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  1. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, ich weis nicht, was diese Zeilen sollen
    Kompakt: Es gibt eine Vielzahl "gemeinnütziger Organisationen" und dort tätiger Menschen, deren Merkmale, Kommunikationsart und -verhalten hier Gelesenem stark ähneln. Sehr ausgeprägt sind Nehmerqualitäten auf Kosten der Gesellschaft (fällt unter Datenschutz) - was aber nicht davon abhält, auf gefühlt dieselben Eigenschaften der zu Betreuenden lautstark zu verweisen (fällt unter "Das muß doch mal gesagt werden!").

    ich finde, dass alle Ihre Zeilen m.E. die Diskussion zum Thema nicht weiterbringen würde. Und letztendlich den Menschen, die betroffen sind, ob es nun "Schützlinge" sind oder von mir benannte Klientel, nicht helfen würde.
    Was passiert denn? Die "Gemeinnützigkeit" -und ich meine nicht explizit Ihren oder Yaninas diffus präzisierten "Verein", sondern die sich daran bereichernde Armutsindustrie und Behörden- tut nichts Anderes, als das, was u.a. in vielen Threads bemängelt wird: Die Mittel (mit allen daraus erwachsenden Möglichkeiten) kommen nicht in vernünftiger Weise den "Verlierern" zu Gute, sondern den "Verteilern" und "Verwaltern". Es ist das Gleiche, wie Kindergeld/ "Herdprämie" - im einen Fall wird es als "gesellschaftlich Löblich kommuniziert", im anderen Fall ist es "zum an die Decke gehen".

    Ihre Hinweise auf eine "Klientel" und "Schützlinge" - das ist eine völlig nutzlose Information. Wenn Sie erwarten, daß Ihren "Argumenten" gefolgt oder sie zumindest aufgegriffen werden -im Interesse einer gesellschaftlichen Relevanz-, dann ist sowas reichlich ungenügend.

    Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß dieser Stil -in welchem Umfang und von wem auch immer praktiziert- für zunehmende Irritationen führt. Wenn Sie -immerhin mit einem gesellschaftlichen Auftrag versehen- sich negativ äußern, ist das von Belang. Sie tragen Verantwortung.

    Zitat Zitat von Tabetha
    Ich mag bestimmte Aufforderungen in einem anonymen Forum nicht, und dies ist vollkommen unabhängig davon, ob ich die Position der aufgeforderten Person teile.
    Hierzu zählen Aufforderungen den Arbeitgeber mitzuteilen, ein Foto einzustellen o. ä. Dinge, die einen genauen Rückschluss auf die Person zulassen.
    Ihre Anmahnung der Neutralität erstaunt mich. Seit Tagen wirken Sie und andere auf eine Foristin ein, fordern sie zur "Berichterstattung" sowie Darlegung ihrer Verhältnisse auf und nach Bekunden wurden Beiträge durchsucht.

    Den Arbeitgeber/ "Klientel"umfeld (grobe Richtung) zu nennen wäre hilfreich, damit klar wird, worum es eigentlich geht. "Ich bin bei der Caritas" oder "ARGE" ist ja nichts Ehrenrühriges. Und so lange es im Trüben bleibt, interpretiere ich dieses "Wenn Sie wüßten, was wir alles wissen! Aber Sie wissen es ja nicht! " als etwas, was maximal bis in`s Alter postpubertärer Nachwehen praktiziert wird.

    Das sehe ich nicht so. Die Frau erhält Gelder aus öffentlichen Kassen. Die von Steuerzahlern gefüllt werden. Und die Pflicht des Staates, mit den Steuergeldern überlegt umzugehen. Oft genug missachtet.
    Na sehen Sie: Unsere Anliegen sind, wenn auch von konträren Seiten, gleich.

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    viele dieser Menschen, die ich und wahrscheinlich auch Yanina meinen, kennen diese Möglichkeiten nicht und erkundigen sich auch nicht nach Hilfe.
    Wie kommen diese Menschen dann zu Euch?

