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  1. Inaktiver User

    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von frank60
    Auch damals wurde die Krise von 29 bis 30 kleingeredet und die Börsen stiegen, unter Zuhilfenahme der Zentralbanken und Banken, um genau 60%.
    Vorhin hab ich das philosophische Quartett gesehen - unter anderem mit einigen interessanten Thesen. In dem Zusammenhang kam mir ein Gedanke, der sich aus der Finanzblase (Immo-Markt) herleitet bzw. dürfte das Prinzip auch da anwendbar sein. Weiß nicht, wie das zu bewerten ist:

    Meine Meinung ist (deckt sich mit Ihrer/ der Beobachtung aus 29), daß wir eine für die Normalbevölkerung weitaus bedeutsamere und gleichzeitig reale Blase immer noch haben. Die der überbewerteten Wirtschafts- und Unternehmenskräfte. Seien sie anhand von Spekulation (Übernahmen, Wertpapiere) zu Stande gekommen oder aus der simplen Tatsache, daß viel davon aufgrund Verschuldung (Werttaxierung: Meist Daten vor der "Krise") lief und zunehmend läuft - aber eine Neubewertung eigentlich noch aussteht. Aussteht deshalb, weil Vieles noch gar nicht real eingepreist ist (KA-Geld, wirtschaftliche Daten mittelfristig, Auftrags- und Umsatzvolumen, überhitzte Preise, gleichzeitig spekulativ getriebene Rohstoffpreise etc). Derzeit hängt sehr viel am Prinzip Hoffnung - aber ob sich die erfüllen wird? Unter den gegebenen Umständen wohl nicht.

    Da wird sich auch noch einiges tun. Erleben wir ja schon - aber wie groß letztlich der Umfang sein wird, ist sehr spannend. Ich fürchte, das wird sehr unangenehm werden.

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    @Blautanne
    Das du auch nur ansatzweise eine realistische Vorstellung davon hast, wie ein Unternehmen geführt wird und geschweige, wie es geführt werden muss um nicht nur zur Überleben sondern auch erfolgreich zu ein, das darf ernsthaft bezweifelt werden.

    Der beste Lotse steht immer an der Wasserkante.

    Vergangen Woche wurde ich von einem größeren Unternehmen zu einem Gespräch gebeten.
    Dieses Unternehmen beschäftigt einen größeren Wettbewerber von mir als Subunternehmer.
    Ich schielte schon lange auf diese Aufträge, entsprechend gespannt war ich auf das Gespräch.

    Ich geb zu, ich ahnte etwas, die Gerüchteküche brodelte schon länger und wo Rauch ist muss auch irgendwo ein Feuer sein.
    Ich wurde nach längerem „Beschnuppern“ gefragt, ob ich ein paar größere Aufträge mit Abarbeiten könnte, man hätte den Verdacht, dass ein Subunternehmer in „Schwierigkeiten“ wäre, da sollen wohl Löhne „draußen hängen“ und man hat nun Zweifel darüber, ob er in der Lage ist finanzielle Anlauffinanzierungen vorzunehmen und den Auftrag fristgemäß durchzuziehen.
    Um es kurz zu machen, in der Tat hing er mit den Löhnen „hinten dran“ und die Leute haben bei Kunden entsprechend verärgert kommuniziert und dem Hauptauftraggeber ist es zu Ohren gekommen, das war es dann endgültig für diese Firma, sie haben genau an diesem Punkt ihren pünktlich zahlenden und größten Auftraggeber verloren.
    Soviel zum Thema, der AN hat das Recht über alles und mit jedem Depp über Firmeninternes zu reden, egal ob es ihn angeht oder nicht.
    Es erstaunt mich schon, dass AN so kurz denken aber was ich hier so lese bestätigt es.

  3. Inaktiver User

    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen

    Ich geb zu, ich ahnte etwas, die Gerüchteküche brodelte schon länger und wo Rauch ist muss auch irgendwo ein Feuer sein.
    Ich wurde nach längerem „Beschnuppern“ gefragt, ob ich ein paar größere Aufträge mit Abarbeiten könnte, man hätte den Verdacht, dass ein Subunternehmer in „Schwierigkeiten“ wäre, da sollen wohl Löhne „draußen hängen“ und man hat nun Zweifel darüber, ob er in der Lage ist finanzielle Anlauffinanzierungen vorzunehmen und den Auftrag fristgemäß durchzuziehen.
    Diese Firma redet also mit Dir über interne Geschäfts- und Kundenbeziehungen. Ist Dir das recht? Denn wer weiß, was sie dann mal über Deine Firma gesagt wird.

    Die alte Firma meines Onkels hat Insolvenzverschleppung betrieben, anders kann man es nicht nennen, und die Löhne erst mit 3 Monaten Verspätung ausgezahlt bei angeblich vollen Auftragsbüchern.
    Und das hat sich dann natürlich irgendwann auch herumgesprochen. Von einem Betriebsgeheimnis kann man also nicht mehr reden.

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Firma redet also mit Dir über interne Geschäfts- und Kundenbeziehungen. Ist Dir das recht? Denn wer weiß, was sie dann mal über Deine Firma gesagt wird.

