jahrhundert mit weit mehr als 100 Millionen Toten haben nicht mehr stattgefunden.
    Lediglich Stellvertreterkriege, die aber immer regional begrenzt blieben.
    Und wir verdanken der UNO, dass Hilfsorganisationen dort arbeiten können, wo es am nötigsten ist.

    Seit ihrer Gründung konnten die UN mehrere beachtliche Erfolge erzielen, unter anderem:

    - sie wirkten bei der Gründung des Staates Israel 1947 bis 1949 mit
    - sie entschärften die Berlinkrise 1948–1949
    - sie entschärften die Kubakrise 1962
    - sie entschärften die Nahostkrise 1973
    - sie wirkten in Rhodesien 1976 auf die Einführung des Wahlrechts für Schwarze hin
    - Beendigung des Krieges zwischen dem Irak und Iran 1988

    Sie sicherten direkt den Frieden z. B. in

    Kambodscha 1993
    Mosambik 1994
    Angola 1995
    Guatemala 1996
    Zypern.

    Viele Ziele haben die Vereinten Nationen bereits erreicht:

    Ausarbeitung der Menschenrechte 1948
    Ausrottung oder Eindämmung von Krankheiten (Pocken)
    Das Welternährungsprogramm der UN stellt jährlich mehr als die Hälfte der weltweit geleisteten Nahrungsmittelhilfe bereit.
    Sie sorgen für Schutz von Flüchtlingen (UNHCR).
    Sie bilden Minensucher aus. (Z. B. gibt es in Afghanistan zehn Millionen verlegte Minen.)
    70 Prozent der Aktivitäten der UN erstrecken sich auf die Bereiche Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe.
    Die Tätigkeitsfelder liegen damit hauptsächlich bei der Friedenssicherung, Menschenrechtspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.

    entnommen aus WIKI

    ich finde das eine beachtliche Leistung.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Inaktiver User

    AW: UNO

    Israels UNO-Gründungsmythos hält sich ungebrochen, obwohl einer der grössten und bis heute nachwirkenden Fehler war, die arabische Bevölkerung des geteilten Westpalästinas nicht in die Entscheidung einzubinden und der jüdischen Bevölkerung die Zustimmung dazu abzuringen, da die Furcht letzerer vor einer neuerlichen Verfolgung grösser als der Wunsch, weiter zu verhandeln, war.

    Welchen Nutzen hatte die UNO in der Berlin-Krise?
    Mit der sogenannten Beendigung (die dadurch herbeigeführt wurde, dass die Sowjetunion ihr Ziel der Rücknahme der Währungsreform nicht erreichte) wurde eindeutig die Teilung in West- und Ostberlin zementiert.

    An der Beendigung der Kuba-Krise hatte die UNO nur marginalen Anteil.
    Es wirkte diplomatisch auch die OAS mit, weiters waren Kennedy und Chruschtschow bzw. deren Beraterstab so vernünftig, zu wissen, dass weder eine Besetzung Kubas noch ein atomarer Angriff auf die USA Sieger hervorbringen würde (gruselig übrigens, wie klar hier wird, dass das Leben von Milliarden Menschen von der Eitelkeit weniger abhängt).

    Der Frieden in Kambodscha kam spät und wurde teuer erkauft.

    Ganz zu schweigen von Nigeria/Biafra in den 60er Jahren, Ruanda, der lächerlichen Rolle der Uno-Soldaten in Bosnien, wo sie als Geiseln genommen und nach ihrer Freilassung dem Kriegsverbrecher Mladic freudig die Hand schüttelten, u.a. mehr.

    Ich will der UNO nicht gewisse Meriten absprechen, es stellt sich nur die Frage, ob in Zeiten der Globalisierung, des Fallens von Staatsgrenzen zugunsten grösserer Zusammenschlüsse bzw. der Zusammenschlüsse von Interessensgebieten, der Koloss nicht grundlegend umgebaut gehörte. So z.B., dass nicht Staaten wie die USA aufgrund ihrer Grösse und ihres Geldflusses (der zuweilen erheblich stockt) derart gewichtig mitzureden haben, sondern Bevölkerungsgruppen aus den USA und z.B. Afrika, die unter gleichen Bedingungen (Monokultur, Bodenausbeutung, u.a.) leiden.

    Tragisch, das will ich noch anmerken, ist, dass eine Organisation mit beinahe 200 Mitgliedsstaaten für "den Schutz von Flüchtlingen" sorgt, anstatt für die Entwaffnung oder besser Nichtbewaffnung jener, die die Flüchtlingsströme verursachen.
    Das wäre endlich eine Aufgabe, einfach die Rüstungsindustrie zu minimalisieren; jedoch ist diese Aufgabe zum Scheitern verurteilt, weil eine Reihe von Mitgliedsstaaten am Waffenhandel verdient, womit wiederum von Interesse wäre, den Menschen Stimmrecht zu verleihen, die unter Kriegen leiden, das wären sicherlich mehr als jene, die Panzerfäuste und Granaten liefern.
    Geändert von Inaktiver User (28.10.2009 um 19:37 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: UNO

    Also, ich finde die VN gut und wichtig, wie viele andere auch.