    Und selbst, wenn ihnen Hilfe angeboten wird oder ihnen gesagt wird, wo sie Hilfe bekommen können, nehmen sie diese Möglichkeiten nicht an. Weil ihnen Eigenverantwortung, Selbstreflexion oder Bildung oder andere wichtige Voraussetzungen fehlen, um Hilfsmöglichkeiten nutzen zu können. Therapien werden abgelehnt, man wäre ja nicht krank oder so...... Was willst du dann machen?
    Die Hilfe immer wieder anbieten. Ansonsten akzeptieren, daß diese Menschen eben mit/durch H4 durchgezogen werden müssen. Wir sind ein Sozialstaat und können uns das auch leisten.

    So ähnlich sehe ich es persönlich bei diesen Menschen auch. Es tut mir leid, aber ich kenne mehr Problemfälle, als die betroffenen Menschen, die durch Konkurs oder so von Hartz IV betroffen sind.
    Aber mach doch bitte nicht den Fehler, dies zu verallgemeinern, weil Du einen Job hast, in dem Du sehr viele dieser Fälle siehst.

    Es gibt so viele Berufe, deren Dienstleistungen nur Wohlhabende in Anspruch nehmen können. Würdest Du einem Schönheitschirurgen abnehmen, wenn der aufgrund seiner "Klientel" behaupten würde, Menschen ohne Geld gäbe es gar nicht?

    Eine Bekannte beim Job Center, ich schrieb es hier schon mal an anderer Stelle, hat früher auch gedacht, bevor sie beim Job Center anfing zu arbeiten, dass jeder durch Arbeitsplatz Verlust etc. in die Lage kommen kann, Hartz IV zu bekommen.
    Es war für sie eine teilweise erschütternde Erkenntnis, dass der größte Teil ihrer Kunden, so heißen hier in Berlin diese Menschen, viele Defizite haben und das diese Defizite, oft vielschichtig und meistens auch psychische Gründe sind, warum diese Menschen von Hartz IV leben, dazu führten, dass diese Menschen so leben müssen. Und oft sind es auch gut qualifizierte Menschen, aber letztendlich gibt es oft die Probleme wie Alkohol und psychische Probleme, die dazu führen, dass sie keinen Arbeitsplatz finden.
    Du sagst es doch selbst. Alkoholabhängigkeit ist eine Suchterkrankung. Dafür entscheidet sich keiner freiwillig, man rutscht da rein. Auch dieses Problem kann gut qualifizierte Menschen treffen. Es gab mal einen Bericht darüber, wieviel Ärzte Operationen unter Alkoholeinfluß vornehmen. Harald Juhnke gehörte nicht gerade zur Unterschicht, genausowenig wie die Schauspielerin Katrin Sass, die nicht nur öffentlich mit ihrer Alkoholabhängigkeit als auch mit ihrem Arbeitslosengeldbezug umgeht.

    Dieses "mit-dem-Finger-zeig-auf-den-und-den" finde ich schrecklich. Du hast es gerade eben wieder gemacht.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  3. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    @gerrimee und wildblume

    Ich denke, es gibt wirklich beides. Die die nicht wollen und die die wollen und es (zeitweise) nicht schaffen.

    Mein Menschenbild ist schon, dass der Mensch erst einmal für sich selbst verantwortlich ist. Und dass er auch zufriedener ist, wenn er für sich selbst sorgt. Dass es gesünder ist, als sich auf "Papa Staat" zu verlassen.

    Aber ich glaube auch, dass es auch Situationen gibt wo z.B. vor allem ältere Arbeitnehmer (leider) keinen Job mehr finden. Es gibt glaube ich schon Menschen, die eher aufgeben als andere. Wenn ich ü. 50 und auf Arbeitssuche wäre, ich würde glaube ich ohne Ende Bewerbungen schreiben ... und dann auch aufgrund des Ergebnisses - es klappt nicht, ich kriege keine Stelle - dazu stehen und selbstbewusst Hartz 4 beantragen. Und mich weiter bewerben.