    Die alte Firma meines Onkels hat Insolvenzverschleppung betrieben, anders kann man es nicht nennen, und die Löhne erst mit 3 Monaten Verspätung ausgezahlt bei angeblich vollen Auftragsbüchern.
    Und das hat sich dann natürlich irgendwann auch herumgesprochen. Von einem Betriebsgeheimnis kann man also nicht mehr reden.
    Nein sie haben nicht über „DEN“ Unternehmer sondern über „EINEN“ ihrer Subunternehmer gesprochen und das waren nur Anspielungen am Rande, es gab Wichtigeres.
    Sie haben den Verdacht, dass …………….
    Laufende Aufträge hatte er ja noch und er bekommt auch „überschaubare“ Aufträge.

    Allerdings muss man schon über erhebliche Wahrnehmungsdefizite und Wirklichkeitsverdrängung verfügen, wenn man glaubt, dass solch ein negatives Gerede nicht zu Konsequenzen seitens von Auftraggebern führt.

    Ach ja, ab welchen Zeitpunkt beginnt die Insolvenzverschleppung?

  5. VIP

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Soviel zum Thema, der AN hat das Recht über alles und mit jedem Depp über Firmeninternes zu reden, egal ob es ihn angeht oder nicht.
    Der AN hat sicherlich nicht das Recht, über "alles" mit "jedem" zu reden. Aber das musst Du dann schon klar kommunizieren und ggf. Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben lassen.

    Du wirst nicht verhindern können, dass AN über ihre persönlichen Probleme sprechen.

    Wenn sie z.B. Kurzarbeit haben, sieht die Nachbarschaft, dass Herr Müller zuhause ist, statt wie üblich zur Arbeit zu gehen.

    Wenn Herr Müller Überstunden leistet und täglich viel später heimkommt, private Verabredungen deswegen absagen muss, fällt das auch auf.

    Wenn er seit Monaten auf seinen Lohn wartet, wird er ggf. seinen Vermieter etc. informieren müssen... oder sich nach einem neuen Job umsehen....

    ... und - zack - sind die Schwierigkeiten des AG bekannt und in aller Munde.

    Du kommst mir manchmal vor wie ein Möchtegern-Krupp.

    Krupp hat auch (oh wie sozial...) ganze Stadtteile für seine Arbeitnehmerschaft gebaut. Damit sie hübsch unter sich blieben... möglichst wenig Kontakt zur restlichen Bevölkerung hatten... keinen "Einflüssen" unterliegen... und nichts ausplaudern... hat aber letztlich auch nix genützt.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Der AN hat sicherlich nicht das Recht, über "alles" mit "jedem" zu reden. Aber das musst Du dann schon klar kommunizieren und ggf. Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben lassen.

    Du wirst nicht verhindern können, dass AN über ihre persönlichen Probleme sprechen.

    Wenn sie z.B. Kurzarbeit haben, sieht die Nachbarschaft, dass Herr Müller zuhause ist, statt wie üblich zur Arbeit zu gehen.

    Wenn Herr Müller Überstunden leistet und täglich viel später heimkommt, private Verabredungen deswegen absagen muss, fällt das auch auf.

    Wenn er seit Monaten auf seinen Lohn wartet, wird er ggf. seinen Vermieter etc. informieren müssen... oder sich nach einem neuen Job umsehen....

    ... und - zack - sind die Schwierigkeiten des AG bekannt und in aller Munde.

    Du kommst mir manchmal vor wie ein Möchtegern-Krupp.

    Krupp hat auch (oh wie sozial...) ganze Stadtteile für seine Arbeitnehmerschaft gebaut. Damit sie hübsch unter sich blieben... möglichst wenig Kontakt zur restlichen Bevölkerung hatten... keinen "Einflüssen" unterliegen... und nichts ausplaudern... hat aber letztlich auch nix genützt.
    Merkwürdige Denkansätze.
    In jedem primitiven Standarddruck als Arbeitsvertrag ist eine Geheimhaltungsklausel drin.
    Schon schlimm genug, dass man einem AN klar machen muss, dass er über seinen AG nicht schlecht zu reden hat.
    Und wenn er ihn dann so schlecht findet steht es ihm jederzeit frei sich einen neuen zu suchen.
    Aber das ist ja in D gang und gäbe, der AG hat sich alles gefallen zu lassen während der AN in abträglichster Art und Weise über seine Arbeit sanktionsfrei herziehen kann.
    Macht ihr das zu hause auch so untereinander?
    Woher weiß der AN eigentlich, dass es, wie bei einem Schreiber, „Insolvenzverschleppung“ ist oder es der Firma schlecht geht?
    Das sind in den meisten Fällen nur Mutmaßungen und Verdächtigungen.

    Zu Krupp, lässt er seine Angestellten im Zelt wohnen ist er ein böser Kapitalist, baut er Wohnungen will er sie wie Sklaven halten.
    Und welchen Zweck verfolgten die Anderen, wie die Deutsche Bahn usw. mit ihren Betriebswohnungen?
    In welcher Welt lebt Ihr eigentlich?
    Beschäftige dich lieber richtig mit der Geschichte.

