Nein, der Betrag für Lebensmittel ist für HartzIV-Empfänger deutliche geringer, da sie bei der Tafel zum größten Teil kostenlos Lebensmittel bekommen. Arbeitnehmer müssen alles bezahlen.
Das Kindergeld wird als Einnahme gegengerechnet und vom Grundbedarf wieder abgezogen. In der Summe ergibt sich der Grundbedarf.
Der Hohn am Kindergeld: Wer als Ausbuildungsplatz suchend eingetragen ist, bekommt bis zu seinem 25. Lebenjahr Kindergeld. Dabei ist es unerheblich, ob das "Kind" verheiratet ist und selbst schon vier Kinder hat. Junge Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen bekommen kein Kindergeld mehr, sobald sie das 18. Lebensjahr erreicht haben.
Mir persönlich sind deutlich mehr HartzIV-Empfänger bekannt, die mit ihrer Situation sehr zufrieden sind, als Menschen, die aus ihrer Lage heraus wollen.
Statistiken von mit bekannten ARGEN besagen Ähnliches.
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21.10.2009, 11:45
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
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21.10.2009, 11:54
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Die Betriebskosten habe ich in meinem Beispiel nicht aufgeführt, da diese nicht vom Amt übernommen werden. Vom Amt werden Kosten der Heizung und der Warmwasserbereitung übernommen.
Zudem: es gibt sie, die günstigen Wohnungen. Für die Ermittlung des angemessenen Wohnraums zählen nicht die Anzahl der Räume sondern die Wohnfläche. In meinem Beispiel hat die Wohnung rund 100 m², der Preis pro m² beträgt drei Euro (einfache Ausstattung, Altbau).
Es ist nicht unbedingt eine Frage dessen, was der Mensch für wohnraum zahlen will. sehr oft ist es eine Frage dessen, was gezahlt werden kann.
Ich habe in meinem Beispiel die Kosten für die Fahrten zur arbeit berechnet, die monatlichen Kosten laufen an Tagen, an denen nicht gearbeitet wird, weiter. Somit sind hier die Mehrkosten zu betrachten, die durch den Broterwerb entstehen.
Die verbilligten Monatskarten sind für arbeitnehemr nicht nutzbar. Wer fängt schon nach neun Uhr an zu arbeiten?
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21.10.2009, 11:56Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Das ist klar ungerecht (ausserdem stimmt Deine Rechnung dann nicht) da Kindergeld ansonsten unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt wird.
Bei Studierenden ist es soweit ich weiss ähnlich, sie bekommen Kindergeld länger. Was ist Dein Vorschlag: Willst Du Kindergeld für alle ab 18 abschaffen? Wäre ja ne Massnahme.Der Hohn am Kindergeld: Wer als Ausbuildungsplatz suchend eingetragen ist, bekommt bis zu seinem 25. Lebenjahr Kindergeld. Dabei ist es unerheblich, ob das "Kind" verheiratet ist und selbst schon vier Kinder hat. Junge Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen bekommen kein Kindergeld mehr, sobald sie das 18. Lebensjahr erreicht haben.
Mein Kommentar war etwas OT - bezog sich nicht unbedingt auf Hartz 4 Empfänger. Ich kenne eben viele Frauen, die eben NICHT in Hartz 4 rutschen wollen und daher - in befristeten oder sonstwie unsicheren Arbeitsverhältnissen stecken - keine Kinder bekommen. Das sind andere Typen als die an die Du denkst. Die genau das verhindern wollen weil - und hier ist es doch wieder im Thema - es eben als junge Mutter schwer ist einen Job zu finden. Gerade in jungen Jahren treffen die Menschen heute überdimensional unsichere Arbeitsverhältnisse... Wollen wir mehr Kinder von verantwortungsbewussten Leute? Ich denke schon.Mir persönlich sind deutlich mehr HartzIV-Empfänger bekannt, die mit ihrer Situation sehr zufrieden sind, als Menschen, die aus ihrer Lage heraus wollen..