    Ich kenne tatsächlich 2-Hartz-4 Bezieher, die sehr unterschiedlich sind, aber beide null in die Kategorie Arbeitsverweigerer passen. Der eine hat ein psychologisches Problem und ist in Behandlung hofft aber bald für sich selbst sorgen zu können, der andere war ein paar Jahre Hartz-4-Empfänger, aber hat sich da raus gekämpft.

    Letzterem habe ich auch oft einmal "Leviten" gelesen, weil ich dachte er bewirbt sich nicht genug. Aber am Ende hat er es geschafft und gezeigt, dass er es ernst gemeint hat.

    Es gibt beides, es gibt auch bei Hartz 4 - leider - Leute, die sich drauf ausruhen. Von diesem Klischeebild der Hartz 4 Empfänger, das Yanina und Wildblume beschreiben, kenne ich keine. Das liegt aber sicher an meinem Umfeld und daran, dass ich beruflich in dem Bereich nichts mache.

    Ich glaube Euch, dass es das gibt. Also bitte glaubt ihr auch, dass es das andere gibt, auch wenn das nicht Eure Klientel ist.

  4. User Info Menu

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Gerade hier in Berlin gibt es sehr sehr viele Möglichkeiten, sich helfen zu lassen. Aber viele dieser Menschen, die ich und wahrscheinlich auch Yanina meinen, kennen diese Möglichkeiten nicht und erkundigen sich auch nicht nach Hilfe. Und selbst, wenn ihnen Hilfe angeboten wird oder ihnen gesagt wird, wo sie Hilfe bekommen können, nehmen sie diese Möglichkeiten nicht an. Weil ihnen Eigenverantwortung, Selbstreflexion oder Bildung oder andere wichtige Voraussetzungen fehlen, um Hilfsmöglichkeiten nutzen zu können. Therapien werden abgelehnt, man wäre ja nicht krank oder so...... Was willst du dann machen?
    Wenn du aber ein Informationsdefizit unter anderem als Grundlage identifiziert hast, könnte man ja versuchen stärker zu informieren.
    Wenn sie die Hilfe aber nicht annehmen, dann glauben sie wohl nicht an diese Hilfe. Warum?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Es war für sie eine teilweise erschütternde Erkenntnis, dass der größte Teil ihrer Kunden, so heißen hier in Berlin diese Menschen, viele Defizite haben und das diese Defizite, oft vielschichtig und meistens auch psychische Gründe sind, warum diese Menschen von Hartz IV leben, dazu führten, dass diese Menschen so leben müssen. Und oft sind es auch gut qualifizierte Menschen, aber letztendlich gibt es oft die Probleme wie Alkohol und psychische Probleme, die dazu führen, dass sie keinen Arbeitsplatz finden.
    Ja, kann gut sein, dass es bei vielen Menschen auch individuelle Gründe – abgesehen vom Arbeitsplatzmangel - für das Fortbestehen der Arbeitslosigkeit gibt. Mir fallen dazu spontan zum Beispiel minderjährige Kinder, Krankheiten, psychische Störungen und Krankheiten ein. Nichts anderes schrieb ich ja auch gestern schon.
    Die Frage ist für mich nur, welche Konsequenzen man daraus ableitet.
    Ich würde sagen, zunächst muss an den Gründen gearbeitet werden, die einen Menschen daran hindern einer geregelten Arbeit nach zu gehen. Es wird sicher nicht immer möglich sein, diese zu beseitigen (körperliche Krankheiten lassen sich manchmal einfach nicht mehr vollständig heilen).

    Ich sehe nicht, dass die Tatsache, dass etwas einen Grund hat (was ja auch erst mal relativ banal ist), als Rechtfertigung für mangelnde Unterstützung herhalten sollte!
    Viel eher sollte in diesem Fall an den Gründen gearbeitet werden um dann anschließend, wenn die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen sind, die Arbeitsvermittlung/Arbeitssuche aufzunehmen.

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Dazu hat die Politik in den vergangen 20-30 Jahren durch falsche Maßnahmen es versäumt, die Menschen die schon in 2. oder 3. Generation vom Amt leben, dazu zu bringen, wieder für sich selbst zu sorgen. Egal ob deutsch oder Ausländer.
    Jawohl, das hat sie bisher, das tut sie meiner Meinung nach heute immer noch und ich wage die Vermutung dass sie das auch in Zukunft immer weiter so tun wird. Ich denke auch hierfür gibt es Gründe!