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    >Und wenn er ihn dann so schlecht findet steht es ihm jederzeit frei sich einen neuen zu suchen.

    . . . oder sich selbststaendig zu machen. aber da muss man halt erst mal verzichten und sparen.

    ich bin demanechst 20 jahre selbststaendig und habe bisher nie mehr als 2 wochen urlaub am stueck gemacht.
    das hole ich jetzt ueber weihnachten mit einem 3-woechigen urlaub nach. . . *freu*
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. VIP

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Mein lieber Frank,

    wie DEINE Geheimhaltungsklauseln aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis.

    In MEINER ist ganz klar definiert, worüber ich zu schweigen habe, zum Beispiel über die Höhe meiner Vergütung, über die Geschäftsvorgänge/Kunden meines Bereich, über Vertragsinhalte, Preise etc.
    Andere Geheimhaltungsvereinbarungen z.B. für Mitarbeiter anderer Bereiche mit anderen Kenntnissen werden auch andere Punkte enthalten.

    Aber vielleicht sind die Mitarbeiter meiner Firma nur dusseliger als Deine, so dass wir so konkrete Vorgaben brauchen.

    Schon schlimm genug, dass man einem AN klar machen muss, dass er über seinen AG nicht schlecht zu reden hat.
    Ich darf aber meinen Nachbarn erzählen, dass ich Kurzarbeit habe (wenn ich sie hätte, denn wenn "mein" Betrieb betroffen wäre, stünde es eh in der Tageszeitung), wie viel oder wenig Urlaub mir zusteht, ob ich Überstunden machen muss oder nicht.

    Daran ist nun wirklich nichts Geheimnisvolles oder "schlecht reden".

    Dass auch solche - in der Region meist eh allgemein bekannte - Informationen Rückschlüsse auf die Lage des Betriebes zulassen, ist nicht das Problem des AN.
    Oft kommen ja auch noch Zahlungs - oder Lieferschwierigkeiten dazu - die werden dann von ganz anderen ausgeplaudert. Nämlich von den Lieferanten und Kunden. Wie in Deinem obigen Beispiel.

    Was willst Du dagegen tun, wenn der Betrieb, der so über seinen Sub und Deinen Konkurrenten plaudert, das morgen über Dich tut?

    Zu Krupp, lässt er seine Angestellten im Zelt wohnen ist er ein böser Kapitalist, baut er Wohnungen will er sie wie Sklaven halten.
    Über die Geschichte von Krupp inkl. den Kruppschen Siedlungen, Krankenhäusern, Konsum etc. und den Motiven für deren Errichtung musst DU mir gar nichts erzählen und ich sitze auch nicht läppischen Fernsehfilmchen mit Iris Berben auf.

    In meiner Region gehört das mit zur Heimatkunde und bei vielen sogar zur Familiengeschichte.

    Dass der ehemals patriarchisch geführte Betrieb inzwischen längst in einen montan-mitbestimmten Konzern aufgegangen ist, dürftest aber selbst Du inzwischen mitbekommen haben. Du kannst die Polemik also wieder einpacken - sie verpufft wirkungslos.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  9. Inaktiver User

    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Merkwürdige Denkansätze.
    In jedem primitiven Standarddruck als Arbeitsvertrag ist eine Geheimhaltungsklausel drin.
    Schon schlimm genug, dass man einem AN klar machen muss, dass er über seinen AG nicht schlecht zu reden hat.
    Ja nix! Es geht hier nicht um "schlecht reden" und Geheimhaltung hat da auch nichts verloren. Kurzarbeit ist Kurzarbeit und als Kommunistensozi behaupte ich mal: Wenn ein Unternehmen von der öffentlichen Hand bezahlt Kurzarbeitergeld bezieht, hat das im Gegenteil gar nichts mit Geheimhaltung zu tun. Der Vorgang ist sogar von öffentlichem Interesse - sonst werden auch da Summen verkungelt.

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    AW: passt weihnachtsgeld zur konjunkturlage?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja nix! Es geht hier nicht um "schlecht reden" und Geheimhaltung hat da auch nichts verloren. Kurzarbeit ist Kurzarbeit und als Kommunistensozi behaupte ich mal: Wenn ein Unternehmen von der öffentlichen Hand bezahlt Kurzarbeitergeld bezieht, hat das im Gegenteil gar nichts mit Geheimhaltung zu tun. Der Vorgang ist sogar von öffentlichem Interesse - sonst werden auch da Summen verkungelt.
    Es wird immer merkwürdiger hier unter euch Unternehmerprofis.
    Wer bekommt das Kurzarbeitergeld? Nicht der Chef, der AN und es ist für den AN, im Übrigen ist das eine sehr teure Angelegenheit, der Unternehmer muss nämlich aus den Rücklagen zuzahlen.
    Es ist für den Unternehmer, kurzfristig, ein Verlustgeschäft, langfristig spart er, im Fall des Aufschwunges, die Neueinstellung mit allen Kosten.

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