Ich mag bestimmte Aufforderungen in einem anonymen Forum nicht, und dies ist vollkommen unabhängig davon, ob ich die Position der aufgeforderten Person teile.
Hierzu zählen Aufforderungen den Arbeitgeber mitzuteilen, ein Foto einzustellen o. ä. Dinge, die einen genauen Rückschluss auf die Person zulassen.
Man sollte doch davon absehen, wir befinden uns hier schließlich auf einer mehr oder weniger anonymen Diskussionsplattform. Und nur so können die unterschiedlichsten Denkweisen ihren Platz finden.
Antworten
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12.11.2009, 16:56
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
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12.11.2009, 17:07
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Jammern hört sich bei mir anders an. Ich schildere lediglich Fälle. Und ich schreibe bildhaft. Wenn ich dieser Beispielfrau nicht helfen wollte, hätte ich einen anderen Job. Natürlich biete ich ihr Hilfe an. Natürlich gibt es hin und wieder Menschen, die die Angebote annehmen. Allerdings jammern die meisten lieber, denn Hilfe zur Selbsthilfe ist unbequem.
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12.11.2009, 17:13
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Hallo Wildblume,
vielen Dank für deine Unterstützung. Ich glaube allerdings nicht, Menschen mit festgefahrenen Meinungen durch Argumente zu überzeugen sind. Es gibt nun einmal viele Menschen, die eine andere Fremd- und Selbstwahrnehmung haben, als es uns lieb ist. Wir arbeiten offensichtlich mit einem vergleichbaren Klientel, da sehen wir täglich, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind. Erst heute habe ich wieder einen beeindruckenden Menschen kennengelernt.
Auf solche Angriffe, wie sie hier teilweise, meist immer wieder von den gleichen Usern, kommen, nehme ich gar nicht mehr als Angriff wahr. Manche können nciht anders, sie müssen einfach um sich treten.
Wie sagen die Bayern so schön: darauf reagiere ich mit weniger als mit Ignoranz
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12.11.2009, 17:21
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Klar, aber auch das ist doch sehr menschlich. Wenn man mit einer subjektiv sehr schweren (oder kaum lösbaren) Aufgabe konfrontiert ist, werden viele Menschen erst mal dazu neigen, dam aus dem Weg zu gehen!
Und was als schwierig empfunden wird, ist nun mal oft sehr individuell!
In einem beratenden Beruf braucht man nun mal unendliche Geduld und eine unglaubliche Frustrationstoleranz. Außerdem ist es einfach (meiner Meinung nach) sehr wichtig, zu akzeptieren, dass man nicht für alle Menschen den gleichen Maßstab (und die gleichen Erwartungen) anlegen sollte. Schließlich erwartet auch kaum einer von uns von sich selbst Leistungen die – warum auch immer – vollkommen außerhalb unseres individuellen Fähigkeits- und Möglichkeitsbereichs liegen.
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12.11.2009, 17:30
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Was ist unlösbar daran, nicht in die Frittenbude zu gehen und einen großen Teil des Monatseinkommens für eine Mahlzeit auszugeben? Mir fehlt dafür jegliches verständnis. Für michist wichtiger, aufzuzeigen, dass es einen anderen Weg gibt und dass auch mit wengen Geldmitteln eine vernünftige Ernährung möglich ist.
Sehr weise Erkenntnis von dir.
Auch hier sage ich nur: sehr weise.
Hier bekommst du von mir keine Zustimmung. Immerhin wird hier von bestimmten USern genau dieses von mir verlangt. Auch Arbeitgeber verlangen dies sehr häufig von ihren Mitarbeitern.
Und auch in den Familien wird sehr oft etwas gefordert, was der Einzelne nicht zu leisten im Stande ist. Du beschreibst eine Wunschvorstellung, die allerdings nur wenig mit der Realität zu tun hat.