  5. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Gerade hier in Berlin gibt es sehr sehr viele Möglichkeiten, sich helfen zu lassen. Aber viele dieser Menschen, die ich und wahrscheinlich auch Yanina meinen, kennen diese Möglichkeiten nicht und erkundigen sich auch nicht nach Hilfe. Und selbst, wenn ihnen Hilfe angeboten wird oder ihnen gesagt wird, wo sie Hilfe bekommen können, nehmen sie diese Möglichkeiten nicht an. Weil ihnen Eigenverantwortung, Selbstreflexion oder Bildung oder andere wichtige Voraussetzungen fehlen, um Hilfsmöglichkeiten nutzen zu können. Therapien werden abgelehnt, man wäre ja nicht krank oder so...... Was willst du dann machen?
    1. Ich habe diese Art "Klientel" (ohne Schulabschluss, ohne Berufsausbildung) eine Zeitlang zur ARGE u.ä. Stellen begleiten dürfen und erfahren, dass ihnen solcher Art Hilfe nie angeboten wurde. Auf meine Nachfrage wurde mir dann einfach mitgeteilt, dass DIESE Leute ohnehin nicht wüßten, wie sie diese Hilfsmöglichkeiten umsetzen könnten oder es hieß einfach, dass man dafür nicht zuständig wäre.

    2. Diese Art "Klientel" ist idR kaum in der Lage, ihre Wünsche/Forderungen klar zu artikulieren. Man muss diesen Menschen sehr viel Geduld entgegenbringen und viel erklären, wie sie Hilfsangebote für sich nutzen können. Dazu haben ARGE-Mitarbeiter etc. idR keine Zeit, oft keine Lust, manchen fehlt eine diesbezügliche Ausbildung. Mir wurde gesagt, dass ca. 20 Min. pro Fall eingeplant ist.

    3. Oft verfallen solche Menschen nach einiger Zeit (oder sind es bereits) in Depressionen, können ihre "Krankheit" weder selbst erkennen, noch sind sie deshalb in der Lage, diesen Zustand ihrem Arzt zu beschreiben. Demzufolge wird ihre Krankheit -wenn überhaupt- erst erkannt, wenn diese Klientel völlig aus dem öffentlichen Raum verschwinden, dh sie verkriechen sich in ihren Wohnungen, nehmen nichts mehr wahr etc. - melden sich auch nicht mehr bei der ARGE usw. Folge daraus: Die Leistungen werden gekürzt, eingestellt mit weiteren unangenehmen Folgen (fehlende Mietzahlungen, Stromsperrung etc.). Anstatt die Gründe für dieses Verhalten zu hinterfragen, wird einfach Unwilligkeit/Desinteresse unterstellt.

    Dass selbst Menschen, die einer Berufstätigkeit nachgehen, Schwierigkeiten haben, ihre mögliche Depression zu erkennen und einen Arzt/Therapeut zu finden, der die richtige Hilfe leisten kann, wird dabei gerne übersehen.

    5. Geld ist reichlich vorhanden...Oder wie ist z. B. zu erklären, dass ein 64-jähriger arbeitloser Mann, der bereits seinen Rentenantrag eingereicht hat und dessen ALG1-Anspruch in nunmehr 2 Monaten! endet, 5 Monate vorher noch einen Eingliederungsantrag unterschreiben muss, er sonst mit einer Sperre belegt wird?!

    Warum diese "Entmündigung" ? Warum werden diese Maßnahmen nicht denjenigen Menschen zuteil, denen sie noch einige Jahre/Jahrzehnte nützen könnten ? Es gibt 60jährige, die noch voller Kraft und willens sind, weiter berufstätig zu sein und werden diese Maßnahme gerne in Anspruch nehmen. Andere wiederum sind einfach in ihrer Kraft "verbraucht" (die Gründe sind vielfältig) und wollen nichts anderes, als endlich den Ruhestand genießen.