  6. Inaktiver User

    AW: UNO

    Also, ich finde die VN gut und wichtig, wie viele andere auch.
    Weshalb? Weil es sie schon lange gibt?

  7. User Info Menu

    AW: UNO

    Israels UNO-Gründungsmythos hält sich ungebrochen, obwohl einer der grössten und bis heute nachwirkenden Fehler war, die arabische Bevölkerung des geteilten Westpalästinas nicht in die Entscheidung einzubinden und der jüdischen Bevölkerung die Zustimmung dazu abzuringen, da die Furcht letzerer vor einer neuerlichen Verfolgung grösser als der Wunsch, weiter zu verhandeln, war.
    es wäre nach dem Teilungsmodell die Sache der arabischen Bevölkerung gewesen ihren Teil zu einer eigenen Staatgründung zu nutzen. Sie verließen sich aber lieber auf die Versprechen der Anrainer, die die Juden schon ins Meer treiben würden.

    Auch Deine weiteren Argumente zeigen Fehler auf, aber hätte man damals, also zu den jeweiligen Entscheidungspunkten anders oder besser handeln können? Genauer gefragt, hättest Du es damals besser gewußt? Ich zumindest nicht.

    Die allgemeine Entwaffnung ist nicht Aufgabe der UNO, das kann nur und ausschließlich in Verhandlungen zwischen den Staaten stattfinden. Immerhin ist die UNO auch involviert gewesen, als Indien und Pakistan dreimal kurz vor Atomschlägen standen. Auf die USA schimpfen kann jeder, aber ihr allerschlimmsten und dämlichster Präsident Bush ist zum Glück Geschichte. Aber der USA haben wir zu verdanken, dass der Atomkrieg auf dem indischen Subkontinent nicht losgegangen ist.

    Die UNO diskutiert in der Tat einen Umbau. Das wichtigste Instrument Sicherheitsrat ist schon vergrößert. Aber wie will man Mehrheiten schaffen, wenn man nicht 100 kleinen Ländern die Mitsprache verweigern will.
    Klar die großen mächtigen (auch militärisch mächtigen Nationen) haben ein gewaltiges Gewicht. Ich fände es aber nicht gut, wenn z.B. die Marshallinseln mit ihren 63.000 Einwohner überhaupt nichts mehr in der UNO sagen dürften.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: UNO

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weshalb? Weil es sie schon lange gibt?
    Wieso soll ich das beantworten ? Das interessiert dich doch nicht wirklich.
    Wenn ich die Gründe aufschreiben würde, würdest du sie doch nur negieren.

    In Wirklichkeit geht es dir doch gar nicht darum wissen zu wollen, wie andere oder ich sie finden.

    Dein vorletzter post zeigt deutlich, daß du in Wirklichkeit nur einen Aufhänger suchst um gegen die VN wettern.
    Das ist in Ordnung, aber dann schreib' das doch auch einfach so.

    Aber nimm hin, daß ich mich auf dein Spiel nicht einlasse.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend.

  9. Inaktiver User

    AW: UNO

    Dein vorletzter post zeigt deutlich, daß du in Wirklichkeit nur einen Aufhänger suchst um gegen die VN wettern.
    Das ist in Ordnung, aber dann schreib' das doch auch einfach so.
    *lach* Nein, ich will nicht gegen die UNO "wettern" (so etwas mache ich höchstens, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin und ausser einem treuen und nachsichtigen Blick nichts erwarte), sondern meine Gedanken anbringen und möglichst fundierte Gegenargumente (oder natürlich auch eine gewisse Zustimmung *freu*) lesen.

  10. Inaktiver User

    AW: UNO

    Auch Deine weiteren Argumente zeigen Fehler auf, aber hätte man damals, also zu den jeweiligen Entscheidungspunkten anders oder besser handeln können? Genauer gefragt, hättest Du es damals besser gewußt? Ich zumindest nicht.
    Vielleicht, vielleicht auch nicht.
    Aber darum geht es mir nicht, sondern vielmehr darum, die Fehler herauszufiltern und neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
    Natürlich können UNO-Beamte nicht in irgendwelchen Waffenlagern auftauchen (weshalb eigentlich nicht?) und die Waffen beschlagnahmen, aber die Organisation wäre aufgrund ihrer Statuten durchaus dazu in der Lage, auf die Staaten einzuwirken, die Waffen in grossen Mengen produzieren und vertreiben.

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