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12.11.2009, 17:43
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Liebe Yanina,
ich würde mich niemals wagen, über jemanden zu lästern, wenn dieser über seinen Beruf bzw. seinen Erlebnisssen dort "jammert"=erzählt. Damit meine ich z.B. Polizisten, Krankenschwester, Feuerwehrmänner oder Rettungssanitäter, die auch oft frustrierende Erlebnisse haben.
Ich finde es unreif und vermessen, dir deine, zwar sehr direkt geschriebenen Gedanken, als jammernde oder verachtende Art und Weise zu unterstellen. Ist eigentlich eine ziemlich freche Art.
Bitte werte die Zeilen dieser von dir besagten User nicht als Angriff auf dich. Sie haben doch genau wie wir das Recht, ihren Blickwinkel zu haben,
. Und sie werden auch ihren Grund dafür habe, warum sie um sich treten müssen. Die Armen
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WildblumeGeändert von Wildblume2008 (12.11.2009 um 17:56 Uhr)
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12.11.2009, 17:47
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ja, scheint wiederum für DICH schwierig zu sein, das zu verstehen. Ich weiß auch nicht, WARUM das so schwierig ist. Aber ich gehe davon aus, dass die betreffende Person dieses Verhalten nicht immer wieder zeigen würde, wenn sie es ändern könnte! (Oder unterstellst du ihr bei ihrem Tun reine Bösartigkeit?)
Ich denke, um einem solchen Menschen zu helfen, muss man zunächst einmal erkennen, dass er dieses Verhalten wohl nicht so einfach ändern kann! Sonst geht man von falschen Voraussetzungen aus. Und Wenn man von falschen Voraussetzungen aus geht, kann eine Beratung ja nur schief gehen, oder?
Du machst dich nicht zufällig über mich lustig, oder?
Huch, ich schrieb, dass niemand von SICH SELBST unmögliche Dinge erwartet. Andere tun das meiner Einschätzung nach sogar sehr oft! Vor allem dann, wenn sie die Situation und das Verhalten des anderen nicht verstehen können!
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12.11.2009, 18:06
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ihr seid vom Denken her gar nicht so weit voneinander entfernt.
Nur diametral.
1. Du Iris, unterstellst, die Person würde ihr Verhalten ändern wollen.
2. Yanina unterstellt keine Bösartigkeit, denke ich, sondern Bequemlichkeit. Klappt doch so, Geld kommt vom Amt rein, also gehen wir Fritten essen.
Schwarz und weiß. Nun, wer hat hier recht?
Vielleicht einfach akzeptieren, es gibt solche und solche. Und die hier erwähnte Mutter zählt eben zu solchen.
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12.11.2009, 18:08
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Hallo Wildblume,
ich denke nicht, dass ich Yanina unterstellt habe zu jammern! Ich habe ihr lediglich geschrieben, dass es die Situation nicht verändern wird, wenn sie sich über die von ihr wahrgenommenen Missstände aufregt!
Und da sie in beratender Funktion tätig ist, sollte sie auf jeden Fall versuchen etwas zu ändern.
Die Frage, ob sie etwas ändern oder jammern will, war provokant gemeint und war auch sicher nicht nett.
Ich weiß eigentlich nichts darüber, was sie tut, um diese Situationen zu verändern. (Ich hätte aber nichts dagegen, etwas mehr darüber zu erfahren – aber das ist hier ja eigentlich nicht das Thema.) Ich habe bisher nur einen Einblick darüber erhalten, worüber sie sich aufregt.
Anderer Blickwinkel (!) eben.
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12.11.2009, 18:18
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Natürlich gibt es ganz verschiedene Motivationen für ein und dasselbe Verhalten. Aber wenn Yanina davon ausgehen würde, dass diese Frau (auch als Beispiel für andere Menschen) nichts ändern möchte, sollte sie auch nicht erwarten, dass die Frau ihr Verhalten ändert! Das wäre dann ja absurd!
Für mich persönlich spricht aber die Tatsache, dass diese Frau einige Tage später über ihre finanziellen Probleme klagt, dafür, dass sie sehr wohl gerne etwas ändern würde, aber scheinbar damit überfordert ist! (Warum auch immer.)


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