    6. Im vorigen Jahr wurde mir zugetragen, dass die Bundesagentur an jedem 1€-Jobber mitverdient. Die Tätigkeit des 1€-Jobbers wird dem möglichen Arbeitgeber von der Bundesagentur mit z.B. € 6,00/Std. angeboten (oder höher, je nach Art der Tätigkeit) oder es wird eine (hohe) Vermittlungsgebühr verlangt. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, warum 1€-Jobber-Tätigkeiten zunehmen und gefördert werden.

    Andererseits wird von den gleichen Stellen beklagt, dass aufgrund dieser 1€-Jobs keinerlei Sozialbeiträge geleistet und die Zahl der HartzIV-Empfänger in Zukunft ansteigen und zu höheren Staatsausgaben führen wird ??!!

    @WüsterGrobi

    Danke für Deine Beiträge und Einstellungen Deiner Links.
    Geändert von Inaktiver User (13.11.2009 um 12:47 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Die meisten unserer Schützlinge kommen nicht freiwillig. Sie werden vom "Amt" geschickt.

    Natürlich betreue ich die Menge nicht als einzige Fachkraft, wir haben hier ein tolles Team. Unser Team setzt sich zusammen aus Psychologen, Pädagogen, Handwerks- und Industriemeister, Kaufleuten, Ausbildern und Verwaltungskräften.

    Wir bieten Traingscenter, Trainingsnetzwerke, Berufsvorbereitungen, Umschulungen, Coiachings, Aktivcenter, Jump+, Bewerbercenter und andere Maßnahmen an.

    wir nehmen unseren Auftrag sehr ernst und ermitteln erst den Hilfebedarf. Dann zeigen wir Wege und Möglichkeiten und besprechen mit den Schützlingen, welchen Weg sie für sich als gangbar sehen. Dann gehen wir in die Familien und schauen, wo da Hilfe angebracht ist.

    zudem: auch alleinerziehnde mit nur einem Kind lassen in der Frittenbude Beträge von fünfzig Euro oder mehr. Da werden ja nicht nur Fritten gekauft, es kommen zu den Speisen noch Süßigkeiten, Getränke und Zigarretten dazu.

    Ich war nicht immer dabei, wenn ein Kind zum Einkauf in der Frittenbude war, aber den Einkauf habe ich oft genug gesehen, da wir gerade zum Hausbesuch vor Ort waren. Wir kommen auch ohne Ankündigung und schauen nach dem Rechten. Immerhin sind unsere Schützlinge tlw. Minderjährige.

    wie gesagt, wer auch meinen Beiträgen nur das Negative sehen will, soll dies gern tun. Ich glaube auch kaum, dass hier im forum irgendjemand sich anmaßen kann, über meine Eignung zu meinem Job zu reden. Offensichtlich sind meine Vorgestzten der Meinung, dass ich einen guten Job mache, sonst wäre ich nämlich nicht an dieser Stelle. Auch die Kostenträger scheinen mit meiner Arbeit sehr zufrieden zu sein, immerhin schicken sie uns Woche für Woche neue Hilfesuchende.

    Die meisten verlassen unsere Einrichtung mit einem sehr guten Gefühl. Das ist für Anerkennung genug. Und wenn wir dann hier und da einem Menschen in einen Job verhelfen oder in eine Ausbildung bringen können, so freut uns das mehr, als ein Sechser im Lotto. Wir wissen, dass wir nicht allen helfen können, ohne dieses Wissen könnten wir den Job nicht machen.

    zudem: ich bleibe dabei: zur Zeit bekommen Hilfebedürftige zu viele Geldleistungen. Sonst würden sich viele mehr Hilfesuchende einen Job suchen und sie würden auch mehr Förderung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Solange ein Arbeitsuchender einen zumutbaren Job ablehnt, hat er einfach zu viel Stütze. Gerade wenn der Arbeitsuchende eine Familie hat, sollte er alles daran setzen, wieder in Arbeit zu gehen.

    Manche unserer Kunden lehnen Jobs ab, bei denen sie einen stundenlohn von 10,50 Euro bekommen, weil die Stütze höher ist. Ja wo leben wir denn, dass die Stütze höher ist als der Verdienst aus einem solchen Job?