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21.10.2009, 11:57
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21.10.2009, 12:02Inaktiver User
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21.10.2009, 12:05
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21.10.2009, 12:06
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21.10.2009, 12:10
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Du hast ja eine Vorstellung.... Was man dort bei den Tafeln bekommt, sind teils abgelaufene, nicht mehr verkaufbare Waren. Ein Sammelsurium, aus dem man u.U. keine vernünftige Mahlzeit zusammenkriegt. Die wirklich wichtigen Sachen, wie Milchprodukte, sind selten. Das ist meine Erfahrung. Wie soll ein halber Liter Milch für zwei Kinder eine Woche lang reichen? Dafür 3 Packungen abgelaufene Gänseleberpastete. Nichts gegen die Tafeln, das ist eine tolle Maßnahme, aber so wie Du hier damit argumentierst, ist es nicht richtig.
Ein bis 25-jähriger hat ohne Arbeits-/Ausbildungsplatz keinen Anspruch auf einen eigenen Haushalt, muß also weiterhin bei den Eltern leben. Wenn diese H4 bekommen, also eine Bedarfsgemeinschaft sind, wird das Kindergeld verrechnet.Der Hohn am Kindergeld: Wer als Ausbuildungsplatz suchend eingetragen ist, bekommt bis zu seinem 25. Lebenjahr Kindergeld. Dabei ist es unerheblich, ob das "Kind" verheiratet ist und selbst schon vier Kinder hat. Junge Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen bekommen kein Kindergeld mehr, sobald sie das 18. Lebensjahr erreicht haben.
Komisch, ich kenne keinen einzigen H4-Empfänger, der sich wohl fühlt in seiner Situation. Schon gar nicht, wenn es sich um Einzelpersonen handelt, denen bei Zahlung von Strom und Fahrkarte vielleicht noch 250 Euro zum Leben bleiben.Mir persönlich sind deutlich mehr HartzIV-Empfänger bekannt, die mit ihrer Situation sehr zufrieden sind, als Menschen, die aus ihrer Lage heraus wollen.
Dann stell die Statistiken doch mal ein. Mir ist nicht bekannt, daß die Argen herumgehen und die Hartz-4-Empfänger nach deren Zufriedenheitsstand mit ihrer finanziellen Situation befragen.Statistiken von mit bekannten ARGEN besagen Ähnliches.Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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21.10.2009, 12:11
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ich schrieb es weiter vorne schonmal .... nicht jeder Hartz4 Empfänger möchte sich - oder ist psychisch dazu in der Lage, sich als Almosenempfänger zu outen und sich in der langen Reihe der Bedürftigen anzustellen um sein Care-Paket abzuholen.
Außerdem - und vor allem ist es auch eine Frage der Menschenwürde und es ist eine Frage, was man Menschen in einem Sozialstaat - der wir zumindest mal sein wollten, noch alles zumuten will.
Dass diese Almosenbettelei bei unseren hier ansässigen Leistungsträgern offenbar bereits soweit verinnerlicht wurde, dass selbst bei Rechenbeispielen wie hier, automatisch vorausgesetzt wird, dass Hartz 4 Bezieher gefälligst bei einer " Tafel " ihr karges Süpplein abholen sollen damit die Statistik wieder stimmt - ist ungeheuerlich.
Es ist schlimm genug, dass es in einem hochindustrialisierten Land wie Deutschland, Suppenküchen, Tafeln, etc. überhaupt geben muss.
Derartiges kannte man früher höchstens aus der Obdachlosenspeisung.
Mittlerweile sind nicht unmaßgebliche Teile der Bevölkerung die gestern noch in Lohn und Brot standen, davon betroffen. Das macht mich betroffen.
Wanne
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21.10.2009, 12:11
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ich bin dafür, das Kindergeld nicht an die Eltern auszuzahlen, sondern direkt in die Bildung zu investieren. Kindergarten und Kinderkrippe sollten kostenfrei sein, den Kindern sollte eine Betreuung geboten werden, die auch eine warme Mahlzeit pro Tag beinhaltet.
Die Betreuungszeiten in Kindereinrichtungen sollte den Arbeitszeiten angepasst und flexibler gehandhabt werden.
Die Förderung schwacher Kinder ist kostenlos, warum nicht auch die Förderung von überdurchschnittlich begabten Kindern?
Kinder sollten kostenlos in Sportvereinen Mitglied sein können. Dann können auch Kinder aus armen Familien Sport treiben.
Studiengebühren sollten im Erststudium abgeschafft werden. Die Fahrtkosten für Schüler und Studenten sollten abgeschafft werden - ab dem ersten Kilometer.



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