Ja genau, es bleibt vielen nur die Resignation mit der Folge der bekannten Vorurteile.
Ich ziehe vor jeder Familie den Hut, die es schafft in dieser Situation mit vielen Entbehrungen, ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.Dies geschieht immer indem die Eltern sich in totalem Verzicht üben zum Wohle der Kinder. Wenn sie es dann noch schaffen den Kindern, trotz der wirdrigen Ümstände ein gesundes Selbstbewußtsein mitzugeben, verdienen sie eigentlich einen Orden und keine Häme.
LG
ideih
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12.02.2010, 22:44Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
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12.02.2010, 22:47
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12.02.2010, 22:50Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
wenn du zur Wende 26 warst, bin ich nur ein Jahr älter als du. Auch ich hab meine Ausbildungen im Osten gemacht und konnte sie an die Wand nageln. Beide Berufe gibts heut nicht mehr. Ich hab zwar jede Menge Berufserfahrung und auch einige Fortbildungen, aber das reicht heute nicht mehr. Zur Zeit versuch ich grad das Arbeitsamt zu überzeugen, dass man mir noch mal eine Umschulung bewilligt, dann wären die Vermittlungschancen auch wieder gut. Ich darf zur Zeit nämlich Flugzeuge bauen, aber nicht reparieren. Da braucht man wieder einen besonderen Schein. Und soviel Kohle, dass ich das selbst finanzieren kann haben wir nicht. Aber da ich nur noch 19 Jahre bis zur Rente(mit 67) habe ist man der Meinung, es lohne sich nicht mehr und ich hätte ja einen Mann, der mich ernährt.
Bei Aldi hat man mich übrigens nicht genommen. Auch nicht bei Schlecker, Kaisers, Rossmann, Kaufland, netto, Plus, Rewe, Edeka, IKEA, Bauhaus, OBI, Hornbach, Toom, Hellweg, Praktiker und was es da sonst noch alles gibt. Auch bei McDonald nicht. Und bei den ca. 200 Industriebetrieben, die es in Berlin noch gibt auch nicht.
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12.02.2010, 22:50Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
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12.02.2010, 22:55Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Auch mit Job hat sie verloren, denn wenn sie nicht genug verdient, ist sie mit ihrer Familie weiter auf aufstockende Leistung angewiesen. Sie hat dann zwar den Status für die Familie zu arbeiten, aber finanziell ändert sich nichts.
Das Kindergeld wird weiter als Einkommen angerechnet, die Kinder können Geld ,welches sie in einem Ferienjob verdienen nur bis 100 Euro behalten, die Wohnungsgröße ist vorgegben, die Miertkosten usw. Also immer noch Teufelskreis und Bevormundung.So etwas nenne ich nunmal Sippenhaft. Bei Akademikern mit entsprechendem Verdienst mag es anders aussehen.
ideih
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12.02.2010, 23:04Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ich möchte hier nur zum Ausdruck bringen, dass jede Familie, die Hartz IV bezieht eben ihre eigene Geschichte und Problematik hat. Es gibt sicher die Form von Null-Bock und Faulheit, aber ein Großteil der über 50-jährigen hat nunmal keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt egal ob Mann oder Frau. Und da kann man auch seitens der Politik nichts schönreden, wie es so gerne getan wird. Die Realität ist eine andere.
Das ist halt ein Teufelskreis aus dem wenige wieder herausfinden.
ideih
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12.02.2010, 23:05
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Mein Kind ging in die Krippe, ich habe erst mit 4 Stunden arbeiten täglich anfangen können und komischer Weise gleich einen Arbeitgeber gefunden, der mich einstellte. Meine Arbeitszeit war damals von 9.30-13.30 Uhr optimal und mit der U-Bahn war ich schwup die wupp in der Krippe und meistens hat die Kleine dann ja noch ihren Mittagsschlaf gehalten, so dass Mama da war, als sie wach wurde.
Mein ursprünglicher Arbeitgeber, während des Erziehungsurlaubes, bot mir in dieser Zeit keine Teilzeit-Tätigkeit an, so dass ich mir halt nen neuen AG für die Zeit des Erziehungsurlaubes suchte. Der blieb dann auch nach dem Erziehungsurlaub und der alte AG war froh mich los zu sein und zahlte noch Abfindung. Wenn mein Kind krank war, was 1 oder 2 im Jahr vorkam, sprang meine Mutter ein. Damals war sie gut drauf und hat mich in dieser Hinsicht sehr gut unterstützt, was ich ihr hoch anrechne.
Einen Krippen-Platz bzw. Kita-Platz in Berlin zu bekommen, war für mich kein Problem. Ich bekam einen Platz 5 min von meiner Wohnung und habe später sogar noch in eine bessere Kita wechseln können.
Bezahlt habe ich aufgrund meines geringen Einkommens (auf H4 Niveau) damals 30,00 Euro für 5 Stunden und bis zum Schluss, das war dann der Hort, nicht mal 50,00 Euro. Ich liebe mein Berlin
Und, ich weis selber, wie wenig H4 Einkommen bedeutet. Gerade wenn man noch Windeln braucht und die Kleinen ständig wachsen. Aber ich bin mit dem Geld gut, aber bescheiden um die Runden gekommen und habe lange gute, teilweise fast nageneue gebrauchte Kinderkleidung gekauft. Da ich auch aus bescheidenen Verhältnissen komme, war wenig Geld für mich nie ein Problem. Von daher habe ich keine Angst vor der Zukunft.
Ich habe viele Eltern kennengelernt, die auch mehrere Kinder haben und wo die Frau auch relativ schnell wieder nach der Geburt in den Beruf eingestiegen ist. Aber ich muss dazu sagen, dass es relativ hoch qualifizierte Eltern waren. Ich habe nur 1 oder 2 Mütter kennengelernt, auch später in der Grundschule oder jetzt auf dem Gym, die nach der Geburt zu Hause geblieben sind und ihre Berufstätigkeit komplett aufgegeben haben. Die hatten auch in der Regel kein Studium oder so abgeschlossen. Scheint mehr in den alten Bundesländern, vor allen Dingen im südlichen Bereich "Mode" zu sein, dass Frau zu Hause bleibt, wenn ein Kind da ist. In Berlin kenne ich das kaum.
Die H4 Menschen die ich durch meine nun langjährige berufliche Situation kennengelernt habe, fehlte es meistens an Disziplin, Organisationsvermögen, stabiler Persönlichkeit, hatten psychische Defizite, Alkoholprobleme oder andere Süchte, aus Esssucht, und oft lag es nicht an der mangelnden Qualifikation, sondern eher an dem Unvermögen, mit dem Leben zurecht zu kommen. Also auch emotionale Reife eines Erwachsenen, mit Stress und Druck umgehen können etc.
Aber hier noch mal ganz klar!!!! Es gibt auch Menschen, die H4 beziehen, die meinem Bild und meinen beruflichen Erfahrungen zum Glück nicht entsprechen.
Wildblume
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12.02.2010, 23:06Inaktiver User
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12.02.2010, 23:08
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12.02.2010, 23:14
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Gut, dann haben wir ja einige klar gestellt
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Meinst du wirklich, wenn du in unserem Alter noch mal ne Umschulung machst, wirklich eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt hast? Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen, aber ich habe entfernt mit dem Jobcenter entfernt zu tun und wünsche dir natürlich, dass du eine Umschulung bekommst, aber ich kenne es, dass es bei Umschulung eine Altersgrenze gibt.
Das du nirgendwo eine Chance bei den div. Läden wie Aldi und Co. erhalten hast, wundert mich schon. Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg bei der weiteren Suche.
Wildblume



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