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Yanina Beitrag anzeigen


    zudem: ich bleibe dabei: zur Zeit bekommen Hilfebedürftige zu viele Geldleistungen. Sonst würden sich viele mehr Hilfesuchende einen Job suchen und sie würden auch mehr Förderung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Solange ein Arbeitsuchender einen zumutbaren Job ablehnt, hat er einfach zu viel Stütze. Gerade wenn der Arbeitsuchende eine Familie hat, sollte er alles daran setzen, wieder in Arbeit zu gehen.

    Manche unserer Kunden lehnen Jobs ab, bei denen sie einen stundenlohn von 10,50 Euro bekommen, weil die Stütze höher ist. Ja wo leben wir denn, dass die Stütze höher ist als der Verdienst aus einem solchen Job?
    Wo wohnst du denn? Hier im teuren München ist der Tariflohn für Einzelhandelskaufleute bei 9,15 € (nach 3 Jahren Ausbildung). Friseure, Arzthelferinnen, Postler z.b. bekommen noch weniger. Trotzdem sind diese Stellen besetzt.
    Was sind denn dass für Jobs, wo man über 10 € bekommt und dann ablehnt ?
    Geändert von kleinenellie (13.11.2009 um 14:17 Uhr) Grund: Rechtscheibung
    Alles Liebe, Nellie

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    WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein

  8. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Yanina Beitrag anzeigen
    zudem: auch alleinerziehnde mit nur einem Kind lassen in der Frittenbude Beträge von fünfzig Euro oder mehr. Da werden ja nicht nur Fritten gekauft, es kommen zu den Speisen noch Süßigkeiten, Getränke und Zigarretten dazu.?
    Du scheinst in einer teuren Gegend zu wohnen...

    Manche unserer Kunden lehnen Jobs ab, bei denen sie einen stundenlohn von 10,50 Euro bekommen, weil die Stütze höher ist. Ja wo leben wir denn, dass die Stütze höher ist als der Verdienst aus einem solchen Job?
    Bei einem Vollzeitjob kommt Deine Rechnung nicht hin. Aber bessere Zuverdienstmöglichkeiten zu Hartz 4 wären sicherlich ein guter Anreiz auch Teilzeitangebote anzunehmen.

    Und 10.50 Jobs sind selten. Eine Freundin von mir hat mal in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Als Akademikerin bekam sie 9 Euro die Stunde, Nichtakademiker bekamen 6. Sie kam aus der Arbeitslosigkeit und hat die halbe Stelle angenommen obwohl es weniger war als ihr ALG 1 - für sie war es der Schritt in die richtige Richtung. Sie ist mittlerweile (nicht über die Zeitarbeitsfirma sondern andere Wege) wieder in Lohn und Brot.

    Übrigens hat die Firma bei der sie war an die Zeitarbeitsfirma 18,50 gezahlt - mehr als die Hälfte ging also als Abgaben und vor allem als Gewinn an die Zeitarbeitsfirma - dabei hatte sich meine Freundin die Stelle selbst gesucht, musste aber wegen eines Vertrages zwischen Firma und Zeitarbeitsfirma über diese anheuern.
    Geändert von Inaktiver User (13.11.2009 um 14:13 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Yanina Beitrag anzeigen
    Die meisten unserer Schützlinge kommen nicht freiwillig. Sie werden vom "Amt" geschickt.
    Ich nehme an, dass du bei so einem Träger ähnlich der GVK arbeitetst.

    Die leisten sehr gute Arbeit und schaffen es tatsächlich willige Empfänger und auch weniger willige in Arbeit oder Ausbildung zu bringen.

  10. User Info Menu

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Ehrlich gesagt - wenn alle Arbeitslosen, die arbeiten wollen, auch einen vernünftigen Job bekämen, würde das doch schon reichen.

    Für alle sind doch sowieso nicht genügend lohnende Jobs da, deshalb ist es eigentlich egal, ob einer beteuert, dass er "wirklich" will, oder eigentlich nicht unbedingt oder gar nicht.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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